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#FacesOfPhotography – Teil 8 : Jonathan Browning aus London

Im achten Teil unserer Serie #FacesOfPhotography stellen wir Ihnen den Londoner Fotografen Jonathan Browning vor:

Jonathan, was ist Dein fotografischer Schwerpunkt?
Ich bin Porträt- und Dokumentarfotograf, wichtig ist mir in meinen Bildern eine authentisch wirkenden Ästhetik.

Wie sieht derzeit Dein Tag aus?
Ich habe keine Aufträge, aber ich nutze die Zeit, um lange liegen gebliebene Dinge zu erledigen. Einen großen Teil des Tages verbringe ich damit, mit meiner Partnerin zu verhandeln, wer am nächsten Tag die Kinderbetreuung übernimmt.

Wenn die Krise nicht wäre: Wo wärst Du jetzt und woran würdest Du arbeiten?
Ich hatte vorher ein paar anständige Jobs in Aussicht, was nicht immer der Fall ist – es war also ein echter Schlag. Es gab ein Shooting in Wales, eines in New York und sogar in Irland, aber alle wurden verschoben oder gestrichen.

Woran arbeitest Du anstattdessen?
Im Vereinigten Königreich dürfen die Bewohner einmal am Tag hinaus, um sich zu bewegen. Ich habe Menschen portraitiert, die das in dem Nationalpark »South Downs« machen, dem jüngsten Nationalpark Großbritanniens, der dieses Jahr zehn Jahre alt wird.

Was bedeutet die Krise für die Fotografie in Deinem Land im Allgemeinen?
Sie macht es schwierig – die Fotografie steht nicht mehr auf der Prioritätenliste. Was die Projekte betrifft, so werden wir, glaube ich, Bilder von leeren Straßen der Städte auch bald langweilig finden, thematisch ist die Krise also auch es ein bisschen einschränkend…

Kannst Du der gegenwärtigen Situation etwas Positives abgewinnen?
Glücklicherweise hat die britische Regierung angekündigt, dass sie Selbständige – also freiberufliche Fotografen wie mich – unterstützen wird, das ist  großartig.
Unser Garten hat auch nie besser ausgesehen, da wir in den letzten Wochen viel Zeit damit verbracht haben, ihn zu pflegen.

Was ist Dein Wunsch für die Zeit nach der Krise?
Ich denke und hoffe, dass wir Menschen dankbarer sind für das, was wir haben.

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Natürlich können Sie auch gerne über Fotogloria Kontakt zu Jonathan aufnehmen – melden Sie sich jederzeit unter 040 609 42 906 -0 oder info@fotogloria.de

#FacesOfPhotography – Teil 7: Stefan Falke aus New York City

#FacesOfPhotography: Der Fotograf Stefan Falke, gebürtiger Paderborner, lebt mit seiner Frau Christine in New York City und arbeitet für internationale Zeitschriften, Film Studios und Firmenkunden. Wir wollten von ihm wissen, welche Auswirkungen die Krise auf seine Stadt, auf ihn und auf die Fotografie hat:

Stefan, wie ist die Stimmung in New York City?
Ganz schlecht. Es hängt ein Gefühl von »doom« in der Luft. Im Central Park werden Notzelte aufgebaut, ein gigantisches Krankenhausschiff der Armee fährt in den Hafen ein, die Supermarktkassierer/innen tragen Atemschutzmasken, man geht sich aus dem Weg, fährt allein im Fahrstuhl, lebt isoliert, das kulturelle Leben liegt flach. Der New Yorker, von Natur aus eher unruhig und immer in Bewegung, kommt damit nicht gut zurecht. Gleichzeitig überall das Gefühl der Solidarität.

Woran arbeitest Du zur Zeit?
Ich fotografiere zur Zeit New York City während der Krise. Ich hatte einige Aufträge aus Europa und arbeite frei für meine Agentur laif. Es geht mir um die Leere der Stadt und um Menschen die nach wie vor zur Arbeit kommen. Vor allem Paketzusteller und Fahradkuriere fallen auf. Die neuen Helden. Natürlich arbeiten die richtigen Helden in den Krankenhäusern und Altersheimen undsoweiter, aber der Zugang ist natürlich zu Recht schwer und ich möchte dort nicht auch noch bei der schwierigen Arbeit stören. Das ruhige New York zieht mich magisch an, vor allem bei hartem Sonnenschein. Schon seltsam wie visuell reizvoll die Apokalypse sein kann.

