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#FacesOfPhotography – Teil 106: Samantha Reinders aus Kapstadt

Den Lockdown in Südafrika verbrachte Sam Reinders mit ihren Eltern – und umgeben von vielen Tieren. Seitdem sie wieder in Kapstadt ist, denkt sie über ein großes freies Projekt nach. Darüber und natürlich über noch mehr hat sie mit den #FacesOfPhotography gesprochen:

Samantha, how are you doing? 
Lockdown has been a rollercoaster of feelings, the lowest lows and the highest highs. The rollercoaster continues.
I spent the hard lockdown at my home on a small holding a few hours from Cape Town. I was locked down here with my at risk parents, 6 broody rabbits, a menagerie of turkey’s, chickens, cheeky ducks, goats and a lone sheep. And the sound of birds.
I’m back in Cape Town now, work has resumed. I’m used to traveling so much more that the cabin fever is real.

What have you experienced photographically in the last weeks and months?
I struggled initially to make images to begin with. I couldn’t understand my feelings, let alone conceptualize or visualize them. That’s only coming now…

What are you currently working on? 
I’ve just tiptoed into the start of a new personal project that is really exciting… watch this space!

What do you think about the role of photography especially in these times? 

It is incredibly important. The art we make now will define this time 100 years from now. We’re making an archive.



What do you wish for your personal photographic future?

To make an impact, however small, by introducing people to each other – through images – who would otherwise not have met. I want to continue learning and evolving as a photographer.

Website von Samantha Reinders
Instagram-Feed von Samantha Reinders
Facebook-Kanal von Samantha Reinders

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#FacesOfPhotography – Teil 100: Nanna Heitmann aus Moskau

Als der russiche Lockdown begann, hat Nanna Heitmann zuhause eine intime, surreal-fotografische Welt erschaffen. Etwas später dann hat sie Zugang zu einem der Moskauer Krankenhäuser bekommen, um dort die Auswirkungen der Pandemie zu dokumentieren. Was sie dort gesehen und erlebt hat und welche Rolle sie der Fotografie im Allgemeinen zuschreibt, darüber hat sie mit den #FacesOfPhotography gesprochen:

Nanna, wie geht es Dir?
Ganz gut, es ist doch noch einmal etwas Wärme und Sonne bis nach Moskau durchgekommen!

Was hast Du fotografisch in den letzten Wochen und Monaten erlebt und erarbeitet?
Die letzten Monate waren für mich emotional und fotografisch sehr intensiv. Seltsamerweise hat mich der Lockdown unglaublich beflügelt, Neues zu probieren – ich habe wahrscheinlich so viel fotografiert wie seit langem nicht mehr.
Der mehrmonatige Lockdown in Moskau erinnerte mich teilweise an das Buch 1984 von George Orwell. Während des Lockdowns durfte man ohne speziellen QR-Code nur zum nächst gelegenen Supermarkt oder zur Apotheke. Alles wurde streng kontrolliert. Das Taxi konnte nicht losfahren ohne gültigen Code, die Metro Tür hätte sich nicht geöffnet. Daher habe ich zunächst zuhause fotografiert, beziehungsweise versucht, mit meinem Freund Andrey– der Clown und Puppenspieler ist – eine kleine surreale Welt zuhause und auf dem Dach unseres Wohnblocks zu schaffen. Es war wie eine kleine Flucht, aus dieser seltsamen, bedrückenden Zeit.

