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Das BESTE Bild… von Uwe Mühlhäußer

Was ist ein gutes Foto? Sind die Beherrschung des Handwerks und Technikverständnis dafür am wichtigsten? Geht es um Farbaufbau und Bildaufteilung? Um fotografischen Stil? Gar darum, ob es sich verkaufen lässt? Oder doch vor allem um Emotionen und Geschmack?

Zumindest in einem Punkt dürften sich Kunstkritiker, Artbuyer, Bildredakteure, Fotografierende (und so einige mehr) einig sein: Es gibt auf diese Frage maximal eine anwendungsbezogene Antwort.

Oder eben eine ganz individuelle – gemixt aus Erlebnis, Technikaffinität, Bildverständnis und Persönlichkeit. Und genau darauf sind wir bei jedem fotogloria-Fotografen neugierig und haben folgende Frage gestellt: Welches ist Dein BESTES Bild, Uwe Mühlhäußer?

fotogloria: Wo und wann ist Dein bestes Bild entstanden?
Uwe Mühlhäußer: Das Bild ist am 1. September 2015 entstanden – also noch ganz frisch. Aufgenommen habe ich es in den Südtiroler Alpen (Italien) auf einer Höhe von 2275 Metern, auf dem Gipfelplateau des Kronenplatzes (Plan de Corones). Dieser ist das Zentrum eines Skigebietes und liegt am Rande der Dolomiten. Just an diesem Ort hat der sowohl bekannte und verehrte, als auch umstrittene Rheinhold Messner sein sechstes Museum zum Thema Alpinismus eröffnet. Das Museum wurde von der aus dem Irak stammenden Stararchitektin Zaha Hadid entworfen. Der Name dieses Platzes stammt übrigens aus einer alten Sage. Laut der Sage soll hier Dolasilla, eine unverwundbare Prinzessin, gekrönt worden sein.

Wie ist es entstanden?
Aufgestiegen bin ich aus Zeitgründen nicht zu Fuß, was ich bevorzugt hätte. Der Kabinenlift hat mich und mein Equipment auf den Kronenplatz befördert. Fotografiert habe ich das Museum in den Morgenstunden – sobald ich Zugang  zum Plateau hatte.  Technisch habe ich das Ganze mit einer Nikon D810 umgesetzt, mit Hilfe eines 24-70 mm Objektives 2.8. Festgeschraubt habe ich das Ganze an einem Manfrotto Stativ, mit dem ich sehr oft arbeite: Nicht zu schwer, nicht zu leicht – ermöglicht meine geforderte Flexbilität. In meiner Postproduction versuche ich in den letzten Jahren immer wieder einige Filter zu verwenden. Das ist natürlich Geschmackssache, wie so vieles in der Fotografie… In diesem konkreten Fall war mein Ziel durch die Benutzung der Filter – also die Verschiebung von Farben und Kontrasten – das Surreale dieses Ortes und dieses Gebäudes mehr in den Vordergrund zu stellen.

Für wen hast Du Dein bestes Bild gemacht?
Dieses Bild hab ich in erster Linie für mich persönlich gemacht – eine Arbeit für meine Seele. Ich habe auch zwei Anläufe gebraucht – beim ersten Versuch hat die Witterung leider nicht mitgespielt. Innerhalb des nächsten Jahres werde ich versuchen, es als Print in groß und mit kleiner Auflage zu verkaufen.

Warum ist genau dieses Bild Dein bestes Bild?
Weil es eine Idee ist, die schon lang in meine Kopf spukt! Weil ich dieses Gebäude faszinierend finde! Weil ich mich sehr darauf gefreut habe, dass es endlich geklappt hat! Weil die Witterungsverhältnisse super waren! Und weil ich es selber einfach schön finde dieses Bild und noch einige andere aus dieser Serie anzuschauen!

Gibt es etwas an dem Bild, was Du im Nachhinein noch gerne verändern würdest?
An den Umständen vielleicht, wie es entstanden ist. Beim nächsten Mal würde ich versuchen, irgendwo da oben zu übernachten. Ab ca. 9:30 Uhr kommen Winter wie Sommer sehr viele Touristen an diesen Ort. Und die haben mir es nicht gerade leicht gemacht, die Perspektiven umzusetzen, die ich wollte. Technisch gesehen würde ich es gerne in einer noch größeren Auflösung umsetzten. Beim nächsten Mal.

 

* Ob in der Vorstandsetage oder in der Werkshalle – Uwe Mühlhäußer macht richtig gute Bilder. Die Basis dafür hat er mit seinem Studium zum Umweltingenieur gelegt. Und ist damit und danach zum Fotografen geworden. Mit seinem technischen Gespür versteht er so nicht nur, worauf es in den verschiedensten Arbeitsabläufen ankommt, sondern weiß auch, wie er das beste Foto von jeder Situation bekommt.

fotogloria vertritt Uwe Mühlhäußer exklusiv und weltweit. Über fotogloria jedenfalls können Sie ihn gerne für Ihre Ideen und Aufträge buchen – melden Sie sich jederzeit unter 040 609 42 906 -0 oder info@fotogloria.de.

Industriefotografie de luxe – Jan Michael Hosan bei Festo

Innovation und Zukunftsvision. Global Player und Weltmarktführer. Industrie 4.0 und Impulsgeber. All das und noch sehr viel mehr beschreibt das Wirken und Handeln des Esslinger Traditionsunternehmens Festo. Und gibt gleichzeitig die Anforderungen an das große Festo-Fotoshooting mit fotogloria-Industriefotograf Jan Michael Hosan wieder.

fotogloria hat mit Philip Freudigmann, dem verantwortlichen Kreativen von Festo, mit Jan Michael Hosan und mit Mike Gamio von fotogloria über das Shooting gesprochen.

fotogloria: Herr Freudigmann, das große Festo-Shooting hatte die neue Technologiefabrik in Scharnhausen zum Inhalt. Bitte lassen Sie uns ein paar Hintergründe dazu wissen – seit wann wurde gebaut, wann wurde sie eröffnet, was wird dort produziert, wer arbeitet dort, was sind die Besonderheiten?
Philip Freudigmann: Der Grundstein zur Technologiefabrik Scharnhausen wurde bereits im Dezember 2010 mit den ersten Entwürfen gelegt. Die offizielle Eröffnung fand dann knapp vier Jahre später am 24. September 2015 statt. Heute werden hier in vier Leistungszentren Automatisierungskomponenten für pneumatische Steuerungen und Handhabungstechnik produziert: Kundenlösungen, Elektronik, Fertigung und Montage. Die Technologiefabrik bietet dabei ein ideales Umfeld für die Zusammenarbeit der über 1.200 Mitarbeiter – von deren kooperativer Entwicklung bis hin zu Produktion und Versand. Als Referenzfabrik sind wir fortan ein Vorzeige-Produktionsstandort für Festo.

