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Tobias Gerber für den ZVOS: Berufsbild Orthopädieschuhmacher

Jedes Handwerk braucht guten Nachwuchs – auch das des Orthopädieschuhmachers. Und um auf den Beruf aufmerksam zu machen, hat der Zentralverband desselben beschlossen, Werbung für eben jenes Berufsbild zu machen. Mit Fotos von fotogloria-Fotograf Tobias Gerber.

Wir haben Oliver Dieckmann, den Hauptgeschäftsführer des Verbandes und Tobias Gerber zum Gespräch gebeten:

fotogloria: Herr Dieckmann, Sie haben das Shooting für den ZVOS organisieren lassen.  Zuallererst: Bitte erzählen Sie uns etwas mehr über den Verband und Ihre Aufgaben.
Oliver Dieckmann: ZVOS steht für Zentralverband Orthopädieschuhtechnik. Wir vertreten die Interessen von ca. 2600 Orthopädieschuhmachern in Deutschland. Diese kümmern sich um die Mobilität unterschiedlichster Zielgruppen. Das sind immobile, alte oder behinderte Menschen. Oder auch Menschen mit chronischen Erkankungen wie Diabetes, Rheuma etc. sind dringend auf die Orthopädieschuhtechnik angewiesen. Großen Raum nimmt auch die Versorgung von Breiten- und Leistungssportlern oder Menschen in stehenden Berufen oder solchen mit Gefahren für Fuß und Bein durch schwere Lasten, gefährliche Arbeitssituationen.

Welche Inhalte sollten fotografiert werden? Und für welche Zwecke?
Wir wollten Bilder für die gesamte Öffentlichkeitsarbeit des ZVOS haben. Die sollten vor allem auch dem Nachwuchs zeigen, wie attraktiv dieses Handwerk ist. Die Vielfalt sollte zum Ausdruck kommen: Handwerk, Medizinwissen, helfen können, Technik, Design… Und wir wollten natürlich auch der gesamten Öffentlichkeit – seien es Politiker, Medienvertreter, Leute wie Du und ich – zeigen, dass wir die Mobilmacher sind.

ZVOS - Zentralverband Orthopaedieschuhtechnik,  Aufnahmeort: Dierolf Orthopaedieschuhtechnik, Obersontheim-Hausen,   Aufnahmedatum: 28. Januar 2016,  Fotograf: Tobias Gerber,  www.tobiasgerber.de,  email@tobiasgerber.de,

Wie und warum haben Sie sich für fotogloria-Fotograf Tobias Gerber entschieden?
Wir hatten Bilder aus dem Handwerk von Tobias Gerber gesehen. Die gefielen uns, weil das Handwerk immer lebendig und faszinierend dargestellt war. Und er hat interessante Ideen, Linienführungen, Perspektiven. Da fiel schnell die Entscheidung auf ihn, um zu zeigen, wie innovativ, kreativ und lebendig das Orthopädieschuhtechnik-Handwerk ist.

Tobias, kommen wir nun zum Shooting – wie hast Du Dich darauf vorbereitet und was hast Du dafür eingepackt?
Wir haben uns bei einem Termin vorab die Werkstatt und den Laden angeschaut. Das war sehr hilfreich, weil dann in der Woche bis zum Fotografieren ein Bild in meinem Kopf reifen konnte. Da wir viele einzelne Stationen hatten, habe ich mich für leichtes Equipment entschieden, um lange Umbauzeiten zu minimieren. Da waren also viele Canon Speedlights mit IR- Auslösung, Schirme und Softboxen im Spiel.

Hattest Du bei der Motivauswahl und -Aufbau freie Hand oder gab es ein Briefing?
Es gab Themen abzuarbeiten. Wo und wie ich fotografiere war glücklicherweise sehr offen. Wir haben auch nicht jedes Bild auf dem Display besprochen – so kann man viel besser arbeiten und sich besser auf das gute Ergebnis konzentrieren.

Wie bist Du bei dem Shooting vorgegangen und hast das beste fotografische Resultat erreicht?
Ich suche mir immer zuerst die beste Kameraposition und setzte dann Licht. Danach werden Feinheiten korrigiert.