Später zog es mich auf die Straße, Journalisten durften zum Glück arbeiten. Mich haben schon immer die Foto Archive der spanischen Grippe fasziniert und mit etwas Glück habe ich einen sehr guten Zugang zu einem Krankenhaus in Moskau bekommen, wo ich mich frei bewegen durfte und fotografieren konnte, so lange wie ich wollte- beziehungsweise so lange, wie ich es ausgehalten habe… Ich habe zuvor nie „Krisen“ fotografiert und selten das Leid anderer. Den ersten Tag im Krankenhaus war ich wie gelähmt und habe die Kamera fast nicht hochbekommen. Bis auf zwei Krankenhäuser von insgesamt 60 in Moskau wurden alle auf Covid umgestellt. Man betritt Krankenhaus-Gelände, wo über 1.000 Patienten mit der selben Krankheit liegen. Eine Krankheit, die bis vor kurzem nicht existiert hatte. Es waren Bilder von toten Patienten oder schwer erkrankten jungen Menschen und selbst Kindern. Und von Ärzten am Ende ihrer Kräfte, die mehr als 24 Stunden ohne Pause, oft selbst mit Fieber und Husten, arbeiten, die sich sehr bei mir eingeprägt haben. Im Krankenhaus arbeiten auch mehrere Militärärzte. Sie meinten, das letzte Mal hätten sie so einen Zustrom an todkranken Patienten im Tschetschenien-Krieg gesehen. Sie scherzten oft: »zumindest weniger Blut und nicht im Zelt.« Umso mehr erschreckt mich die Ignoranz von vielen Menschen. Niemand trägt mehr Maske.

Was bedeutet aus Deiner Sicht die Pandemie für die Fotografie (stilistisch, inhaltlich, wirtschaftlich)?
Meiner Meinung nach sind sehr viele interessante und historisch wertvolle Geschichten entstanden. Eine der bedrückendsten Reportagen hat für mich Tyles Hicks entlang des Amazonas fotografiert.
Der europäische, redaktionelle Markt scheint aber nun nur noch schneller zu schrumpfen, da viele Werbanzeigen verloren gegangen sind und so Magazine und Zeitungen vor noch größere existenzielle Probleme stellt. Die wirtschaftlichen Auswirkungen bekommen wir wahrscheinlich erst in den nächsten Monaten so richtig zu spüren.

Was bedeutet für Dich persönlich die Fotografie – auch in diesen Zeiten?
Diese Zeit hat mir wieder gezeigt, welch wichtiges historisches Dokument die Fotografie ist. Und wie wichtig sie ist, um unser Umfeld und die Zeit in der wir leben besser zu verstehen und zu hinterfragen.



Was ist Dein persönlicher fotografischer Wunsch für die Zeiten, die kommen?

Ich würde gerne wieder Themen, Orte und Menschen fotografieren können, ohne Covid-Bezug und ohne Angst haben zu müssen, ihnen die Pest aus Moskau mitzubringen…

Website von Nanna Heitmann
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Das Foto von Nanna hat übrigens Dmitrii Selianin gemacht.

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#FacesOfPhotography – Teil 99: Pablo Piovano aus Buenos Aires

Zu Beginn des argentinischen Lockdowns hat Pablo Piovano in den ärmsten Viertel von Buenos Aires fotografiert, bis er dann beschloss, sich um seinen Vater zu kümmern. In der Isolation hat er ein Fotografenkollektiv gegründet, seine Website gebaut und einen Dokumentarfilm beendet. Darüber und was ihm die Fotografie bedeutet hat er mit den #FacesOfPhotography gesprochen:

Pablo, Wie geht es Dir?
In Buenos Aires sind wir seit mehr als 150 Tagen im Lockdown – eine Situation, die ich nicht ganz verstehe: Manchmal finde ich sie faszinierend und manchmal unerträglich.
Darüber hinaus hat diese Krise jetzt schon unsere allgemeinen Beziehungen und vor allem die Beziehung zu uns selbst stark beeinflusst.

Was hast Du fotografisch seit Beginn der Krise erlebt?
Als die Pandemie begann und die Grenzen kurz vor der Schließung waren, habe ich in Chile gearbeitet, um die sozialen Aufstände zu dokumentieren. Als ich in Buenos Aires ankam, waren die ärmsten Viertel die ersten, die von der Pandemie betroffen waren – ich habe fast zwei Wochen dort gearbeitet, bis ich dann beschloss, die Gefahrenzone zu verlassen, um meinen Vater begleiten und ihm helfen zu können. Dann begann ich, meinen Vaters zu porträtieren – wir sind beide Fotografen, er fotografierte meine Kindheit und ich fotografiere ihn jetzt im Alter. Das ist für mich sehr folgerichtig.
Mitten in all dem entstand außerdem ein lateinamerikanisches Kollektiv namens Covidlatam, in dem neun Fotografinnen und neun Fotografen aus elf Ländern zusammen arbeiten. Mit diesem Kollektiv gibt es einen ständigen Austausch, Ideen und Projekte, die die Tage der Isolation begleiten.
Persönlich war ich außerdem endlich in der Lage, nach 20 Jahren Arbeit meine Webseite zu erstellen und meinen Film fertigzustellen: Eine kurze Dokumentation über das Volk der Mapuche.

