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#FacesOfPhotography – Teil 57: Klaus Lange aus Berlin

Klaus Lange sieht die Flexibilität als eine grundsätzliche Qualität von Fotograf*innen, vor allem in Zeiten der Krise: „Was hilft’s, wir müssen uns den neuen Begebenheiten eben noch dynamischer und kreativer anpassen.“ Darüber und über noch viel mehr hat er mit den #FacesOfPhotography gesprochen:

Wie geht es Dir in diesen sonderbaren Zeiten?
Mir geht’s gut. Trotz Pandemie-bedingter einschneidender familiärer Veränderungen, wir sind alle gesund und ich habe sogar Jobs.
Im Bewusstsein das wir in Deutschland gesellschaftlich, wirtschaftlich und gesundheitlich so richtig „Schwein“ haben, sehe ich in dieser Krise keinen anderen Ort, an dem ich lieber sein möchte. Denn neben allen offensichtlichen politischen und gesellschaftlichen Verbesserungsmöglichkeiten bei uns: wir leben in einem funktionierenden demokratischen und gesundheitlich ziemlich gut aufgestellten System. Das wird mir gerade sehr klar, dafür bin ich dankbar.
So sehr die massive globale Entschleunigung auf mich apokalyptisch wirkt, so sehr empfinde ich sie „reinigend“. Wir sind global gezwungen anzuhalten, können nachdenken. Wir wissen doch alle mehr oder weniger bewusst, dass wir diesen ökologisch verrückten Raubbau an Ressourcen nicht endlos weiter machen können. Durch die Pandemie wird noch deutlicher, wie fragil unsere Lebensweise ist. Je klarer das in meine Wahrnehmung tritt, desto wichtiger werden mir Werte. Privat haben wir als Familie in diesem Denken schon 2019 entschieden ins Grüne zu ziehen, back to the roots. Ende Januar 2020 sind wir umgezogen, gerade noch vor dem großen Stillstand. Seitdem ackere ich wann immer möglich im Garten und liebe es zu sehen, wie die Natur funktioniert. Kennst Du den Duft von frischer, gesunder Erde?

Was macht der Job?
Einer meiner Bestandskunden, eine Hilfsorganisation, hat Corona bedingt viel für mich zu tun. Ein Job der mir in jeder Hinsicht Spass macht und mich noch eine Weile beschäftigen wird. Die Zusammenarbeit mit diesem Kunden baue ich seit Jahren auf und aus. In der Arbeit mit NGOs musst Du unkonventionell und sehr flexibel in der Herangehensweise sein, um gute und wirtschaftlich sinnvolle Arbeiten zu produzieren. Mein Engagement wird offensichtlich gesehen. Ein gutes Gefühl!

Was hat sich bei Deine Shootings verändert?
Vorerst musste ich (leider) entscheiden, alleine zu produzieren und zu reisen, habe meine Produktionen dafür auf ein Minimum an technischem Aufwand angepasst und bin beeindruckt, wie gut das geht.

Verändert sich auch Deine Fotografie?
Bei mir darf und soll es „menscheln“, dafür werde ich im Besonderen gebucht, so arbeite ich gerne. Vor allem in meiner Arbeit mit Testimonials stelle ich dieses „menscheln“ durch Bezüglichkeit und Nähe her, die ich in der sonst gewohnten Form aktuell nicht mehr so einfach aufbauen kann. Zurzeit funktioniert Begegnung für mich, wie durch einen „Schleier“, ist antiseptisch und ungewohnt. Ich sehe das in meiner Arbeit und experimentiere mit neuen Begegnungsformen.

Wird sich die Fotografie mit der Krise generell verändern?
Wenn ich das wüsste… Ich habe noch keine Idee davon, welche wirtschaftlichen, politischen und am Ende dann ggf. auch beruflichen Veränderungen perspektivisch kommen werden und wie sich das auf die Medienbranche auswirken wird. In der Wirtschaftskrise 2008 musste ich schon einmal alles umstellen und war lange ohne nenneswerte Jobs. Damals habe ich sehr bewusst mein Studio aufgegeben, bin ein paar Monate nach Argentinien gegangen und habe entschieden, wieder auf eine „One-Men-Show“ umzuschalten. Bis es funktioniert hat, habe ich zusätzlich stundenweise als Barista in einem Café gejobt. Die Umstellung hat ne Weile gedauert, aber funktioniert.
Die Corona-Krise hat allerdings ein anderes und viel beängstigenderes Format. Da sich die wirtschaftliche Situation für angewandte Fotografen seit Jahren ohnehin schon zuspitzt, werden die Spielräume immer enger. Aber was hilft’s, wir müssen uns den neuen Begebenheiten eben noch dynamischer und kreativer anpassen. Ist Flexibilität nicht sowieso eine Qualität von Fotograf*innen?!

Was ist Dein persönlicher fotografischer Wunsch für die Zukunft?
Gute und gesellschaftlich relevante Bilder machen Spaß. Davon will ich noch mehr machen und mit noch mehr entsprechenden Redakteur*innen, ADs, CDs … und Kollegen zusammen finden.

