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#FacesOfPhotography – Teil 10: Anna Schroll aus Jena

Für die Serie #FacesOfPhotography lässt uns Anna Schroll aus Jena in ihr heimisches und etwas provisorisches Studio schauen:

»In meinem normalen Fotografenleben fotografiere ich ausschließlich Menschen, bin gerne unterwegs, am liebsten dort, wo ebenjene Menschen arbeiten. Mal im Forschungslabor, mal im Industriebetrieb, häufig im Medizinbereich. Das geht nun nicht mehr.

Aber ich sehe diese (H)Auszeit auch als eine Chance, Neues auszuprobieren. In meinem Fall die Studiofotografie. Mit meinen Kindern bin ich nun viel in der Natur unterwegs und wir sammeln Schätze – sie Steine und Stöcke, ich trockene Pflanzen. Unser Gästezimmer ist jetzt ein Fotostudio und neben Kinderbetreuung und Homeschooling bleibt jeden Tag Zeit um eine Pflanze zu fotografieren – meine fotografische Arbeit sind also gerade trockene Pflanzen. Die reizen mich schon seit langem, nun ist Zeit dafür und die Pflanzen sind geduldig, wenn die Kinder mal ungeduldig sind.

Übrigens freue ich mich immer sehr über die #FacesOfPhotography. Selten habe ich mir Newsletter so ausführlich angeschaut – es tut gut etwas über andere Fotograf*innen zu erfahren.«

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#FacesOfPhotography – Teil 9: Götz Schleser aus Berlin

Angesichts der Coronakrise stehen viele Fotografen wie aus dem Nichts vor dem beruflichen Nichts – eine Auftragsflaute historischen Ausmaßes bedroht akut Existenzen. So auch die des Berliner Fotograf Götz Schleser, der für die #FacesOfPhotography ein sehr intimes und gleichzeitig symbolträchtiges Selbstbild ausgewählt hat:

Götz, warum hast Du genau das Bild für die #FacesOfPhotography ausgewählt?
Nackt, schutzlos, verwundbar, eiskaltes Wasser… In etwa so fühlt sich mein Berufsleben gerade an.

Was ist die Geschichte Deines Bildes?
Es ist eines meiner privaten Bilder, das ich noch nie veröffentlicht habe. Das Bild hatte ich längere Zeit im Kopf und bin an einem Samstag im Februar bei – 8 Grad und einer Wassertemperatur von 4 Grad an die Ostsee gefahren und habe mich fotografiert. Meine Füße waren, als ich aus dem Wasser kam, knallrot.

Was bedeutet die Fotografie für Dich?
Mich macht es glücklich, wenn ich arbeite. Vor allem dann, wenn ich ein Bild so umsetzen kann, wie ich es im Kopf habe, das spüren auch die Menschen die ich fotografiere. Sie merken, daß ich das liebe was ich tue und so komme ich zu den Bildern die ich möchte. So macht es mich glücklich, drei bis vier richtig gute Bilder im Jahr zu fotografieren.

Wo wärst Du eigentlich in dieser Woche?
Ich hätte einen Workshop in Essen gegeben. Und ich war für ein Portraitshooting in Hamburg und Dresden gebucht.

Was denkst Du, wie sind die Auswirkungen der Krise für den fotografischen Markt?
Da ich Portraitfotograf bin, also von Angesicht zu Angesicht arbeite, sind mir über Monate 100 Prozent meine Aufträge, Workshop, Seminare und Vorträge abgesagt worden. Das geht aber nicht nur mir so – die Situation bringt mich und viele andere Kollegen gerade an den Rand des finanziell Machbaren.
Ich hoffe aber, das wir das mit vereinten Kräften schaffen. Es ist jetzt schon zu merken, daß die Kreativen nicht untätig zu Hause sitzen, sondern die Bilder machen, die sie schon immer machen wollten. Es werden neue Plattformen zur Bildvermarktung ins Netz gestellt, alle  arbeiten – ich freue mich auf die kreative Explosion nach der Krise und damit wird die Wertschätzung jeglicher kreativen Arbeit  hoffentlich steigen.