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fotogloria: Mike und Jan, im Vorfeld des Festo-Shootings – im wahrsten Sinne Industriefotografie de luxe – wart Ihr gemeinsam in Scharnhausen. Erzählt mal.
Mike Gamio: Mit Jan habe ich ja schon viele Termine in den letzten Jahren zusammen gemacht, daher sind wir ein gut eingespieltes Team – die Zusammenarbeit ist einfach klasse. Aber das zu fotografierende Objekt war dann doch etwas anders als üblich… Wir sollten ein komplett neues und einzigartiges Werk bei Stuttgart ablichten. Dort war einfach alles groß, supermodern, aufgeräumt und schick – ein Traum für jeden Industriefotografen. Wir sind mehrere Stunden durch die Werkshallen gegangen, haben uns alles angeschaut und waren einfach sehr beeindruckt davon… und freuten uns wie kleine Kinder über das Projekt.

Jan Michael Hosan: Mein erster Gedanke war: Auweia, da werde ich während des Shootings sehr viele Kilometer laufen müssen… Nein, natürlich nicht – ich war sofort absolut begeistert von dem Gebäude, von der Technik, von der Optik. So viele verschiedene Möglichkeiten, so viele Motive, eine regelrechte Bilderflut ist über mir zusammen gebrochen. Es war eine knallharte Denksportaufgabe, die Anforderungen an das Shooting und die Ideen des Kunden in Motive umzusetzen, um diese dann zu beraten. Aber das war ja auch das Tolle an dem Shooting – Festo und Philip Freudigmann waren total flexibel und dabei neugierig auf meine fotografische Meinung. Traumhaft.

Wie sah denn die konkrete Vorbereitung zu dem Shooting seitens fotogloria aus?
Mike Gamio: Wir haben Briefings, Ablauf und Zeitpläne mit Jan besprochen, die gewünschten Motive auf Realisierbarkeit geprüft, dann alle Punkte mit dem Kunden abgesprochen und gegebenenfalls Verbesserungsvorschläge gemacht. Und dazu kamen natürlich die ganzen administrativen Tätigkeiten rund um das Shooting, wie Kostenklärung, Terminkoordination, das Buchen der Assistentin…

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Und Jan, wie hast Du Dich auf Deine Industriefotografie bei Festo vorbereitet?
Jan Michael Hosan: Festo hat ja glücklicherweise im Vorfeld zu dem großen Shooting ein Probeshooting in einem anderen Werk, aber mit ähnlicher Aufgabenstellung, realisiert. Bei dem Vorabshooting hatte ich fotografisch absolut freie Hand und anhand der Ergebnisse haben wir dann gemeinsam einen Look für Scharnhausen ausgetüftelt – das war sehr hilfreich, um genau zu wissen, wohin die fotografische Reise geht.

Um ehrlich zu sein, habe ich genau diesen Look dann tatsächlich auch vorher noch einmal richtig durchgespielt und »geübt« – im Unternehmen von einem Freund. Ich wollte einfach ganz sicher sein, dass ich die Ideen des Kunden optimal und im Zeitplan umsetze. Und natürlich wollte ich schauen, wie viele Lampen etcetera ich tatsächlich einsetzen muss. Am Ende habe ich dann sicherheitshalber wirklich alles doppelt mitgenommen – 2 Bodies (ich fotografiere mit der neuen Leica S), jede Optik, gefühlt kilometerweise Kabel, 10 Lampen plus Wannen & Co., zwei Laptops… Das war aber auch gut so, denn tatsächlich ist mir zwei mal etwas kaputt gegangen…

Über mehrere Tage wurden viele Szenen vor Ort und mit Festo-Mitarbeitern
fotografiert – wie haben Sie die Inhalte und die dazu gehörige Bildsprache
entwickelt?
Philip Freudigmann: Unser Ziel war es von Anfang an, authentisch zu bleiben. Insofern fiel die Entscheidung leicht, nicht mit professionellen Models zu arbeiten, sondern die Kolleginnen und Kollegen vor Ort mit einzubinden. Die Stoßrichtung der Bildsprache war ebenso klar: innovativ, dynamisch, sympathisch. Ich denke rückblickend, das ist uns mit diesen Bildern sehr gut gelungen!

fotogloria-Fotograf Jan Michael Hosan hat das Shooting realisiert – wie haben Sie sich für ihn entschieden?
Philip Freudigmann: Auf Herrn Hosan kamen wir durch die Empfehlung von fotogloria-Mitinhaber Mike Gamio. Nach Durchsicht seines beeindruckenden Portfolios und dem Probeshooting war dann klar, dass wir das Projekt mit ihm zusammen angehen wollen!

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An der Vorbereitung des Shootings haben Festo, Jan Michael Hosan und natürlich fotogloria mitgewirkt – wie war die Zusammenarbeit?
Philip Freudigmann: Von Anfang bis Ende war es eine durchweg professionelle Zusammenarbeit auf allen Ebenen. Und trotzdem fühlte es sich nie nach einer »Kunde-Dienstleister-Beziehung« an. Im Gegenteil: die Zusammenarbeit empfanden wir als äußerst kollegial und damit auch sehr effizient.

Jan MIchael Hosan: Super. Philip Freudigmann und seine Kollegen waren sehr zielorientiert, dabei aber total entspannt, immer für eine Idee zu haben und vom Feeling her fast familiär. Und mit fotogloria… Wir kennen uns jetzt schon so viele Jahre und haben schon so viele Shootings zusammen gelöst – ich muss gar nicht mehr mit Mike sprechen, der weiß eh, wie und was ich denke.