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#FacesOfPhotography – Teil 56: Frank Herfort aus Moskau und Berlin

Frank Herfort ist ein Reisender, er lebt in Moskau und Berlin und fotografiert auf der ganzen Welt. Jüngst, und damit mitten in der Krise, hat er sein neues Buch »Russian Fairy Tales« herausgebracht. Wie es ihm damit und mit der allgemeinen Situation geht, hat er den #FacesOfPhotography erzählt:

Frank, wie geht es Dir?
Sehr gut, ich halte seit gestern mein zweites Buch “Russian Fairytales”  in den Händen. Es ist gerade erst erschienen und ich bin sehr stolz darauf. Es ist super geworden. Ein Buch aus den letzten fast 20 Jahren meiner Fotografie aus Russland. Ich bin ja sehr kritisch und Urteile über meine eigene Arbeit gebe ich meistens nicht ab, doch das Buch ist ein Masterpiece und Teil meines Lebens und deshalb freue ich mich gerade. Habe sogar etwas geweint als ich gestern die Kartons öffnete.

Woran arbeitest Du zur Zeit?
Seit Oktober letzen Jahres bin ich mit dem Buch beschäftigt. Daneben arbeite ich auch schon an einem anderem Buch, das Ende diesen Jahres heraus kommen sollte. Ein anderer Verlag und Fotograf, der meine Idee leider kopiert hat, kam schon mit einem schnellen Buch vor mir raus. Dann kam auch noch der Virus und ich konnte nicht weiterfotografieren. Bis 20. März war ich non-stop mit fotografieren beschäftigt. Das alles ist jetzt auf Anfang 2021 verschoben.

„Bei einem geheimen Treffen mit Edward Snowden in Moskau – der ist ja schon seit ein paar Jahren an Isolation und Ausgangsperren gewohnt.“

Werden in und für Russland noch Fotojobs vergeben? Wenn ja, wie ist das Arbeiten in Russland zu Corona-Zeiten?
In Russland ging das ja erst sehr spät los und bis jetzt braucht man eine Ausgangsgenehmigung, die man online beantragen muss, wenn man sich mehr als 200 Meter vom Wohnort entfernt. Selbst in einen Supermarkt, der ausserhalb des Radius‘ liegt kommt man ohne den richtigen Regiestrierungsschein nicht rein. Da wird alles geprüft, wer, wo, wann, wieviel, warum usw. Das hat mit Virus natürlich nicht mehr viel zu tun. Das ist eher so eine “Reinigungsaktion” im modernen Stil. Da werden schon viele Daten überprüft. Die Frage nach Arbeiten in Russland erübrigt sich dann fast.

Ich lebe zwar in Teilen in Russland, bin aber nicht nur auf Russland spezialisiert, sondern auch auf weltweite Auftragsbarbeiten. An meinen letzten Job kann ich mich gar nicht mehr erinnern, das war irgendwann mal im Januar diesen Jahres. Es fühlt sich schon an als war es ein anderes Leben. Als Fotograf bin ich es ja gewohnt auch mal ein paar Tage oder im schlimmsten Fall Wochen keine Aufträge zu haben. Doch seit fast einem halben Jahr keinen Auftrag zu haben ist schon krass. Mein Gespartes neigt sich fast dem Ende zu und die Auslagen für das Buch kommen noch darauf.

Seit gestern bin ich aber in Deutschland und war erstaunt, dass alle Läden und Lokale geöffnet haben, die Parks voll sind usw. Als hätte ich das alles nur geträumt…

In einem Mietstudio in Berlin.

Wie schätzt Du die allgemeine Lage der Branche ein?
Ich denke, dass hat so ein Ausmaß und Konsequenzen, dass man das sehr allgemein sehen muss. Das wird sehr lange dauern, dass sich die gesamte Branche neu orentiert und alles wird viel mehr lokaler und mehr online stattfindet. Oder vielleicht auch genau das Gegenteil, mal wieder richtige Fotografen mit richtigen Kameras überall hinfliegen zu lassen. Aber ich weiss es nicht… Ich jedenfalls orientiere und sortiere mich selber gerade neu. Mein ganzes Archiv wird gerade durchforstet.

Was ist Dein persönlicher fotografischer Wunsch für die Zukunft?
Ein Fotograf ohne Reisen und Jobs ist wie ein Kapitän ohne Boot. Es muss also wieder losgehen.

Franks nagelneues Buch »Russian Fairy Tales« kann man übrigens direkt bei ihm auf der eigens eingerichteten Website bestellen!

