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Aktiver Fotoherbst Zingst – Grandiose Ausstellung und emotionale Preisverleihung

Er ist eröffnet, der »Aktive Fotoherbst Zingst«. Mittendrin und mit dabei: fotogloria-Fotograf Didier Ruef, dessen wunderschöne und sehenswerte Ausstellung »Animals‘ World« in der Leica-Galerie eröffnet wurde. Kurator Klaus Tiedge zeigte sich in seiner Laudatio zur Schau als großer Fan von Didiers Fotografie und fand warme Worte für den Schweizer und seine Bilder »Es ist der Charme von Spontanität und Ehrlichkeit, der den Betrachter beeindruckt. Es ist ein poetisches Berufsbild, an das mit diesen Arbeiten erinnert wird. Didier Ruef ist ein bewundernswerter Purist unter den Fotografen.« Für all diejenigen, die sich davon angesprochen fühlen, sei der Weg an den Bodden und der Besuch der Ausstellung sehr ans Herz gelegt – es bleibt auch noch Zeit, die Ausstellung wird bis in das neue Jahr zu sehen sein.

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Spannend war es bei einem weiteren Höhepunkt des Zingster Herbst-Spektakels: Bei der Prämierung der Siegerarbeiten des Online-Fotowettbewerbs »Heartbeat of Nature«. Beeindruckende 12.000 Einsendungen konnte der Contest verzeichnen, der – von der Erlebniswelt Fotografie Zingst und der photokina für Amateurfotografen veranstaltet – in diesem Jahr zum zweiten Mal stattfand. Die Preisträger wurden von Wettbewerbsinitiator und Jurymitglied Klaus Tiedge nach und nach auf die Bühne gerufen – um ihre Preise entgegen zu nehmen, aber auch und vor allem, um ein bisschen von sich und ihrer Passion zu erzählen. Ein besonders schönen und emotionalen Moment gab es, als der Gewinner Darron Matthews auf die Bühne gebeten wurde: Er hatte das Siegerbild in seinem Garten gemacht und war völlig überwältigt von der Ehrung und seinem Preis, einen nagelneuen VW up… Das hat gezeigt: Die Jury – zu der auch fotogloria gehörte (HIER ist der Erlebnisbericht zu lesen) – hat alles richtig gemacht!

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* Die Fotos hat Mike Gamio gemacht.

Leica Galerie – Didier Ruef zeigt seine »Animals‘ World«

Jeder Fotograf hat sein thematisches Steckenpferd, an dem er oft entlang seiner ganzen Laufbahn arbeitet. So entstehen teils kuriose, teils persönliche, vielleicht banale und nicht selten in die Hunderte gehende Bildersammlungen, die sich Ihren Weg in die Öffentlichkeit – je nach Ausprägung – erst bahnen müssen. Nicht so Didier Ruefs fotografischer »roter Faden«: Seit Anbeginn seiner Karriere fotografiert der fotogloria-Fotograf Tiere. Besser gesagt: Menschen und ihre Beziehungen zu Tieren. Immer als »Beiwerk« zu seinen Aufträgen, die ihn rund um den Globus reisen lassen. Und das immer so gut, so stetig humorvoll und in einer solchen Vielfalt, dass seine Arbeit »Animals‘ World« nun mit einer großen Schau in der Leica Galerie in Zingst gewürdigt wird – die Eröffnung ist am 4. Oktober 2013 ab 17.30 Uhr im Rahmen des »Fotoherbstes Zingst«.

Klaus Tiedge, der Kurator der Ausstellung sagt zu Didiers Arbeiten: »Es sind klassische bildjournalistische Tugenden, die Didier Ruef auszeichnen. Den erzählenden Höhepunkt einer Situation versteht er in wirkungsvoll gestalteten, sehenswerten Fotografien zu erfassen. Idealerweise ist die Leica seine Kamera für diese Arbeitsweise. Er steht damit in der Tradition beispielsweise eines Cartier Bresson. Die Agentur fotogloria hat sich bei der Suche nach außergewöhnlicher zeitgenössischer Fotografie als extrem leistungsstark bewährt. Sie erfüllt damit eine wichtige Funktion in der Fotoszene.«

USA, spanish Harlem å© Didier Ruef

fotogloria: Wann hast Du die ersten Bilder zu Deinem Langzeitprojekt »Animals‘ World« fotografiert?
Didier Ruef: Ich habe die ersten Bilder gemacht, als ich als professioneller Fotograf angefangen habe – das war 1985.