Mike Gamio: Die Arbeit mit Jan ist seit Jahren vertraut, eingespielt, reibungslos und im Ergebnis immer super – darauf können wir uns zu 100 Prozent verlassen. Die Zusammenarbeit mit Philip Freudigmann und seinen Kollegen von Festo war richtig, richtig gut und professionell, immer sehr strukturiert und dabei sehr freundlich und nett. Da freue ich mich jetzt schon auf den nächsten Auftrag, der in ein paar Tagen realisiert wird!

Welches war der beste Moment bei dem Shooting?
Philip Freudigmann: Es ist nicht einfach, sich auf den einen »besten Moment« festzulegen. Es waren einfach zu viele.

Jan Michael Hosan: Es waren wirklich sehr viele sehr gute Momente, aber der Materialzug hat es mir besonders angetan – ich musste mir für das optimale Motiv richtig was ausdenken und improvisieren. Am Ende habe ich mit Tape die Kamera an den Zug geklebt…

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Welches Bild aus dem Shooting gefällt Dir am besten und warum?
Jan Michael Hosan: Der Festo-Mitarbeiter am »Rondell«. Ich habe mich mit dem Licht richtig ausgetobt und habe einiges ausprobiert – dankenswerterweise hat Festo mir insgesamt genug Zeit pro Motiv eingeräumt. Im Ergebnis finde ich, fügen sich Mensch und Technik richtig gut zusammen.

Mike Gamio: Das ist schwierig. Fotografisch würde ich sagen, dass mir der Materialzug (siehe Publikation) am besten gefällt, weil das Bild sehr dynamisch ist – das Licht an der Decke und die Tiefe des Bildes unterstützten diese Dynamik. Aber als Motiv bzw. Hintergrundgeschichte finde ich das Motiv mit dem Roboterarm am Spannendsten (siehe oben), weil ich dabei war und den Roboter live erleben durfte. Unglaublich, was da schon möglich ist… Aber das darf ich nicht im Detail erzählen…

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Die Ergebnisse sind sehr gut geworden – wo wurden und werden sie künftig eingesetzt?
Philip Freudigmann: Die Bilder, die mit Jan Michael Hosan erstellt wurden, finden sich ab sofort auf allen Kanälen, die das Thema »Technologiefabrik Scharnhausen« kommunizieren. Aber auch darüber hinaus werden wir die Bilder sicherlich ebenso für andere Kampagnen verwenden, die die Innovationskraft von Festo bildlich belegen sollen.

Vielen Dank für das Gespräch!

 

* Nach einer klassischen Ausbildung zum Werbefotografen arbeitete Jan Michael Hosan in Studios in Österreich und der Schweiz. Sein Handwerk – die Industriefotografie – schließlich mehr als beherrschend, eröffnete er 2006 sein eigenes Studio. Seitdem setzt er die Ideen seiner internationalen Kunden um – mit einem hochprofessionellen und den speziellen Anforderungen angepassten Equipment und immer mit seinem eigenen Blick. Jan Hosan ist neben der Industriefotografie auf Technologie-, Medizin und Wissenschafts-Fotografie spezialisiert. Er lebt in Neuwied und arbeitet weltweit.

fotogloria vertritt  Jan Michael Hosan und seine Industriefotografie exklusiv und weltweit. Über fotogloria können Sie ihn gerne für Ihre Ideen und Aufträge im Bereich Industriefotografie buchen – melden Sie sich jederzeit unter 040 609 42 906 -0 oder info@fotogloria.de

 

 

 

Horizonte-Countdown 2015 | Christoph Morlinghaus

Übermorgen ist es soweit – zum bereits achten Mal wird das Umweltfotofestival »Horizonte Zingst« eröffnet. Unkonventionell und mutig dabei die traditionelle Gruppenschau »One World«: »Die Bilder stammen von Fotografen, deren Anliegen es ist, Standpunkte und Positionen zu vermitteln. Dies geschieht mit dem Mut zu klaren Statements und oft auch mit avantgardistischen Bildideen.« beschreibt Kurator Klaus Tidge die Auswahl der gezeigten Strecken.

Sieben fotogloria-Fotografen wurden in diesem Jahr ausgewählt und sind in der großen Gruppenausstellung zu sehen – bis zur Eröffnung stellen wir Ihnen jeden Tag einen der  Fotografen und seine Arbeit vor. Heute zeigen wir Ihnen die Strecke »Computerwelt« von Christoph Morlinghaus. Viel Vergnügen!

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WAS
ungehäuste Halbleiter-Chips

WO
Mein Arbeitszimmer in Miami Beach

WARUM
»These CPU’s are hidden in electronic waste, forgotten, invisible, useless. As a form of recycling I opened those CPU’s and an entire microcosmos, almost looking like a cityscape, becomes visible. Basically images of forgotten memory. Those CPU’s are incredibly small, some only 1/4’’ across, and have been shot on 8×10’’ film.« (erschienen im US-amerikanischen Magazin Papersafe)

WIE
8×10’’ Grossformatfarbnegativfilm, Sinar P2, zwei Meter Kameraauszug

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WER
Christoph Morlinghaus lebt, liebt und atmet die Fotografie. Dazu kommen ein außer- gewöhnliches Talent, eine Großbildkamera und genug Mut, sich intelligenten Themen, schwierigen Motiven und komplexen Kunden- wünschen zu stellen. Ob auf unendlichen Ölfeldern, in weit verzweigten unterirdischen Archiven, ob in gigantischen Werkshallen oder angesichts Meisterwerke zeitgenössischer Architektur – Christoph Morlinghaus zeigt nicht nur, was zu sehen ist. Er macht sichtbar, was hinter dem Motiv steht und interpretiert auf subtile Weise, was sein könnte. Er lebt in Miami, USA, und Hamburg und arbeitet international.

