Schlagwort-Archive: Porträtfotografie

#FacesOfPhotography – Teil 73: Oliver Mark aus Berlin

Qualität, neue Perspektiven und Weißwein – Oliver Mark bei den #FacesOfPhotography:

Oliver, wie geht es Dir?
Ganz gut, gerade wurde mein Studio-Kühlschrank mit Moselriesling vom Weingut Melsheimer gefüllt. Der Orange Riesling 2018 ist der Killer.

Wie ist es Dir in den letzten Wochen und Monaten ergangen?
Ich denke ich habe die Zeit ganz gut genutzt und konnte endlich die fälligen Schönheitsoperationen machen lassen. Die Nase braucht jetzt noch 1-2 Wochen bist sie ganz verheilt ist, deshalb auch die Maske auf dem Foto.

Was denkst Du: Was bedeutet diese Krise für die Fotografie?
„Einfach machen. Und bloß nicht ans Geld denken …“

Werden sich Inhalte mit der Krise verändern?
Krisen beziehen sich grundsätzlich immer auf die Abweichung von der Normalität. Insofern wären Bilder wie die von Fabio Bucciarelli entstanden in Bergamo für die New York Times vor Covid-19 nicht denkbar.

Du bist Portrait-Fotograf: Verändert sich Deine Fotografie?
Es geht immer nur nach oben, in jeder Beziehung…

An welchem Thema arbeitest Du aktuell?
…an einem ähnlichen Projekt wie Natura Morta, das 2017 in der Gemäldegalerie Wien in Korrespondenz zu Stillleben-Gemälden der Sammlung gezeigt wurde.
Daneben arbeite ich an einem Projekt was zurück geht, bis in die 90 Jahre. Der Arbeitstitel lautet „die Zeit machen wir später aus“. Gezeigt werden Orte, Gebäude, Straßenkreuzungen die es nach kurzer Zeit so nicht mehr gibt, da dort beispielsweise gebaut wird.
Und immer wieder neue Portraits.

Was wünschst Du der Branche für die Zukunft?
Hohe, höchste, optimale … Qualität und Follower

Und Dir selber?
Einen Perspektivwechsel

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#FacesOfPhotography – Teil 50: Katja Ruge aus Hamburg

Katja Ruge arbeitet derzeit an mehreren Projekten gleichzeitig. Dabei liebt sie den Rausch, den ein Fotoshooting auslösen kann, denn: »Fotografie lebt man!«  Die #FacesOfPhotography haben mit ihr darüber und noch über einiges mehr gesprochen:

Katja, wie geht es Dir?
Das Jahr fing schon sehr intensiv an, familiär, privat, im Job, überall gab es große Unruhe. Es hellte kurz auf und dann ging der Wahnsinn los. Die ersten zwei Wochen war ich noch komplett mit Jobs beschäftigt und mit dem Papierkram um Überbrückungsgeld zu bekommen. Ende der zweiten Woche habe ich gemerkt, wie erledigt ich eigentlich bin und habe einen persönlichen Shutdown vollzogen. Dieser war gut und wichtig. Nun habe ich wieder Spaß daran, mir beispielsweise mein Archiv vorzunehmen, Dinge generell anzugehen und natürlich einfach weiter zu machen.

Helena Hauff

Wie hast Du die Zeiten der Krise bisher beruflich erlebt?
Meine Jobs sind verschoben auf Juni oder Juli.
Also habe ich die Seiten gewechselt – was ich ja durch das Musik-Auflegen im Club eh gelegentlich mache. Ich habe etwa bei Livestreams aus dem Uebel &Gefährlich-Club mitgemacht, was sehr schön und heilsam war – Musik so laut zu hören, dass sie im Bauch stattfindet, vermisse ich sehr. Ein Stream war an meinem Geburtstag, mit Visuals mit meiner Fotoserie von Stills analoger Synthesizer – das war die perfekte Synthese aus Fotografie und Musik, ich kann dem Club und den Leuten dort nicht genug danken.
Dann habe ich bei einem Videodreh mitgewirkt, der viel Spaß gemacht hat, da ich mich zuhause selber gefilmt habe.
Diese Woche gebe ich einen Kurs über Künstler-Pressefotos – online anstatt dafür nach Köln zu fahren. Die Woche meiner Artist Residency im Tempel 1844 hier in Hamburg tat zudem sehr gut.