Warum Tiere?
Ich bin mit Hunden und Katzen aufgewachsen und sie immer geliebt… Im Ernst: Mein großes fotografisches Thema war und ist der Mensch – wo und wie leben die Menschen, was treibt sie an, was treibt sie um. Und Tiere sind – egal wo Du hinkommst – immer mit dabei. So habe ich es mir zur Aufgabe gemacht, die vielfältigen Beziehungen zwischen Mensch und Tier rund um die Welt aufzuspüren und zu fotografieren – im Optimalfall mit einer gehörigen Prise Humor.

Evening suit and bow tie. Swans.

Deine Bilder sind tatsächlich sehr komisch – was denkst Du über den Humor in der Fotografie?
Die Welt in der wir leben, kann Humor gebrauchen. Oder auch Ironie. Die Situationen auf meinen Bildern sind immer real, nie gestellt, es sind Alltagsszenen und damit – auch in ihrer Komik – stellvertretend für unsere Zeit.

Arbeitest Du immer noch an der Serie?
Ja, das mache ich. Mein Ziel sind weitere 20 starke Bilder und dann veröffentliche ich ein weiteres Buch.*

Russia. Birds. Communist statue. Star

Deine »Animals‘ World« wird in einer großen Ausstellung in der Leica Galerie ausgestellt – wie denkst Du darüber?
Eine Show in der Leica Galerie in Zingst zu haben ist großartig. Die freundschaftliche und herzliche Atmosphäre ist toll, um dem Publikum meine Bilder und meine Sicht auf die Dinge näher zu bringen – ich hoffe, die Zuschauer haben Spaß und nehmen vielleicht auch den ein oder anderen kritischen Gedanken mit.

HIER sehen Sie eine Auswahl aus Didier Ruefs Projekt »Animals‘ World«. Bei allen Lizensierungswünschen oder sonstigen Fragen melden Sie sich gerne und jederzeit bei fotogloria unter +49 (0)40 609 42 906 -0 oder auch unter info@fotogloria.de.

*Der schweizer Verlag QTI hat einen kleinen, aber feinen Bildband von Didier Ruefs »Bestiarium« herausgebracht. ISBN:  978-88-85922-14-3

Die Qual der Wahl – fotogloria ist Jury-Mitglied bei dem Wettbewerb »Heartbeat of Nature«

Wie findet man unter Tausenden von Fotos das Eine, das Besondere, das Gewinnerbild? Eine nicht ganz leichte Aufgabe, aber eine schöne Herausforderung die die fünfköpfige Jury des Online-Wettbewerbs »Heartbeat of Nature« gerne angenommen hat. Mit dabei: fotogloria-Geschäftsführein und Mit-Inhaberin Edda Fahrenhorst. Ein Erlebnisbericht…

»Eines Tages klingelte in der fotogloria-Redaktion das Telefon. Klaus Tiedge – seines Zeichens Kurator des Fotofestivals »Horizonte Zingst« und der »Erlebniswelt Fotografie Zingst« – war am anderen Ende und er stellte mir eine Frage: »Edda, hast Du Interesse daran, Jurymitglied zu werden?«  Interesse? Aber ja! Ich hatte mich schon immer gefragt, worum es hinter den Türen von Fotowettbewerben geht. Was wird besprochen? Welche Kriterien werden angelegt?

Gesagt, getan – in der letzten Woche war es dann soweit, die Olympus GmbH hatte, als einer der Hauptsponsoren des Wettbewerbs, geladen. Erschienen waren: Klaus Tiedge, Elisabeth Claußen-Hilbig von Olympus, Constanze Clauß (Geschäftsführerin der ProPhoto GmbH), Gernot Haffner (diesjähriger Schirmherr des Umweltfotofestivals »horizonte zingst« und Chef der Nationalparks Vorpommersche Boddenlandschaft) und ich. Kaum hatten wir uns begrüßt, ging es auch schon los: Hunderte von Bildern waren auf den Tischen ausgebreitet (dank Steffi und Nina, die einen tollen Job gemacht haben) und jeder von uns war mit 30 Kärtchen ausgestattet, die auf die Favoriten verteilt werden sollten…