ZVOS - Zentralverband Orthopaedieschuhtechnik,  Aufnahmeort: Dierolf Orthopaedieschuhtechnik, Obersontheim-Hausen,   Aufnahmedatum: 28. Januar 2016,  Fotograf: Tobias Gerber,  www.tobiasgerber.de,  email@tobiasgerber.de,

Herr Dieckmann, wie haben Organisatoren und Models denn das Shooting mit Tobias Gerber erlebt?
Von der gemeinsamen Orga, Besprechungen und der Ortsbesichtigung habe ich nur sehr Positives gehört. Und dann lief es beim Shooting ja wohl auch wie am Schnürchen. Die »Models« – alles junge, engagierte Menschen der Orthopädieschuhtechnik – waren begeistert. Das springt auch förmlich aus den Bildern heraus. So wollten wir auch das Berufsbild der Orthopädieschuhtechnik zeigen.

Und Tobias, welcher Moment war der Schwierigste und/oder der Beste beim Shooting?
Der Schwierigste ist der vor dem Fototermin, wenn man sich noch nicht sicher ist wie man die Wünsche des Kunden mit dem Gegebenen umsetzen kann. Eine Werkstatt ist eben eine Werkstatt und nicht immer urig schön – aber das hat dann ja alles gut geklappt. Der Beste Moment war die Zusammenarbeit mit den Modells und der Kollegin von ZVOS. Das hat einfach gut gepasst. Ein sehr guter Moment ist auch immer der, wenn man sieht, dass die Vorstellung vom Kopf sich umsetzen lässt.

Herr Dieckmann, welches ist Ihr Lieblingsbild aus dem Shooting und warum?
Da kann ich mich jetzt gar nicht direkt entscheiden. Meine Favoriten: Die Bilder im Leistenlager, in dem unsere jungen Orthopädieschuhmacher fröhlich – und zum Teil etwas mit Augenzwinkern – umherspringen. Die sind einfach genial!

ZVOS - Zentralverband Orthopaedieschuhtechnik,  Aufnahmeort: Dierolf Orthopaedieschuhtechnik, Obersontheim-Hausen,   Aufnahmedatum: 28. Januar 2016,  Fotograf: Tobias Gerber,  www.tobiasgerber.de,  email@tobiasgerber.de,

Und zuguterletzt: Wie haben Sie die Zusammenarbeit mit fotogloria empfunden?
So professionell und umsichtig wie wir an die Dinge herangehen, so war es auch bei fotogloria. Man sprach »eine Sprache« – und menschlich war man »auf einem Nenner.«

Vielen Dank für das Gespräch.

 

* Bereits am Anfang seiner fotografischen Karriere entwickelte Tobias Gerber seine Liebe zum Detail in einem kleinen Werbestudio für Produkt- und Architektur-Aufnahmen – es folgte eine klassische Ausbildung zum Fotografen in einem Stuttgarter Studio mit dem Schwerpunkt Industrie. Seit dem Jahr 2000 arbeitet er freiberuflich in den Schwerpunkten Portrait, Corporate, Berufsbild, Reise und Landschaft. Tobias Gerber lebt bei Stuttgart und arbeitet weltweit.

fotogloria vertritt Tobias Gerber exklusiv und weltweit. Über fotogloria jedenfalls können Sie ihn gerne für Ihre Ideen und Aufträge buchen – melden Sie sich jederzeit unter 040 609 42 906 -0 oder info@fotogloria.de.

40.000 Besucher beim achten Umweltfotofestival »Horizonte Zingst«

Was für eine Bilanz für das achte Umweltfotofestival »Horizonte Zingst«: Mehr als 40.000 Besucher schauten sich an nur sieben Tagen die 20 grandiosen Ausstellungen an!

