Schlagwort-Archive: Reportage

Horizonte-Countdown 2014 | Nicoló Minerbi

»Das ganze Kaleidoskop zeitgemäßer Thematik im Zusammenhang mit Natur und Umwelt zu bearbeiten und wirkungsvolle Aussagen damit zu gestalten«, ist für Kurator Klaus Tiedge Herausforderung und Vergnügen zugleich – bei der jährlich wiederkehrenden Bilderschau des Umweltfotofestivals »Horizonte Zingst«, das am 24. Mai 2014  zum siebten Mal eröffnet wird.

In diesem Jahr sind 13 fotogloria-Fotografen und ihre Arbeiten in den Ausstellungen mit dabei. Wir stellen im »Horizonte-Countdown« jeden Tag einen von Ihnen vor. Heute ist es Nicolò Minerbi und seine Arbeit »Wag Hotel«, in Zingst zu sehen in der Gruppenausstellung »One World«. Viel Spaß!

Wag Hotels, suites for cats and dogs å© Nicolo' Minerbi

WHAT
Imagine a pet world. Where rooms, spas and gyms are populated by dogs and cats. Where everything is meant to be seen from a lower perspective… where four legs rule. Then, this is it. A kindergarden created to host cats and dogs, while their „parents“ are at work, somewhere in the Silicon Valley.

WHERE
This is the San Francisco Wag Hotel, right off the 101, the Tech freeway that links the nerds of the City to the geeks of Silicon Valley

WHY
Not just because it’s weird. To be honest this is the less interesting part of the story. As a matter of fact, topics are not the pets here. But the people. The ones that work here, dealing with furry customers as it were a common thing to do, the ones that drop their „babies“ in the morning like they weren’t empty nesters anymore, the ones that could see themselves as parents again.

HOW
Shot with a Leica rangefinder digital camera, just because that’s the way I like it.

Wag Hotels, l'albergo per cani e gatti

WHO
I have a problem. Kind of a desease. I see pictures around me. That happens me all the time.
Although sometime I decide to turn them into photos, sometime I just let them go away. No memories for nobody. Strong light in the background I just found out it’s more exciting than sex with strangers. I used to live somewhere, but you’ll find me somewhere else.

 

P.S.: Die ganze Geschichte »Wag Hotel« von Nicoló Minerbi finden Sie im fotogloria-Archiv, bitte HIER entlang. Bei allen Fragen zur Lizensierung oder zu anderen Themen melden Sie sich gerne und jederzeit.

P.P.S.: Nicolo Minerbi ist ein fotografisches Ausnahmetalent: Keine Szene, kein Thema, keine Situation, keine Idee, aus der er nicht – fast im vorbeigehen – ein Bild komponiert. Für seine Fotografie mixt er intelligente Gedanken, visuelle Visionen, spitzfindigen Humor, stilistischen Überschwang und schlicht Spaß zu ganz eigenen Bildwelten – und das alles entlang der perfekt beherrschten Klaviatur fotografischer Ausdrucksformen. Nicolò Minerbi lebt derzeit in Modica/ Sizilien und arbeitet weltweit.

P.P.P.S.: fotogloria vertritt Nicoló Minerbi weltweit. Über fotogloria können Sie ihn natürlich gerne für Ihre Ideen und Aufträge buchen – melden Sie sich jederzeit unter 040 609 42 906 -0 oder info@fotogloria.de.

 

Horizonte-Countdown 2014 | Marco Gualazzini

»Wir versuchen, dem Publikum ein sehenswertes und inspirierendes Angebot voller Denkanstöße zu machen. Und das zusätzlich mit vielen Emotionen aufzuladen.« erklärt Kurator Klaus Tiedge sein Ansinnen für die Fotoschauen während des siebten Umweltfotofestivals »Horizonte Zingst«, das in 8 Tagen – am 24. Mai 2014 – beginnt.

Und so wundert es nicht, dass  Marco Gualazzini und seine Arbeit »South Sudan« (in Zusammenarbeit mit unserem italienischen Partner LUZphotos),  für die  Gruppenausstellung »One World« ausgewählt wurde. Viel Spaß!