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Und damit war er dann endlich gekommen, der Moment der Klarheit… Es war viel einfacher als gedacht. Denn selbst aus diesen unglaublich vielen Bildern (insgesamt waren es 12.000 Einsendungen aus der ganzen Welt – im Vorfeld bereits auf einige hundert reduziert) und mit einem Themenschwerpunkt, der nicht unbedingt zu meinen Fachgebieten gehört (die Naturfotografie) stachen die besten heraus. Einfach so. Überzeugten durch eine gute Idee, eine feinsinnige Bildauffassung, durch Humor oder eine technische Finesse, durch einen emotionalen Moment oder durch schlichte Schönheit – kurz gesagt: Es ging um all das, was die Fotografie ausmacht. Unabhängig vom Thema oder davon, wer die Bilder gemacht hat (der Wettbewerb richtete sich ausschließlich an Amateure).

Die besten 100 Bilder waren also schnell ausgemacht, aber dann ging es an die Platzierung – welches sind die besten 10, welches ist das Eine. Und damit ging es dann weiter in die Eingeweide der Fotografie-Beurteilung: Die verschiedenen Sichtweisen. Was haben wir diskutiert. Es ging um Favoriten und darum, was in der Vergangenheit schon alles gesehen, gezeigt und geadelt wurde. Es ging um Originalität und Langeweile und nicht zuletzt um Tiergattungen und Landschaftsansichten…

Einfach war es nicht, einen ersten Platz zu finden. Und das einstimmig. Aber: Es ist geschafft. Am 5. Oktober ist die Preisverleihung in Zingst.«

Eröffnung Umweltfotofestival Horizonte Zingst

Eine Vernissage jagte die nächste, Menschenmengen standen Schlange vor Bildern und Getränkeausaben, Kameras wurden allerorten gezückt, Reden wurden inhaltsschwer und mannigfaltig geredet, Visitenkarten tanzten Ringelreihen: Das Eröffnungswochenende in Zingst ist vollbracht.

Tolle Bilder gab es zu sehen, vor allem in der Leica-Galerie oder der Ausstellung zum 125-jährigen Geburtstag von National Geographic. Wirklich großartig ist allerdings die Ausstellung „One World – Kritische Kontraste“, die Kurator Klaus Tiedge augenzwinkernd als „seine persönliche Spielwiese“ bezeichnet: Neben den Strecken der acht fotogloria-Fotografen sind außerdem Serien von Gert Ludwig, Markus Hintzen oder auch Simon Puschmann zu sehen. Eine teils etwas wilde, aber dadurch nicht weniger sehenswerte und herausfordernde Mischung. Besonders gefreut hat uns der Besuch aus London und Lugano: Ed Thompson und Didier Ruef waren extra zur Eröffnung angereist – ein großer Spaß.

Zu sehen sind Ausstellung und Festival noch bis zum 2. Juni beim Umweltfotofestival Horizonte Zingst.

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Horizonte Zingst – Interview mit Kurator Klaus Tiedge

Prominente Fotofestivals kennt man: Parisphoto, New York Photo Festival, Les Rencontres d’Arles… Alles prominente Orte mit prominenten Schauen und einer Fülle an Fotografie – sich drehend um das eine zentrale Thema: Die Fotokunst.

Was macht also ein kleiner Ort an der Ostsee mit der Idee, ein Fotofestival zu veranstalten, das wie die großen Vorbilder Fotofreunde zum Besuch animiert? Es bedient sich eines äußerst cleveren Handgriffs und macht ein aktuelles und aktuell bleibendes Thema zum zentralen Leitgedanken: Die Umwelt.  Gedacht, getan – vor sechs Jahren fand das erste »Umweltfotofestival – Horizonte Zingst« statt. Damals noch mit einem kleinen Aufgebot von Naturfotografen  und ein paar Studentenarbeiten.

Im Laufe der letzte Jahre – begleitet von einer Menge Engagement und dem unbedingten Willen, mehr und mehr Fotobegeisterte in der Festivalwoche an die Ostsee zu locken – haben sich das Programm, die Vielfalt der Ausstellenden und vor allem auch die Prominenz der Partner zusehends gemausert. Mittendrin seit Anfang an und maßgeblich an den Geschicken des Festivals beteiligt: Kurator Klaus Tiedge. fotogloria hat mit dem fotografischen Lenker und Denker von »Horizonte Zingst – Das Umweltfotofestival« gesprochen.

