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Lars Heidemann – mit dem Magazin bike im Geisterwald

Schnee liegt zwar keiner mehr (und es wird auch hoffentlich keiner mehr erwartet), aber das hält – so oder so – den „richtigen“ Fahrradfahrer nicht davon ab, bei jedem Wetter über Stock und Stein zu fahren. Und das am liebsten mit einem Rad aus der hauseigenen Werkstatt, also den landschaftlichen Gegebenheiten, dem Fahrer und seiner Bastelleidenschaft optimal angepasst.

Und da es davon quer durch Deutschland viele interessante Konstruktionen und Konstrukteure gibt, hat das Magazin „bike“ extra dafür eine wiederkehrende Rubrik mit dem Namen „Leserbike“ eingeführt.

Für diese Rubrik und zu Schneezeiten war Lars Heidemann im Geisterwald Nienhagen unterwegs und wir haben ihn dazu befragt:

fotogloria: Du hast über fotogloria für das Magazin »bike« fotografiert – worum ging es dabei und was genau sollte fotografiert werden?
Lars Heidemann: Bei dem Shooting ging es darum, ein Leser-Bike und seinen Konstrukteur möglichst anschaulich und detailliert in seiner „natürlichen Umgebung“ zu zeigen. Die Wahl der Location fiel auf den Gespensterwald in Nienhagen bei Rostock, einer landschaftlich sehr spannenden Gegend. In der Fahrradszene ist es äußerst beliebt, die Bikes zu individualisieren und den spezifischen Ansprüchen des jeweiligen Einsatzgebietes anzupassen. In den Bildern sieht man ein Fat Bike, das speziell für den Küstenwald an der Ostseeküste konstruiert wurde. An dem Fahrrad war eigentlich kein Teil von der Stange. Daher lautete der Auftrag, neben einem Porträt vom Konstrukteur mit seinem Fahrrad auch die vielen Details zu zeigen, wie die Spezial-Federung aus Carbon, Schaltung, Rennlenker oder die dicken Reifen.

Wie hast Du Dich auf das Shooting vorbereitet und was hast Du dafür eingepackt?
Im Vorfeld gab es eine genaue Absprache mit dem Bildredakteur der bike, Georg Grieshaber,  über Art und Anzahl der gewünschten Bilder. Außerdem habe ich mich mit dem Leser kurzgeschlossen und wir haben Ort und Termin für das Shooting vereinbart. An Technik hatte ich eigentlich nicht viel dabei, da ich kein großer Freund von aufwendiger Lichttechnik bin und am liebsten mit vorhandenem Licht arbeite. Da ich allein unterwegs war und es zu Fuß ein ganzes Stück in den Wald hinein ging, wäre viel Gepäck auch hinderlich gewesen. Daher hatte ich nur eine 5D Mark IV mit 24-70/2.8 L II und einem 70-200/2.8 L II Objektiv mit. Dazu noch mein treues altes Manfrotto Stativ und für sehr schlechte Lichtverhältnisse ein LEDPanel mit Stativ, das ich letztendlich nicht brauchte (eine dünne Schneedecke und Nebel hatten für
sehr schönes Licht gesorgt).

Wie bist Du bei dem Shooting vorgegangen und hast das beste fotografische Resultat erreicht?
Für das Hauptbild, also dem Porträt von Konstrukteur mit Fahrrad im Gespensterwald, sind wir eine ganze Weile in den Wald hinein gelaufen, bis wir eine schöne Lichtung direkt an der Steilküste gefunden haben. Hier gab es viel Licht, den Buchenwald auf der einen und die spiegelglatte, vernebelte Ostsee auf der anderen Seite. Dann haben wir uns so langsam an das Endresultat herangetastet. Sehr viel Spielraum gab es aufgrund der strengen Vorgaben des Bildredakteurs leider nicht. Mit dem Resultat bin ich aber sehr zufrieden, weil es alles zeigt, worum es bei Konstruktion des Bikes ging. Auch das vermeintlich schlechte Wetter, was wir nicht planen konnten, hat am Ende zu einer interessanten Atmosphäre beigetragen. Im Anschluss habe ich dann alle Details fotografiert, wobei mir der Fachmann genau sagen konnte, was die Besonderheiten sind, die die Leser interessieren.