P.S.: fotogloria vertritt Christoph Morlinghaus exklusiv in Deutschland. Und über fotogloria können Sie ihn gerne für Ihre Ideen und Aufträge buchen. Melden Sie sich jederzeit unter 040 609 42 906 -0 oder info@fotogloria.de.

 

Horizonte-Countdown 2015 | Frank Herfort

»Die Gruppenausstellung »One World« hat Tradition beim Umweltfotofestival »Horizonte Zingst«. Das Konzept dieser Bilderschau ist ganz bewusst alles andere als konservativ angelegt…« Das stimmt. Und darum ist die Schau auch für Kurator Klaus Tiedge immer wieder eine gerne gesehene Herausforderung.

Zu sehen ist die Ausstellung übrigens beim achten Umweltfotofestival »Horizonte Zingst«, das am 30. Mai eröffnet wird. Und wir stellen Ihnen jeden Tag einen der sieben ausstellenden fotogloria-Fotografen und seine Arbeit vor. Heute zeigen wir Ihnen die Strecke »Time in Between« von Frank Herfort. Viel Spaß!

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WAS
Time In Between ist eine Arbeit, die ich schon vor 10 Jahren als Teil meiner Diplomarbeit begonnen habe. Da ich aber bis zum heutigen Tag nicht von dem Thema loskomme, wird es wohl ein Dauerprojekt bleiben. Immer wenn ich Zeit und Gelegenheit habe, widme ich mich diesem Thema und versuche neue Bilder zu realisieren. Die letzten neuen Arbeiten sind erst vor ein paar Wochen in Sankt Petersburg entstanden. Gerade im aktuellen Russland, entdecke ich wieder vermehrt solche Situationen und öffentliche Ort, die mich wieder neu zu meinen Bildideen inspirieren.

WO
Die Bilder sind fast ausschließlich in Moskau und Sankt Petersburg entstanden. Ein kleiner Teil auf meinen Reisen durch Russland in Orten wie Tscheljabinsk, Shanty, Kansisk oder Kazan.

WARUM

Fasziniert haben mich immer die Menschen, die scheinbar wartend an einem Fleck standen oder einfach da waren. Für mich war immer unklar, was da eigentlich passiert. Haben sie eine Verabredung mit einem Bekannten, warten sie auf den Zug oder Bus, sind sie arbeitslos oder obdachlos, haben sie keinen Plan was sie als nächstes machen … ?  Eine Art Schwebezustand ohne Hoffnung , aber vielleicht auch ganz im Gegenteil. In der westlichen Welt, sieht man sowas nicht. Da steht niemand einfach so mal rum, jeder hat seinen Plan im Kopf und der wird jeden Tag abgearbeitet.
Von daher fand ich es auch irgendwie ganz erfrischend, zu sehen, das man auch mal nichts macht und guckt was das Schicksal für einen bereit hält. Es gibt doch jeden Tag soviel neue Entscheidungen , die man treffen muss und es gibt tausende von Möglichkeiten sein Leben zu leben. Um die Frage geht es eigentlich, weniger um Russland, obwohl man dort die Frage visuell sehr gut erkennen kann. Vielleicht ist das ja die berühmte russische Seele ?

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WIE
Fotografiert habe ich anfangs alles mit meiner Hasselbald und einer Sinar mit Planfilmen. Neuere Bilder nehme ich mit einem Mittelformatdigitalrückteil auf, fast immer vom Stativ. Ich fotografiere nichts heimlich oder versteckt. Ich mag es selber gern an einem Ort längere Zeit zu warten.

WER
Frank Herfort ist ein Reisender – sowohl durch die Wahl seiner beiden Wohnorte (Berlin und Moskau) als auch im Auftrag seiner internationalen Kunden. Aber eben auch durch die verschiedensten Facetten seiner Fotografie: Als wohlüberlegt und positiv neugierig kann man seine Reportagen bezeichnen, als strukturiert und emotional inspiriert seine Commercials. Präzise und dabei staunend sich sind seine Interieur- und Architektur-Arbeiten, exakt und liebevoll komponiert seine Industrie-Themen. Kurz: Frank Herfort überrascht und ist dabei trotzdem immer zuverlässig in den höchsten Qualitätsstufen der Fotografie unterwegs.

P.S.: fotogloria vertritt Frank Herfort exklusiv und weltweit. Und über fotogloria können Sie ihn natürlich gerne für Ihre Ideen und Aufträge buchen. Melden Sie sich jederzeit unter 040 609 42 906 -0 oder info@fotogloria.de.

NEU bei fotogloria: Corporate Fotografie von Christoph Papsch

Das Besondere an der Corporate Fotografie von Christoph Papsch ist die perfekt im Bild platzierte Mischung aus ungewöhnlicher Perspektive und emotionalem Moment – stets begleitet von einer differenzierten Beobachtung und einem leisen Humor. Aus all diesen Komponenten entstehen kraftvolle, inhaltsreiche und charismatische Fotos. Bilder, die Spaß machen. Christoph Papsch lebt in Bonn.

Wir freuen uns, dass Christoph Papsch ab sofort exklusiv und weltweit von fotogloria vertreten wird – Herzlich Willkommen Christoph!

fotogloria: Warum bist du Fotograf geworden?
Christoph Papsch: Schon immer wollte ich mit meinen Bildern Geschichten erzählen. Anfangs habe ich im Editorial-Bereich gearbeitet und für Tageszeitungen und Nachrichtenagenturen fotografiert. Später – als ich merkte, dass es gerade bei Nachrichtenagenturen mehr um die Schnelligkeit der Bildlieferung als um das gute Motiv geht – habe ich mehr und mehr für Zeitschriften und im Corporate-Bereich fotografiert.
Fotoreportagen und die Darstellung von Menschen in ihren jeweiligen Umgebungen interessieren mich besonders, die kleinen Dinge ebenso wie die großen Zusammenhänge. Als Fotograf begeistern mich große und laute Industriehallen, saubere HighTech-Reinräume, technische Anlagen und riesige Maschinen, Schiffe, Häfen, Flugzeuge und die dahinter stehende Logistik – vor allem aber das Zusammenwirken von Menschen und Technik.