© Stefan Falke / laif

Dein Bild zeigt…
… mich in unserer Wohnung im 17. Stock eines Hochhauses in Manhattan’s Stadtteil Chelsea. Das Foto auf meinem Labtop hatte ich gerade gestern fotografiert, es zeigt die Ankunft des Krankenhausschiffes der US-Armee im Hafen von New York; die Polizei verbreitet ein bisschen Volksfeststimmung indem sie mit einer aus dem Auto gehaltener US-Flagge das Ereigniss feiert.

Was denkst Du, was ist die Aufgabe der Fotografie in diesen Zeiten?
Die Fotografie hat jetzt die gleiche Aufgabe wie sonst auch: Dokumentieren, zeigen was andere eventuell nicht sehen können. Gute Laune verbreiten wo es möglich ist und Tatsachen aufzeigen wo sie wichtig sind.

© Stefan Falke / laif

Was für Auswirkungen auf die Fotografie-Branche wird die Krise in New York / in den USA haben?
Ich glaube nichts wird mehr sein wie es war nachdem die Welt diese Katastrophe überwunden hat. Wirtschaftlich wird die Fotografie-Branche genauso am Boden liegen wie alle anderen auch. Es gibt natürlich große Chancen für viele von uns wenn es wieder weitergeht, aber einige werden bis dahin aufgegeben haben. Das hatten wir ja schon zu Zeiten der Digitalisierung, aber jetzt ist das eine ganz andere Dimension. Die Frage ist natürlich auch wohin dann mit der ganzen Kreativität und dem Fotojournalismus, die Medienlandschaft wird sich wieder einmal verändert haben, zahlende Kunden vor allem im Printmedienbereich werden noch seltener zu finden sein als vor Corona. Neue Bezahlmodelle müssten für uns im Online-Bereich gefunden werden. Denn da spielt die (Fotografie-) Musik bald mehr als zuvor.

Welchen fotografischen Wunsch hast Du für die Zeit nach der Krise?
Das alles so bleibt wie es mal war. Scherz beiseite, ich hoffe ich werde weiterhin in der Lage sein meinen Beruf (meine Berufung) mit der Kamera auszuführen um bald die wirtschaftliche und kulturelle Wiederauferstehung zu dokumentieren und positiveren Geschichten nachzugehen als es momentan der Fall ist.

© Stefan Falke / laif

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#FacesOfPhotography – Teil 3: Alberto Giuliani aus Pesaro

Als wir in der letzten Woche den ersten Aufruf für unser neues Projekt #FacesOfPhotography starteten, meldete sich quasi sofort der Fotograf Alberto Giuliani. Er schickte uns – neben seinem Selbstbild – ein PDF mit seiner jüngsten Strecke: Portraits der Ärzte und Pfleger*innen, die in dem Krankenhaus seiner Heimatstadt arbeiten, dem italienischen Pesaro.

Die Bilder verschlagen uns immer noch den Atem und wir haben großen Respekt vor dieser wichtigen Arbeit – sie ist ein Zeitzeugnis, sie ist hochemotional und sie scheint in diesen Tagen für uns wie ein Blick in die Zukunft.

Darum haben wir sie auch sofort in einer email an den Stern weitergeleitet.
Gestern ist die Strecke erschienen.

Wir haben Alberto gebeten, uns zu erzählen, was er gesehen, gefühlt und warum er fotografiert hat.

Was war Deine Motivation für die Strecke?
Das Schwierigste, was man in dieser Zeit akzeptieren muss, sind Ohnmacht und Unsicherheit. Mit diesen unglaublichen Ärzten und Pfleger*innen an vorderster Front zu stehen war eine Möglichkeit, gemeinsam mit ihnen gegen die Angst zu kämpfen, die hier jeder hat. Ich wollte erzählen, was vor sich geht.

Wie bist Du in das Krankenhaus gekommen und was hast Du vorgefunden?
Der Zugang, den ich hatte, ist wirklich außergewöhnlich – das Krankenhaus steht in der Stadt, in der ich geboren wurde. Und das ich mittendrin sein konnte war möglich, weil die Menschen mich kennen und die befreundeten Ärzte mir vertrauen. Sie alle wollen zeigen, wie schwierig ihre Arbeit in diesen Tagen ist und so hatte ich an einem Tag alle Genehmigungen, die ich für diese Arbeit brauchte.
Es war beeindruckend, Räume und Zimmer voller Patienten zu sehen. Das gesamte Krankenhaus verwandelte sich in eine einzige riesige Intensivstation.
Fotografiert habe ich die Spuren auf den Gesichtern der Ärzte und Pfleger*innen, die die Masken nach 12-Stunden-Schichten ohne Trink- oder Toilettenpausen hinterlassen haben.
Sie sind müde und gestresst. Ich habe gesehen, wie Ärzte und Krankenschwestern wegen der Müdigkeit und dem Gefühl der Hilflosigkeit weinen.