Welches ist Dein Lieblingsbild aus dem Shooting und warum?
Mein Lieblingsbild ist das ausgewählte Porträt, also das eigentliche Hauptbild des Auftrags, weil es im Vorfeld viele wackelige Faktoren gab, wie das Wetter, unbekanntes Porträt-Model, unbekannte Location usw. Am Ende hat aber alles gut funktioniert und das Bild ist für mich auch ein Stück weit Erinnerung an einen wirklich interessanten Einblick die Welt der Fahrrad-Schrauber.

Und zuguterletzt: Wie war die Zusammenarbeit mit fotogloria?
Wie erwartet war die Zusammenarbeit mit fotogloria hochprofessionell und absolut reibungslos im gesamten Prozess. Viel mehr braucht man dazu gar nicht schreiben, außer, dass ich mich auf eine weitere Zusammenarbeit natürlich sehr freue.

 

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Alberto Giuliani, die Klon-Hunde und das Magazin PM

Wenn das liebste Haustier stirbt, dann herrscht großer Kummer. Um dem entgegen zu wirken hat sich ein Labor in Seoul, Südkorea, darauf spezialisiert, das Tier nicht zu Grabe zu tragen, sondern es via Gentechnik neu auferstehen zu lassen. Und zwar genau das Tier, das vorher auch schon da war. Via Klon.

Ganze 100.000 Euro kostet das neue Geschöpf, das in der Soam Biotech Research Foundation entsteht, eine weltweit einmalige Prozedur. Und ebenjene hat fotogloria-Fotograf Alberto Giuliani fotografiert und zwar im Rahmen seines Großprojektes »Surviving Humanity«.

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Russischer Straßenfußball von Caio Vilela in der Hinz&Kunzt

Drei Sommer lang war fotogloria-Fotograf Caio Vilela in Russland unterwegs, sein Ziel: Alle elf WM-Städte. In ebenjenen Städten verbündete er sich mit Taxifahrern, um Kinder zu finden und zwar Kinder, die Fußball spielen.

Daraus ist eine Serie in der Serie entstanden: Seit langem schon und das weltweit arbeitet Vilela an dem Thema Straßenfußball, aber in Zeiten der Fußballweltmeisterschaft in Russland war es ihm ein Anliegen, das Land und darin die grenzen- und staatenlose Liebe zum Fußball zu zeigen.

Wir freuen uns, dass das Hamburger Straßenmagazin »Hinz&Kunzt« auf die Strecke aufmerksam geworden ist (mit freundlicher Unterstützung von Oliver Wurm) und im aktuellen Magazin gleich vier Doppelseiten veröffentlicht hat!

 

*Zur Website von »Hinz&Kunzt« geht es HIER.

**Die  Fußballbilder von Caio Vilela sind 2015 in einem Buch zusammengefasst unter dem Titel »Straßenfußball« im Spielmacher-Verlag erschienen – mehr Infos gibt es HIER.

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Fußballweltmeisterschaft: fotogloria trifft Fußballgold

In ein paar Wochen geht sie los, die Fußballweltmeisterschaft 2018 in Russland. Menschen, Medien und Magazine überschlagen sich derenthalben schon längst in Fußballenthusiasmus und Titelverteidigungsträumen.

Darunter ist auch ein Mann mit einem Magazin, dem nicht nur wegen des Unternehmermutes, sondern vor allem wegen der Inhalte und der Fannähe einer besonderen Erwähnung und Hochachtung gebührt: Oliver Wurm mit seinem Magazin »Fußballgold«.

Ein einmaliges Meisterstück ist dem Hamburger damit gelungen, einmalig im wahrsten Sinne des Wortes, ist er doch Chefredakteur und Herausgeber in einem und das zwar schon zum wiederholten Male, aber weit entfernt von einer Magazinreihe oder der Sicherheit eines großen Verlages.