Was wünschst Du Dir für jetzt und für die Zeit nach der Krise?
Ich wünsche mir sehr, dass jetzt alle Kreativen – Agenturen, Grafiker, Musiker, Bildredakteure, Fotografen, Illustratoren, Filmer, Audio – zusammen rücken, gemeinsam geilen Scheiß raushauen und die Gemeinschaft nach der Krise bleibt.

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#FacesOfPhotography – Teil 8 : Jonathan Browning aus London

Im achten Teil unserer Serie #FacesOfPhotography stellen wir Ihnen den Londoner Fotografen Jonathan Browning vor:

Jonathan, was ist Dein fotografischer Schwerpunkt?
Ich bin Porträt- und Dokumentarfotograf, wichtig ist mir in meinen Bildern eine authentisch wirkenden Ästhetik.

Wie sieht derzeit Dein Tag aus?
Ich habe keine Aufträge, aber ich nutze die Zeit, um lange liegen gebliebene Dinge zu erledigen. Einen großen Teil des Tages verbringe ich damit, mit meiner Partnerin zu verhandeln, wer am nächsten Tag die Kinderbetreuung übernimmt.

Wenn die Krise nicht wäre: Wo wärst Du jetzt und woran würdest Du arbeiten?
Ich hatte vorher ein paar anständige Jobs in Aussicht, was nicht immer der Fall ist – es war also ein echter Schlag. Es gab ein Shooting in Wales, eines in New York und sogar in Irland, aber alle wurden verschoben oder gestrichen.

Woran arbeitest Du anstattdessen?
Im Vereinigten Königreich dürfen die Bewohner einmal am Tag hinaus, um sich zu bewegen. Ich habe Menschen portraitiert, die das in dem Nationalpark »South Downs« machen, dem jüngsten Nationalpark Großbritanniens, der dieses Jahr zehn Jahre alt wird.

Was bedeutet die Krise für die Fotografie in Deinem Land im Allgemeinen?
Sie macht es schwierig – die Fotografie steht nicht mehr auf der Prioritätenliste. Was die Projekte betrifft, so werden wir, glaube ich, Bilder von leeren Straßen der Städte auch bald langweilig finden, thematisch ist die Krise also auch es ein bisschen einschränkend…

Kannst Du der gegenwärtigen Situation etwas Positives abgewinnen?
Glücklicherweise hat die britische Regierung angekündigt, dass sie Selbständige – also freiberufliche Fotografen wie mich – unterstützen wird, das ist  großartig.
Unser Garten hat auch nie besser ausgesehen, da wir in den letzten Wochen viel Zeit damit verbracht haben, ihn zu pflegen.

Was ist Dein Wunsch für die Zeit nach der Krise?
Ich denke und hoffe, dass wir Menschen dankbarer sind für das, was wir haben.

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#FacesOfPhotography – Teil 7: Stefan Falke aus New York City

#FacesOfPhotography: Der Fotograf Stefan Falke, gebürtiger Paderborner, lebt mit seiner Frau Christine in New York City und arbeitet für internationale Zeitschriften, Film Studios und Firmenkunden. Wir wollten von ihm wissen, welche Auswirkungen die Krise auf seine Stadt, auf ihn und auf die Fotografie hat:

Stefan, wie ist die Stimmung in New York City?
Ganz schlecht. Es hängt ein Gefühl von »doom« in der Luft. Im Central Park werden Notzelte aufgebaut, ein gigantisches Krankenhausschiff der Armee fährt in den Hafen ein, die Supermarktkassierer/innen tragen Atemschutzmasken, man geht sich aus dem Weg, fährt allein im Fahrstuhl, lebt isoliert, das kulturelle Leben liegt flach. Der New Yorker, von Natur aus eher unruhig und immer in Bewegung, kommt damit nicht gut zurecht. Gleichzeitig überall das Gefühl der Solidarität.

Woran arbeitest Du zur Zeit?
Ich fotografiere zur Zeit New York City während der Krise. Ich hatte einige Aufträge aus Europa und arbeite frei für meine Agentur laif. Es geht mir um die Leere der Stadt und um Menschen die nach wie vor zur Arbeit kommen. Vor allem Paketzusteller und Fahradkuriere fallen auf. Die neuen Helden. Natürlich arbeiten die richtigen Helden in den Krankenhäusern und Altersheimen undsoweiter, aber der Zugang ist natürlich zu Recht schwer und ich möchte dort nicht auch noch bei der schwierigen Arbeit stören. Das ruhige New York zieht mich magisch an, vor allem bei hartem Sonnenschein. Schon seltsam wie visuell reizvoll die Apokalypse sein kann.