Wie hast Du Dich gefühlt und wie fühlst Du Dich jetzt?
Ich fühle mich nicht mutig. Ich versuche einfach nur, auf beste Art und Weise zu erzählen, was um mich herum geschieht und das mit meinen Mitteln: Der Fotografie.
Das Krankenhaus ist nur einen Block von meinem Haus entfernt. Ich habe viele Freunde, die dort arbeiten und eines ist ganz sicher: Es ist ganz anders, als eine traurige und schwierige Geschichte wie aus dem Krieg, von Katastrophen oder ähnlichem fernab von zu Hause zu erzählen. Denn dabei weißt Du immer, dass Du in Dein warmes und sicheres Zuhause zurückkehren wirst. Das ist dieses Mal anders.

Wie wirst Du an dem Thema weiterarbeiten?
Ich weiß nicht, wie ich weitermachen soll. Ich sehe die Bilder als den Anfang eines neuen Projekts über die »unsichtbaren Feinde« und möchte gerne in dieser seltsamen Periode ein komplexeres Werk aufbauen… Ich werde die Ereignisse und die Gefühle – meine und die meiner Familie – weiter verfolgen.

Last but not least: Was kann die Fotografie in einer Zeit wie dieser erreichen?
Die Fotografie kann als ein Werkzeug Erinnerungen festhalten und denen Gerechtigkeit widerfahren lassen, die mit jedem Atemzug kämpfen. Und für den Fotografen ist sie ein Werkzeug, um der Angst zu entfliehen und sich nützlich zu fühlen.

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Natürlich können Sie auch gerne über Fotogloria Kontakt zu Alberto aufnehmen, wir haben schon für viele Kunden spannende Geschichten gemeinsam realisiert – melden Sie sich jederzeit unter 040 609 42 906 -0 oder info@fotogloria.de

#FacesOfPhotography – der Shutdown und die Fotografie

Fotograf*innen reisen in ihrem Berufsalltag – an Orte, zu Menschen, in Situationen, zu Unternehmen.

So entstehen die Geschichten, die wir anderen brauchen, um die Welt zu sehen, sie zu verstehen und Botschaften zu empfangen.

All das ist in diesen Zeiten nicht möglich. Die Auftrags-Fotografie – und damit auch die Aufgaben der angrenzenden Berufsgruppen – steht (nahezu) still. Von einem Tag auf den anderen und das für unabsehbare Zeit.

Was das für jede*n Einzelne*n heißt und warum der Shutdown der Kreativität dennoch einen Schub geben kann, darüber wollen wir erzählen.
In einer heute startenden Serie stellen Ihnen in der kommenden Zeit die Gesichter der Fotografie auf allen Fotogloria-Kanälen vor: die

#FacesOfPhotography

Die Idee dahinter ist, dass Sie, liebe*r Leser*in die Menschen kennenlernen, die hinter den Bildern stehen, die Sie hoffentlich sehr bald wieder benötigen.

Denn eines ist gewiss: Wenn wir alle gemeinsam diese schwierigen Zeiten überstanden haben, dann wird sich unsere Normalität verändert haben, wir werden einer neuen Realität – in der Gesellschaft, der Wirtschaft, Kultur oder Wissenschaft – begegnen.

Und was eignet sich besser als die Fotografie, diese Welt neu zu sehen, neue Botschaften zu verschicken, neue Ideen zu teilen?

In diesem Sinne bleiben Sie uns allen gewogen und kommen Sie mit auf die Reise zu den #FacesOfPhotography.

Teil 1: Stefan Hobmaier aus München
Teil 2: Isabela Pacini aus Hamburg
Teil 3: Alberto Giuliani aus Pesaro
Teil 4: Stefan Sobotta aus Goslar
Teil 5: Jan Hosan aus Neuwied
Teil 6: Sebastian Vollmert aus Hamburg
Teil 7: Stefan Falke aus New York City

Herzliche Grüße
Edda Fahrenhorst und Mike Gamio

P.S.: Fotogloria im Homeoffice bedeutet natürlich, dass wir nach wie vor in allen Fragen rund um die Fotografie zur Verfügung stehen – funken Sie uns gerne auf allen Kanälen an:

Mike Gamio
0176 24 55 84 40
mike.gamio@fotogloria.de

Edda Fahrenhorst
0162 427 01 67
edda.fahrenhorst@fotogloria.de

oder
info@fotogloria.de

»Großartig, gefährlich, einzigartig« – Jan Michael Hosan fotografiert im Super-Kamiokande

Neutrinos bevölkern das Weltall, sie bewegen sich – trotz einer sehr geringen eigenen Masse – höchstwahrscheinlich so schnell wie das Licht und werden auch durch feste Materie nicht aufgehalten, sondern durchdringen ebenjene mühelos.