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#FacesOfPhotography – Teil 45: Thomas Kierok aus Berlin

Freie Projekte mit Menschen sind ein großer Teil der Arbeit von Thomas Kierok. So auch sein neues Thema, das in der Zeit des Shutdowns entstanden ist: »ONE«.
Den #FacesofPhotography erzählt er, wie es dazu gekommen ist – aber auch, warum er nicht nach einer Zeit nach der Krise glaubt:

Wie geht es Dir?
Nachdem auch bei mir am Anfang der Pandemie innerhalb von wenigen Tagen alle Fotoaufträge und Workshops  bis August abgesagt wurden, bin ich emotional in ein kleines Loch gefallen. Dann habe ich die Balance zwischen Arbeit und Homeschooling mit meinen beiden Söhnen ( 11 und 14 Jahre) ganz  gut gefunden. Meine Produktivität und Effizienz ist in der Arbeit allerdings in der letzten Wochen massiv gesunken. Anfangs wunderte ich mich über meine neue Langsamkeit und Gelassenheit. Jetzt ist es schon fast zu einer neuen Gewohnheit geworden. Freunde treffe ich auf ausgedehnten Spaziergängen oder Radtouren durch das menschenleere und leise Berlin und Brandenburg.

Du hast die Krise zum Anlass für eine freie Arbeit genommen: Warum und woran arbeitest Du?
Nachdem viele „Office“ Projekte wie der Relaunch meiner Website abgeschlossen waren, entstand die Idee zu meinen neuen Fotoprojekt „ONE“. Im letzten Jahr ist mein Fotobuch „Hundert“ im Knesebeck Verlag erschienen Hundert Menschen, einen für jedes Alter zwischen 1 und 100 habe ich fotografiert und in ihren Gesichtern den Zeichen der Zeit nachgespürt. Die ausdruckstarken Porträts werden von sieben Kapiteln über das Besondere des jeweiligen Lebensalters begleitet, über die Erfahrungen, die wir sammeln, unsere Begegnungen, die Träume, Hoffnungen und Wünsche, die wir hegen. „Hundert“ zeigt, dass jedes Alter seine Schönheit hat.
Die Fotografien für „ONE“ sind während der Ostertage in Berlin entstanden. Porträtfotografien von Menschen mit Sicherheitsmasken. Ähnlich wie „Hundert“, diesmal allerdings mit Tageslicht, geöffneten und geschlossenen Augen. „Damals“ trugen noch nicht viele Menschen diesen Schutz, weshalb ich auf Wochenmärkten und Supermärkten fremde Menschen in Berlin Mitte, Prenzlauer Berg, Kreuzberg und Neukölln ansprach und fotografierte.
Die Sicherheitsmaske ist für mich das Symbol für die Covid 19 Pandemie und das Jahr 2020. Die Fotografien und der Titel „ONE“ zeigen die Einzigartigkeit und Verbundenheit zwischen uns Menschen. Es war eine grosse kreative Freude die Fotografien von „ONE“ dann noch mit einer befreundeten Cutterin und einem Komponisten zu einem Video zu entwickeln. Das ist bisher mein persönliches fotografisches 2020-Highlight.

Wie sind die Menschen aus dem Projekt Dir begegnet?
Überraschenderweise haben fast alle angesprochenen Menschen sich gern fotografieren lassen. Zum einen fanden sie die Idee des Projektes ganz gut und wollten ein Teil des Ganzen sein. Gleichzeitig habe die Porträtierten sich glaube ich auch durch die Schutzmaske sicherer gefühlt.

Denkst Du, dass die Krise die Fotografie verändern wird?
Es freut mich zu sehen, wie viele Fotografen diese Zeit für eigene und  tolle Fotoprojekte genutzt haben. Diese in dieser Zeit entstandenen Fotografien werden in unser kollektives Gedächtnis eingehen.
Die Bedeutung der Fotografie als Zeitdokument wird aus meiner Sicht trotz der Massen von Fotografien zunehmen. Qualität und Kreativität wird sich durchsetzten und Bestand haben. Wie sich die Auftragsfotografie für mich als People- und Portraitfotograf verändern wird, ist für mich schwer zu sagen.
Wir als Fotografen sind auch verbunden mit dieser Zeit, der Gesellschaft und Wirtschaft. Wahrscheinlich wird es eher weniger als mehr Fotoaufträge geben. Die Honorare werden wahrscheinlich auch eher sinken als steigen. Umso wichtiger ist es neue und kreative Ideen und Konzepte als Einzelner und im Team umzusetzen.

Was ist Dein persönlicher, fotografischer Wunsch für die Zeit nach der Krise?
Ich glaube nicht an eine Zeit nach der Krise. Das Leben ist permanente Veränderung und Krisen sind auch große Chancen, sich weiter zu entwickeln. Der Klimawandel, die soziale Ungerechtigkeit und auch die Covid-19-Pandemie betreffen die gesamte Menschheit. Jetzt ist diese sogenannte „Krise“ eine große Chance dringende Veränderungen einzuleiten. Wir sehen, das wir alle miteinander und mit der Natur verbunden sind. Deshalb können wir diese Veränderungen auch nur gemeinsam angehen und zu neuen Lösungen kommen. Das Projekte „ONE“ und meine freien Fotoprojekte sind das Herz meiner Fotografie. Die Freude, die ich als Jugendlicher, als Fotografiestudent und heute als Fotograf beim kreieren und realisieren von Fotografien und Projekte empfinde, möchte ich noch lange genießen. Für mich ist es eines der grössten Geschenke des Lebens Fotograf zu sein.