Um so mehr freuen wir uns, dass wir in diesem großartigen Heft mit einer langen Strecke vertreten sind und zwar mit mehreren Doppelseiten über den Straßenfußball in Russland, fotografiert von dem fotogloria-Fotografen Caio Vilela.

Natürlich haben wir Oliver gefragt, wie er die Zusammenarbeit mit fotogloria fand: »So stelle ich mir eine ideale Zusammenarbeit vor. Mein Freund Uli Glantz – früher mein Kollege bei Sport-Bild, Max und Player, heute bei Ringier in der Schweiz – machte mich auf eine tolle Fotoreportage über Bolzplätze in Russland aufmerksam. Die Fotocredits führten uns schnell zu fotogloria in Hamburg. Also ein Ortsgespräch. Mike von fotogloria kannte unsere Hefte und hat sich mit Begeisterung um alles gekümmert: Den Kontakt zum brasilianischen Fotoreporter, alle Infos zu den Bildern und die komplette Abwicklung. Da wir nicht alle Bilder drucken konnten, hatte ich die Idee, fotogloria noch mit der Hamburger Straßenzeitung Hinz&Kunzt zu vernetzen. Dort erscheinen nun zur WM auch noch mal einige Bilder. Alle sind glücklich. Immer wieder schön, wenn wir bei der Produktion unserer Magazine auf Menschen treffen, die ihren Job mit ähnlicher Passion machen.“

Klarer Fall von gegenseitiger Sympathie, denn auch fotogloria-Chef Mike Gamio, selber exzessiver Fußballfan, hat die Zusammenarbeit viel Spaß gemacht: »Tolles Heft mit echt großartigen Theman. Und eine sehr nette Zusammenarbeit. Ich bin außerdem total froh darüber, dass Oliver der Fußballstrecke von Caio so viel Platz eingeräumt hat – hinter den Bildern steckt so viel Engagement vom Fotografen, ich freue mich, dass »Fußballgold das würdigt.«

 

 

*Das Magazin »Fußballgold – Mission Titelverteidigung« gibt es HIER zu kaufen.

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EVAU – fotogloria und das neue Magazin über Vereine von pr+co

Mehr Magazine (gedruckt, online oder auch in Stein gehauen) braucht die Menschheit. Vor allem aber darin mehr engagiertes und interessantes Lesefutter zu spannenden Themen. Und genau dem hat sich das niegelnagelneue Magazin EVAU – ein unabhängiges journalistisches Projekt der Stuttgarter Agentur pr+co – verpflichtet: EVAU schreibt auf, was Vereine so machen. Und warum.

Dazu braucht es natürlich eine Menge Bilder und die liefert fotogloria. Und da wir gemeinsam mit einigen Fotografen der Meinung sind, dass ein frisch gestartetes Magazin Unterstützung brauchen kann, haben wir alles gegeben. Auch über irgendwelche Tagessätze, wie-man-was-macht-Regeln und Arbeitszeiten hinweg.

Was EVAU dann dazu in seinem Vorwort geschrieben hat, rührt uns und freut uns:

»Ein Magazin ohne Fotos, das ist in etwas so wie ein Schützenverein ohne Fest. Geht schon, ist aber saulangweilig. Und ja, der Satz mit dem Bild und den tausend Worten stimmt einfach. Kurzum: Die EVAU braucht geile Fotos. Für diese brauchen wir aber auch den richtigen Menschen hinter dem Auslöser. Und den zu finden kann gerade heutzutage schwierig sein. Seit der Einführung der Digitalkamera behaupten viele von sich, fotografieren zu können, das notwendige künstlerische Gespür und den Willen, sich in Thematiken hineinzugedenken, bringen aber längst nicht alle mit. Wer aber mit fotogloria zusammenarbeitet, bekommt das alles (und noch viel meeehr). Egal wo, egal wofür, die finden dir die richtige Fotografin oder den richtigen Fotografen. Das wissen nicht nur wir zu schätzen, sondern auch Verlage, Unternehmen und andere Institutionen.«

In diesem Sinne: Die zweite Ausgabe von EVAU erscheint am 9. Mai – schon mal vormerken oder besser noch gleich vorbestellen, zur Website geht es HIER.