Was denkst Du: Wird sich die Fotografie stilistisch und inhaltlich mit der Krise verändern?
Ich glaube, dass es seit Jahren schon viele Stile in der Fotografie gibt, die alle nebeneinander existieren und alle Ihre Berechtigung haben. Ob auch diese Zeit etwas Neues hervorbringen wird, kann ich nicht sagen – die Begriffe die gerade oft benutzt werden wie etwa authentisch, persönlich undsoweiter sind mir fast zu abgegriffen.
Generell finde ich es wichtig, das man noch mehr kommuniziert, das Fotografie nicht etwas ist, was man eben mal so macht. Fotografie lebt man!
Diese nervigen Ads von jungen dynamischen Typen auf Facebook und YouTube, die anbieten sie hätten die Lösung für Dich in der Fotografie, finde ich ganz schlimm. Denn sie verkaufen Menschen, dass man ganz schnell erfolgreich Fotograf*in werden kann. Dem ist einfach nicht so. Es bedarf viel Gefühl und Erfahrung für Situationen, Licht, Menschen – das lernt man nach und nach, auch indem man sich ausprobiert und Fehler macht. Daraus entwickelt man den eigenen Stil und Geschäftskontakte entwickeln sich über die Jahre.

Sonae

Was bedeutet Dir die Fotografie?
Intensive und schöne Frage. Ich bin im Rausch wenn ich fotografiere. Ich liebe das Glück, das man fühlt , wenn man ein schönes Fotoshooting hatte (in meinem Fall meist mit Menschen). Und danach bin ich süchtig. Ebenso glücklich macht mich aber auch die Anerkennung meiner Arbeit, insbesondere von der Person die ich portraitiert habe.  Oder wenn es einfach magisch wird, weil man im Team etwas Besonderes kreiert.

Wie sehen derzeit Deine Pläne und Projekte aus?
Noch Ende der letzten Woche war ich eine Woche im Tempel 1844, ein sehr besonderer Ort in Hamburg. Dort habe ich mich einzeln mit Musikern getroffen, sie portraitiert und damit und supported. Zudem trugen die Musiker*innen – wenn sie Lust dazu hatten – Shirts von Rockcity e.V. die sich hier in Hamburg sehr dafür einsetzen, das Musiker Gelder erhalten und überleben können.
Ich arbeite außerdem mein Austellungsprojekt »Ladyflash – Frauen in der Musik« gerade auf. Das habe ich vernachlässigt und ich freue mich jeden Tag darüber wie der Insta-Account dazu wächst.
Mein aktuelles Projekt »Electric Lights« das ich zusammen mit Autor und Journalist Thomas Venker mache und auf online auf Kaput – Magazin für Insolvenz und Pop veröffentlicht wird erfährt gerade eine kleine Pause, da es um eine Serie über weibliche Dj`s geht, die ja aktuell nicht nach Hamburg kommen beziehungsweise ich auf kein Festival fahren kann. Sobald es wieder los geht, mache ich damit weiter.
Dann ist am 18. Mai ist der vierzigste Todestag von Ian Curtis, dem Sänger der Band Joy Division. Ich werde an dem Tag gegen 11 Uhr ein Interview auf Byte FM geben später an dem Tag auf meinem Insta-Account über meine Arbeit zu meinem Buch „Fotoreportage23 – In Search of Ian Curtis“ noch einmal live intensiver sprechen.

Gloria de Oliveira

Was ist Deine Hoffnung und was ist Dein persönlicher fotografischer Wunsch für eine neue Normalität?
Diese Frage kann ich nicht gut beantworten weil ich nicht gerne hoffe. Bitte nicht missverstehen, aber zur Zeit artet das schnell in Spekulationen aus. Und das ist nicht meins. Es kommt sowieso immer anders als man denkt. Gerade zur Zeit! Dinge die gestern so funktionierten, laufen heute komplett anders. Ich denke es ist spannend zu schauen, was passiert und dementsprechend bewusst zu handeln.