Sudan Borders War © Marco Gualazzini

WHAT
For over two years Sudan’s government has waged a bombing campaign against civilian it accuses of supporting Nuban rebels. Cheap shrapnel bombs are dropped out of Antontov cargo plans nearly every day. The campaign has terrorized the people of the Nuba mountains, forcing many to flee, and making it difficult for others to plant and tend their farms.
This war is nothing more than the backwash of the war thar involved the country from 1983 to 2005, which caused almost two million victims, with government troops on one side, and on the other, the Sudan People’s Liberation Army. A clash which was intensified after the coup of Omar al-Bashir in ’89, and ended with a peace agreement that led to the referendum on 9 July 2011, the day of the Independence of South Sudan.

WHERE
On the borders between South Sudan and Sudan.

WHY

I’ve been covering Africa for last two years. The newest nation in the world, South Sudan, has always attracted my attention.

HOW
I was lucky, I met people, like the bishop Macram, who helped me a lot because they hoped that through our reports their situation would come to the attention of international public opinion.

Sudan Borders War

WHO
As a photographer, I’m trying to do my best to be a bridge between you and them. In this equation I’m just a messenger. What matters is the testimony, the story, the message

P.S.:
Die ganze Geschichte »South Sudan« von Marco Gualazzini finden Sie im fotogloria-Archiv, bitte HIER entlang. Bei allen Fragen zur Lizensierung oder zu anderen Themen melden Sie sich gerne und jederzeit. Natürlich können Sie Marco Gualazzini auch für Ihre Ideen und Aufträge über fotogloria buchen: info@fotogloria.de oder 040 609 42 906 -0.

Das Herz der Wirtschaft schlägt mit fotogloria

Die deutsche Wirtschaft ist in ihrer Innovation, Perfektion und Zuverlässigkeit einzigartig. Und in ihrer Vielfalt legendär. So viel ist bekannt.
Wie viele Millionen Menschen aber alleine in den Unternehmen der deutschen Metall- und Elektro-Industrie beschäftigt sind, welche Unternehmen auf ihrem Gebiet Weltmarktführer sind und wie viele Produkte »Made in Germany« ihren Weg ins Ausland antreten, davon erzählt die Website » Herz der Wirtschaft «. Und die Fotos dazu liefern die fotogloria Fotografinnen und Fotografen.
Im Interview erzählen Klaus Chevalier und Nicolas Schöneich von der betreuenden Agentur IW Medien Köln mehr zu dem Projekt.

fotogloria: Das » Herz der Wirtschaft « – welche Idee steckt dahinter?
Klaus Chevalier und Nicolas Schöneich: Das » Herz der Wirtschaft « sind die Unternehmen der deutschen Metall- und Elektro-Industrie. Das sind Firmen, die zum Beispiel Autos oder Schiffe bauen, die Elektrotechnik oder Maschinen produzieren – und auf ihrem Gebiet häufig Weltmarktführer sind. Sie beschäftigen mehr als 3,7 Millionen Menschen hierzulande und sorgen für mehr als 60 Prozent aller Exporte. Zugleich kennt man aber viele von ihnen gar nicht. Diese Unternehmen stellen wir – die Mitarbeiter der Kölner Agentur IW Medien – auf der Webseite www.herz-der-wirtschaft.de vor. Damit die Menschen erfahren, wo Deutschlands Wirtschaft Spitze ist und wer sie dazu macht: alle Beschäftigten vom Azubi bis zum Chef.

An wen wendet sich das Projekt?
Wir sprechen einerseits die Menschen an, die in einem M+E-Unternehmen arbeiten: Sie sollen sich dort wiederfinden, sie sollen lesen, warum ihre Kollegen stolz auf ihre Branche und deren Leistungen sind. Andererseits aber ist natürlich auch die breite Öffentlichkeit unsere Zielgruppe: Seien es Jugendliche, die nach einem Ausbildungsplatz in einer innovativen Branche suchen, oder einfach Technikbegeisterte, die wir mit Blicken hinter die sonst verschlossenen Werkstore faszinieren wollen.