Neutrinos gelten als Boten aus dem Sonneninneren und als Frühwarner vor einer Supernova – sie zu verstehen heißt also, einen guten Teil der energetischen Zusammenhänge des Kosmos zu verstehen. Das besagt jedenfalls der derzeitige Wissens- und Glaubensstand der Astrophysik.

Einen Haken gibt es allerdings dabei: Um Eigenschaften, Masse und die Energie der Neutrinos untersuchen zu können, muss man sie zuerst einmal ausfindig machen. Denn durch die genannten Eigenschaften sind sie kaum auffindbar. Um die Teilchen dennoch aufzuspüren gibt es rund um die Welt so genannte Neutrinodetektoren.

Einer davon steht in Japan, genauer gesagt in Hida, in der Präfektur Gifu. Tief unter der Erde – um möglichst wenig kosmischer und damit die Messung verwirrender Strahlung ausgesetzt zu sein – ist ein Stahltank mit einem Durchmesser von 39,3 Metern und einer Höhe von 41,4 Metern eingelassen. Die Wände sind ausgekleidet mit 13.000 goldschimmernden Photomultipliern (die in der Lage sind, auch noch die kleinste Menge an Licht zu messen) und aufgefüllt ist der Detektor mit ca. 50.000 Tonnen höchstreinem Wasser (also frei von allen Spurenelementen, Bakterien etc.).

Dieser Detektor – übrigens weltweit der größte unterirdische seiner Art – ist in der Lage, Neutrinos zu beobachtet, so geschehen etwa am 24. Februar 1987, als die Supernova »SN 1987A«  in der Großen Magellanschen Wolke stattfand. Drei Stunden bevor das sichtbare Licht der Supernova die Erde erreichte, wurde ein starker Neutrino-Ausstoß von verschiedenen Neutrino-Observatorien festgestellt: Im Kamiokande-Detektor wurden elf Neutrinos gemessen.

Im Spätsommer diesen Jahres wurde der Detektor nach 16 Jahren Dauerbetrieb das erste Mal wieder für Wartungsarbeiten geöffnet – als einer der ganz wenigen Fotografen weltweit durfte fotogloria-Fotograf Jan Michael Hosan Bilder aus dem Innern des Super-Kamiokande mitbringen und wir haben mit ihm über dieses besondere Erlebnis gesprochen:

fotogloria: Jan, wie bist Du auf das Thema gekommen?
Jan Michael Hosan: Tatsächlich habe ich auf recht banalem Wege das erste Mal vom Super-Kamiokande gehört – vor vielen, vielen Jahren las ich einen Kriminalroman, in dem der finale Kampf zwischen Gut und Böse im Kamiokande stattfand. Die Beschreibung des Detektors war so gut und plastisch, dass ich eigentlich nur aus Scherz einmal nachgeschaut habe, ob es das wirklich gibt oder ob der Ort der Phantasie des Autors entspringt und siehe da: Es gab ihn wirklich. Ich wusste sofort, dass ich dort fotografieren wollte.

Zwischen Deiner Entdeckung und dem Ortstermin liegen ein paar Jahre – war es so schwer, eine Genehmigung zu bekommen?
Oh ja. Genauer gesagt: Ich habe das Thema immer vor mit hergeschoben, habe recherchiert und gelesen, habe halbherzig versucht, Kontakte zu knüpfen, wusste aber eigentlich gar nicht so recht, wo genau ich anfangen soll nachzufragen. Und dann habe ich irgendwann Mike Gamio von fotogloria vom Kamiokande erzählt und er sagte nur: »Lass‘ mich mal versuchen« und ein halbes Jahr später durfte ich rein – es ist mir immer noch ein Rätsel, wie er DAS geschafft hat…

Was hat Dich in Hida erwartet?
Zuerst einmal ein sehr, sehr netter deutscher Wissenschaftler namens Kai Martens, der mir bei einem Drink am Vorabend genau erklärt hat, wie man sich im Kamiokande bewegt, wie es dort aussieht etc. Die Vorbereitung war Gold wert, denn ich war nicht nur extrem nervös, sondern sich in einer solchen Umgebung richtig zu bewegen ist einfach zwingend notwendig, da nicht ganz ungefährlich und vor allem zeitlich sehr limitiert.