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#FacesOfPhotography – Teil 26: Manolito Röhr aus Koblenz

Für die #FacesOfPhotography hat sich Manolito Röhr eine ganz eigene Aufgabe gestellt – er setzt der schwierigen und harten Situation Humor entgegen:

Was ist auf dem Bild zu sehen?
Auf dem Bild sieht man mich, in einem roten Kleid, vor einem Fahrrad, das eine zweigeteilte Schaufensterpuppe trägt. Ohne Sinn und Verstand, aber zum Zweck alle gebeutelten Fotografen zum Lachen zu bringen. Der Reißverschluss ging nicht zu, entweder war es die Behaarung oder die Masse die störte.

Wie wichtig ist Dir generell der Humor in Deiner Fotografie?
Das kommt auf das Bild oder auf den Kunden an. Humor zwischen meinem Gegenüber und mir ist wünschenswert, aber vielmehr das Gefühl von Vertrautheit.

Wie schaffst Du es, diese Vertrautheit herzustellen?
Ich habe im Laufe der Jahre ein gutes Gespür für Menschen entwickelt und bin glaube ich sehr sensibel gegenüber Stimmungen meines Gegenübers. Auf der anderen Seite versuche ich mich vorher gut über die jeweilige Person zu informieren um über Dinge sprechen zu können, die nicht nur mit dem Wetter oder der Anfahrt zu tun haben.

Und wie offen musst Du selber bei einem Shooting sein?
So offen wie möglich. Mein Gegenüber soll auf meinen Bildern so sein wie es ist. Möglichst ohne Anweisung. Es ist daher nur fair, dass ich alle meine Mauern fallen lasse und auch so offen wie möglich bin. Ich bin neugierig auf Menschen und empfinde es immer wieder als Herausforderung, mich meinem Gegenüber so zu präsentieren, dass er oder sie sich voll und ganz auf mich einlassen kann. Freilich wäre dies mit dem obigen Kleid nicht möglich. Ich bevorzuge doch eher Herrenbekleidung

Wahrscheinlich sind auch bei Dir alle Aufträge abgesagt oder im besten Fall verschoben worden – woran arbeitest Du derzeit?
Mich haben Absagen bis in den Juli hinein erreicht. Etwa die Hälfte ist verloren, die andere Hälfte wird nachgeholt. Aber ich hab Rücklagen, von denen ich im Moment zehren kann. Das macht es erträglich und zum anderen kann ich meine Zeit in Dinge investieren, die sonst eher liegen bleiben. Ich arbeite an zwei Bildstrecken und kann die Zeit sinnvoll Nutzen um hierfür Kontakte zu knüpfen. Aber auch um die Akquise im Laufen zu halten, ist diese Zeit sehr sehr wichtig. Kontakt zu den potentiellen Kunden halten, auf eine sehr zurückhaltende Art und Weise, ist unumgänglich.

Würdest Du Dich an eine Prognose für die Branche nach der Krise heranwagen?
Ich glaube das ich eine Prognose nur begrenzt abgeben kann, da ich nur bedingt über meinen eigenen Tellerrand zu schauen vermag. Es wird zwangsweise eine Marktbereinigung stattfinden und zum anderen werden aber die Werbeetats von Unternehmen für dieses Jahr kleiner ausfallen oder gar ganz wegfallen. Nicht nur die Zeit während des Shutdowns wird eine Herausforderung sein, sondern auch die Zeit danach. Die Folgen werden wir alle mit Sicherheit auf eine Zeit von mindestens 6 bis 9 Monaten spüren. Zeitgleich wird diese Phase aber auch viele Fotografen dazu bewegen, Ihr Business auf mehrere Säulen zu stellen, um in Krisenzeiten länger überleben zu können.

Und was ist Dein ganz persönlicher, fotografischer Wunsch für die Zeit danach?
Ich möchte schöne Bilder machen. Ohne Kleid, aber mit tollen Menschen. Abends mit Götz Schleser eine Tüte Gummibärchen aufmachen und klönen und das nicht nur am Telefon.