© Stefan Falke / laif

Dein Bild zeigt…
… mich in unserer Wohnung im 17. Stock eines Hochhauses in Manhattan’s Stadtteil Chelsea. Das Foto auf meinem Labtop hatte ich gerade gestern fotografiert, es zeigt die Ankunft des Krankenhausschiffes der US-Armee im Hafen von New York; die Polizei verbreitet ein bisschen Volksfeststimmung indem sie mit einer aus dem Auto gehaltener US-Flagge das Ereigniss feiert.

Was denkst Du, was ist die Aufgabe der Fotografie in diesen Zeiten?
Die Fotografie hat jetzt die gleiche Aufgabe wie sonst auch: Dokumentieren, zeigen was andere eventuell nicht sehen können. Gute Laune verbreiten wo es möglich ist und Tatsachen aufzeigen wo sie wichtig sind.

© Stefan Falke / laif

Was für Auswirkungen auf die Fotografie-Branche wird die Krise in New York / in den USA haben?
Ich glaube nichts wird mehr sein wie es war nachdem die Welt diese Katastrophe überwunden hat. Wirtschaftlich wird die Fotografie-Branche genauso am Boden liegen wie alle anderen auch. Es gibt natürlich große Chancen für viele von uns wenn es wieder weitergeht, aber einige werden bis dahin aufgegeben haben. Das hatten wir ja schon zu Zeiten der Digitalisierung, aber jetzt ist das eine ganz andere Dimension. Die Frage ist natürlich auch wohin dann mit der ganzen Kreativität und dem Fotojournalismus, die Medienlandschaft wird sich wieder einmal verändert haben, zahlende Kunden vor allem im Printmedienbereich werden noch seltener zu finden sein als vor Corona. Neue Bezahlmodelle müssten für uns im Online-Bereich gefunden werden. Denn da spielt die (Fotografie-) Musik bald mehr als zuvor.

Welchen fotografischen Wunsch hast Du für die Zeit nach der Krise?
Das alles so bleibt wie es mal war. Scherz beiseite, ich hoffe ich werde weiterhin in der Lage sein meinen Beruf (meine Berufung) mit der Kamera auszuführen um bald die wirtschaftliche und kulturelle Wiederauferstehung zu dokumentieren und positiveren Geschichten nachzugehen als es momentan der Fall ist.

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#FacesOfPhotography – Teil 4: Stefan Sobotta aus Goslar

Stefan Sobotta aus Goslar hat schon vor sehr vielen Jahren damit angefangen – und bis heute seine Exzellenz in allen Facetten vertieft – sich um mindestens eine weitere Dimension der Fotografie zu bemühen, so gehört die interaktive Panoramafotografie ebenso zu seinem Portfolio wie andere multimediale Lösungen (beim unten stehenden Bild bitte unbedingt den Ton anschalten):

»Dinge zeigen, die man selbst nicht sehen kann. Das können interaktive Panoramafotos. Heute sind sie überall, spätestens seit Google diese Technologie in Maps integriert hat. Damit beschäftige ich mich seit mehr als 20 Jahren. Damals fotografierte ich natürlich noch auf Film. Es war eine aufwendige Technik, zeitraubend und nur auf Apple Systemen zu produzieren. Heute läuft das alles digital, schneller, hochauflösender, brillanter. Schon damals konnten aber so Orte gezeigt werden die etwa aus konservatorischen Gründen nicht für Besucher geöffnet werden konnten.