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Video zum Projekt ONE von Thomas Kierok
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*Das Foto von Thomas hat sein 11-jähriger Sohn Kolja Lev Dombrowski gemacht.

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#FacesOfPhotography – Teil 35: Darius Ramazani aus Berlin

Für die #FacesOfPhotography hat Darius Ramazani aufgeschrieben, wie er denkt, fühlt und hofft. Inklusive eines Plädoyers für mehr Ehrlichkeit in der Werbung:

Darius, wie geht es Dir?
Ich hab‘ das Glück, dass ich ein Büro habe und ich somit nicht den ganzen Tag zu Hause bin –
das erleichtert vieles und macht auch das Familienleben mit Frau und Kindern um einiges angenehmer!
Die Kinder brauchen uns zum Glück nicht mehr beim Lernen, das findet fast alles ohne uns statt! Darin zeigen die beiden sehr viel Disziplin, dafür klappt es mit dem Aufräumen gar nicht… Soll heißen: Die Situation ist im Augenblick noch sehr entspannt und es geht mir gut.
Trotzdem plagt auch uns die Sorge um die Zukunft! Wir (meine Frau und ich) sind blöderweise beide selbständig. Hierbei haben wir zur Zeit leider den „schwarzen Peter“ gezogen. Aber so ist es nun mal.

Sind auch Deine Aufträge alle abgesagt worden?
Glücklicherweise hatte ich Mitte März noch mit den Retuschen einer Kampagne zu tun und war bereits in der Vorbereitung eines Jobs für Anfang April.
Für diesen Job haben wir alle Castings für die verschiedenen Motive doppelt besetzt, dass wir Im Notfall (bei möglichen Erkrankungen) auf andere Models hätten ausweichen können. Wir haben alles durchorganisiert, auch vor dem Hintergrund, dass das ganze Shooting im Notfall auf unbestimmte Zeit verschoben wird. Aber zum Glück haben Kunde, Agentur und ich am gleichen Strang gezogen, und das Shooting realisiert!
Trotzdem ist es so, das sehr viele Jobs abgesagt wurden und viele auch gar nicht mehr realisiert werden. Problem wird jetzt sein, dass die Neuaufträge erstmal ausbleiben werden! Alle Agenturen und Kunden sind mit sich selbst beschäftigt, denn es geht dort um viele Arbeitsplätze. Auch müssen die Agenturen die Lage gemeinsam mit den Kunden neu einschätzen. Wir als Fotografen kommen dann erst zum Schuss ins Spiel. Leider!

Was fehlt Dir am meisten aus Deinem Berufsalltag?
Mir fehlen die persönlichen Treffen (geschäftlich und privat)! Schnell mal hier was essen gehen, oder dort mal kurz Hallo sagen! Meine besten Freunde sind der Postbote und der Blumenhändler gegenüber! Mein Highlight: Ein Coffee To Go bei den Damen um die Ecke!

Was bedeutet Dir die Fotografie?
Alles!!! Ich bin jetzt 50 Jahre alt und seit 30 Jahren selbständig! Und nun Corona.
Das wird, glaube ich, mein neuer T-Shirt Slogan…
Aber ich hoffe das es für alle gut endet! Ich bin da mal sehr positiv, auch wenn ich zwischendurch auch FASSUNGSLOS bin!

Wie schätzt Du insgesamt die fotografische Situation in diesen Zeiten und nach der Krise ein?
Das hängt sehr von der Dauer der ganzen Corona-Situation ab, denn: Wir sind leider erst am Anfang der Krise! Die Auswirkungen bekommen wir Fotografen und Künstler erst so richtig in ein paar Monaten zu spüren, dann würden die Antworten auf diese Fragen sicherlich auch anders ausfallen!

Was ist Dein persönlicher fotografischer Wunsch für die neue Normalität?
Ich würde mir wünschen, dass auch die Werbung anfängt, ehrlicher und nachhaltiger zu denken – auch in Ihren Konzepten! Wenn ich zum zehnten Mal die zusammengecastet lachende Familie am Frühstückstisch als Bild irgendwo sehe, bekomme ich Schuppenflechte. Das hat nichts mit der Realität zu tun!
Was ich damit sagen will: Der Konsument will nicht mehr verarscht werden. Nach Corona noch weniger! Er will ernst genommen werden! Das ehrliche aufrichtige Foto bewirkt beim einzelnen Konsumenten in Zukunft viel mehr, weil auch die Sehnsucht zur Normalität gerade immer größer wird, und man sich auf alte Werte besinnt!
Die neue ehrliche Fotografie in der Werbung, das wäre mein Wunsch!