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#FacesOfPhotography – Teil 8 : Jonathan Browning aus London

Im achten Teil unserer Serie #FacesOfPhotography stellen wir Ihnen den Londoner Fotografen Jonathan Browning vor:

Jonathan, was ist Dein fotografischer Schwerpunkt?
Ich bin Porträt- und Dokumentarfotograf, wichtig ist mir in meinen Bildern eine authentisch wirkenden Ästhetik.

Wie sieht derzeit Dein Tag aus?
Ich habe keine Aufträge, aber ich nutze die Zeit, um lange liegen gebliebene Dinge zu erledigen. Einen großen Teil des Tages verbringe ich damit, mit meiner Partnerin zu verhandeln, wer am nächsten Tag die Kinderbetreuung übernimmt.

Wenn die Krise nicht wäre: Wo wärst Du jetzt und woran würdest Du arbeiten?
Ich hatte vorher ein paar anständige Jobs in Aussicht, was nicht immer der Fall ist – es war also ein echter Schlag. Es gab ein Shooting in Wales, eines in New York und sogar in Irland, aber alle wurden verschoben oder gestrichen.

Woran arbeitest Du anstattdessen?
Im Vereinigten Königreich dürfen die Bewohner einmal am Tag hinaus, um sich zu bewegen. Ich habe Menschen portraitiert, die das in dem Nationalpark »South Downs« machen, dem jüngsten Nationalpark Großbritanniens, der dieses Jahr zehn Jahre alt wird.

Was bedeutet die Krise für die Fotografie in Deinem Land im Allgemeinen?
Sie macht es schwierig – die Fotografie steht nicht mehr auf der Prioritätenliste. Was die Projekte betrifft, so werden wir, glaube ich, Bilder von leeren Straßen der Städte auch bald langweilig finden, thematisch ist die Krise also auch es ein bisschen einschränkend…

Kannst Du der gegenwärtigen Situation etwas Positives abgewinnen?
Glücklicherweise hat die britische Regierung angekündigt, dass sie Selbständige – also freiberufliche Fotografen wie mich – unterstützen wird, das ist  großartig.
Unser Garten hat auch nie besser ausgesehen, da wir in den letzten Wochen viel Zeit damit verbracht haben, ihn zu pflegen.

Was ist Dein Wunsch für die Zeit nach der Krise?
Ich denke und hoffe, dass wir Menschen dankbarer sind für das, was wir haben.

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#FacesOfPhotography – Teil 3: Alberto Giuliani aus Pesaro

Als wir in der letzten Woche den ersten Aufruf für unser neues Projekt #FacesOfPhotography starteten, meldete sich quasi sofort der Fotograf Alberto Giuliani. Er schickte uns – neben seinem Selbstbild – ein PDF mit seiner jüngsten Strecke: Portraits der Ärzte und Pfleger*innen, die in dem Krankenhaus seiner Heimatstadt arbeiten, dem italienischen Pesaro.

Die Bilder verschlagen uns immer noch den Atem und wir haben großen Respekt vor dieser wichtigen Arbeit – sie ist ein Zeitzeugnis, sie ist hochemotional und sie scheint in diesen Tagen für uns wie ein Blick in die Zukunft.

Darum haben wir sie auch sofort in einer email an den Stern weitergeleitet.
Gestern ist die Strecke erschienen.

Wir haben Alberto gebeten, uns zu erzählen, was er gesehen, gefühlt und warum er fotografiert hat.

Was war Deine Motivation für die Strecke?
Das Schwierigste, was man in dieser Zeit akzeptieren muss, sind Ohnmacht und Unsicherheit. Mit diesen unglaublichen Ärzten und Pfleger*innen an vorderster Front zu stehen war eine Möglichkeit, gemeinsam mit ihnen gegen die Angst zu kämpfen, die hier jeder hat. Ich wollte erzählen, was vor sich geht.