Wie siehst Du die Aufgabe der Fotografie im Zusammenhang mit der Pandemie?
Zweifellos ist die Fotografie aktuell ein wichtiges Dokument einer Zeit, in der die innere und die äußere Kraft ein ungewöhnliches Gleichgewicht erreichen. Langsam haben wir diese neuen Mechanismen, die am Anfang fremd und unwirklich schienen, verinnerlicht. Aber ich glaube, dass wir Fotografen, Filmer und Künstler vor einer großen Herausforderung stehen.

Wird sich die Fotografie verändern?
Ich glaube nicht. Aber ich glaube die Weltwirtschaft wird uns Fotografen danach noch mehr schaden, als sie es schon tat.

Was bedeutet Dir persönlich die Fotografie?
Mein Arbeitsschwerpunkt sind als Dokumentarfotograf hauptsächlich Menschenrechts- und Umweltfragen – für mich ist die Fotografie eine perfekte Synthese, weil sie mir erlaubt, den Ereignissen nahe zu sein, die ich für wichtig halte.
Einerseits bin ich davon überzeugt, dass die Kamera ein Werkzeug ist, das ein Machtinstrument sein kann, wenn es mit anderen Disziplinen in Einklang gebracht wird. Ich glaube, dass sie in der Lage ist, eine echte Transformation zum Wohle der Gesellschaft voranzutreiben. Andererseits ist die Fotografie aber auch eine Verbindung zum Heiligen, zur Schöpfung und Inspiration. Sie erlaubt mir also, mit dem Himmel, aber auch mit dem irdischen Kampf zu sprechen.

Was ist Dein persönlicher fotografischer Wunsch für die Zukunft?
Ich würde mich freuen, wenn die Projekte, die durch die Pandemie unterbrochen wurden, weiter laufen könnten.
Wir wissen nicht, ob es so bleiben wird, wie es jetzt ist. Aber ich bin sehr daran interessiert, was in Lateinamerika läuft und ich hoffe auf finanzielle Unterstützung, damit ich weiterhin die dringenden Geschichten erzählen kann, die die klassischen Medien nicht mehr erzählen. Es ist mir ein Anliegen, die Erinnerung an das Zeitgeschehen in der Region wach zu halten.

*Pablo hat die Fragen alle auf spanisch beantwortet, die wir übersetzt haben – die Originalfassung ist unten stehend zu finden.

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¿Cómo estás?
En Buenos aires llevamos más de 150 de confinamiento, es una situación que no puedo terminar de comprender, por momentos me resulta fascinante y otras veces insoportable.
Mas allá de las interpretaciones posibles ha calado hondo en todas nuestras relaciones y sobre todo en la relación íntima con nosotros mismos.

¿Cómo han estado tú y tu fotografía desde el comienzo de la crisis?
Cuando comenzó la pandemia y empezaban a cerrar las fronteras estaba trabajando en Chile cubriendo las revueltas sociales. Cuando llegue a Buenos aires empece mi cuarentena y fueron los barrios más pobres los primeros en sufrir la pandemia y me dedique a trabajar en eso casi dos semanas. Luego decidí correrme de la línea de peligro para poder acompañar y asistir con tranquilidad a mi padre. Entonces como los dos somos fotógrafos empece a retratar la vejez de mi padre asi como él fotografió mi niñez, de alguna manera jugando juntos.
En el medio de todo esto surgió un colectivo Latinoamericano que se llama Covidlatam donde somos 9 fotógrafos, 9 fotógrafas establecidos en 11 países. Con este colectivo surgen continuamente intercambios, ideas y proyectos que acompañan los días de aislamiento.
En lo personal finalmente pude hacer mi página web después de 20 años de trabajo y terminar mi película: un corto documental sobre el pueblo Mapuche.