Nebst Workshops, Multimediavorträgen und der abendlichen Bilderflut gab es vor allem wieder gute Fotografie zu sehen. Ganz vorne mit dabei war in diesem Jahr die große Gruppenausstellung »One World«, eines der Lieblingsstücke von Kurator Klaus Tiedge: »Es ist unsere Welt in aktuellen Bildern zeitgenössischer Fotografie, die in dieser Ausstellung Raum findet. Kontrastreich, widersprüchlich, erschreckend, aber auch begeisternd prallen hier visuelle Botschaften aufeinander. Die Bilder stammen von Fotografen, deren Anliegen es ist, Standpunkte und Positionen zu vermitteln. Dies geschieht mit dem Mut zu klaren Statements und oft auch mit avantgardistischen Bildideen.«

Gesagt, getan – ausgestellt waren entsprechend Arbeiten von sieben fotogloria-Fotografen: Nicoló Minerbi, Federico Ciamei, Christoph Morlinghaus, Toby Binder, Frank Herfort, Jordi Busque und Ed Thompson! Es war eine Freude, durch die Schau im Kunsthallenhotel zu gehen und so viele großartige fotogloria-Bilder zu sehen!

Und so fand dann auch Klaus Tiedge warme Worte zur Zusammenabeit mit fotogloria: »Aus der Sicht eines Kurators, der immer auf der Jagd nach der besonderen Fotografie ist: »Wenn es FOTOGLORIA nicht gäbe, müsste man eine solche Agentur sofort erfinden«. Ich habe keine andere Quelle auf der Suche nach den besonderen Bildern, jenseits des Mainstreams heutiger Betrachtungsweise, als eben diese auf Individualität ausgerichtete Agentur. Bei FOTOGLORIA sind immer wieder wahre Entdeckungen zu machen. Weder die spekulativen Bewertungen des Kunstbetriebes noch die spektakulären Auftritte im Werbegeschäft spielen hier eine Rolle. Es ist der Mut zur Außenseiterrolle, der ganz eigene Qualitätsstandards sichtbar macht. Für die Arbeit der Erlebniswelt Fotografie Zingst ist FOTOGLORIA ein erfolgsbestimmender Kontakt.«

Nicht zuletzt sind Qualität und Erfolg des Festivals aber natürlich dem umtriebigen Festival-Team zu verdanken, darum gilt unser Dank für diese grandiose Ausstellungsmöglichkeit und auch für die Gastfreundschaft an dieser Stelle:  Klaus Tiedge, Peter Krüger, Rico Nowicki, Anne Crämer, Steffi Schiller, Jens Redecker, Sascha Oemcke, Simone Marks, Doreen Meyer und allen anderen, die für ein weiteres unvergessliches Festival gesorgt haben.

Wir freuen uns auf das nächste Jahr – das neunte Umweltfotofestival »Horizonte Zingst« findet vom 28. Mai bis zum 05. Juni 2016 statt!

 

P.S.: Die Fotos in diesem Beitrag wurden gemacht von: Anke Großklaß, Jochen Raiß und Edda Fahrenhorst.

Horizonte-Countdown 2015 | Ed Thompson

Am 30. Mai ist es wieder soweit: Das achte Umweltfotofestival »Horizonte Zingst« wird eröffnet. Eine der größten Schauen in der Festivalwoche ist die Ausstellung »One World« – und sieben fotogloria-Fotografen sind mit ihren Arbeiten dabei!

»One World« muss unkonventionell sein und ist ganz auf Überraschungseffekte konzipiert.« sagt Festival-Kurator Klaus Tiedge in seinem Begleittext zur Ausstellung. Und in diesem Sinne stellen wir Ihnen ab heute bis zur Festival-Eröffnung jeden Tag eine von den überraschenden und unkonventionellen Arbeiten der fotogloria-Fotografen vor. den Anfang macht Ed Thompson mit seinen »Nuclear Families«. Viel Spaß!

Nuclear families © Ed Thomspon

WHAT
The series Nuclear Families looks into the modern family in Britain who happen to live by two nuclear power stations.

WHERE
The series is photographed near where I grew up, in the curiously flat shingle peninsular that is Dungeness, Kent.

WHY
Having grown up nearby I’d photographed Dungeness a number of times, it is a very surreal and photogenic area that has been photographed a lot over the years by thousands of photographers – in Nuclear Families I created a new take on a much photographed area. It allowed me to make a historical document of modern life in the early 21st century and our relationship with nuclear energy.

Nuclear Families

HOW
I worked on medium format film and spent time hanging out with the families for a number of months off and on, having tea and hanging out. At the end of the series they gave me a kitten.