Am eigentlichen Tag habe ich dann sechs bis sieben Stunden gewartet, immer wieder hieß es, dass es jetzt klappt und dann wurde doch nichts draus. Aber dann auf einmal musste alles sehr schnell gehen: Ab in den Reinraum, die Anzüge anziehen und… Damit fing das Problem an: Ich habe erstmal zwei Anzüge gesprengt, da mir die japanischen Größen einfach viel zu klein sind. Am Ende wurde aus irgendeiner Ecke ein XXL-Anzug gezogen, in den ich gerade so hineinpasste. Man stelle sich vor, dass das Ganze beinahe an meiner Kleidergröße gescheitert wäre…

Na jedenfalls ging nach dem Ankleidekrimi dann die eigentliche Reise los: Ich fand mich in einer sehr kleinen Materialgondel wieder und wurde darin sitzend an einem – nach meinem Empfinden – sehr dünnen Seil abgeseilt. In der Theorie wusste ich ja, dass der Detektor in 1.000 Metern Tiefe liegt, war aber am Morgen schon sehr tief zur Basisstation in den Berg gefahren und dachte, dass es nicht noch tiefer gehen könnte. Es konnte. Etwa zehn bis 15 Minuten ging die Fahrt, es ging tiefer und immer tiefer Es war ziemlich dunkel, die Geräusche wurden mehr und mehr verschluckt und ich dachte irgendwannm dass es nicht mehr weiter gehen kann, es fühlte sich an, als wäre ich in das große Nichts geraten – das war unheimlich, angsteinflößend und zeitgleich sehr, sehr spannend und dabei golden schimmernd.

Die Minuten zogen sich auf jeden Fall sehr lange dahin, bis wir am Ende ein kleines Floß erreichten, auf dem ich dann mitnichten festen Boden unter den Füßen hatte, sondern auf schwankendem Untergrund stand und wusste, dass das Wasser rundherum sicher kein Badewasser ist, sondern meiner Haut sofort alle Mineralstoffe entziehen würde, sollte ich hineinfallen.

Was war die größte fotografische Herausforderung?
Alles. Das ganze Drumherum. Ich war emotional so sehr herausgefordert, dass ich mich wirklich konzentrieren musste, um überhaupt Bilder zu machen. Und dass auch noch mit der äußerst knappen Zeit im Nacken, denn ich wusste, dass ich nur eine halbe Stunde fotografieren durfte. In großer Dunkelheit, mit dem ständigen Gefühl, zu stören und dabei aber mit einem mitgebrachten Bild im Kopf, dass ich eigentlich sofort wieder vergessen musste, weil ich dank des schwankenden Untergrunds nicht mal mehr ein Stativ aufstellen konnte.

Ich musste also alle Schwierigkeiten so schnell wie möglich überwinden, mein ganzes Können zusammennehmen und improvisieren. Ich habe letztlich natürlich auf jegliche Beleuchtung verzichtet, habe alle Bilder aus der Hand geschossen, war dankbar und glücklich darüber, dass meine Kamera 6.000 ISO schafft und habe dann zuhause das Hauptbild aus 5 Motiven zusammengesetzt. Und das hat sogar funktioniert, ohne dass ich die Einzelbilder allzusehr in Photoshop quälen musste.

Bist Du zufrieden mit dem Ergebnis?
Fotografisch? Nun, da wäre noch mehr möglich gewesen. Theoretisch.
Praktisch nicht, dafür habe ich das Beste herausgeholt und bin total happy.

Mit dem Erlebten? Der Besuch im Super-Kamiokande war eine unglaubliche Ehre und ich verbeuge mich in Dankbarkeit vor den Wissenschaftlern, die mir das ermöglicht haben.

*Für mehr Informationen über den Super Kamiokande bitte HIER entlang.

** Nach einer klassischen Ausbildung zum Werbefotografen arbeitete Jan Michael Hosan in Studios in Österreich und der Schweiz. Sein Handwerk – die Industriefotografie – schließlich mehr als beherrschend, eröffnete er 2006 sein eigenes Studio. Seitdem setzt er die Ideen seiner internationalen Kunden um – mit einem hochprofessionellen und den speziellen Anforderungen angepassten Equipment und immer mit seinem eigenen Blick. Jan Hosan ist neben der Industriefotografie auf Technologie-, Medizin und Wissenschafts-Fotografie spezialisiert. Er lebt in Neuwied und arbeitet weltweit.