¿Cómo ve la tarea de la fotografía en el contexto de la pandemia?
Sin duda es un registro muy importante de época donde el adentro y el afuera cobra una fuerza de equidad poco común. Después de todo este tiempo ya empezamos a naturalizar los mecanismos que en un principio nos resultaban novedosos e inverosímiles pero creo que como documentalistas, artistas, etc. tenemos un desafio importante.

¿Cambiará la fotografía?
Creo que no tanto, lo que estoy seguro es que la economía mundial afectara más de lo que ya estaba afectándonos como trabajadores visuales.

¿Qué significa la fotografía para ti personalmente?
Primero tengo que decir que me dedico a la fotografía documental trabajando sobre todo en temas de derechos humanos y medioambientales.
Para mí la fotografía es una síntesis perfecta porque me permite estar cerca de los sucesos que considero importante.
Por un lado estoy convencido de que la cámara es una herramienta que puede ser un instrumento de poder cuando se alinea junto a otras disciplinas. Creo que es capaz de pujar hacia una transformación real en beneficio de la sociedad. Por otro lado también es una conexión con lo sagrado, con la creación y la inspiración.
Entonces eso me permite conversar con el cielo pero también con la lucha terrenal y urgente.

¿Cuál es tu deseo fotográfico personal para el futuro?
Estaría feliz con que retornen los proyectos que se interrumpieron con la pandemia, nada
de lo estaba en pie sabemos si seguirá. Estoy muy interesado en lo que sucede en América Latina y espero que lleguen recursos para poder seguir narrando las historias urgentes que ya los medios editoriales no cuentan. Me preocupa mantener viva la memoria de los sucesos contemporáneos de la región.

#FacesOfPhotography – Teil 98: Ed Thompson aus Ramsgate

Im Frühling hätte Ed Thompson mit dem Gewinn des Sony World Photography Grants eine große und publikumswirksame Ausstellung in London bespielt. Ebenjene ist im Zuge der Pandemie ausgefallen. Was das für ihn bedeutet und woran er anstattdessen gearbeitet hat, darüber hat er mit den #FacesOfPhotography gesprochen:

How are you doing?
I am well.

What have you experienced photographically in the last weeks and months?
I was a winner of the Sony World Photography Grant last year and was given $7.000 to make a personal project on Brexit, shot on a Sony digital camera. That work would have been exhibited at Somerset House in London this spring, but the show got cancelled due to Covid and the work put online instead. I’ve also bought a number of photography books over lockdown from various independent publishers as right now they are also getting hit because of various photography festivals being cancelled. It’s good to support our industry as its very small.

How do you think the current crisis will affect the industry in general and the English industry in particular?
I started properly freelancing in 2007 which was the worst economic recession in living memory in the U.K (at that time). So there is always a way. I think Covid + Brexit is going to be savage for the U.K. Thankfully I freelance for a number of international clients who pay me in US dollars and Euros.

What are you currently working on?
As I said, in 2019 I won a Sony World Photo Award with an edit of work photographed in Kent, the county where I live. In lockdown I’ve gone through my archive of medium format documentary photography made in Kent over the past 20 years. At the time I was drawn to subjects, events and issues that interested me here in the south-east of England. There was no way of knowing that a number of the themes that have surfaced from that body of work were also factors that ultimately contributed to Brexit happening as the photographs have themes of nostalgia, class, austerity, the far-right, nationalism and the uncanny of everyday English life.
I’ve been working on making book dummies with an edit from that archive and I believe it is the best thing I’ve ever done or will do photographically.

UK Living Historians. World War Two. German Officer shows an antique grenade to a bystander.