WHO
Ed, who was born in Wales, has been published by National Geographic Magazine, the Guardian Weekend Magazine, Sunday Times Magazine, the BBC, CNN, the Huffington Post, Newsweek, Photoworks, Featureshoot, and Vice, among others. His work has been exhibited at Christie’s and Somerset House in London, Melkweg Gallery in Amsterdam and at various photography festivals including Les Rencontres d’Arles. Ed has lectured at the V&A Museum, The Bishopsgate Institute and at a number of universities. He regularly speaks about photography on television and radio; most recently he spoke live on the BBC World Service where he shared his views on the World Press Photo contest and image manipulation. Ed is currently an Associate Lecturer at the London College of Communication.

P.S.: Über fotogloria können Sie Ed Thompson gerne für Ihre Ideen und Aufträge buchen. Melden Sie sich jederzeit unter 040 609 42 906-0 oder info@fotogloria.de.

P.P.S.: Die ganze Serie »Nuclear Families« von fotogloria-Fotograf Ed Thompson ist  in der fotogloria Bilddatenbank zu sehen, bitte HIER entlang. Natürlich können Sie alle Motive auch für Ihre Zwecke lizensieren – Melden Sie sich jederzeit unter 040 609 42 906 -0 oder info@fotogloria.de.

Horizonte Zingst 2015– Klick zeigt ersten Einblick

Da ist er! Der erste Blick in das Programm vom achten Umweltfotofestival »horizonte zingst«​! Und fotogloria ist natürlich wieder mit dabei, mit spannenden Fotografen und tollen Arbeiten – zu sehen in der Gruppenausstellung »One World«. Mehr wird noch nicht verraten, außer dass fotogloria-Fotograf Frank Herfort​ und seine Arbeit »Time In Between« mit von der Partie ist. Zu sehen auf Seite 5 des »Klick«-Magazins.

Demnächst jedenfalls mehr davon in diesem Kino!

Klick_1

 

 

photokina 2014 – Ausstellung »Butterfly« in Köln zu sehen

In Zingst war sie DER Publikumsmagnet – die Open-Air-Ausstellung »Butterfly« von fotogloria-Fotograf Jan Michael Hosan. Kein Wunder also, dass im Anschluss die weltgrößte »Leitmesse rund ums Bild« – die photokina 2014 – Interesse an der Schau gezeigt hat. Und so ist nun die Ausstellung, die im Rahmen des siebten Umweltfotofestivals »horizonte zingst 2014« konzipiert, von Jan-Michael Hosan fotografiert und von Klaus Tiedge kuratiert wurde, in Köln zu sehen – mit allen 30 Motiven, wieder Open Air und wieder in der beeindruckenden Größe von drei mal drei Metern für jedes Bild. Der Standort: Der Zugang zum Südeingang der photokina.

Und nicht nur das gibt es von fotogloria auf der photokina zu sehen: mit dabei ist auch fotogloria-Fotografin Anna Mutter mit einer kleinen Kollektion Ihrer Strecke »Abendrot«. Zu sehen – und das erste Mal auch als Prints mit einer kleinen Auflage zu kaufen – sind die Bilder in der »photokina sales gallery« bei der Galerie STP, ebenfalls in Zusammenarbeit mit der »Erlebniswelt Fotografie Zingst«.

© Anna Mutter _ fotogloria _ Seniorenclown

Apropos »Erlebniswelt Fotografie Zingst«: Seit vielen Jahren ist das engagierte Zingster Fotografie-Team als Stammgast auf der photokina dabei. Mit wachsendem Programm. So ist auch diese Jahr die Vielfalt der Angebote einen Besuch wert, Ein Programmpunkt ist übrigens auch die Preisverleihung des Wettbewerbs »Heartbeat of Nature«, bei der fotogloria mit in der Jury saß (HIER geht es zum Erlebnisbericht).

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Zusammen gefasst: Die Reise zur photokina ist obligatorisch für Fotografieinteressierte, der Besuch bei den Zingstern und ihren Programmpunkten sehr empfehlenswert. Viel Spaß!