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#FacesOfPhotography – Teil 19: Fiene Wollstadt aus Berlin

Die derzeitige Isolation ist manchmal nur schwer auszuhalten. Schon gar, wenn sich die eigene Kreativität vor allem aus dem Zusammensein mit anderen entwickelt. Im neunzehnten Teil der #FacesOfPhotography erzählt Fiene Wollstadt aus Berlin warum es ihr genauso geht:

»Ich lebe von den Energien am Set und dem direkten Kontakt mit den Menschen vor meiner Kamera und drumherum. Ganz ehrlich: DAS FEHLT MIR GERADE EXTREM! Und ich bin mir ziemlich sicher, jeden Menschen zu umarmen, wenn „diese ganze Situation“ wieder vorbei ist.

Nun steht die Welt Kopf. Die Türen sind erstmal zu. Auch wenn Jeder nun sieben neue Sprachen lernt, renoviert, Sport treibt und die Welt in wenigen Monaten wahrscheinlich vor neuer Mappen, überarbeiteten Webseiten, einem Baby-Boom und hunderter anderer Kreationen nur so strotzen wird, fällt es mir tatsächlich nicht so leicht, mich in diesem Vakuum von Nähe zurecht zu finden.

Um zu kreieren braucht es immer etwas Wahnsinn, viel Vorstellungskraft und eine gewisse Leichtigkeit. Ich funktioniere immer ganz gut mit einer Mischung aus einer nahen Deadline, stimulierendem Austausch und Sicherheit. Da wir momentan nicht wissen, wann sich die Türen wieder öffnen und weder Deadline noch wirtschaftliche Sicherheit formuliert werden können, versuche ich einfach stoisch meine to-do-Liste abzuarbeiten. Und da hat sich über die Zeit so Einiges angesammelt. Ich male, schreibe an neuen Konzepten, kümmere mich um meine Datenordnung und alle administrativen Dinge die mir einfallen.

Als Regionalbeirat im BFF habe ich regelmäßigen und konstruktiven Austausch mit meinen Kollegen, die alle natürlich in der selben Situation stecken. Dabei ist es schön, auch an die Zeit nach Corona zu denken, für die wir ja hier in Berlin eine Ausstellung planen. Das tröstet mich auch etwas über das Wissen hinweg, dass meine Ausstellung in Zingst grad nicht gesehen wird.

Für das nötige Dopamin und Vitamin D und weil ich bei der Bildbearbeitung sonst meine Zeit viel zu oft in dunklen Räumen verbringe, bin ich gerade viel draußen auf den Feldern vor der Stadt, treibe Sport und powere meinen Hund Sherlock aus. Auch gut. Nach Corona wird er mehr Kommandos können und perfekt abrufbar sein, aber sich auch umso mehr über Studiobesuch freuen – wer ihn kennt, weiß was das bedeutet.

Mittlerweile muss ich mich immer wieder selbst daran erinnern, warum wir unsere sozialen Kontakte so weit einschränken. Ganz einfach um Leben zu retten und die Leute zu entlasten, die gerade an vorderster Front für uns alle kämpfen, das ist eine gute Motivation. Danke dafür!«

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#FacesOfPhotography – Teil 9: Götz Schleser aus Berlin

Angesichts der Coronakrise stehen viele Fotografen wie aus dem Nichts vor dem beruflichen Nichts – eine Auftragsflaute historischen Ausmaßes bedroht akut Existenzen. So auch die des Berliner Fotograf Götz Schleser, der für die #FacesOfPhotography ein sehr intimes und gleichzeitig symbolträchtiges Selbstbild ausgewählt hat:

Götz, warum hast Du genau das Bild für die #FacesOfPhotography ausgewählt?
Nackt, schutzlos, verwundbar, eiskaltes Wasser… In etwa so fühlt sich mein Berufsleben gerade an.

Was ist die Geschichte Deines Bildes?
Es ist eines meiner privaten Bilder, das ich noch nie veröffentlicht habe. Das Bild hatte ich längere Zeit im Kopf und bin an einem Samstag im Februar bei – 8 Grad und einer Wassertemperatur von 4 Grad an die Ostsee gefahren und habe mich fotografiert. Meine Füße waren, als ich aus dem Wasser kam, knallrot.

Was bedeutet die Fotografie für Dich?
Mich macht es glücklich, wenn ich arbeite. Vor allem dann, wenn ich ein Bild so umsetzen kann, wie ich es im Kopf habe, das spüren auch die Menschen die ich fotografiere. Sie merken, daß ich das liebe was ich tue und so komme ich zu den Bildern die ich möchte. So macht es mich glücklich, drei bis vier richtig gute Bilder im Jahr zu fotografieren.

Wo wärst Du eigentlich in dieser Woche?
Ich hätte einen Workshop in Essen gegeben. Und ich war für ein Portraitshooting in Hamburg und Dresden gebucht.

