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Neu bei fotogloria: Corporate Fotografie von Anna Schroll

Anna Schroll liebt es, Menschen bei der Arbeit zu portraitieren – deren Tätigkeit, das individuelle Arbeitsumfeld, die Leidenschaft für das, was sie tun. Sie ist dabei die stille Beobachterin hinter der Kamera, die ihren Protagonisten viel Raum und gerne Zeit lässt.  Mit dieser Art zu arbeiten hat sie sich zum Beispiel mit einer Portraitserie über die »Zeissianer«, die Mitarbeiter der Carl Zeiss Jena GmbH einen Namen in ihrer Heimatstadt gemacht.

In der neuen fotogloria-Kategorie »7 Fragen an…« erzählt sie von ihrem ersten Job, was sie an der Corporate Fotografie mag und wie sie gerne arbeitet: Herzlich willkommen Anna!

fotogloria: Warum bist Du Fotografin geworden?
Anna Schroll: Als Fotografentochter stand ich natürlich früh schon in Kontakt mit der Fotografie. Mit 12 Jahren hatte ich meine erste Spiegelreflexkamera, es gab Experimente in der Dunkelkammer, eine Foto-AG an der Schule. Für die Abizeitung fotografierte ich alle Abiturienten meines Jahrgangs. Die Organisation hat Spaß gemacht, aber vor allem war es toll, so viele verschiedene Menschen vor der Kamera zu haben. Rückblickend war das vielleicht die Initialzündung.

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Kannst Du Dich an Deinen ersten Job erinnern?
Das war ein sehr schöner Job, vermittelt durch eine Professorin von mir am Anfang des Studiums. Zwei Spielzeiten lang habe ich zusammen mit einer anderen Fotografin das Cover für den monatlichen Programmflyer vom Schauspielhaus Essen fotografiert. Das waren den Monaten entsprechende Zahlen, noch jahrelang hatte ich einen speziellen Blick für Zahlen in meiner Umgebung.

Max Planck Institut für chemische Ökologie (Jena)

Was war Dein schönstes Erlebnis als Fotografin?
Wirklich schön war, zu sehen, was sich alles aus meiner letzten freien Arbeit entwickelt hat. Jena, meine Wahlheimat, war und ist geprägt von Carl Zeiss. Die sogenannten Zeissianern verbindet man mit Detailverliebtheit, Technikaffinität und einer unglaublichen Genauigkeit. Ich habe die ehemalige und aktuelle Mitarbeiter von Zeiss portraitiert. Heute ist Zeiss ein regelmäßiger Auftraggeber von mir und nicht zuletzt durch diese Serie bin ich zu fotogloria gekommen.

Schön sind aber auch all die vielen Orte und Menschen, denen man normalerweise nie begegnen würde. Da ist die Kamera ganz oft Türöffner. Das schätze ich wirklich sehr, Einblicke in all diese Lebenswirklichkeiten zu bekommen.

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Wie arbeitest Du am Liebsten?
Bei Auftragsarbeiten gerne mit inhaltlichen Vorgaben, aber in der Ausführung frei. Möglichst ohne große Inszenierung, lieber beobachtend und in den entscheidenden Momenten Anweisungen gebend.

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Wie hast Du Deinen eigenen fotografischen Schwerpunkt / Standpunkt entwickelt?
Das Studium war eine großartige „Spielwiese“ um sich, ohne großen wirtschaftlichen Druck, auszuprobieren. Ganz wichtig waren auch danach die freien Arbeiten. Da gibt es die thematische Freiheit, vor allem aber die bei der Umsetzung. Die Arbeiten wiederum werden von potentiellen Auftraggebern gesehen und so gibt eins das andere.

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Was verbindest Du mit fotogloria | büro für fotografische zusammenarbeit?
Ein sympathisches Team. Gute Fotografen. Interessante Aufträge.