* Die fotogloria-Fotografen für das zweite Magazin »EVAU« waren: Tobias Gerber, Anna Schroll, Toby Binder und Ed Thompson.

** Ihr Unternehmen, Ihre Agentur, Ihr Magazin hat spannende Themen, die sehr gut und nicht alltäglich bebildert werden wollen? Wir finden für Sie den passenden Fotografen für jeden Bereich und für jede Ihrer Ideen – und das in jedem Land, jeder Region und jeder Stadt: info@fotogloria.de oder 040 609 42 906 -0 oder mehr Infos dazu HIER.

*** Was wir ganz grundsätzlich zum Thema Bildredaktion denken, finden Sie HIER.

Das BESTE Bild von… Carsten Behler

In der Ruhe liegt die Kraft. Sagt man. Und zumindest das BESTE Bild von fotogloria-Fotograf Carsten Behler tritt eben dafür den Beweis an.

fotogloria: Wo und wann ist Dein bestes Bild entstanden?
Carsten Behler: Das Bild ist beim MAYDAY, dem Tanz in den Mai der Techno-Szene, in den Dortmunder Westfalenhallen entstanden, irgendwann in den frühen Morgenstunden am 01. Mai 2004. Es ist also schon etwas älter.

Wie ist es entstanden?
Ich war auf dem MAYDAY, um sowohl Portraits als auch Fotos von den großen tanzenden Massen zu machen. Fotografiert habe ich mit der Hasselblad auf Film. Für die Massenszenen habe ich die Kamera auf ein Stativ gestellt und von den Tribünen aus jeweils mehrere Sekunden lang belichtet: Die meisten Personen waren dann durch die Bewegungsunschärfe verwischt, aber durch die Lichteffekte in der Halle wurden Einzelne klar umrissen gezeichnet, als würden sie stillstehen, während um sie herum alles in Bewegung ist.
Für die Einzelportraits habe ich Leute angesprochen, ob sie sich für ein paar Sekunden ruhig für mich hinstellen können. Meine Freundin hat mich begleitet und einen Stabblitz gehalten, der dann das Hauptlicht war. Zusätzlich habe ich noch etwa acht Sekunden mit der Kamera in der Hand belichtet, um das Raumlicht mit dazu zu nehmen.

Für wen hast Du Dein bestes Bild gemacht?
Das Bild habe ich für meine Diplomarbeit gemacht. Es ging dabei um Privatheit und Öffentlichkeit, das Individuum und die Masse… um das mal grob zum umreißen. Ich habe etwa ein halbes Jahr lang daran gearbeitet.

Warum ist genau dieses Bild Dein bestes Bild?
Ich mag diesen Blick der Frau, wie sie völlig in sich ruhend dasteht, selbstvergessen, obwohl sie für die Kamera posiert. Dazu passt der diffuse, sich im Rauch und Nebel auflösende Hintergrund, in dem noch eine weitere Person verschwindet.

Und zuguterletzt: Gibt es etwas an dem Bild, was Du im Nachhineindoch noch gerne verändern  würdest?
Vielleicht noch etwas mehr Nebel…

 

* Carsten Behler ist in Unternehmen, deren Führungsetagen und auch in vielen Themen rundherum unterwegs. Für seine Auftraggeber ist immer auf der Suche nach DEM interessantesten Menschenbild und DEN spannendsten Motiven. Carsten Behler lebt in Essen.

** Über fotogloria können Sie Carsten Behler gerne für Ihre Ideen und Aufträge buchen – melden Sie sich jederzeit unter 040 609 42 906 -0 oder info@fotogloria.de.