Was denkst Du, wie sind die Auswirkungen der Krise für den fotografischen Markt?
Da ich Portraitfotograf bin, also von Angesicht zu Angesicht arbeite, sind mir über Monate 100 Prozent meine Aufträge, Workshop, Seminare und Vorträge abgesagt worden. Das geht aber nicht nur mir so – die Situation bringt mich und viele andere Kollegen gerade an den Rand des finanziell Machbaren.
Ich hoffe aber, das wir das mit vereinten Kräften schaffen. Es ist jetzt schon zu merken, daß die Kreativen nicht untätig zu Hause sitzen, sondern die Bilder machen, die sie schon immer machen wollten. Es werden neue Plattformen zur Bildvermarktung ins Netz gestellt, alle  arbeiten – ich freue mich auf die kreative Explosion nach der Krise und damit wird die Wertschätzung jeglicher kreativen Arbeit  hoffentlich steigen.

Was wünschst Du Dir für jetzt und für die Zeit nach der Krise?
Ich wünsche mir sehr, dass jetzt alle Kreativen – Agenturen, Grafiker, Musiker, Bildredakteure, Fotografen, Illustratoren, Filmer, Audio – zusammen rücken, gemeinsam geilen Scheiß raushauen und die Gemeinschaft nach der Krise bleibt.

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fotogloria und die Magaziniker auf dem TDI 2019

Beim Tag der Deutschen Industrie (TDI 2019) geben sich hochkarätige Politgäste das Mikrofon nacheinander in die Hand – es wird gestritten, diskutiert, versprochen und wieder redigiert, der große Schlagabtausch ist ebenso ein Teil des Spektakels wie die leisen Zwischentöne (derer allerdings weniger).

Wenn der Bundesverband der Deutschen Industrie e.V. (BDI) zum großen Treffen einlädt, sprechen ebenjene illustren Gäste aus der Politik zu der geballten Wirtschaftskraft Deutschlands: geladen und im Berliner Funkhaus an der Spree erschienen waren an den heißen Tagen Anfang Juni rund 1.100 Gäste aus den Spitzen der Unternehmen und Verbände.

v.l.n.r.: Stefan Schanz (Die Magaziniker), Edda Fahrenhorst und Mike Gamio (beide fotogloria)

Mittendrin: fotogloria gemeinsam mit der Agentur Die Magaziniker aus Stuttgart. Und unser neuestes Projekt – Deutschland 6.0* (das zwar noch in den allerkleinsten Kinderschühchen steckt, aber dort sehr bald hinaus wachsen wird)!

Wir hatten zwei anregende und aufregende Tage, in denen wir das Projekt das erste Mal (halb-)öffentlich vorgestellt haben, damit auf großes Interesse gestoßen sind und nach denen wir bestätigt und voller Tatendrang wieder nach Hause gefahren sind!

Edda Fahrenhorst (fotogloria) auf der TechStage und dem Vortrags-Rahmenprogramm »Perspectives on Innovation«

Das gesamte Projektteam bedankt sich beim BDI sehr herzlich für die Partnerschaft und die Einladung, für das Vertrauen, dass uns und unserem Projekt entgegen gebracht wird, für die Möglichkeit, damit in die Öffentlichkeit zu treten und für die so lustige, nette und unkomplizierte Zusammenarbeit! DANKE stellvertretend für das gesamte Team Daniela Werner und Tim Zeller!

 

*Ausführliche Informationen zu dem Projekt »Deutschland 6.0« gibt es an dieser Stelle irgendwann um den Jahreswechsel herum, wenn wir damit ganz offiziell an die Öffentlichkeit gehen. Hier nur ganz kurz:

Unser Land hat ein enormes Potenzial für eine gute Zukunft. Dieses Zukunftspotenzial machen wir mit dem Projekt Deutschland 6.0 sichtbar(er). Denn Deutschland ist nicht nur das Land der Hidden Champions, es ist auch das Land der Hidden Ideas, der Hidden Solutions und der Hidden People. Und genau das wollen wir ändern. Wir zeigen Zukunft! Wir besuchen Menschen, Unternehmen und Institutionen, die schon heute an großen und kleinen Lösungen für übermorgen arbeiten, und wir erzählen ihre Geschichten: Zeitgemäß, spannend, ehrlich und authentisch. Ab 1. Januar 2020.

Wer sich für das Projekt interessiert oder als möglicher Zukunftspartner eine Geschichte zu erzählen hat, findet auf der Projektseite sechsnull.de weitere Informationen und Kontaktmöglichkeiten.

**Wenn Sie mehr über den BDI erfahren möchten, dann bitte HIER entlang.

***Hier gibt es noch mehr Infos zu den Magazinikern.

****Die Fotos in dem Artikel sind von Mike Gamio, Edda Fahrenhorst und zwei unbekannten Herren, denen unser Dank gilt – fotografiert übrigens (meistens) mit Equipment von Olympus.

*****Die Gäste des TDI und auf den Fotos zu sehen: BDI-Präsident Prof. Dieter Kempf, Kanzlerin Dr. Angela Merkel, Bruno Le Maire (Finanzminister Frankreich), Peter Altmaier, Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Vizekanzler und Finanzminister Olaf Scholz, Annalena Baerbock (Bundesvorsitzende Bündnis 90/DieGrünen) und FDP-Vorsitzender Christian Lindner.