Wie bist Du in das Krankenhaus gekommen und was hast Du vorgefunden?
Der Zugang, den ich hatte, ist wirklich außergewöhnlich – das Krankenhaus steht in der Stadt, in der ich geboren wurde. Und das ich mittendrin sein konnte war möglich, weil die Menschen mich kennen und die befreundeten Ärzte mir vertrauen. Sie alle wollen zeigen, wie schwierig ihre Arbeit in diesen Tagen ist und so hatte ich an einem Tag alle Genehmigungen, die ich für diese Arbeit brauchte.
Es war beeindruckend, Räume und Zimmer voller Patienten zu sehen. Das gesamte Krankenhaus verwandelte sich in eine einzige riesige Intensivstation.
Fotografiert habe ich die Spuren auf den Gesichtern der Ärzte und Pfleger*innen, die die Masken nach 12-Stunden-Schichten ohne Trink- oder Toilettenpausen hinterlassen haben.
Sie sind müde und gestresst. Ich habe gesehen, wie Ärzte und Krankenschwestern wegen der Müdigkeit und dem Gefühl der Hilflosigkeit weinen.

Wie hast Du Dich gefühlt und wie fühlst Du Dich jetzt?
Ich fühle mich nicht mutig. Ich versuche einfach nur, auf beste Art und Weise zu erzählen, was um mich herum geschieht und das mit meinen Mitteln: Der Fotografie.
Das Krankenhaus ist nur einen Block von meinem Haus entfernt. Ich habe viele Freunde, die dort arbeiten und eines ist ganz sicher: Es ist ganz anders, als eine traurige und schwierige Geschichte wie aus dem Krieg, von Katastrophen oder ähnlichem fernab von zu Hause zu erzählen. Denn dabei weißt Du immer, dass Du in Dein warmes und sicheres Zuhause zurückkehren wirst. Das ist dieses Mal anders.

Wie wirst Du an dem Thema weiterarbeiten?
Ich weiß nicht, wie ich weitermachen soll. Ich sehe die Bilder als den Anfang eines neuen Projekts über die »unsichtbaren Feinde« und möchte gerne in dieser seltsamen Periode ein komplexeres Werk aufbauen… Ich werde die Ereignisse und die Gefühle – meine und die meiner Familie – weiter verfolgen.

Last but not least: Was kann die Fotografie in einer Zeit wie dieser erreichen?
Die Fotografie kann als ein Werkzeug Erinnerungen festhalten und denen Gerechtigkeit widerfahren lassen, die mit jedem Atemzug kämpfen. Und für den Fotografen ist sie ein Werkzeug, um der Angst zu entfliehen und sich nützlich zu fühlen.

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EVAU – fotogloria und das neue Magazin über Vereine von pr+co

Mehr Magazine (gedruckt, online oder auch in Stein gehauen) braucht die Menschheit. Vor allem aber darin mehr engagiertes und interessantes Lesefutter zu spannenden Themen. Und genau dem hat sich das niegelnagelneue Magazin EVAU – ein unabhängiges journalistisches Projekt der Stuttgarter Agentur pr+co – verpflichtet: EVAU schreibt auf, was Vereine so machen. Und warum.

Dazu braucht es natürlich eine Menge Bilder und die liefert fotogloria. Und da wir gemeinsam mit einigen Fotografen der Meinung sind, dass ein frisch gestartetes Magazin Unterstützung brauchen kann, haben wir alles gegeben. Auch über irgendwelche Tagessätze, wie-man-was-macht-Regeln und Arbeitszeiten hinweg.

Was EVAU dann dazu in seinem Vorwort geschrieben hat, rührt uns und freut uns:

»Ein Magazin ohne Fotos, das ist in etwas so wie ein Schützenverein ohne Fest. Geht schon, ist aber saulangweilig. Und ja, der Satz mit dem Bild und den tausend Worten stimmt einfach. Kurzum: Die EVAU braucht geile Fotos. Für diese brauchen wir aber auch den richtigen Menschen hinter dem Auslöser. Und den zu finden kann gerade heutzutage schwierig sein. Seit der Einführung der Digitalkamera behaupten viele von sich, fotografieren zu können, das notwendige künstlerische Gespür und den Willen, sich in Thematiken hineinzugedenken, bringen aber längst nicht alle mit. Wer aber mit fotogloria zusammenarbeitet, bekommt das alles (und noch viel meeehr). Egal wo, egal wofür, die finden dir die richtige Fotografin oder den richtigen Fotografen. Das wissen nicht nur wir zu schätzen, sondern auch Verlage, Unternehmen und andere Institutionen.«

In diesem Sinne: Die zweite Ausgabe von EVAU erscheint am 9. Mai – schon mal vormerken oder besser noch gleich vorbestellen, zur Website geht es HIER.