Das BESTE Bild von… Andrea Artz

Auf der Suche nach dem einen, dem wichtigsten, dem prägnantesten, dem aussagekräftigsten Bild für einen Reportage-Job und auf einmal ist es da: Das BESTE Bild von Andrea Artz

fotogloria: Wo und wann ist Dein bestes Bild entstanden?
Andrea Artz: Eines meiner Lieblingsbilder dieses Jahres – denn für »ein« bestes Bild kann ich mich nicht entscheiden – ist im Geburtshaus von Shakespeare entstanden. Ich war zum erstenmal in Stratford-upon-Avon und meine Erwartungen wurden von der Disney-Kulisse und dem Ausverkauf des Lebens Shakespeares ziemlich enttäuscht. Wie also ein interessantes Foto machen das Bezug zu Shakespeare steht und auch noch Atmosphäre hat?

Wie ist es entstanden?
Als ich auf Motivesuche durch das Geburtshaus Shakespeares lief, fiel mir eine kostümierte Schauspielerin auf, die großen Besuchergruppen das Schlafzimmer Shakespeares erklärte. Der Raum war düster, aber das Licht hatte eine malerische Qualität. Und als die Frau während einer Besucherpause aus dem Fenster blickte, sah ich die perfekte Szene vor mir. Ich fragte Sie also, ob Sie damit einverstanden wäre, für mich zu posieren. Als der Besucherstrom kurz nachließ, dirigierte ich Sie in eine aus dem Fenster schauende Profilhaltung. Im Rucksack hatte ich meine Canon 5d MarkIII und verschiedene Optiken, wobei dieses Foto mit einer Weitwinkeloptik gemacht wurde da ich keinen Schritt mehr zurück konnte.
Wenn ich Portraits mache, lasse ich die Person eine Haltung oder Handlung die mir gefallen hat wiederholen. Ich komme selten mit einer vorgefertigten Vision zum Portraitshoot, sondern lasse mich vom Zufall und von den Menschen inspirieren und versuche dann die Situation zu perfektionieren.

Für wen hast Du Dein bestes Bild gemacht?
Ich war unterwegs im Auftrag der Zeit für eine Reportage anlässlich des 400. Todestages von Shakespeare.

Warum ist genau dieses Bild Dein bestes Bild?
Ich mag dieses Bild, da es die Ruhe eines Gemäldes von Vermeer ausstrahlt und die Stimmung einer vergangenen Zeit einfängt. Es ist ein Portrait der Schauspielerin und gleichzeitig ein Reisebild. Besonders gefällt mir auch die verzerrte Reflexion der Portraitierten im Spiegel, die mich an die anamorphen Gemälde aus dieser Zeit erinnert.

Und zuguterletzt: Gibt es etwas an dem Bild, was Du im Nachhinein doch noch gerne verändern würdest?
Nein es ist genauso gut, wie es in diesem Moment möglich war. Licht und Model waren perfekt, was bei Portraitshoots recht selten vorkommt und wo ich dann meist noch viel nachhelfen muss.

 

* Andrea Artz ist gebürtige Deutsche und lebt seit 2010 in London. Von Ihrem South East London Studio in Peckham fotografiert Sie Portraits, Reisegeschichten und Reportagen für editorial und corporate Kunden, darunter Siemens, Deutsche Bank, Bystronic, Bombardier, Zeit, Spiegel, Cicero, Lufthansa Exklusiv, British Airways, The New Yorker, Fortune und Time Magazin etc… Über fotogloria können Sie sie gerne auch für Ihre Ideen buchen.

** Ihr Unternehmen, Ihre Agentur, Ihr Magazin hat internationale Themen und Sie suchen einen Fotografen vor Ort, der die Landessprache spricht, sich mit den kulturellen Gepflogenheiten auskennt und der Ihre Qualitäts-Standards erfüllt? Oder Sie suchen das ungewöhnliche Bild? Wir finden für Sie den passenden Fotografen für jeden Bereich der Unternehmenskommunikation und jedes Bild für jede Ihrer Ideen. Eben das Internationale Fotografennetzwerk von fotogloria: international@fotogloria.de

Wie künstliche Körperteile entstehen – Jan Michael Hosan bei Ottobock

Beinahe jedes Thema lässt sich kindgerecht aufarbeiten und erklären: Die Macher des Kinder-Ablegers von GEO sind genau darin unerschrocken und meisterhaft. Und so widmen sie sich in der aktuellen GEOlino-Ausgabe – pünktlich zum Start der Paralympics in Rio – der Entstehung von künstlichen Körperteilen.