David Paterson, ex-CEO of Abitibibowater

fotogloria: »Horizonte Zingst – Das Umweltfotofestival« ein vorausschauendes, gesellschaftlich und politisch relevantes und mehr als zeitgemäßes Thema. Wie kam es dazu?
Klaus Tiedge: Am Anfang stand eine ganz sachliche Analyse. Zingst liegt in einer landschaftlich wunderbaren Region – zwischen der Ostsee und den parallel zur Küste verlaufenen Boddengewässern. Dazu ist Zingst angebunden an den Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft. Das nicht nur ein touristisch attraktives Reiseziel, sondern auch Verpflichtung, zu schützen und zu bewahren. Die Kernkompetenz heißt: Natur. Deshalb ist es sinnvoll gerade an diesem besonderen Ort ein »Umweltfotofestival« zu machen. Horizonte Zingst nimmt damit eine Sonderstellung ein. Es ist ein programmorientiertes Festival, das nicht die Fotografie als Selbstzweck feiert, sondern die Fotografie als Medium einsetzt, um für Natur- und Umweltschutz zu werben. Einer der Kernsätze des Konzeptes lautet: Wir wollen die unsere Gäste für den behutsamen Umgang mit der Natur sensibilisieren. Unscharfes Agieren mit schwammigen Kunstdefinitionen ist unsere Sache nicht. Berührende Dokumentationen und emotional bewegende Weltschilderungen gehören zum festen Bestandteil unserer Ausstellungen. Über 20 Ausstellungen bei jedem Festival und das nunmehr im sechsten Jahr sind ein deutliches Zeichen der Tragfähigkeit des Konzeptes. Zingst setzt auf die Kraft der guten Bilder.


The Village. Photographs on Infrared colour film of Englands most haunted village.  A few trees that still remain from where Parkwood used to be and where the Colonel hung himself.

Das Festival geht  in diesem Jahr in die sechste Runde – mit Dir als Kurator. Was ist der besondere Reiz Deiner Arbeit?
Erstens: Ich habe große Freiheiten bei der Programmgestaltung. Zweitens: Es gehört zu meinen Aufgaben, die Kommunikation maßgeblich mitzubestimmen. Drittens: Habe ich daran mitwirken dürfen, die Erlebniswelt Fotografie Zingst zu einem  ganzjährigen Aktionsspektrum mit drei Höhepunkten zu entwickeln. Jetzt haben wir den Fotofrühling Zingst, das Umweltfotofestival Horizonte Zingst und den aktiven Fotoherbst. Wir haben den Zingster-Weg entwickelt. Zingst ist mittlerweile der Geburtsort wichtiger Ausstellungen, die auf Wanderschaft gehen können. Berlin, St. Petersburg, Köln, Sylt und viele Ort mehr haben Ausstellungen aus Zinst gezeigt.

©AnnaMutter_fotogloria

Die Liste der ausstellenden Fotografen der letzten Jahre liest sich beeindruckend: Von etwa Thomas Höpker, über Gerd Ludwig und Jo Röttger, Peter Bialobrzeski bis hin zu Michael Schnabel. Dazu gesellen sich bekannte Größen der Naturfotografie wie etwa Norbert Rosing oder Michael Martin. Wie überzeugt Zingst?
Ich glaube: die Mischung macht’s. Daraus ist ein gewisser Magnetismus entstanden. Unsere Hauptleistung liegt in der Kommunikation. Unser sogenannter Pressespiegel, die Sammlung aller Veröffentlichungen, hat den Umfang eines richtigen Wälzers. Die Medienpartnerschaften und eigene Publikationen, wie der Programm-Guide, der Horizonte-Katalog, dem Klick-Magazin  und die Online-Publikationen, einschließlich social networks, sorgen für einen Aufmerksamkeitswert mit einer Reichweite, die in der Fotowelt einzigartig sind.

2.01899338 Bangkok

In der Schau »One World« wird es in diesem Jahr wieder zu einer Kooperation mit fotogloria | büro für fotografische zusammenarbeit kommen. Das freut uns sehr und macht großen Spaß. Was ist für Dich kennzeichnend in der Zusammenarbeit?
fotogloria ist für mich so etwas wie ein »Themensteinbruch«. Es ist faszinierend, die in dieser Agentur fernab modischer Trends und allgemeiner Mainstream-Fotografie bedeutungsvolle bildnerische Arbeiten versammelt werden. Das ist nicht der oberflächliche Handel mit Bildern, sondern ein Sammelbecken für Fotografie, die es verdient, eine Öffentlichkeit zu finden. Es ist faszinierend, welche weiten und anstrengenden Wege Fotografen gehen, um die Welt zu schildern. Da werden Phänomene aufgezeigt, die es wert sind, gezeigt zu werden. Die Medien, die sensibel genug sind damit Seiten zu füllen werden immer weniger. Da können die Ausstellungsaktivitäten in Zingst für wenig ausgleichende Gerechtigkeit sorgen. Es sind oft die stillen Fotografen, die hier zum Zug kommen. Wenn ihre Werke dann neben bekannten Kollegen hängen, entsteht Aufmerksamkeit. Zingst hat in diesem Sinne schon Starthilfe für große Projekte geleistet und ist gerade dabei es wieder zu tun.