Für welchen Kunden würdest Du gerne einmal arbeiten?
In letzter Zeit habe ich oft im Bereich Forschung / Wissenschaft gearbeitet. Als nächstes würde ich gerne einmal wieder in der Produktion fotografieren. An einen speziellen Kunden denke ich da nicht.

fotogloria vertritt Anna Schroll exklusiv und weltweit. Über fotogloria können Sie Anna Schroll und ihre Corporate Fotografie gerne für Ihre Ideen und Aufträge buchen – melden Sie sich jederzeit unter 040 609 42 906 -0 oder info@fotogloria.de.

Sternenbild für Siemens von Jordi Busque

„Weltraumforschung beginnt in der Fertigungshalle“. Der Satz ist einprägsam und das Motiv – das der Weltkonzern Siemens für seine neue Anzeigenkampagne gewählt hat – auch: Die Milchstraße. Erdacht ist das Konzept von Ogilvy One in Frankfurt, fotografiert hat das Sternenbild fotogloria-Fotograf Jordi Busque. Wir haben ihn dazu befragt.

fotogloria: Jordi, wo bist Du gerade und woran arbeitest Du?
Jordi Busque: Ich bin seit fast 3 Monaten in Patagonien und arbeite aktuell an verschiedenen Reportagen. Ich dokumentiere etwa die letzten Exemplare von Lebensformen aus der Vergangenheit. Und immer wieder arbeite ich an meinem sehr persönlichen Thema: Landschaften im Licht der Dunkelheit bzw. der Sterne.

Eines Deiner Himmelbilder hat Siemens für eine große Anzeigenkampagne ausgewählt – Glückwunsch! Was ist auf genau diesem Bild zu sehen, wie und wo ist es entstanden?
Im Bild sieht man die Milchstraße und die Magellanschen Wolken (beides Galaxien, die der unserer sehr nahe stehen) über einem Lenga-Südbuchen Wald in Argentinien, Patagonien.

Du bist von Hause aus Astrophysiker – wie bist Du zur Fotografie gekommen?
Seit meiner Kindheit interessiere ich mich für die Wissenschaften, vor allem für die Astronomie. Ich habe Physik studiert und mich dann auf Astrophysik spezialisiert. Als ich dann im Berufsleben merkte, dass ich quasi nur noch vor dem Computer irgendwelche Berechnungen durchführte, hatte ich das Gefühl, dass das Leben an mir vorbei rauscht und ich es verpasse. Also entschied ich, mich meinen beiden anderen Leidenschaften – der Fotografie und dem Reisen – zu widmen.  Ich fing an, Reportage zu fotografieren, über die Dinge, die mir auf meinen Reisen über den Weg liefen. Glücklicherweise genieße ich jetzt auf meinen Reisen sehr viel mehr die Sternenhimmel als früher während meiner wissenschaftlichen Forschungen.

Was wünschst Du Dir für Deine fotografische Zukunft?
Ich werde weiterhin interessante Dinge entdecken und dokumentieren – immer in der Hoffnung, dass sich Redakteure, Magazine, Agenturen für Themen mit etwas Tiefe interessieren.

 

* Jordi Busque ist Bildjournalist, Reise- und vor allem Wissenschaftsfotograf – für die Fotografie entschied er sich nach jahrelanger Tätigkeit als Astrophysiker an der Universität von Barcelona und dem Institut für Astrophysik in Paris. Für seine Arbeiten wurde er bereits u. a. mit dem Titel »BBC Photographer of The Year» ausgezeichnet. Seine Themen sind immer wieder der Sternenhimmel, aber er begleitete auch die Mönche von Vietnam oder lebte und fotografierte bei den Mennoniten in Bolivien. Jordi Busque lebt in Barcelona.

HIER sind die Arbeiten von Jordi Busque zu sehen – auch seine Sternenbilder. Und natürlich kann man ihn auch für Aufträge buchen – melden Sie sich gerne und jederzeit unter 040 609 42 906 oder info@fotogloria.de.