*** fotogloria vertritt  Jan Michael Hosan und seine Industriefotografie exklusiv und weltweit. Über fotogloria können Sie ihn gerne für Ihre Ideen und Aufträge buchen – melden Sie sich jederzeit unter 040 609 42 906 -0 oder info@fotogloria.de

****Den Termin realisiert hat Mike Gamio von fotogloria, Text und Interview stammen aus der Feder von Edda Fahrenhorst, ebenfalls fotogloria.

Warum gute Geschichten gute Bilder brauchen: Steffen Beck von pr+co im Interview

Unternehmen wollen ihre Produkte und Dienstleistungen verkaufen, klar. Sie wollen darüber hinaus ihren Kunden aber auch – als zusätzliches Verkaufsargument – ihre Geschichte erzählen. Ihre Geschichte über Erfolge, aktuelle Neuentwicklungen oder über das Team, das dahinter steht. Und was würde sich mehr anbieten, als ebenjene Geschichte in Form von Geschichten via Text und Fotos in einem Magazin zu zeigen.

Passionierte Geschichtenerzähler im Auftrag von Unternehmen wie ebm papst, Trumpf oder Helukabel sind die Magaziniker der Stuttgarter Agentur pr+co, die neben grandiosen B2B und B2C Auftritten auch ein eigenes Magazin – das Evau – entwickelt und auf den Markt gebracht haben.

Wir haben Steffen Beck, seines Zeichens Redaktionsleiter und Mitglied der Geschäftsführung gefragt, warum eigentlich Magazine, warum es dafür auch gute Fotos braucht und warum die Zusammenarbeit mit fotogloria national und international genau in diesem Punkt so gut funktioniert:

fotogloria: Bitte stellen Sie Ihr Unternehmen vor.
Steffen Beck: pr+co, das sind 20 Magaziniker mit Leib und Seele: Unser Herz schlägt für gedruckte und digitale Kunden- und Mitarbeitermagazine. Für unsere Industriekunden entwickeln wir die Konzepte, produzieren die Inhalte und kümmern uns um die Verbreitung. Von der Anzahl der Kollegen her betrachtet, sind wir keine große Agentur – Größe ist aber auch nicht unser Ziel. Wir legen viel mehr Wert auf hochwertigen Content und langfristige Zusammenarbeit. Deshalb sind wir auch stolz darauf, mit einigen Kollegen, Kunden und externen Partner schon länger als zehn Jahre zusammenzuarbeiten.

Unternehmenskommunikation ist Ihre Mission – wie wichtig sind dafür Bilder?
Ohne das Zusammenspiel von Text und visuellem Inhalt – egal, ob Foto, Bewegtbild oder Illustration – funktioniert kein Magazin. Das gilt für den Kiosk (auch den digitalen!) und genauso für die externe wie die interne Unternehmenskommunikation. Und da sich nach unserer Überzeugung in der Content-Fülle nur Qualität durchsetzt, legen wir darauf auch bei Bildern größten Wert.

Sie arbeiten geraumer Zeit mit fotogloria zusammen für verschiedene Unternehmen: Haben Sie aus den Produktionen ein Lieblingsbild?
Puh, das ist bei den vielen tollen Fotos natürlich schwer! Aber der Aufmacher für den Artikel über das Schweizer Unternehmen BioCan ist allein schon wegen der Story dahinter besonders im Gedächtnis geblieben. Schließlich hat sich Janosch Abel da sozusagen in die Höhle der Hanfzüchter gewagt.

Und zuguterletzt: Wie ist die Zusammenarbeit mit fotogloria?
Eine einzige Aneinanderreihung von Superlativen! Ganz im Ernst: super unkompliziert, super zuverlässig, super kreativ, super engagiert und bei aller Professionalität auch menschlich immer eine Bereicherung.

* Für mehr Informationen über pr+co bitte HIER entlang.