 

 

 

Grandiose Superlative-Ausstellung beim Tag der Deutschen Industrie TDI’18

Wenn der Bundesverband der Deutschen Industrie e.V. (BDI) – Superlative Projektpartner seit der ersten Stunde – zum großen Treffen einlädt, strömen rund 1.100 Gäste aus den Spitzen der Unternehmen und Verbände einmal im Jahr zum Tag der Deutschen Industrie (TDI) nach Berlin. Und nicht nur das: Illustre Gäste aus Politik und Wirtschaft werden dazu gebeten, um auf großer Bühne zu der geballten Wirtschaftskraft zu sprechen.

So auch in diesem Jahr: Kanzlerin Dr. Angela Merkel, Welthandelsorganisationschef (WTO) Roberto Azevedo, SPD-Fraktionschefin Andrea Nahles und auch Peter Altmaier, Bundesminister für Wirtschaft und Energie und vielen andere mehr hatten die Bühne jeweils für eine Weile für sich, ebenso natürlich Gastgeber und BDI-Präsident Prof. Dieter Kempf.

Und mittendrin in dem Spektakel: Die zweite Superlative-Ausstellung!

Mit großer Freude durften wir in diesem grandiosen Rahmen zwölf Superlative einem sehr interessierten Publikum zeigen. Und nicht nur das – mit der Präsentation unseres Superlative-Films haben wir außerdem  einen der offiziellen Programmpunkte des Tages bestritten und uns anschließend den Fragen aus dem Publikum gestellt.

Das Projektteam ist stolz, glücklich und geehrt, das die Superlative-Ausstellung auf so großer Bühne vor so illustrem Publikum zu sehen war und bedankt sich ganz herzlich für das unermüdliche und so freundschaftliche Engagement seitens unseres großartigen Projektpartners, dem BDI und vor allem stellvertretend für das gesamte Team DANKE an Daniela Werner und Tim Zeller!

Danke außerdem an Anna Polkowski von Uptime Events, die selbst bei der so kurzfristigen Planung die Ruhe selbst war und uns organisatorisch großartig unterstützt hat.

*Wenn Sie mehr über den BDI erfahren möchten, dann bitte HIER entlang.

**»Superlative – Made in Germany« ist ein freies und gemeinsames Fotoprojekt von Christoph Morlinghaus und von fotogloria | büro für fotografische zusammenarbeit.

***Die Fotos in dem Artikel sind von Mike Gamio, Edda Fahrenhorst und Anna Polkowski konzipiert.

***Ausgestellt waren die Bilder von: Aurubis, Meyer Werft, KWS, Synlight, Airbus, Claas, Tagesschau, Hermes Fulfilment, Glashütte Lamberts, Reiling Recycling, Phoenix Contact und Hazel Hen.

****Haben Sie auch ein spannendes Superlativ? Melden Sie sich gerne per EMAIL bei uns. Wenn Sie mögen, können Sie sich auch gerne im Vorfeld bei unseren »Fragen und Antworten« umsehen. Wir sind gespannt auf Ihre Ideen.

 

 

Seminarreihe mit Mike Gamio und Alex Karst

Bildrechte, Fotografenbuchung, Bildermarkt – gemeinsam mit Alex Karst von der Hamburger Agentur »Die Bildbeschaffer« bieten wir eine neue und deutschlandweite Seminarreihe an, bei denen wir Ihnen anhand von Beispielen aus unserer täglichen Agenturpraxis das geballte Wissen über ebenjene Themen vermitteln möchten.

Was erwartet den Seminarteilnehmer?

Mike Gamio: Von mir bekommt der Teilnehmer sehr praxisnahe Infos und Erfahrungsberichte rund um das Thema Auftragsfotografie. Anhand von Projekten und Aufträgen aus der nahen Vergangenheit erläutere ich einige wichtige Aspekte, die man beachten muss, wenn ein Unternehmen, egal ob groß oder klein, einen Fotografen beauftragen will.

Alex Karst: Mein Part ist es, Bildrechte verständlich zu erklären ohne Paragrafen zu nennen. Die Grundzüge des Urheber- und Persönlichkeitsrechts, Hausrecht und die Panoramafreiheit veranschauliche ich anhand vieler Beispiele, damit die Teilnehmer die Grundlogik verstehen und lernen, wie sie im Alltag bildrechtliche Themen in den Griff bekommen. Welche Arten von Vereinbarungen sollte ein Unternehmen in petto haben und was sollte drinstehen? Praxis-orientiert. Am liebsten anhand der Beispiele der Teilnehmer.

Neugierig geworden? Mehr Infos zu der Seminarreihe gibt es HIER.

*Mike Gamio (rechts) ist Mitinhaber und Geschäftsführer von fotogloria und Alex Karst (links) ist einer der Gründer und Geschäftsführer der Hamburger Agentur »Die Bildbeschaffer«.