P.S.: Wer es nicht zur photokina schafft: Natürlich gibt es alle Bilder von Jan-Michael Hosan und Anna Mutter jetzt schon und auch noch nach der großen Messe in der fotogloria-Datenbank zu sehen – und zu kaufen. Anruf oder email genügen – info@fotogloria.de | 040 609 42 906 -0

Was für ein Erfolg: Das siebte Umweltfotofestival »Horizonte Zingst« 2014

Die Zahlen sprechen für sich: 7 Tage, 20 Ausstellungen, 37.000 Besucher – so war das beim siebten Umweltfotofestival »Horizonte Zingst«.

Mit dabei: 13 fotogloria-Fotografinnen und Fotografen mit ihren Arbeiten – eine grandiose Festival-Woche, ein großer Spaß und noch so viel mehr. Und deswegen sagen wir Danke: Dafür, dass Zingst tollen Fotografen und ihren mutigen, kreativen, kritischen, ironischen, schönen, witzigen, anspruchsvollen und nachdenklichen Arbeiten eine Plattform bietet. Und für die Gastfreundschaft. Und natürlich für die großartige Zusammenarbeit mit dem gesamten Festival-Team!

SEE YOU beim achten Umweltfotofestival »Horizonte Zingst« (30. Mai bis 07. Juni) und auf bald!

 

 

Horizonte-Countdown 2014 | Jan Michael Hosan

»So groß und schön sind Schmetterlinge noch nie dargestellt worden!« sagt Festival-Kurator Klaus Tiedge mit einer gehörigen Prise Stolz auf die grandiose Open-Air-Schau »Butterfly« am Strand von Zingst. »Der Fotograf Jan Michael Hosan ist den fliegenden zarten Schönheiten im Schmetterlingsgarten Sayn mit einer speziellen Beleuchtungstechnik gefolgt, um sie im entscheidenden Moment zu fotografieren«

Das Ergebnis sind 30 großartige und – in drei mal drei Metern gezeigt – großformatige Bilder, die mit ihrer fotografischen Brillanz begeistern. Und die damit noch ein Grund mehr liefern, die Reise an den Bodden anzutreten und sich dort auf dem siebten Umweltfotofestival »Horizonte Zingst« umzusehen – die Eröffnung ist morgen, am 24ten Mai und das Festival läuft bis zum ersten Juni 2014.

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WAS
Schmetterlinge. Sehr viele Schmetterlinge.

WO
Der »Garten der Schmetterlinge Schloss Sayn« in Bendorf-Sayn hat seine Türen sehr weit für mich aufgemacht und mich an mehreren Tagen in Ruhe arbeiten lassen – das war großartig, vielen Dank dafür.

WARUM
Eines Tages hat mich meine Agentur fotogloria angerufen, die ja schon seit vielen Jahren mit dem Kurator des Festivals »Horizonte Zingst«, Klaus Tiedge, zusammen arbeitet und fragte mich, ob ich Interesse an einem Experiment für eine der Festival-Ausstellungen habe. Und da ich immer gerne etwas Neues ausprobiere, war ich zwar sofort dabei, das Thema allerdings hat mir Kopfzerbrechen bereitet… Schmetterlinge… Und das mir als Industrie- und Technik-Fotograf… Fand ich erst einmal total widersprüchlich, aber im Gespräch wurde mir sehr schnell klar, dass das Thema in erster Linie eins sein wird: Eine große technische Herausforderung. Genau mein Ding! Und das war es dann auch. Ich habe mir mein Equipment in Teilen selber gebaut und habe lange getüftelt, um die Schmetterlinge »ins richtige Licht« zu setzen. Und als ich dafür eine Lösung gefunden hatte, mussten nur noch die Schmetterlinge mitspielen – ein nochmals erhöhter Schwierigkeitsgrad zu meiner sonstigen Arbeit, denn normalerweise bewegen sich Industriehallen oder zu fotografierende Produkte nicht… Wie ich die Schmetterlinge zum mitmachen bewegt habe, bleibt allerdings mein Betriebsgeheimnis.

WIE
Ich war zuerst einmal auf eine schnelle Arbeitsweise angewiesen. Und dann sollten die Bilder auf 3×3 Meter gut aussehen und knackig scharf sein. Dazu wollte ich die Farben der Schmetterlinge brillant rausarbeiten und wollte einen möglichst plastischen Effekt haben. Alles in allem hatt ich dabei: Die Leica S, meinen selbst gebauten Blitz aus einem Glasfaserkabel und den Generator dazu auf dem Rücken.