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Kannst du dich an deinen ersten Job erinnern?
Einer meiner ersten bezahlten Jobs waren Fotos von feiernden Fußballfans in Köln während einer Fußballweltmeisterschaft. Der Auftrag war für eine Nachrichtenagentur. Die Stimmung und die Bilder waren bunt und alle (vor und hinter der Kamera) waren happy. Als ich tags darauf meine Fotos auf Zeitungswebseiten auf der anderen Seite der Erde gesehen habe, war ich natürlich stolz wie Bolle.

Was war dein schönstes | schlimmstes Erlebnis als Fotograf?
Schöne Erlebnisse hatte ich viele: Ich konnte in den letzten Jahren so viele spannende Projekte fotografieren, bin an Orte gekommen, die nur wenige Menschen zu Gesicht bekommen und habe dabei etliche Länder gesehen. Das schönste ist aber noch immer das großartige Gefühl, das man hat, wenn der Job gut gelaufen, der Kunde zufrieden ist und es zurück nach Hause geht.
Schlimme Erlebnisse hatte ich, abgesehen von kleineren technischen Problemchen, bisher zum Glück keine – bis auf die fürchterlich stürmische Reise auf einem kleinen Frachtschiff durch die winterliche Biskaya mit meterhohen Wellen…

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Wie arbeitest du am Liebsten?
Meine Fotos entstehen ja hauptsächlich on location in oder für Unternehmen. Einerseits liebe ich es, ganz unbefangen und ohne starren Rahmen an ein Projekt heranzugehen und dabei spannende Motive zu finden. Andererseits sind Organisation und Absprachen vor einer Produktion ebenso wichtig, um ein perfektes Ergebnis zu erzielen. Geht es um Reportage-Fotografie ist vieles oft nicht planbar, weil z.B. das Frachtflugzeug, das beim Entladen fotografiert werden soll, verspätet ist und nicht tagsüber sondern in der Nacht landet, das Licht plötzlich weg ist und die Parkposition der Maschine am unattraktiven Ende des Flughafens ist. Eine gute Organisation vorab, die alle Details so gut wie möglich aufnimmt und ebenso Alternativen einplant, ist deshalb eine wichtige Voraussetzung für eine gelungene Fotoproduktion, die auch den Kunden glücklich macht.

Was verbindest du mit fotogloria?
Mit fotogloria verbinde ich vor allem Professionalität in der Foto- und Bilderbranche. Edda, Mike und Jochen sind ein sympathisches Team. Sie sind sehr engagiert, kennen sich auf dem Markt gut aus und wissen was für welchen Kunden möglich ist.

Wie hast du deinen eigenen fotografischen Schwerpunkt | Standpunkt entwickelt?
Vor einigen Jahren konnte ich auf einem Containerschiff mitfahren, eine mehrtägige Atlantik-Querung vom italienischen La Spezia nach New York. Die Fotoreportage war für ein Kundenmagazin. Während der Tage an Bord hat mich natürlich das Schiff, die Ladung, die Größe der Häfen und die dahinter stehende Logistik fasziniert. Auf der anderen Seite konnte ich die Menschen auf dem Schiff mehrere Tage begleiten und kennen lernen und habe dabei erlebt, wie sie dort sieben Tage die Woche für mehrere Monate fern von Heimat und Familie arbeiten und leben. Ein wirklich harter Job, mit dem ich nicht unbedingt tauschen möchte. Mir aber hat das gezeigt, dass die größte und beeindruckendste Technik nicht ohne Menschen stattfindet. Seitdem habe ich den Schwerpunkt der Corporate-Fotoreportage auf dieser Erfahrung weiter ausgebaut. Mir ist es ein besonderes Anliegen, wann immer möglich, auch die Menschen mit ins Bild zu nehmen.

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Für welchen Kunden würdest du gerne einmal arbeiten?
Ich liebe den Geruch von zerspanendem Metall, von Schweröl und Kerosin, das Zischen von Hydraulik, das Rappeln von Anlagen und das Wummern von Maschinen und Motoren. Kurzum: Ich stelle mir da keinen speziellen Kunden vor. Eher möchte ich all das fotografieren, was mit beeindruckender Technik, Industrie oder Logistik an ganz besonderen Orten zu tun hat, bei dem Menschen ebenso im Mittelpunkt stehen wie das Produkt; ich will mich da nicht festlegen – dafür gibt es zu viele spannende Projekte…

fotogloria vertritt Christoph Papsch und seine Corporate Fotografie ab sofort exklusiv und weltweit. Über fotogloria können Sie ihn gerne für Ihre Ideen und Aufträge buchen – melden Sie sich jederzeit unter 040 609 42 906 -0 oder info@fotogloria.de.

Der Industrieanzeiger und die »Augenblicke der Technik«

Selbst mehr als 1.000 Worte reichen nicht aus, um zu sagen, was gute Bilder wirklich können: sie erzählen, erklären, bringen zum Staunen, sind lehrreich oder einfach nur schön. Und das natürlich auch, wenn sie in den Bereichen Technik, Industrie, Medizin und Wissenschaft – seit vielen Jahren die Kernbotschaft von fotogloria – entstanden sind.

Und so ist es kein Wunder, dass der »Industrieanzeiger« gerne mit starken fotogloria-Bildern arbeitet: Sechsundzwanzig Mal im Jahr druckt das Magazin eine Doppelseite mit einem Motiv, das bei technikaffinen Menschen in Unternehmen für Begeisterung sorgt. Im fotogloria Blog erklärt »Industrieanzeiger«-Chefredakteur Werner Götz, wie und für wen er die passenden Fotos auswählt.

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fotogloria: Der »Industrieanzeiger« – was verbirgt sich hinter diesem Titel?
Werner Götz: Der Industrieanzeiger bietet exklusive und praxisnahe Berichterstattung und erscheint 32 mal im Jahr. Die Schwerpunke in der Berichterstattung kommen aus den Bereichen Maschinenbau, Fertigungstechnik, Elektrotechnik, Automotive – um die wichtigsten zu nennen. Die Redaktion arbeitet nach journalistischen Kriterien in Form von Reportagen, Interviews, Kommentaren, Hintergrundberichten, Messeberichten und dergleichen. Auch exklusive und nach Vorgabe der Redaktion geschriebene Fachartikel erscheinen im Industrieanzeiger. Unter der Marke Industrieanzeiger erscheinen zudem diverse Sonderausgaben, etwa zum Thema »Smart Energy« oder Logistik, und tagesaktuell produzierte Messezeitungen. Auch veranstaltet und moderiert die Redaktion Veranstaltungen, Kongresse, Webinare und erstellt Newsletter, neben der immer wichtiger werdenden Online-Präsenz.