What is your personal photographic wish for the future?
I would love for a photography book publisher to see the body of work mentioned above, but its very hard in the UK as there aren’t many publishers that value British documentary photography anymore, unless the photographers are dead, then that changes everything. The ones that do then want you to pay-to-play when it comes to making a book. There’s certain rings that need to be kissed, certain individuals who need to be bowed down to but as a new dad to twins I just don’t have time to play those games.
I think if a European publisher saw the work they would get it. I would love to reach out to Gerhard Steidl as he seems passionate about photography books and very focused. If the exhibition at the Sony World Photo Award in London wasn’t cancelled this year I could have met him as he would have been there as the winner of the Lifetime Achievement Award and I would have been their showing the Sony World Photo Grant work I made on Brexit.

A recently rescued hen without it’s feathers wears a jumper to keep warm.

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#FacesOfPhotography – Teil 94: Manu Brabo aus Gijòn

Manu Brabo ist Fotojournalist, der seine Geschichten international erzählt. Im Zuge der Pandemie arbeitet er nun ganz ungewohnt für ihn an Themen aus seinem Heimatland. Mehr darüber hat er den #FacesOfPhotography erzählt:

How are you doing?
I’m ok. Trying to figure it out in this new thing we’re living in.

A soldier of the Spanish Army stands within a train station tunnel while resupplying a comrade during a disinfection protocol in Lugones, Asturias, España. March 31, 2020.

What have you experienced photographically in the last weeks and months?
Lately I’ve been through different kind of projects related to COVID. From a more pure photojournalist approach but, and this is kind of new to me, in a more narrative and intimate way by following closely different characters. I’ve been shooting within hospitals, ambulances, geriatrics and stuff like that but also my father’s life during the deconfinment.

Pablo, an ambulance service paramedic, talks to a 89 years old woman with COVID symptoms while transferring her from the nursing home where she lives to the Central University Hospital of Asturias. Oviedo, Asturias, Spain. April 29, 2020.

What are you currently working on?
Right now I’m building projects here in my country. This is new to me, my whole career as a photojournalist have happen abroad. Still… it is time to get involve in other projects. Book, exhibitions, studing.

Santos, a paramedic, transports Jose Maria, a COVID-19 patient, from the ambulance to the neurological disease center where patients with mild COVID-19 symptoms from all of Asturias are held in quarentine. Langreo, Asturias, Spain April 23, 2020.

What do you think about the role of photography especially in these times?
It’s been a historical moment (still is) so I guess it’s kind of our task as photographers to capture it. This pandemia it´s gonna shape the society and photography will change with it. It’s in our hands to put it on the right mode and the right place.

On this picture, taken April 8, 2020: Priest Manuel Flaker stands at the gate of the graveyard next to the cart to transport the coffin before the inhumation of Mr. Marcial Souto, 82, in a graveyard outskirts of Leon. The priest and his assistant came as close friend’s of the family to support and Marcial’s son,Jose Manuel, the only one able to attend to the burial since Marcial’s wife is still recovering at home and his only daughter lives abroad, in Ireland.

What do you wish for your personal photographic future?
I just want to keep learning.

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#FacesOfPhotography – Teil 93: Carina Faust und Björn Lülf aus Schmallenberg

Carina Faust und Björn Lülf haben quasi gleichzeitig zum Beginn der Pandemie ihr neues Studio eröffnet. Mitten im Sauerland. Wie es dazu kam und was das in diesen Zeiten bedeutet, darüber haben die #FacesOfPhotography mit Björn gesprochen:

Das neue Studio ist eröffnet. Wie fühlt sich das – in diesen Zeiten – an?
Ein wenig verrückt ist es schon aber wir freuen uns mega! Der Blick geht nach vorne. Gestern ist gestern und lange vorbei!