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Und da für Kinder, ebenso wie für Erwachsene, Geschichten am besten mit guten Bildern funktionieren, hat GEOlino Bildredakteurin Eva Pradel für die Strecke den fotogloria-Fotografen Jan Michael Hosan verpflichtet und ihn in das niedersächsische Duderstadt zu der Firma Ottobock geschickt. Seines Zeichens erfahrener Industriefotograf hatte Jan bei dem Job viel Spaß: »Bei der Produktion war ja von vorneherein klar, dass die Bilder für Kinder sind. Das hat mich beim Shooting nochmal zusätzlich total beflügelt«

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Entsprechend hat Jan von seinem Tag bei Ottobock viele starke Bilder mitgebracht, die von der GEOlino-Redaktion zu gleich mehreren Doppelseiten zusammen gebaut und nun in der aktuellen Ausgabe gezeigt werden.

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* Nach einer klassischen Ausbildung zum Werbefotografen arbeitete Jan Michael Hosan in Studios in Österreich und der Schweiz. Sein Handwerk – die Industriefotografie – schließlich mehr als beherrschend, eröffnete er 2006 sein eigenes Studio. Seitdem setzt er die Ideen seiner internationalen Kunden um – mit einem hochprofessionellen und den speziellen Anforderungen angepassten Equipment und immer mit seinem eigenen Blick. Jan Hosan ist neben der Industriefotografie auf Technologie-, Medizin und Wissenschafts-Fotografie spezialisiert. Er lebt in Neuwied und arbeitet weltweit.

fotogloria vertritt  Jan Michael Hosan und seine Industriefotografie exklusiv und weltweit. Über fotogloria können Sie ihn gerne für Ihre Ideen und Aufträge im Bereich Industriefotografie buchen – melden Sie sich jederzeit unter 040 609 42 906 -0 oder info@fotogloria.de

fotogloria auf Bilderjagd: Die nächste tolle Doppelseite für FIFA 1904

Da sage noch einer, es würde sich nicht lohnen, die eigene Arbeit auf den sozialen Netzwerken zu präsentieren. Es kann sich nämlich sehr lohnen, WENN jemand wie fotogloria-Chef Mike Gamio vorbei kommt und zugreift.

So geschehen neulich bei Yassine Alaoui Ismaili, der ganz arglos ein Bild bei Instagram postete und eben jenes Bild im nächsten Moment auf einer Doppelseite im FIFA-Magazin »1904« wiederfand – natürlich ordnungsgemäß lizensiert! Aber das selbstverständlich nicht durch Zauberhand, sondern weil Mike sein Bild aufgefallen war und er sofort wusste, dass das etwas für Peggy Knotz (ihres Zeichens Bildredakteurin vom FIFA-Magazin »1904«) ist.

In diesem Sinne: Zeigt uns Eure großartigsten Bilder und wir schauen mal, wo wir sie unterbringen.

 

*Planen auch Sie ein besonderes Thema und benötigen dafür starkes Bildmaterial? Melden Sie sich gerne bei uns, denn wir sind Experten darin, tolle Bilder zu beschaffen. Und sie bei Bedarf natürlich auch direkt zu lizensieren. info@fotogloria.de oder +40 (0)40 609 42 906 -0

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Über die professionelle Fotografie – im Industrieanzeiger

Der Industrieanzeiger – die Fachzeitschrift für die verarbeitende Industrie – hat uns gebeten, seiner Leserschaft das Thema professionelle Fotografie näher zu bringen. Haben wir doch gerne gemacht:

Professionelle Fotografie als Kommunikationsinstrument

Fotografie ist ein vielseitiges Marketing- und Kommunikationsinstrument. Doch wie findet man in dem Überangebot den richtigen Weg für das eigene Unternehmen? Dieser Artikel möchte einige Hinweise darauf geben, wie sich Firmen dem Thema annähern oder es für ihre Zwecke gezielt ausbauen können.