Welche Leserschaft erreichen Sie mit welchen Themen?
Die journalistische Arbeitsweise ist auf das moderne Management in der Industrie zugeschnitten. Angesprochen werden vor allem Entscheider und die technische sowie kaufmännische Führungsebene. Die Auflage beträgt derzeit etwa 41.000 Exemplare. Gelesen wird die Fachzeitschrift vorwiegend in mittelständischen Unternehmen von Inhabern, Geschäftsführern und Technischen Leitern, in Betriebsstätten größerer Unternehmen vom technischen Management. Die Themen kommen schwerpunktmäßig aus dem Bereich der Fertigungstechnik und dem Maschinenbau, ein wichtiger Fokus liegt auf der Zukunft der Produktion in Form etwa einer regelmäßigen Rubrik und der Sonderausgabe »Future Trends« sowie der Thematik »Technologietransfer«.

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In der Rubrik »Augenblicke der Technik« zeigen Sie besondere, atemberaubende, schöne, spannende Bilder aus der Industrie – nach welchen Kriterien wählen Sie die Bilder aus?
Die Bilder müssen unsere Zielgruppe und Leserbranchen ansprechen, also etwa technikaffine Menschen. Wobei die Themen Entwicklung, Forschung und generell Zukunft wichtige Rollen spielen. Zugleich muss das Bild für sich selbst sprechen können.

Seit einigen Wochen zeigen Sie gerne Motive, die von fotogloria-Fotografen fotografiert wurden – was schätzen Sie an der Zusammenarbeit?
Wir veröffentlichen geeignete Bilder aus der Industrie, also auch von Unternehmen, von Instituten und auch von fotogloria ausschließlich nach unseren redaktionellen Kriterien. fotogloria spielt da eine wichtige Rolle, zum einen bedingt durch den großen Fundus an sehr guten, für uns geeigneten Bildern, zum anderen aber auch, weil bei manch gutem Bild aus der Industrie zugleich eine zu offensichtliche Werbebotschaft integriert ist, etwa in Form von Firmennamen und Logos auf Geräten und Aparaturen. Das lassen die redaktionellen Kriterien aber nicht zu, so dass hier die Auswahl eingeengt ist und eigentlich geeignete Bilder manchmal nicht verwendet werden können. Integriert in ein Bild ist der Text, mit dem der Inhalt beschrieben und auch auf die Firma eingegangen wird, nach redaktionellen Aspekten. Zudem stehen – auch in heutigen Zeiten – nicht wenige Industriebilder schlicht nicht in der ausreichenden Auflösung zur Verfügung.

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Wenn ein Unternehmen eine gute Idee für die »Augenblicke der Technik« hat, was ist dann zu tun?
Das oben gesagte berücksichtigen und mit der Redaktion sprechen. Ist der Inhalt geeignet? Welche Kriterien sind zu beachten? Welche Auflösung? Zu oft bekommen wir unabgesprochen Bilder angeboten, die nicht geeignet sind und dementsprechend auch nicht veröffentlicht werden. Das lässt sich durch vorherige Kontaktaufnahme vermeiden. Die letzte Entscheidung, welche Bilder veröffentlicht werden, bleibt aber – streng nach unseren redaktionellen Leitlinien – natürlich immer in der Redaktion.

*Wenn Sie Interesse an wirklich guter Fotografie für Ihr Unternehmen haben, melden Sie sich gerne und jederzeit bei uns unter 040 609 42 906 -0 oder info@fotogloria.de.

**Die oben gezeigten Motive stammen von Jan Michael Hosan, Anna Schroll und Anna Mutter.

Fotografie International – NEU bei fotogloria

Deutsche Unternehmen produzieren international, exportieren in die ganze Welt, expandieren rund um den Globus, bieten Arbeitsplätze und damit Kaufkraft in jedem Land der Erde. Kurz: Sie sind eine starke Wirtschaftskraft und international zuhause. Eigenschaften, die sich hervorragend für eine fotografierte Unternehmenskommunikation anbieten: Starke Unternehmen, starke Bilder.

Und genau das ist es, worauf fotogloria spezialisiert ist. In Deutschland. Und ab jetzt auch auf der ganzen Welt. Zum Start des Internationalen fotogloria-Netzwerks präsentieren wir Ihnen die ersten 14 Fotografen rund um den Globus, denn fotogloria steht auch in Zukunft für sehr gute Fotografie International.

Ihre gesuchte Region ist zur Zeit noch nicht im Internationalen fotogloria-Netzwerk aufgeführt? Melden Sie sich trotzdem gerne und jederzeit mit Ihren Ideen bei uns – wir haben  ungezählte weitere internationale Kontakte für jede Stadt für jedes Land, für jeden Winkel der Welt: info@fotogloria.de oder 040 609 42 906 -0.

 

Die  14 Internationalen fotogloria-Netzwerk Fotografen sind: Ezequiel Scagnetti (Benelux), Claus Sjödin (Dänemark), Matti Immonen (Finnland), Lea Crespi (Frankreich), Raphael Demaret (Frankreich), Alex Galmeanu (Rumänien), Frank Herfort (Russland), Mans Berg (Schweden), Markel Redondo (Spanien), Ehrin Macksay (Vietnam), Philippe Roy (China), Christoph Morlinghaus (USA), Patrick Strattner (USA), Enio Tavares (Brasilien), Javier Pierini (Argentinien) und Wouter Kingma (VAE). Willkommen!