Die Kombination aus Sauerland, eigenem Studio, Food- und Peoplefotografie ist ungewöhnlich – wie kam es dazu?
Wir haben uns beide schon immer mit Food beschäftigt. Zum einen stammen wir beide aus Gastro-Familien, sind gelernte*r Koch und Köchin und leidenschaftliche Gastgeber. Ich habe als Kind schon gerne den Feinschmecker meines Vaters gelesen und für meine Freunde Bratkartoffeln über dem Feuer gebraten.
In der Foodfotografie habe ich schon viele Jahre meinen Traumberuf gefunden. Ich entwickele Rezepte, bin Foodstylist und Fotograf.
Nach 10 Jahren in unserem alten Studio, wollten wir unser Schaffen auf ein neues Level heben. In allen Bereichen
neue Maßstäbe setzen! So entstand der Traum von unserer „Kleinen Freiheit“.
Ein kreativer Ort mit einer Hammer-Küche als Zentrum für Foodfotografie, Film, Mietküche und Eventlocation.
Wir werden somit jetzt auch wieder mehr Gastgeber, und das fühlt sich sehr gut an. Erfolg und Kreativität sind ja nicht an die Stadt gebunden.
Wir hoffen, dass wir in Zukunft viele Menschen mit unseren Ideen begeistern können. Ob hungrige Mägen oder leere Köpfe.

Macht sich die Krise bei Euch bemerkbar? Klar, auch wir haben mit den unterschiedlichsten Problematiken dieser Krise zu kämpfen und der Zeitpunkt war denkbar schlecht… Das Porträt-Geschäft ist etwa sofort weggebrochen und erholt sich nur langsam. Grundsätzlich hat die Zeit uns aber mal wieder gezeigt wie wichtig es für uns ist, breit aufgestellt zu sein und an langfristigen Kooperationen zu arbeiten. Gemeinsam werden wir das schaffen und ein wenig umdenken war für uns ohnehin längst überfällig.

Was denkt Ihr, was wird die Krise langfristig für die Fotografie bedeuten?
Die „gewonnene Zeit“ wurde von allen unterschiedlich genutzt und viele haben sich um die Baustellen gekümmert, die lange fertig sein sollten. Einige haben sich damit einen Vorsprung erarbeitet, andere haben ihr Gewissen beruhigt und wieder andere hat die Krise in eine Selbstständigkeit gedrängt.
Meinem Gefühl nach drängen ohnehin immer mehr Hobbyfotografen auf den Markt und der Bildstil verändert sich viel schneller als das früher war – ein Influencer ist plötzlich Fotograf und ein Fotograf ein Influencer. Die Entwicklung ist schnell und sprunghaft, Bildstile ähneln sich. Bilder sollen authentisch und natürlich sein – direkt aus dem Leben ohne lange Planung oder Bearbeitung.
Perfektionismus kann sehr lähmen. Wir allerdings finden das spannend und können davon nur profitieren und lernen.
Ob diese Entwicklung langfristig richtig ist und ob es die klassische Fotografie in Zukunft nicht mehr geben wird, wird sich zeigen. Für uns ist es aber wichtig voran zu gehen und sich mit allem Neuen auseinandersetzen um dann zu entscheiden, ob es gut ist oder nicht.



Was ist Euer persönlicher fotografischer Wunsch für die Zukunft?

Unsere Eitelkeiten hinten anzustellen und etwas von dem was wir richtig gut machen in die Welt tragen.

Website von Carina Faust und Björn Lülf – Unsere kleine Freiheit
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#FacesOfPhotography – Teil 92: Ezequiel Scagnetti aus Buenos Aires

Vor zwei Jahren ging Ezequiel Scagnetti zurück in sein Heimatland Argentinien. Er hatte zuvor viele Jahre in Belgien gelebt und seinen Lebensunterhalt als Corporate-Fotograf bestritten. Als Fotograf arbeitete er auch in seiner neuen Heimatstadt Buenos Aires – bis die Pandemie ihren Lauf nahm. Was die derzeitige Situation für ihn bedeutet, erzählt er den #FacesOfPhotography:

Ezequiel, how are you?
I’m fine.