Bilder sind und bleiben für den ersten Eindruck zuständig, nur dass sie mittlerweile eine noch viel breitere Verwendung als je zuvor finden. Eine klassische Messewand will heute genauso bespielt werden, wie die sozialen Medien. Das viel beschworene Content Marketing soll gleichermaßen bestückt sein, wie herkömmliche Flyer und Broschüren. Die Website ist ebenso Aushängeschild wie Produktkatalog oder die hauseigene B2B- oder B2C-Publikation.
Für eine erfolgversprechende Kommunikation mittels Fotografie ist ein schlüssiges und auf die individuellen Bedürfnisse des jeweiligen Unternehmens zugeschnittenes Bild-Konzept die Voraussetzung. Im Wesentlichen sollte es die folgenden Fragen aufgreifen und beantworten:
• Wofür werden Bilder benötigt?
• Was soll gezeigt werden?
• Wie sollen die Bilder wirken?
• Wo sollen die Bilder eingesetzt werden?
Ist ein Unternehmen beispielsweise auf die Fertigung von Produkten spezialisiert, die es außerdem mit eigens erbrachter Serviceleistung montiert, wartet und instand setzt, kann es mithilfe von Fotos zeigen, dass Kunden bei ihm höchste Funktionalität, beste Qualität und den dazu passenden zuverlässigen Service bekommen.

Wie könnten die Fotos aussehen?

Möglichkeit 1: Zeigen Sie in Ihrer Unternehmenskommunikation, wer Sie sind und was Sie können! Für das passende Motiv sollten Unternehmen sich über die Schulter schauen lassen und so potenzielle Kunden mit in ihre Produktion nehmen. Mit Hilfe einer gezielten Bildsprache – beispielsweise durch Mitarbeiterportraits oder Produktfotos – lassen sich Kunden begeistern.
Möglichkeit 2: Sie bringen alle aufgezählten Eigenschaften auf die Symbolebene und entwickeln für jede Kompetenz ein illustrierendes Bild. Für zuverlässigen Service steht beispielsweise ein kräftiger Händedruck. Entsprechende Einzelbilder sind mit etwas Glück bei Bilddatenbanken zu finden, können aber natürlich auch – und damit wesentlich gezielter – nach individuellen Vorstellungen, mit eigenen Mitarbeitern und in einer einheitlichen Bildsprache fotografiert werden.
Möglichkeit 3: Entwickeln Sie eine Kampagne, die auf einem individuell auf Ihr Unternehmen und Ihr Produkt zugeschnittenen Bildkonzept – meist in Verbindung mit Text – basiert. Mit starken Bildern können Unternehmen zeigen, wie sie denken, was sie können und wer sie sind. Natürlich gibt es noch viele weitere Möglichkeiten, eine fotografische Unternehmenskommunikation auszurichten – am Wichtigsten dabei ist, dass die individuellen Ziele dabei im Fokus stehen.

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Wie findet man den richtigen Fotografen?

Über die einschlägigen Suchmaschinen oder Mundpropaganda lassen sich zahlreiche Fotografen finden, von denen natürlich jeder davon überzeugt ist, sein Handwerk zu beherrschen und der Richtige zu sein. Unternehmen sollten bei der Auswahl berücksichtigen, dass es gerade in der Industriefotografie sehr gute und hoch spezialisierte Profis gibt. Und genau diese sollte man auch für die eigenen Ideen buchen, denn ausgewiesene Industriefotografen wissen, wie man sich in Werkshallen & Co. bewegt. Sie wissen, welche Fragen sie stellen müssen, damit das Bildergebnis exakt ist. Sie haben den richtigen Umgangston, der jeden Mitarbeiter davon überzeugt, gut und gerne Model zu stehen. Sie wissen, wie man ein gutes Bild von der kleinsten Schraube bis zur größten Produktionshalle bekommt. Und vor allem: Sie sind neugierig und interessieren sich für das, was sie fotografieren. Gleiches gilt natürlich auch für Fotografen, die sehr gut Menschen fotografieren können, oder Produkte inszenieren, oder große Kampagnen begleiten.