Startseite Internationales Netzwerk

Das Herz der Wirtschaft schlägt weiter mit fotogloria

Die Website Herz der Wirtschaft ist ein engagiertes Projekt, das Unternehmen, Mitarbeiter und Produktpaletten der deutschen Metall- und Elektro-Industrie in Foto und Text vorstellt. Im Interview erzählten uns jüngst Klaus Chevalier und Nicolas Schöneich von der betreuenden Agentur IW Medien Köln mehr zu dem Projekt, bitte HIER entlang.

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Mittlerweile ist fotogloria-Fotograf Jan Michael Hosan weiter kreuz und quer durch Deutschland getourt und hat für das Projekt etwa bei Bombardier oder MTU fotografiert und wir können drei weitere gelungene Produktionen zeigen – Fortsetzung folgt…

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Horizonte-Countdown 2014 | Jan Michael Hosan

»So groß und schön sind Schmetterlinge noch nie dargestellt worden!« sagt Festival-Kurator Klaus Tiedge mit einer gehörigen Prise Stolz auf die grandiose Open-Air-Schau »Butterfly« am Strand von Zingst. »Der Fotograf Jan Michael Hosan ist den fliegenden zarten Schönheiten im Schmetterlingsgarten Sayn mit einer speziellen Beleuchtungstechnik gefolgt, um sie im entscheidenden Moment zu fotografieren«

Das Ergebnis sind 30 großartige und – in drei mal drei Metern gezeigt – großformatige Bilder, die mit ihrer fotografischen Brillanz begeistern. Und die damit noch ein Grund mehr liefern, die Reise an den Bodden anzutreten und sich dort auf dem siebten Umweltfotofestival »Horizonte Zingst« umzusehen – die Eröffnung ist morgen, am 24ten Mai und das Festival läuft bis zum ersten Juni 2014.

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WAS
Schmetterlinge. Sehr viele Schmetterlinge.

WO
Der »Garten der Schmetterlinge Schloss Sayn« in Bendorf-Sayn hat seine Türen sehr weit für mich aufgemacht und mich an mehreren Tagen in Ruhe arbeiten lassen – das war großartig, vielen Dank dafür.

WARUM
Eines Tages hat mich meine Agentur fotogloria angerufen, die ja schon seit vielen Jahren mit dem Kurator des Festivals »Horizonte Zingst«, Klaus Tiedge, zusammen arbeitet und fragte mich, ob ich Interesse an einem Experiment für eine der Festival-Ausstellungen habe. Und da ich immer gerne etwas Neues ausprobiere, war ich zwar sofort dabei, das Thema allerdings hat mir Kopfzerbrechen bereitet… Schmetterlinge… Und das mir als Industrie- und Technik-Fotograf… Fand ich erst einmal total widersprüchlich, aber im Gespräch wurde mir sehr schnell klar, dass das Thema in erster Linie eins sein wird: Eine große technische Herausforderung. Genau mein Ding! Und das war es dann auch. Ich habe mir mein Equipment in Teilen selber gebaut und habe lange getüftelt, um die Schmetterlinge »ins richtige Licht« zu setzen. Und als ich dafür eine Lösung gefunden hatte, mussten nur noch die Schmetterlinge mitspielen – ein nochmals erhöhter Schwierigkeitsgrad zu meiner sonstigen Arbeit, denn normalerweise bewegen sich Industriehallen oder zu fotografierende Produkte nicht… Wie ich die Schmetterlinge zum mitmachen bewegt habe, bleibt allerdings mein Betriebsgeheimnis.

WIE
Ich war zuerst einmal auf eine schnelle Arbeitsweise angewiesen. Und dann sollten die Bilder auf 3×3 Meter gut aussehen und knackig scharf sein. Dazu wollte ich die Farben der Schmetterlinge brillant rausarbeiten und wollte einen möglichst plastischen Effekt haben. Alles in allem hatt ich dabei: Die Leica S, meinen selbst gebauten Blitz aus einem Glasfaserkabel und den Generator dazu auf dem Rücken.

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WER
Nach einer klassischen Ausbildung zum Werbefotografen arbeitete Jan Hosan in Studios in Österreich und der Schweiz. Sein Handwerk schließlich mehr als beherrschend, eröffnete er 2006 sein eigenes Studio. Seitdem setzt er die Ideen seiner internationalen Kunden um – mit einem hochprofessionellen und den speziellen Anforderungen angepassten Equipment und immer mit seinem eigenen Blick. Jan Hosan ist auf Industrie-, Technologie- und Wissenschafts-Fotografie spezialisiert und lebt in Neuwied.

P.S.:
Alle Bilder der Serie »Butterfly« von Jan Michael Hosan finden Sie im fotogloria-Archiv, bitte HIER entlang. Bei allen Fragen zur Lizensierung oder zu anderen Themen melden Sie sich gerne und jederzeit.

P.P.S.:
fotogloria vertritt Jan Michael Hosan exklusiv und weltweit und über fotogloria können Sie ihn gerne für Ihre Ideen und Aufträge buchen – melden Sie sich jederzeit unter 040 609 42 906 -0 oder info@fotogloria.de.

Das Herz der Wirtschaft schlägt mit fotogloria

Die deutsche Wirtschaft ist in ihrer Innovation, Perfektion und Zuverlässigkeit einzigartig. Und in ihrer Vielfalt legendär. So viel ist bekannt.
Wie viele Millionen Menschen aber alleine in den Unternehmen der deutschen Metall- und Elektro-Industrie beschäftigt sind, welche Unternehmen auf ihrem Gebiet Weltmarktführer sind und wie viele Produkte »Made in Germany« ihren Weg ins Ausland antreten, davon erzählt die Website » Herz der Wirtschaft «. Und die Fotos dazu liefern die fotogloria Fotografinnen und Fotografen.
Im Interview erzählen Klaus Chevalier und Nicolas Schöneich von der betreuenden Agentur IW Medien Köln mehr zu dem Projekt.

fotogloria: Das » Herz der Wirtschaft « – welche Idee steckt dahinter?
Klaus Chevalier und Nicolas Schöneich: Das » Herz der Wirtschaft « sind die Unternehmen der deutschen Metall- und Elektro-Industrie. Das sind Firmen, die zum Beispiel Autos oder Schiffe bauen, die Elektrotechnik oder Maschinen produzieren – und auf ihrem Gebiet häufig Weltmarktführer sind. Sie beschäftigen mehr als 3,7 Millionen Menschen hierzulande und sorgen für mehr als 60 Prozent aller Exporte. Zugleich kennt man aber viele von ihnen gar nicht. Diese Unternehmen stellen wir – die Mitarbeiter der Kölner Agentur IW Medien – auf der Webseite www.herz-der-wirtschaft.de vor. Damit die Menschen erfahren, wo Deutschlands Wirtschaft Spitze ist und wer sie dazu macht: alle Beschäftigten vom Azubi bis zum Chef.