How have you and your photography been since the beginning of the crisis?
I personally felt into depression several times, but now I’m ok. Here in Buenos Aires we are enduring a strict 5-month period of lockdown, we are not allowed by law to work, neither to travel, make sports or something.
My business finished the same day the government started the lockdown, 20 March 2020, as they decided to allow to work only “essential people”, businesses or services, like supermarkets, policemen, doctors and so on.
After two weeks I decided, forced by the situation, to re-launch my web design business, something that I used to do only for specifics clients that wanted a complete rebranding of their companies, including photography, video, web design, logo, etc.
I started actively chasing clients by creating a dedicated website and applying specific digital marketing strategies.
After four months I have seven clients (two in the USA, thee in Belgium and two here in Argentina) and some leads waiting to decided to purchase my services. Currently I’m creating a website for a factory in Buenos Aires province.
It was a drastic change of business, after years of corporate photography and in less than two weeks I became a web designer and marketing strategist. 

I was, fortunately, prepared to jump into this business with a significant set of skills – I’m a SquareSpace Certified Instructor since 2018 – and the fact of running a 20-year old photography career plus many years of art studies, helped a lot in the creation of the web sites.

Will the pandemic change photography?
I don’t think so. I believe that when the vaccine for COVID-19 arrives, we will all go back to normal or back to a kind of “new normal”. It can take some time, I mean months, but not years.

What does photography mean to you personally?
My profession, my career, my business. Photography is just a part of my life, I have family, kids, friends, sports occupying most of my daily life.

What is your personal photographic wish for the future?
It might be to go back to travel photography, and explore the Fine Art field by combining both, travel and art.

Website von Ezequiel Scagnetti (Fotografie)
Website von Ezequiel Scagnetti (Webdesign)
Facebook-Profil von Ezequiel Scagnetti
Instagram-Feed von Ezequiel Scagnetti
LinkedIn-Kanal von Ezequiel Scagnetti
Website von Babylonia – belgisches Kollektiv, dem auch Ezequiel Scagnetti angehört

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#FacesOfPhotography – Teil 105: Martin San Diego aus Manila

Auch Martin San Diego hat mit weniger Aufträgen zu kämpfen – unter den wenigen, die er in den letzten Monaten bekam, war aber etwa die Wahington Post. Ansonsten nutzte er die Zeit, um sich auf Stipendien zu bewerben – mit Erfolg. Mehr dazu hat er den #FacesOfPhotography erzählt:

Martin, how are you doing?
I’m coping well! This year has been slower than how I expected it will become. But I’m taking things as they go, without rushing, as it will only burn me out.

What have you experienced photographically in the last weeks and months?
Definitely there is less work these days due to the pandemic, but the ones I’ve been able to do have been meaningful. In April I did an assignment in one of the Philippines‘ biggest hospital for The Washington Post, and just recently I worked on a government campaign for coronavirus mitigation.

What are you currently working on?

Grant writing! I realized that we need to create opportunities for ourselves, not just wait for it to come. That’s why I have been applying for countless grants. Thankfully I was awarded one by the National Geographic Society a few months back, under its COVID-19 emergency fund for journalists.

What do you think about the role of photography especially in these times?
History is unfolding right in front of us, not just in some parts of the world, but everywhere! It is our duty to document this unique time, no matter how bleak the future may look like.

What do you wish for your personal photographic future?
I hope to learn more on how to improve my grant writing and photographic process. I have lot of long term projects in mind that I’d love to pour months and months of time on.

Website von Martin San Diego
Instagram-Feed von Martin San Diego
Facebook-Kanal von Martin San Diego

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#FacesOfPhotography – Teil 85: Jordi Busque aus Barcelona

Jordi Busque ist Astrophysiker und Fotojournalist. „Gestrandet“ in seiner Heimatstadt wartet er darauf, seine Freundin irgendwann nach Monaten wieder sehen zu können. Und er wünscht sich, wieder zu reisen… Aber die Zeit des strengen spanischen Lockdowns hat er gut genutzt. Das und einiges mehr hat er den #FacesOfPhotography erzählt:

How have you and your photography been doing in the last weeks and months?
Luckily nobody in my family has got Covid-19 but still the lock-down has been a challenge. Me and my girlfriend have been „trapped“ in different countries and have no idea when we will be able to see each other in person. I usually spend most of my time in Latin America working on different stories but the lock-down caught me visiting my family in Catalonia, so I have been unable to return to work the usual way. Here the lock-down has been very strict (for several months it was forbidden to be outside home except to go buy food). I really enjoy being outside in nature, doing long term hiking and camping, so it has been a challenge to be indoors for so long. Still, thanks to the Internet, I’ve been able to keep active. I’ve been spending this time doing research for future stories, writing for future articles and book projects, and pitching stories about science (I’m an astrophysicist) using photographs that I had already taken. I have also started to learn Arabic, which has been in the back of my head for some time. Doing stories in South America has shown me how better positioned I am to go deep in comparison to, say, an American photographer who would only speak English. So I am trying to add new languages to improve my ability as a photojournalist. And in order to satisfy my need for nature and as a way of doing something to keep my mood positive in the midst of so much bad news, I started sprouting tomato seeds and now I have planted them in my mom’s house garden.

How much is the photographic industry in Spain generally affected by the crisis?
I think it is quite bad, but it was so before the crisis anyway. The thing that has gotten really worse is for photography related to promoting the country as a tourist destination, for obvious reasons. I’ve also heard of photojournalists being rejected to work in public hospitals because they didn’t want the horrible images happening there to go public. Also this obsession the media have of going mono-thematic have not helped. It seems the only stories worth publishing now are about the virus.

What do you think, how does the future of the industry look like?
I’m not very optimistic. There are a lot of talented photographers and this is really good, but the opportunities to sell our stories have been shrinking for many years. And it’s difficult to imagine that the coming general economic crisis will increase those. The only thing we can do is to give our best and try to be imaginative to create new opportunities.

And that of photography in general?
The future of photography looks quite good. I think there are a lot of talented photographers and no shortage of stories to be told. Technology has also improved a lot so even with inexpensive cameras you can take technically good images. A problem that I’ve been seeing for a long time is a tendency for many photographers to converge in style. So I think the landscape of possibilities is still mostly unexplored, so photographers who like exploring in that sense they have a bright future I believe.

What do you wish for your photographic future?
I wish that soon we can travel again safely. Personally a big part of the joy of my job is to travel and know all these different worlds, and then use photography and text to explain them. It also would be good for publications to become more wide and diverse in their subject matters, and also be more about who publishes the story better rather than who publishes the story first.

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#FacesOfPhotography – Teil 84: Claus Lehmann aus São Paulo

Claus Lehmann interpretiert seine (Teil-) Quarantäne poetisch, schwarz-weiss und analog. Und denkt, dass neben Qualität auch Menschlichkeit eine Rolle in der Fotografie der Zukunft spielt. Mehr dazu hat er den #FacesOfPhotography erzählt:

»Mir geht es gut. Bin seit drei Monaten zu Hause und gehe nur raus, um Lebensmittel kaufen oder um Jobs zu fotografieren. Obwohl Brasilien momentan im Schatten einer großen administrativen Krise steht und wir Freien viel weniger arbeiten, habe ich noch Aufträge für brasilianische und internationale Kunden hauptsächlich aus Europa und den USA.
Die übrige Zeit verbringe ich mit meinem Sohn und mit freien Projekte – ich habe wieder mehr mit meinen Schwarz-Weiss Labor experimentiert, mehr studiert und unsere Quarantäne poetisch interpretiert (bin noch dabei).
Da ich eher Portraits und Menschen in ihrem Arbeitsumfeld fotografiere, denke schon das die künftigen Zeiten anders sein werden. Ich denke das immer mehr Kunden persönliche Statements suchen werden – ganz sicher fotografische Qualität, aber auch eine gute, menschliche Beziehung, Respekt vor der Umwelt und vor allen Respekt vor den Menschen (in allen Facetten). Und das ist gut, es ist Zeit für die ganze Welt sich als eins zu sehen. Jetzt haben wir die Gelegenheit, neue Gewohnheiten zu entwickeln.«

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