** Ihr Unternehmen, Ihre Agentur, Ihr Magazin hat nationale oder internationale Themen und Sie suchen einen Fotografen vor Ort, der Ihre Qualitäts-Standards erfüllt? Wir finden für Sie den passenden Fotografen für jeden Bereich der Unternehmenskommunikation und für jede Ihrer Ideen – und das in jedem Land, jeder Region und jeder Stadt. Eben die Corporatefotografie International von fotogloria: international@fotogloria.de oder 040 609 42 906 -0

*** Mehr Infos zu der Internationalen Fotografenvermittlung von fotogloria finden Sie HIER.

**** Mehr Infos zu der nationalen Fotografenvermittlung von fotogloria finden Sie HIER.

Alberto Giuliani, die Klon-Hunde und das Magazin PM

Wenn das liebste Haustier stirbt, dann herrscht großer Kummer. Um dem entgegen zu wirken hat sich ein Labor in Seoul, Südkorea, darauf spezialisiert, das Tier nicht zu Grabe zu tragen, sondern es via Gentechnik neu auferstehen zu lassen. Und zwar genau das Tier, das vorher auch schon da war. Via Klon.

Ganze 100.000 Euro kostet das neue Geschöpf, das in der Soam Biotech Research Foundation entsteht, eine weltweit einmalige Prozedur. Und ebenjene hat fotogloria-Fotograf Alberto Giuliani fotografiert und zwar im Rahmen seines Großprojektes »Surviving Humanity«.

*Ihr Unternehmen, Ihre Agentur, Ihr Magazin hat internationale Themen und Sie suchen einen Fotografen vor Ort, der die Landessprache spricht, sich mit den kulturellen Gepflogenheiten auskennt und der Ihre Qualitäts-Standards erfüllt? Wir finden für Sie den passenden Fotografen für jeden Bereich der Unternehmenskommunikation und für jede Ihrer Ideen – und das in jedem Land, jeder Region und jeder Stadt. Eben die Corporatefotografie International von fotogloria: international@fotogloria.de oder 040 609 42 906 -0

**Mehr Infos zu der Internationalen Fotografenvermittlung von fotogloria finden Sie HIER

Russischer Straßenfußball von Caio Vilela in der Hinz&Kunzt

Drei Sommer lang war fotogloria-Fotograf Caio Vilela in Russland unterwegs, sein Ziel: Alle elf WM-Städte. In ebenjenen Städten verbündete er sich mit Taxifahrern, um Kinder zu finden und zwar Kinder, die Fußball spielen.

Daraus ist eine Serie in der Serie entstanden: Seit langem schon und das weltweit arbeitet Vilela an dem Thema Straßenfußball, aber in Zeiten der Fußballweltmeisterschaft in Russland war es ihm ein Anliegen, das Land und darin die grenzen- und staatenlose Liebe zum Fußball zu zeigen.

Wir freuen uns, dass das Hamburger Straßenmagazin »Hinz&Kunzt« auf die Strecke aufmerksam geworden ist (mit freundlicher Unterstützung von Oliver Wurm) und im aktuellen Magazin gleich vier Doppelseiten veröffentlicht hat!

 

*Zur Website von »Hinz&Kunzt« geht es HIER.

**Die  Fußballbilder von Caio Vilela sind 2015 in einem Buch zusammengefasst unter dem Titel »Straßenfußball« im Spielmacher-Verlag erschienen – mehr Infos gibt es HIER.

***Planen auch Sie ein besonderes Thema und benötigen dafür starkes Bildmaterial? Melden Sie sich gerne bei uns, denn wir sind Experten darin, tolle Bilder zu beschaffen. Und sie bei Bedarf natürlich auch direkt zu lizensieren. info@fotogloria.de oder +40 (0)40 609 42 906 -0

**** Mehr zu unserem Arbeitsbereich Bildredaktion erfahren Sie HIER.

Vier Titel und Rücktitel für das Lufthansa-Mitarbeitermagazin ONE

Was wäre eine Fußballmannschaft ohne einen funktionierenden Teamgedanken? Nicht sehr erfolgreich.

Diese Grundidee hat sich – verständlicherweise in Zeiten der Fußballweltmeisterschaft – das Mitarbeitermagazin der Lufthansa »ONE« zu eigen gemacht und auf die eigenen Belange zugeschnitten. Dafür wurden vier Mitarbeiter aus verschiedenen Abteilungen in Lufthansa-Team-Trikots abgelichtet und zieren nun in der Vorder- und Hinteransicht vier verschiedene Titel und Rücktitel des Magazins. Fotografiert von fotogloria-Fotograf Hoyoung Lee in Dallas!