Jetzt wo überall im Land die Museen geschlossen sind, zeigt etwa das Oberharzer Bergwerksmuseum im Weltkulturerbe Oberharzer Wasserwirtschaft so Orte, an die die Gäste zur Zeit der Corona-Krise nicht gelangen können. Bis über die Knie im Wasser stehend habe ich die sogenannte Runde Radstube der ehemaligen Grube Turm Rosenhof fotografiert. Vom 16 Jahrhundert bis ins 20. Jahrhundert hinein wurde in dieser Region durchgängig Bergbau betrieben. Große Wasserräder trieben die Pumpen und die Förderung an. Eines davon lief an diesem Ort. 24 Meter unter der Erdoberfläche zeigt das Panorama den authentischen Ort und gibt späteren Besuchern mit anklickbaren Infobuttons Zusatzinformationen. Audio vervollständigt das multimediale Erlebnis. So kann das Museum auch in Zeiten der Schließung Besucher binden und für spätere Zeiten zum Besuch motivieren.

Diese Technik nutze ich auch beim Storytelling. In solchen Projekten erzähle ich anhand von Menschen an authentischen Orten Geschichten und transportiere so Inhalte für meine Kunden. Beispiel dafür sind unter anderem das Projekt viewfinder #HARZ (http://www.viewfinder-harz.de/bergwaechter/)  produziert aus Anlass des Jubiläums 25 Jahre Welterbe im Harz und Fachgebiet (https://www.fachgebiet.net/schatzsucherin) über Fachwerkstätte in Südniedersachsen, das mit Hilfe einer Bundesförderung Nationale Projekte des Städtebaus verwirklicht wurde. Für diese Projekte entwickelte ich die Konzeption, fotografierte, drehte Videos, erstellte interaktive Panoramafotos, schrieb die Texte  und entwickelte die Websites.

Diese Technologie kann in verschiedensten Bereichen eingesetzt werden. Die Hilfsorganisation ISAR Germany hat so mit meiner Unterstützung ihre Base of Operations begehbar gemacht, die bei Einsätzen sowohl als Camp als auch als Feldhospital in aller Welt bei Katastrophen zum Einsatz kommen kann: https://roundme.com/tour/149857/view/379241«

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#FacesOfPhotography – Teil 3: Alberto Giuliani aus Pesaro

Als wir in der letzten Woche den ersten Aufruf für unser neues Projekt #FacesOfPhotography starteten, meldete sich quasi sofort der Fotograf Alberto Giuliani. Er schickte uns – neben seinem Selbstbild – ein PDF mit seiner jüngsten Strecke: Portraits der Ärzte und Pfleger*innen, die in dem Krankenhaus seiner Heimatstadt arbeiten, dem italienischen Pesaro.

Die Bilder verschlagen uns immer noch den Atem und wir haben großen Respekt vor dieser wichtigen Arbeit – sie ist ein Zeitzeugnis, sie ist hochemotional und sie scheint in diesen Tagen für uns wie ein Blick in die Zukunft.

Darum haben wir sie auch sofort in einer email an den Stern weitergeleitet.
Gestern ist die Strecke erschienen.

Wir haben Alberto gebeten, uns zu erzählen, was er gesehen, gefühlt und warum er fotografiert hat.

Was war Deine Motivation für die Strecke?
Das Schwierigste, was man in dieser Zeit akzeptieren muss, sind Ohnmacht und Unsicherheit. Mit diesen unglaublichen Ärzten und Pfleger*innen an vorderster Front zu stehen war eine Möglichkeit, gemeinsam mit ihnen gegen die Angst zu kämpfen, die hier jeder hat. Ich wollte erzählen, was vor sich geht.

Wie bist Du in das Krankenhaus gekommen und was hast Du vorgefunden?
Der Zugang, den ich hatte, ist wirklich außergewöhnlich – das Krankenhaus steht in der Stadt, in der ich geboren wurde. Und das ich mittendrin sein konnte war möglich, weil die Menschen mich kennen und die befreundeten Ärzte mir vertrauen. Sie alle wollen zeigen, wie schwierig ihre Arbeit in diesen Tagen ist und so hatte ich an einem Tag alle Genehmigungen, die ich für diese Arbeit brauchte.
Es war beeindruckend, Räume und Zimmer voller Patienten zu sehen. Das gesamte Krankenhaus verwandelte sich in eine einzige riesige Intensivstation.
Fotografiert habe ich die Spuren auf den Gesichtern der Ärzte und Pfleger*innen, die die Masken nach 12-Stunden-Schichten ohne Trink- oder Toilettenpausen hinterlassen haben.
Sie sind müde und gestresst. Ich habe gesehen, wie Ärzte und Krankenschwestern wegen der Müdigkeit und dem Gefühl der Hilflosigkeit weinen.