* Die fotogloria-Fotografen für das zweite Magazin »EVAU« waren: Tobias Gerber, Anna Schroll, Toby Binder und Ed Thompson.

** Ihr Unternehmen, Ihre Agentur, Ihr Magazin hat spannende Themen, die sehr gut und nicht alltäglich bebildert werden wollen? Wir finden für Sie den passenden Fotografen für jeden Bereich und für jede Ihrer Ideen – und das in jedem Land, jeder Region und jeder Stadt: info@fotogloria.de oder 040 609 42 906 -0 oder mehr Infos dazu HIER.

*** Was wir ganz grundsätzlich zum Thema Bildredaktion denken, finden Sie HIER.

Literatenportrait: Umberto Eco von Andrea Frazzetta

Umberto Eco war sicher einer der bekanntesten zeitgenössischen Schriftsteller. Nun ist er gestorben. Und alle Zeitungen bringen Nachrufe – der in der Weltwoche wird aktuell mit einem sehr schönen Literatenportrait von Andrea Frazzetta bebildert.

 

Mehr Portraits aus der Serie von Andrea Frazzetta finden Sie in der fotogloria-Bilddatenbank, bitte HIER entlang. Aber auch Lea Crespi hat ein tolles Literatenportrait von Umberto Eco fotografiert, bitte HIER entlang.

* Ihr Unternehmen, Ihre Agentur, Ihr Magazin hat internationale Themen und Sie suchen einen Fotografen vor Ort, der die Landessprache spricht, sich mit den kulturellen Gepflogenheiten auskennt und der Ihre Qualitäts-Standards erfüllt? Oder Sie suchen das ungewöhnliche Bild? Wir finden für Sie den passenden Fotografen für jeden Bereich der Unternehmenskommunikation und jedes Bild für jede Ihrer Ideen. Eben das Internationale Fotografennetzwerk von fotogloria: international@fotogloria.de

Das BESTE Bild von… Roeler

Fotograf portraitiert Fotograf. Und dazu noch eine Legende – warum Roeler dieser Moment nicht kalt gelassen hat und warum das Bild von Jim Rakete sein BESTES ist, verrät er in dem folgendem Interview:

fotogloria: Wo und wann ist Dein bestes Bild entstanden? Und für wen hast Du es gemacht?
Roeler: Das Motiv entstand für das Hamburger »Stadtlichh Magazin«. In der Rubrik »Reizend« schreibt ein Prominenter einen kurzen Text über das was Ihn reizt. Das kann was positives oder negatives sein. Jim Rakete reizen die Nachbarstische.

Wie ist es entstanden?
Jim schlug vor uns in der Berliner »Bar Paris« zutreffen. Ein Ort an dem viel Kunst an den Wänden hängt und die Szene sich trifft. Es war dort aber leider dunkel wie ein Bären-Popo. Ich schlug also sofort vor, in das nahe gelegene »Literatur Cafe« zu gehen.
Wir hatten nicht viel Zeit, Jim gab mir nicht mal 30 Minuten. Das Cafe war rappelvoll. In dem Wintergarten war nur ein Tisch frei, er war reserviert. Das Licht aber war perfekt. Ich ignorierte das Reservierungsschild und platzierte Jim. Ein Aufheller und ein 50 Milimeter Objektiv genügten. Eine Frau am Nachbarstisch fühlte sich kurz von dem Aufheller bedrängt… Fotografen zu fotografieren ist nicht immer leicht. Von Jim kam die Frage ob das Licht und der Hintergrund stimmt. Bei so einer Fotografen-Legende kommt man schon leicht ins Schwitzen. Und die Kellnerin wollte uns nicht bedienen. Ich habe sehr wenig Bilder gemacht. Der Moment wo Jim die Arme auf den Tisch ablegte war perfekt. Kurz darauf wurde Jim nervös, er schaute zur Uhr und wollte weiter zu seinem nächsten Termin mit Wim Wenders.