Was kostet das?

Die Frage ist natürlich an dieser Stelle nicht in Beträgen zu beantworten, aber generell ist es wie in jedem anderen Bereich auch: Für Qualität lohnt es sich, ein wenig mehr auszugeben, denn Profis liefern meist in kurzer Zeit zufriedenstellende Ergebnisse, die den Vorstellungen der Auftraggeber entsprechen.

Fazit

Qualitativ hochwertige und gezielt eingesetzte Fotografie ist ein perfektes Marketinginstrument. Um das individuell beste Ergebnis zu erreichen, ist es aber unerlässlich, Zeit und Geld in die Hand zu nehmen – beides fließt mithilfe der produzierten Fotos aber bestimmt wieder zurück in die Unternehmenskasse.

Praktische Hinweise

Augen auf beim Rechtekauf: Die Lizenzierung von Bildmaterial (vor allem bei bereits vorhandenen Fotos über Bildagenturen) ist ein sehr komplexes Thema, das – wenn man damit keine oder wenig Erfahrung hat – zu einem unangemessenem Geld- und Arbeitsaufwand führen kann. Darum sei hier ausdrücklich dazu geraten, Profis mit dem Thema Lizensierung zu beauftragen, die sich in allen Bereichen damit auskennen. Eine weitere Möglichkeit ist es, eine Schulung zu organisieren – es gibt von verschiedenen Institutionen und Agenturen entsprechende Angebote, auch Inhouse.

Releases & Co.: Jegliches Bildmaterial (ob neu, archiviert oder dazu gekauft), dass in der Unternehmenskommunikation Verwendung findet, braucht ein Model- und/oder Property-Release (Freigabe für die Verwendungsrechte). Lassen Sie sich in diesem Punkt ausführlich beraten, damit es keine bösen Überraschungen gibt.

Archivarbeit: Es lohnt sich, für Ihre Fotos ein Bildarchiv aufzusetzen. Das bedeutet zwar eine Anfangsinvestition, aber danach über Jahre eine Arbeitserleichterung. Mit einem vernünftigen Archiv lassen sich Fotos schnell auffinden, können übergreifend (also von verschiedenen Standorten oder Abteilungen) genutzt werden und sind mit allen nötigen Infos zu Releases, Rechten & Co. versehen. Es gibt verschiedene Archivierungssysteme auf dem Markt, lassen Sie sich auch hier gut beraten. Das Wichtigste dabei ist allerdings die Verschlagwortung – sprechen Sie dafür Profis an.

 

*Die Autorin dieses Textes – Edda Fahrenhorst – gehört zu den drei Gründern und Geschäftsführern von fotogloria | büro für fotografische zusammenarbeit. Die Hamburger Agentur hat sich auf die Dienstleistung rund um das Thema Fotografie spezialisiert – mit den Schwerpunkten Industriefotografie und Unternehmenskommunikation. Vom fotografischen Konzept, über die gezielte Fotografenvermittlung (deutschlandweit und international) und die kreativ-administrative Shootingbegleitung bis hin zur Beratung in allen Fragen zu den Themen Bildredaktion oder Bildarchiv ist fotogloria der richtige Ansprechpartner für Unternehmen in jeder Größenordnung. Das Team von fotogloria arbeitet seit vielen Jahren erfolgreich für seine Kunden und freut sich auch auf Ihre Anfrage – schauen Sie sich gerne unter www.fotogloria.de um und melden sich jederzeit unter info@fotogloria.de oder +49 (0)40 609 42 906 -0