Wie hast Du Dich gefühlt und wie fühlst Du Dich jetzt?
Ich fühle mich nicht mutig. Ich versuche einfach nur, auf beste Art und Weise zu erzählen, was um mich herum geschieht und das mit meinen Mitteln: Der Fotografie.
Das Krankenhaus ist nur einen Block von meinem Haus entfernt. Ich habe viele Freunde, die dort arbeiten und eines ist ganz sicher: Es ist ganz anders, als eine traurige und schwierige Geschichte wie aus dem Krieg, von Katastrophen oder ähnlichem fernab von zu Hause zu erzählen. Denn dabei weißt Du immer, dass Du in Dein warmes und sicheres Zuhause zurückkehren wirst. Das ist dieses Mal anders.

Wie wirst Du an dem Thema weiterarbeiten?
Ich weiß nicht, wie ich weitermachen soll. Ich sehe die Bilder als den Anfang eines neuen Projekts über die »unsichtbaren Feinde« und möchte gerne in dieser seltsamen Periode ein komplexeres Werk aufbauen… Ich werde die Ereignisse und die Gefühle – meine und die meiner Familie – weiter verfolgen.

Last but not least: Was kann die Fotografie in einer Zeit wie dieser erreichen?
Die Fotografie kann als ein Werkzeug Erinnerungen festhalten und denen Gerechtigkeit widerfahren lassen, die mit jedem Atemzug kämpfen. Und für den Fotografen ist sie ein Werkzeug, um der Angst zu entfliehen und sich nützlich zu fühlen.

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#FacesOfPhotography – Teil 2: Isabela Pacini aus Hamburg

Der Shutdown und die Fotografie: Die Kitas und Schulen sind zu, die Kinder zuhause und Arbeit und Betreuung müssen unter einen Hut gebracht werden. Die Hamburger Fotografin Isabela Pacini macht für sich und ihre Arbeit das Beste daraus:

»Als das Ganze losging, hatte ich die Idee, eine Strecke mit Kindern, Müttern, Familien zu machen, die ohne Betreuung durch Kita und Schule Zuhause sitzen. Aber klar, das geht mittlerweile nicht mehr. Und so mache ich gerade eine Hausdoku mit meinen Kindern. Ehrlich gesagt habe ich damit angefangen ohne jegliche berufliche Ambition, aber langsam wird es doch eine richtige schöne Strecke!

Und es gibt einen kleinen Nebeneffekt: Meine Kinder, die noch zu klein sind, um mit ihren Freundinnen zu telefonieren, fragten mich, wie man nun mit anderen kommunizieren könnte.
So kam ich auf die Idee, die gerade eine „kleine“ Welle schlägt, täglich einem Kind einen „Brief“ per WhatsApp zu schicken. Eine Weile später kommt ja was zurück!

Das eine Bild von meiner Tochter Benita hat gerade übrigens das Magazin Hinz und Kunzt bestellt (siehe unten).

Zudem habe ich gestern noch was anderes angefangen. Ich wohne ja in „Hammerbrooklin“, genauer gesagt im Münzviertel, wo mehrere Balkone und Gärten eine Art Innenhof bilden. Deshalb ist es hier derzeit möglich, Kontakt zu mehreren Nachbarn zu haben. Es ist eh eine sehr gemeinschaftliche Nachbarschaft, aber gerade ist es für alle eine unfassbar schöne und eben vollkommen ungefährliche Möglichkeit zum sozialen Kontakt. Und das kann ich aus den Fenstern unseres Wintergartens festhalten. Dazu ist es eine interessante Mischung: ein alleinstehender Lufthansa Steward, eine Familie mit Kind, ein junges Pärchen mit Kater (sie ist Yoga Lehrerin und hat angeboten, Yogastunde über dem Gartenzaun zu geben ), ein Junggeselle, ein homosexuelles Pärchen… Warten wir ab, was daraus wird.«

Kinderbriefe während der Quarantäne: von Benita für Tessa

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#FacesOfPhotography – der Shutdown und die Fotografie

Fotograf*innen reisen in ihrem Berufsalltag – an Orte, zu Menschen, in Situationen, zu Unternehmen.