Warum ist genau dieses Bild Dein bestes Bild?
Ich mag die Geometrie in dem Motiv und der Ausdruck stimmt.

Gibt es etwas an dem Bild, was Du im Nachhinein doch noch gerne verändern würdest?
Nein, es ist wie es ist. Es war nicht viel Zeit und das zwang mich, schnell Entscheidungen zu treffen.

 

* Roeler sagt von sich selber, dass er »verdammt neugierig« ist. Und das vor allem auf die Menschen, die er für seine Kunden fotografiert und auf diejenigen, die er für seine freien Arbeiten auch mal auf der Straße anspricht. Roeler fotografiert die Besonder- heiten seines Gegenübers und das immer mit einer feinfühligen Sympathie – eine gute Mischung für einen Portraitfotografen und Filmemacher. Roeler lebt in Hamburg.

fotogloria vertritt Roeler exklusiv und weltweit. Über fotogloria jedenfalls können Sie ihn gerne für Ihre Ideen und Aufträge buchen – melden Sie sich jederzeit unter 040 609 42 906 -0 oder info@fotogloria.de.

Portraitfotografie International: Lea Crespi und Paul Nizon

Manchmal wird es gleich dreifach international: Die französiche Fotografin Lea Crespi hat über unser Hamburger fotogloria-Büro den schweizer Schriftsteller Paul Nizon fotografiert. Und das für das ebenfalls schweizerische Magazin »Schweizer Monat«.

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* Lea Crespi ist eine Ausnahmefotografin. Ihre Portraitfotografie von Größen aus Politik, Wirtschaft und Kultur ist meisterlich inszeniert und dabei emotional intensiv – der Blick hinter die Fassade gelingt ihr immer, sie offenbart in ihren Bildern die gesamte Palette menschlicher Gedanken und Gefühle. Lea Crespi lebt in Paris.

** Die Portraits von Paul Nizon – bitte HIER entlang – können Sie gerne über die fotogloria-Bilddatenbank lizensieren

fotogloria vertritt Lea Crespi und ihre Portraitfotografie exklusiv im deutschsprachigen Raum. Über fotogloria jedenfalls können Sie sie gerne für Ihre Ideen und Aufträge buchen – melden Sie sich jederzeit unter 040 609 42 906 -0 oder info@fotogloria.de.

 

 

Doppelportrait für das manager magazin

»Vater-Sohn-Komplex« titelt das aktuelle manager magazin – das Thema sind Dynastien. Und das Doppelportrait für den den doppelseitigen Aufmacher dazu liefert fotogloria-Fotografin Anna Mutter, portraitiert hat sie den Hamburger Unternehmer und Gründer der Steakhaus-Kette »Block House« Eugen Block und sein Sohn Dirk Block.

 

*Anna Mutter liebt es, Menschen zu treffen, mit ihnen zu reden, sie kennen zu lernen. Und dabei schafft sie es immer – selbst wenn die Begegnung nur flüchtig ist – genau das Vertrauen aufzubauen, das es für ein gutes Portrait braucht. Zu ihrer Herangehensweise sagt sie: »Meine Kamera ist für mich eine Brücke. Ob im Bereich Corporate, Portrait, Wirtschaft oder Reise – fotografierend kann ich mich den Menschen und ihren Tätigkeiten nähern, sie verstehen und darüber eine Geschichte erzählen.« Anna Mutter lebt in Hamburg und arbeitet international.

fotogloria vertritt Anna Mutter exklusiv und weltweit. Über fotogloria können Sie sie gerne für Ihre Ideen und Aufträge buchen – melden Sie sich jederzeit unter 040 609 42 906 -0 oder info@fotogloria.de.