An wen wendet sich das Projekt?
Wir sprechen einerseits die Menschen an, die in einem M+E-Unternehmen arbeiten: Sie sollen sich dort wiederfinden, sie sollen lesen, warum ihre Kollegen stolz auf ihre Branche und deren Leistungen sind. Andererseits aber ist natürlich auch die breite Öffentlichkeit unsere Zielgruppe: Seien es Jugendliche, die nach einem Ausbildungsplatz in einer innovativen Branche suchen, oder einfach Technikbegeisterte, die wir mit Blicken hinter die sonst verschlossenen Werkstore faszinieren wollen.

© Tobias Gerber_fotogloria_IWK

Vorgestellt werden Unternehmen in Bild und Text. Und die Bilder liefern Ihnen unter anderen fotogloria-Fotografen wie Jan Michael Hosan, Anna Schroll oder Tobias Gerber – was schätzen Sie an der Zusammenarbeit?
Bilder machen unsere Unternehmensreportagen erst sehenswert. Und die fotogloria-Fotografen bringen genau den Blick mit, den wir uns wünschen. Sie haben das Auge für die besten Motive, sind kreativ und technisch immer auf dem neusten Stand. Egal, in welcher Region Deutschlands wir auch kurzfristig einen Fotografen brauchen – fotogloria hat einen, der unsere Ansprüche versteht: Wenn man junge Spezialisten für Industriefotografie wie Jan Michael Hosan oder Anna Schroll bucht, weiß man, dass die Aufnahmen perfekt werden und dabei authentisch bleiben. Da gibt es keine Routinen, nur große Aufgeschlossenheit und die Lust am besten Bild, ob von der tonnenschweren Maschine oder vom winzigen Bauteil. Bei Jan kommt noch eine Besonderheit hinzu: Er ist gelernter Metallbauer, zu ihm fassen die Menschen in dieser Branche sehr schnell Vertrauen, weil er weiß, wie sie ticken. Das macht den Umgang mit den Beschäftigten umso leichter.

Wonach suchen Sie die gezeigten Unternehmen aus? Vielmehr: Können sich interessierte Unternehmen auch bei Ihnen melden?
Wir suchen eigentlich »nur« nach interessanten Geschichten, ob über ein Unternehmen, eine Technologie oder einen einzelnen Mitarbeiter. Ob über die Nummer Eins in einem Nischenmarkt, das Auto von morgen oder eine sozial engagierte Ingenieurin. Zu allen drei Aspekten gibt es sicher noch eine Unmenge zu erzählen. Auftraggeber von »Herz der Wirtschaft« sind die Arbeitgeberverbände der deutschen Metall- und Elektroindustrie. Deshalb ist die einzige Voraussetzung, um von uns vorgestellt zu werden, dass ein Unternehmen Mitglied in einem Verband wie Nordmetall oder Südwestmetall ist.

© Jan Michael Hosan_fotogloria_IWK

Das » Herz der Wirtschaft « schlägt noch nicht lange, stellt aber schon jetzt Unternehmen aus vielen Regionen Deutschlands vor – was sind Ihre Pläne für die Zukunft?
Es gibt sicherlich mehrere Tausend Firmen, die wir potenziell porträtieren könnten, mit Abertausenden Themen. Insofern werden wir weiter deutschlandweit nach spannenden Unternehmen suchen, sie besuchen und vorstellen. Parallel wollen wir die Bekanntheit der Seite ausbauen, sodass noch mehr Menschen das »Herz der Wirtschaft« entdecken.

Die Bilder von oben nach unten wurden fotografiert von Anna Schroll, Tobias Gerber und Jan Michael Hosan.

* Anna Schroll liebt es, Menschen bei der Arbeit zu portraitieren – deren Tätigkeit, das individuelle Arbeitsumfeld, die Leidenschaft für das, was sie tun. Sie ist dabei die stille Beobachterin hinter der Kamera, die ihren Protagonisten viel Raum und gerne Zeit lässt. Damit schafft sie es, in ihren Motiven dezent und dennoch wirkungsvoll auf den Punkt zu kommen. Anna Schroll lebt in Jena.

* Nach einer klassischen Ausbildung zum Werbefotografen arbeitete Jan Michael Hosan in Studios in Österreich und der Schweiz. Sein Handwerk schließlich mehr als beherrschend, eröffnete er 2006 sein eigenes Studio. Seitdem setzt er die Ideen seiner internationalen Kunden um – mit einem hochprofessionellen und den speziellen Anforderungen angepassten Equipment und immer mit seinem eigenen Blick. Jan Hosan ist auf Industrie-, Technologie- und Wissenschafts-Fotografie spezialisiert und lebt in Neuwied.

* Bereits am Anfang seiner fotografischen Karriere entwickelte Tobias Gerber seine Liebe zum Detail in einem kleinen Werbestudio für Produkt- und Architektur-Aufnahmen – es folgte eine klassische Ausbildung zum Fotografen in einem Stuttgarter Studio mit dem Schwerpunkt Industrie. Seit dem Jahr 2000 arbeitet er freiberuflich in den Schwerpunkten Portrait, Corporate, Reise und Landschaft. Tobias Gerber lebt bei Stuttgart.
fotogloria vertritt Anna Schroll, Jan Michael Hosan und Tobias Gerber exklusiv und weltweit. Über fotogloria können Sie sie natürlich auch gerne für Ihre Ideen und Aufträge buchen – melden Sie sich jederzeit unter 040 609 42 906 -0 oder info@fotogloria.de.