So entstehen die Geschichten, die wir anderen brauchen, um die Welt zu sehen, sie zu verstehen und Botschaften zu empfangen.

All das ist in diesen Zeiten nicht möglich. Die Auftrags-Fotografie – und damit auch die Aufgaben der angrenzenden Berufsgruppen – steht (nahezu) still. Von einem Tag auf den anderen und das für unabsehbare Zeit.

Was das für jede*n Einzelne*n heißt und warum der Shutdown der Kreativität dennoch einen Schub geben kann, darüber wollen wir erzählen.
In einer heute startenden Serie stellen Ihnen in der kommenden Zeit die Gesichter der Fotografie auf allen Fotogloria-Kanälen vor: die

#FacesOfPhotography

Die Idee dahinter ist, dass Sie, liebe*r Leser*in die Menschen kennenlernen, die hinter den Bildern stehen, die Sie hoffentlich sehr bald wieder benötigen.

Denn eines ist gewiss: Wenn wir alle gemeinsam diese schwierigen Zeiten überstanden haben, dann wird sich unsere Normalität verändert haben, wir werden einer neuen Realität – in der Gesellschaft, der Wirtschaft, Kultur oder Wissenschaft – begegnen.

Und was eignet sich besser als die Fotografie, diese Welt neu zu sehen, neue Botschaften zu verschicken, neue Ideen zu teilen?

In diesem Sinne bleiben Sie uns allen gewogen und kommen Sie mit auf die Reise zu den #FacesOfPhotography.

Teil 1: Stefan Hobmaier aus München
Teil 2: Isabela Pacini aus Hamburg
Teil 3: Alberto Giuliani aus Pesaro
Teil 4: Stefan Sobotta aus Goslar
Teil 5: Jan Hosan aus Neuwied
Teil 6: Sebastian Vollmert aus Hamburg
Teil 7: Stefan Falke aus New York City

Herzliche Grüße
Edda Fahrenhorst und Mike Gamio

P.S.: Fotogloria im Homeoffice bedeutet natürlich, dass wir nach wie vor in allen Fragen rund um die Fotografie zur Verfügung stehen – funken Sie uns gerne auf allen Kanälen an:

Mike Gamio
0176 24 55 84 40
mike.gamio@fotogloria.de

Edda Fahrenhorst
0162 427 01 67
edda.fahrenhorst@fotogloria.de

oder
info@fotogloria.de

Lars Heidemann – mit dem Magazin bike im Geisterwald

Schnee liegt zwar keiner mehr (und es wird auch hoffentlich keiner mehr erwartet), aber das hält – so oder so – den „richtigen“ Fahrradfahrer nicht davon ab, bei jedem Wetter über Stock und Stein zu fahren. Und das am liebsten mit einem Rad aus der hauseigenen Werkstatt, also den landschaftlichen Gegebenheiten, dem Fahrer und seiner Bastelleidenschaft optimal angepasst.

Und da es davon quer durch Deutschland viele interessante Konstruktionen und Konstrukteure gibt, hat das Magazin „bike“ extra dafür eine wiederkehrende Rubrik mit dem Namen „Leserbike“ eingeführt.

Für diese Rubrik und zu Schneezeiten war Lars Heidemann im Geisterwald Nienhagen unterwegs und wir haben ihn dazu befragt:

fotogloria: Du hast über fotogloria für das Magazin »bike« fotografiert – worum ging es dabei und was genau sollte fotografiert werden?
Lars Heidemann: Bei dem Shooting ging es darum, ein Leser-Bike und seinen Konstrukteur möglichst anschaulich und detailliert in seiner „natürlichen Umgebung“ zu zeigen. Die Wahl der Location fiel auf den Gespensterwald in Nienhagen bei Rostock, einer landschaftlich sehr spannenden Gegend. In der Fahrradszene ist es äußerst beliebt, die Bikes zu individualisieren und den spezifischen Ansprüchen des jeweiligen Einsatzgebietes anzupassen. In den Bildern sieht man ein Fat Bike, das speziell für den Küstenwald an der Ostseeküste konstruiert wurde. An dem Fahrrad war eigentlich kein Teil von der Stange. Daher lautete der Auftrag, neben einem Porträt vom Konstrukteur mit seinem Fahrrad auch die vielen Details zu zeigen, wie die Spezial-Federung aus Carbon, Schaltung, Rennlenker oder die dicken Reifen.