** Wenn Sie auch weiterhin die Fotografen für Ihre Unternehmenskommunikation über fotogloria buchen möchten: Wir finden für Sie den passenden Fotografen für jeden Bereich, in jedem Bundesland, jeder Region und in jeder Stadt. Für Informationen, Honoraranfragen und Terminabsprachen – eben die ganze Bandbreite der Fotografenvermittlung in Deutschland von fotogloria – schicken Sie uns gerne und jederzeit eine email an info@fotogloria.de oder rufen Sie uns an unter 040 609 42 906.

*** Mehr Infos zu der Fotografenvermittlung in Deutschland finden Sie HIER

 

 

Horizonte-Countdown 2015 | Frank Herfort

»Die Gruppenausstellung »One World« hat Tradition beim Umweltfotofestival »Horizonte Zingst«. Das Konzept dieser Bilderschau ist ganz bewusst alles andere als konservativ angelegt…« Das stimmt. Und darum ist die Schau auch für Kurator Klaus Tiedge immer wieder eine gerne gesehene Herausforderung.

Zu sehen ist die Ausstellung übrigens beim achten Umweltfotofestival »Horizonte Zingst«, das am 30. Mai eröffnet wird. Und wir stellen Ihnen jeden Tag einen der sieben ausstellenden fotogloria-Fotografen und seine Arbeit vor. Heute zeigen wir Ihnen die Strecke »Time in Between« von Frank Herfort. Viel Spaß!

fotogloria _ Frank Herfort _ Time In Between _ 1

WAS
Time In Between ist eine Arbeit, die ich schon vor 10 Jahren als Teil meiner Diplomarbeit begonnen habe. Da ich aber bis zum heutigen Tag nicht von dem Thema loskomme, wird es wohl ein Dauerprojekt bleiben. Immer wenn ich Zeit und Gelegenheit habe, widme ich mich diesem Thema und versuche neue Bilder zu realisieren. Die letzten neuen Arbeiten sind erst vor ein paar Wochen in Sankt Petersburg entstanden. Gerade im aktuellen Russland, entdecke ich wieder vermehrt solche Situationen und öffentliche Ort, die mich wieder neu zu meinen Bildideen inspirieren.

WO
Die Bilder sind fast ausschließlich in Moskau und Sankt Petersburg entstanden. Ein kleiner Teil auf meinen Reisen durch Russland in Orten wie Tscheljabinsk, Shanty, Kansisk oder Kazan.

WARUM

Fasziniert haben mich immer die Menschen, die scheinbar wartend an einem Fleck standen oder einfach da waren. Für mich war immer unklar, was da eigentlich passiert. Haben sie eine Verabredung mit einem Bekannten, warten sie auf den Zug oder Bus, sind sie arbeitslos oder obdachlos, haben sie keinen Plan was sie als nächstes machen … ?  Eine Art Schwebezustand ohne Hoffnung , aber vielleicht auch ganz im Gegenteil. In der westlichen Welt, sieht man sowas nicht. Da steht niemand einfach so mal rum, jeder hat seinen Plan im Kopf und der wird jeden Tag abgearbeitet.
Von daher fand ich es auch irgendwie ganz erfrischend, zu sehen, das man auch mal nichts macht und guckt was das Schicksal für einen bereit hält. Es gibt doch jeden Tag soviel neue Entscheidungen , die man treffen muss und es gibt tausende von Möglichkeiten sein Leben zu leben. Um die Frage geht es eigentlich, weniger um Russland, obwohl man dort die Frage visuell sehr gut erkennen kann. Vielleicht ist das ja die berühmte russische Seele ?

fotogloria _ Frank Herfort _ Time In Between _ 2

WIE
Fotografiert habe ich anfangs alles mit meiner Hasselbald und einer Sinar mit Planfilmen. Neuere Bilder nehme ich mit einem Mittelformatdigitalrückteil auf, fast immer vom Stativ. Ich fotografiere nichts heimlich oder versteckt. Ich mag es selber gern an einem Ort längere Zeit zu warten.

WER
Frank Herfort ist ein Reisender – sowohl durch die Wahl seiner beiden Wohnorte (Berlin und Moskau) als auch im Auftrag seiner internationalen Kunden. Aber eben auch durch die verschiedensten Facetten seiner Fotografie: Als wohlüberlegt und positiv neugierig kann man seine Reportagen bezeichnen, als strukturiert und emotional inspiriert seine Commercials. Präzise und dabei staunend sich sind seine Interieur- und Architektur-Arbeiten, exakt und liebevoll komponiert seine Industrie-Themen. Kurz: Frank Herfort überrascht und ist dabei trotzdem immer zuverlässig in den höchsten Qualitätsstufen der Fotografie unterwegs.

P.S.: fotogloria vertritt Frank Herfort exklusiv und weltweit. Und über fotogloria können Sie ihn natürlich gerne für Ihre Ideen und Aufträge buchen. Melden Sie sich jederzeit unter 040 609 42 906 -0 oder info@fotogloria.de.