Und natürlich begleitet von wiederum einem großartigen Team rund um Axel-Springer-SE-Bildredakteur Olaf Roessler – beteiligt an der Geschichte sind neben fotogloria:
Kunde: Lufthansa
Umsetzung & Photo Direction: Relevance Hamburg
Auftraggeber & Art Direction: Axel Springer Corporate Solutions
CGI: Michael Stach

 

*Ihr Unternehmen, Ihre Agentur, Ihr Magazin hat internationale Themen und Sie suchen einen Fotografen vor Ort, der die Landessprache spricht, sich mit den kulturellen Gepflogenheiten auskennt und der Ihre Qualitäts-Standards erfüllt? Wir finden für Sie den passenden Fotografen für jeden Bereich der Unternehmenskommunikation und für jede Ihrer Ideen – und das in jedem Land, jeder Region und jeder Stadt. Eben die Corporatefotografie International von fotogloria: international@fotogloria.de oder 040 609 42 906 -0

**Mehr Infos zu der Internationalen Fotografenvermittlung von fotogloria finden Sie HIER

Fußballweltmeisterschaft: fotogloria trifft Fußballgold

In ein paar Wochen geht sie los, die Fußballweltmeisterschaft 2018 in Russland. Menschen, Medien und Magazine überschlagen sich derenthalben schon längst in Fußballenthusiasmus und Titelverteidigungsträumen.

Darunter ist auch ein Mann mit einem Magazin, dem nicht nur wegen des Unternehmermutes, sondern vor allem wegen der Inhalte und der Fannähe einer besonderen Erwähnung und Hochachtung gebührt: Oliver Wurm mit seinem Magazin »Fußballgold«.

Ein einmaliges Meisterstück ist dem Hamburger damit gelungen, einmalig im wahrsten Sinne des Wortes, ist er doch Chefredakteur und Herausgeber in einem und das zwar schon zum wiederholten Male, aber weit entfernt von einer Magazinreihe oder der Sicherheit eines großen Verlages.

Um so mehr freuen wir uns, dass wir in diesem großartigen Heft mit einer langen Strecke vertreten sind und zwar mit mehreren Doppelseiten über den Straßenfußball in Russland, fotografiert von dem fotogloria-Fotografen Caio Vilela.

Natürlich haben wir Oliver gefragt, wie er die Zusammenarbeit mit fotogloria fand: »So stelle ich mir eine ideale Zusammenarbeit vor. Mein Freund Uli Glantz – früher mein Kollege bei Sport-Bild, Max und Player, heute bei Ringier in der Schweiz – machte mich auf eine tolle Fotoreportage über Bolzplätze in Russland aufmerksam. Die Fotocredits führten uns schnell zu fotogloria in Hamburg. Also ein Ortsgespräch. Mike von fotogloria kannte unsere Hefte und hat sich mit Begeisterung um alles gekümmert: Den Kontakt zum brasilianischen Fotoreporter, alle Infos zu den Bildern und die komplette Abwicklung. Da wir nicht alle Bilder drucken konnten, hatte ich die Idee, fotogloria noch mit der Hamburger Straßenzeitung Hinz&Kunzt zu vernetzen. Dort erscheinen nun zur WM auch noch mal einige Bilder. Alle sind glücklich. Immer wieder schön, wenn wir bei der Produktion unserer Magazine auf Menschen treffen, die ihren Job mit ähnlicher Passion machen.“

Klarer Fall von gegenseitiger Sympathie, denn auch fotogloria-Chef Mike Gamio, selber exzessiver Fußballfan, hat die Zusammenarbeit viel Spaß gemacht: »Tolles Heft mit echt großartigen Theman. Und eine sehr nette Zusammenarbeit. Ich bin außerdem total froh darüber, dass Oliver der Fußballstrecke von Caio so viel Platz eingeräumt hat – hinter den Bildern steckt so viel Engagement vom Fotografen, ich freue mich, dass »Fußballgold das würdigt.«

 

 

*Das Magazin »Fußballgold – Mission Titelverteidigung« gibt es HIER zu kaufen.

**Die großartigen Fußballbilder von Caio Vilela sind 2015 in einem Buch zusammengefasst unter dem Titel »Straßenfußball« im Spielmacher-Verlag erschienen – mehr Infos gibt es HIER.

***Planen auch Sie ein besonderes Thema und benötigen dafür starkes Bildmaterial? Melden Sie sich gerne bei uns, denn wir sind Experten darin, tolle Bilder zu beschaffen. Und sie bei Bedarf natürlich auch direkt zu lizensieren. info@fotogloria.de oder +40 (0)40 609 42 906 -0

**** Mehr zu unserem Arbeitsbereich Bildredaktion erfahren Sie HIER.