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WER
Nach einer klassischen Ausbildung zum Werbefotografen arbeitete Jan Hosan in Studios in Österreich und der Schweiz. Sein Handwerk schließlich mehr als beherrschend, eröffnete er 2006 sein eigenes Studio. Seitdem setzt er die Ideen seiner internationalen Kunden um – mit einem hochprofessionellen und den speziellen Anforderungen angepassten Equipment und immer mit seinem eigenen Blick. Jan Hosan ist auf Industrie-, Technologie- und Wissenschafts-Fotografie spezialisiert und lebt in Neuwied.

P.S.:
Alle Bilder der Serie »Butterfly« von Jan Michael Hosan finden Sie im fotogloria-Archiv, bitte HIER entlang. Bei allen Fragen zur Lizensierung oder zu anderen Themen melden Sie sich gerne und jederzeit.

P.P.S.:
fotogloria vertritt Jan Michael Hosan exklusiv und weltweit und über fotogloria können Sie ihn gerne für Ihre Ideen und Aufträge buchen – melden Sie sich jederzeit unter 040 609 42 906 -0 oder info@fotogloria.de.

Horizonte-Countdown 2014 | Alessandro Sala

»Die Kritik hat »One World« als sehr spezielles kleines »fotografisches Welttheater« bezeichnet.« So sagt es der Pressetext zu der Ausstellung, an der 12 fotogloria-Fotografen während des siebten Umweltfotofestivals »Horizonte Zingst« ihre Arbeiten zeigen. Mit dazu gehört Alessandro Sala und seine Strecke  »Fuck for Forest« (in Zusammenarbeit mit unserem italienischen Partner LUZphotos).

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WHAT
»Fuck for Forest« is an erotic, no profit ecological organization, based in Berlin. It is the world’s first eco-porn organization and may be the only porn website specifically created to raise money for a cause, over 80 percent of the money goes to charities that work to preserve the world’s rain forests.
The organisation’s unorthodox methods have made it difficult to distribute the money it makes, as a result, »Fuck for Forest« is working on a project to work directly with indigenous communities in Costa Rica, Perù and the Brazilian Amazon rainforest.

WHERE
I shoot these images inside the »Fuck for Forest« headquarters in Berlin, where some members live.

WHY
I would like to show this interesting world that I first met when I was shooting a reportage about rainbow family gathering in Portugal.

HOW
Nothing special about the technique, the really difficult thing was organize the shooting date.

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WHO
I started to work as a photographer in a commercial studio in Milan, Controluce, where I improved my technical skill about light and studio equipment. In the same time I attended a photojournalism course at John Kaverdash Accademy in Milan. Right after this period, in 2005 I met my master Alex Majoli and start to work with him for 7 years in countless number of different projects. In this period we put the basis to the creation of a studio where young photographers works together and promote their independent projects. In May 2008 Cesura opened. Now after 6 years Cesura is a strong group of photographers, that works with editorial market, museum and personal project, we also create our own printing house, Cesura Publish, and printing lab, Cesura Lab.

P.S.:
Die ganze Geschichte »Fuck for Forest« von Alessandro Sala finden Sie im fotogloria-Archiv. Bei allen Fragen zur Lizensierung oder zu anderen Themen melden Sie sich gerne und jederzeit. Natürlich können Sie Alessandro Sala auch für Ihre Ideen und Aufträge über fotogloria buchen: info@fotogloria.de oder 040 609 42 906 -0.

Horizonte-Countdown 2014 | Reinaldo Coddou H.

Klaus Tiedge, der Kurator des Umweltfotofestivals »Horizonte Zingst« sagt zu der Bildauswahl der Gruppenausstellung »One World«: »Dogmatische Beschränkungen sind unsere Sache nicht. Überraschungen bringen die Spannung ins Programm. Vielfalt schließt strenge Auslese nicht aus. Qualität muss gesichert sein. Gesagt, getan – mit dabei sind Reinaldo Coddou H. und seine »Fußballtempel« – heute im Horizonte-Countdown.