Wie hast Du Dich auf das Shooting vorbereitet und was hast Du dafür eingepackt?
Im Vorfeld gab es eine genaue Absprache mit dem Bildredakteur der bike, Georg Grieshaber,  über Art und Anzahl der gewünschten Bilder. Außerdem habe ich mich mit dem Leser kurzgeschlossen und wir haben Ort und Termin für das Shooting vereinbart. An Technik hatte ich eigentlich nicht viel dabei, da ich kein großer Freund von aufwendiger Lichttechnik bin und am liebsten mit vorhandenem Licht arbeite. Da ich allein unterwegs war und es zu Fuß ein ganzes Stück in den Wald hinein ging, wäre viel Gepäck auch hinderlich gewesen. Daher hatte ich nur eine 5D Mark IV mit 24-70/2.8 L II und einem 70-200/2.8 L II Objektiv mit. Dazu noch mein treues altes Manfrotto Stativ und für sehr schlechte Lichtverhältnisse ein LEDPanel mit Stativ, das ich letztendlich nicht brauchte (eine dünne Schneedecke und Nebel hatten für
sehr schönes Licht gesorgt).

Wie bist Du bei dem Shooting vorgegangen und hast das beste fotografische Resultat erreicht?
Für das Hauptbild, also dem Porträt von Konstrukteur mit Fahrrad im Gespensterwald, sind wir eine ganze Weile in den Wald hinein gelaufen, bis wir eine schöne Lichtung direkt an der Steilküste gefunden haben. Hier gab es viel Licht, den Buchenwald auf der einen und die spiegelglatte, vernebelte Ostsee auf der anderen Seite. Dann haben wir uns so langsam an das Endresultat herangetastet. Sehr viel Spielraum gab es aufgrund der strengen Vorgaben des Bildredakteurs leider nicht. Mit dem Resultat bin ich aber sehr zufrieden, weil es alles zeigt, worum es bei Konstruktion des Bikes ging. Auch das vermeintlich schlechte Wetter, was wir nicht planen konnten, hat am Ende zu einer interessanten Atmosphäre beigetragen. Im Anschluss habe ich dann alle Details fotografiert, wobei mir der Fachmann genau sagen konnte, was die Besonderheiten sind, die die Leser interessieren.

Welches ist Dein Lieblingsbild aus dem Shooting und warum?
Mein Lieblingsbild ist das ausgewählte Porträt, also das eigentliche Hauptbild des Auftrags, weil es im Vorfeld viele wackelige Faktoren gab, wie das Wetter, unbekanntes Porträt-Model, unbekannte Location usw. Am Ende hat aber alles gut funktioniert und das Bild ist für mich auch ein Stück weit Erinnerung an einen wirklich interessanten Einblick die Welt der Fahrrad-Schrauber.

Und zuguterletzt: Wie war die Zusammenarbeit mit fotogloria?
Wie erwartet war die Zusammenarbeit mit fotogloria hochprofessionell und absolut reibungslos im gesamten Prozess. Viel mehr braucht man dazu gar nicht schreiben, außer, dass ich mich auf eine weitere Zusammenarbeit natürlich sehr freue.

 

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Alberto Giuliani, die Klon-Hunde und das Magazin PM

Wenn das liebste Haustier stirbt, dann herrscht großer Kummer. Um dem entgegen zu wirken hat sich ein Labor in Seoul, Südkorea, darauf spezialisiert, das Tier nicht zu Grabe zu tragen, sondern es via Gentechnik neu auferstehen zu lassen. Und zwar genau das Tier, das vorher auch schon da war. Via Klon.

Ganze 100.000 Euro kostet das neue Geschöpf, das in der Soam Biotech Research Foundation entsteht, eine weltweit einmalige Prozedur. Und ebenjene hat fotogloria-Fotograf Alberto Giuliani fotografiert und zwar im Rahmen seines Großprojektes »Surviving Humanity«.

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