©Thomas Ernsting_fotogloria

Zeitgleich zu den großen Schauen – etwa in Zusammenarbeit mit National Geographic oder Hasselblad Masters – hat der fotografische Nachwuchs ebenso seinen Platz im Ausstellungsprogramm wie auch ambitionierte Amateure – was macht diese Mischung aus?
Die »Young Professionals« sind für Zingst sehr wichtig. Diese Ausstellungen sind Experimentierbühne und die Basis für internationale Kontakte und Zusammenarbeit. Universitäten von Warschau, Vilnius und Greifswald haben sich zu gemeinsamer Projektarbeit unter dem Motto des diesjährigen Leitmotivs »be careful« zusammengefunden. Es gehört natürlich Mut dazu und birgt erhebliche Risiken, Ausstellungswände bereitzustellen, für Bilder, die erst noch gemacht werden. In Zingst hat sich dieser Mut zum Risiko bewährt. Es wäre aber ein besonderes Thema die Chancen von »Young Professionals«  darzustellen. Natürlich hat es da auch Enttäuschungen gegeben. Deutsche Fachhochschulen sind dafür ein besonderes Kapitel mit grandiosen Leistungen und katastrophalen Irrtümern.

Tokyo sidewalk gardens

Neben dem Ausstellungsprogramm kann man eine Reihe Workshops buchen oder auf dem Fotomarkt die Neuigkeiten von etwa Olympus, Leica und Co. entdecken. Die Fülle der Angebote wird jedes Jahr erweitert und bleibt überraschend für einen so kleinen Ort an der Ostsee – welche Ambitionen hat das Festival für die Zukunft?
Das Workshop-Programm der »Fotoschule Zingst« ist über das ganze Jahr mit attraktiven Angeboten aktiv. Darin steckt auch noch ein erhebliches Entwicklungspotential. Speziell der Bereich der »Master«-Workshops sucht noch aktive Mitwirkende.
Die Einbindung der »Erlebniswelt Fotografie Zingst «in den Fotomarkt ist als gelungen zu bezeichnen. Die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit Marken wie Leica, Olympus, Epson, Adobe gehören mit zu den ganz wichtigen Grundlagen dieser Aktivitäten. Über 20 »Kompetenz-Partner« leisten erheblichen Support und sind beim Festival mit ihren Produktpräsentationen vertreten – Tendenz steigend.

Wie geht’s weiter? Gute Frage. Die enge Vernetzung aller Aktivitäten der Ausstellungen, der Fotoschule, die Auslastung des Printstudios, die in Entwicklung befindliche Fotoedition Zingst ergeben in der Summe noch viel Perspektiven für Innovationen. Die »Erlebniswelt Fotografie Zingst« ist unter kulturellen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Aspekten phänomenal. Das moderne Max Hünten Haus steht als Zentrum der Aktivltäten symbolhaft als zukunftweisendes Symbol. Zingst ist für Fotografen immer eine Reise Wert. Zum Umweltfotofestival vom 25. Mai bis zum 2. Juni gilt das in besonderer Weise.

Ibiza. Camel. Moped. Windmills.

 

Klick – Ed Thompson liefert Titel für Festival-Magazin

Bald ist es wieder soweit: Ende Mai findet zum 6ten Mal das Umweltfotofestival „Horizonte Zingst“ statt. Um die Spannung zu steigern – und natürlich, um das umfassende Festivalprogramm unter die Leute zu bringen – haben die Veranstalter ein eigenes Magazin kreiert. „Klick“ heißt es. Und auf der Titelseite: Ein Bild aus der Serie ”The Village“ von fotogloria-Fotograf Ed Thompson. Sieht gut aus, freut uns und macht neugierig auf das Festival am Bodden!