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WAS
»Fußballtempel«

WO
Berlin, Olympiastadion, Hertha BSC Berlin
Barcelona, Camp Nou, FC Barcelona
München, Allianz Arena, TSV München 1860 | FC Bayern München
Buenos Aires, Alberto J. Armando Stadion, Boca Juniors

WARUM
Ich habe mein ganzes Fotografie-Studium über viele verschiedene fotografische Genres, Themen und Techniken ausprobiert, bis ich gegen Ende des Studiums bei einem Kommilitonen auf eine mir dahin unbekannte Panorama-Kamera gestoßen bin. Diese habe ich mir gleich geborgt und ausprobiert. Die eigentlich typischen Einsatzgebiete »Landschaften« und »Innen-/Architektur« fand ich öde, bin daraufhin aber schnell auf die Idee gekommen, die Fotografie mit meiner zweiten großen Leidenschaft  – dem Fußball – zu kombinieren. Ich habe testweise die leere Bielefelder Alm fotografiert, um festzustellen, dass ein Fußballstadion erst durch die Zuschauer zum Leben erweckt wird. Nach ein paar weiteren Tests wurde aus dem Thema »Fußballtempel« erst meine Diplomarbeit und mittlerweile auch drei Buch-Publikationen.

WIE
Noblex 150

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WER
Reinaldo Coddou H. ist ein Maßstab, wenn es um die Fußballfotografie geht. Er arbeitet  als freier Fotograf und Bildredakteur – natürlich weiter zum Thema Fußball, als Spezialist und Kenner der Szene. Reinaldo Coddou H. lebt in Berlin.

Horizonte-Countdown 2014 | Rainer Drexel

»Es  soll möglichst eine Vielzahl fotografischer, zeitgemäßer Phänomene aufgezeigt werden.« heißt es im Pressetext zu der Gruppenausstellung »One World«, die – ebenso wie das siebte Umweltfotofestival »Horizonte Zingst« – am 24ten Mai startet.

In diesem Jahr sind 12 fotogloria-Fotografen und ihre Arbeiten in den Ausstellung mit dabei und sorgen genau für diese Vielfältigkeit. Und heute stellen wir Ihnen Rainer Drexel und seine Arbeit »Aufenthaltsorte« vor. Viel Vergnügen!

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WAS
Bänke die ich an verschiedenen Orten der Welt immer nachts Fotografiere.

WO
Frankfurt, Busstation in der Unterführung Galluswarte.
New York, Brooklyn, Coney Island Beach, Boardwalk W
Budapest, Ludwig Museum
Frankfurt, Weseler Werft, Osthafen

WARUM
Aufenthaltsorte: Die erzählte Zeit in der einen, unseren Welt
Warum sieht man keine Menschen, warum nachts?
Menschenleer, weil nur unbeeinflusst vom zufälligen Gebrauch des Aufenthaltsortes, die eigene Zeitenreise zum subjektiven Erleben werden kann. Und es ist Nacht, intimer Raum der Erinnerung, der Gedanken und Empfindungen Platz nehmen und Zeit nehmen.
Realität und Fiktion, aussen und innen, Zeit und Raum. Die leere Parkbank ist nicht wirklich leer. Sie bietet sich an als Auditorium, Zuschauerraum im Theater der erzählten, der vergehenden Zeit. Die Bühne ist statisch, Kulisse für die Phantasie, die Erinnerung an erlebte Augenblicke. Der engagierte Betrachter kann sich in die Bilder begeben, die Zeit vergessen und sich über die  Sichtachse in die Kulisse hinein zoomen. Parkbänke sind Aufenthaltsorte mit Aussicht und der bedarfsorientierten Möglichkeit zu sozialer Interaktion.

WIE
KB Nikon D300 und D700 Nachtaufnahmen mit Belichtungszeiten zwischen 4 und 30 Sekunden bei Blende 8-16

fotogloria_Drexel_Aufenthaltsorte

WER
Freier Fotojournalist, geboren und aufgewachsen in München. Lebt mit Familie in Frankfurt am Main. Arbeitet an freien Langzeitprojekten und für Firmen und Zeitschriften.