© Tobias Gerber_fotogloria_IWK

Vorgestellt werden Unternehmen in Bild und Text. Und die Bilder liefern Ihnen unter anderen fotogloria-Fotografen wie Jan Michael Hosan, Anna Schroll oder Tobias Gerber – was schätzen Sie an der Zusammenarbeit?
Bilder machen unsere Unternehmensreportagen erst sehenswert. Und die fotogloria-Fotografen bringen genau den Blick mit, den wir uns wünschen. Sie haben das Auge für die besten Motive, sind kreativ und technisch immer auf dem neusten Stand. Egal, in welcher Region Deutschlands wir auch kurzfristig einen Fotografen brauchen – fotogloria hat einen, der unsere Ansprüche versteht: Wenn man junge Spezialisten für Industriefotografie wie Jan Michael Hosan oder Anna Schroll bucht, weiß man, dass die Aufnahmen perfekt werden und dabei authentisch bleiben. Da gibt es keine Routinen, nur große Aufgeschlossenheit und die Lust am besten Bild, ob von der tonnenschweren Maschine oder vom winzigen Bauteil. Bei Jan kommt noch eine Besonderheit hinzu: Er ist gelernter Metallbauer, zu ihm fassen die Menschen in dieser Branche sehr schnell Vertrauen, weil er weiß, wie sie ticken. Das macht den Umgang mit den Beschäftigten umso leichter.

Wonach suchen Sie die gezeigten Unternehmen aus? Vielmehr: Können sich interessierte Unternehmen auch bei Ihnen melden?
Wir suchen eigentlich »nur« nach interessanten Geschichten, ob über ein Unternehmen, eine Technologie oder einen einzelnen Mitarbeiter. Ob über die Nummer Eins in einem Nischenmarkt, das Auto von morgen oder eine sozial engagierte Ingenieurin. Zu allen drei Aspekten gibt es sicher noch eine Unmenge zu erzählen. Auftraggeber von »Herz der Wirtschaft« sind die Arbeitgeberverbände der deutschen Metall- und Elektroindustrie. Deshalb ist die einzige Voraussetzung, um von uns vorgestellt zu werden, dass ein Unternehmen Mitglied in einem Verband wie Nordmetall oder Südwestmetall ist.

© Jan Michael Hosan_fotogloria_IWK

Das » Herz der Wirtschaft « schlägt noch nicht lange, stellt aber schon jetzt Unternehmen aus vielen Regionen Deutschlands vor – was sind Ihre Pläne für die Zukunft?
Es gibt sicherlich mehrere Tausend Firmen, die wir potenziell porträtieren könnten, mit Abertausenden Themen. Insofern werden wir weiter deutschlandweit nach spannenden Unternehmen suchen, sie besuchen und vorstellen. Parallel wollen wir die Bekanntheit der Seite ausbauen, sodass noch mehr Menschen das »Herz der Wirtschaft« entdecken.

Die Bilder von oben nach unten wurden fotografiert von Anna Schroll, Tobias Gerber und Jan Michael Hosan.

* Anna Schroll liebt es, Menschen bei der Arbeit zu portraitieren – deren Tätigkeit, das individuelle Arbeitsumfeld, die Leidenschaft für das, was sie tun. Sie ist dabei die stille Beobachterin hinter der Kamera, die ihren Protagonisten viel Raum und gerne Zeit lässt. Damit schafft sie es, in ihren Motiven dezent und dennoch wirkungsvoll auf den Punkt zu kommen. Anna Schroll lebt in Jena.

* Nach einer klassischen Ausbildung zum Werbefotografen arbeitete Jan Michael Hosan in Studios in Österreich und der Schweiz. Sein Handwerk schließlich mehr als beherrschend, eröffnete er 2006 sein eigenes Studio. Seitdem setzt er die Ideen seiner internationalen Kunden um – mit einem hochprofessionellen und den speziellen Anforderungen angepassten Equipment und immer mit seinem eigenen Blick. Jan Hosan ist auf Industrie-, Technologie- und Wissenschafts-Fotografie spezialisiert und lebt in Neuwied.

* Bereits am Anfang seiner fotografischen Karriere entwickelte Tobias Gerber seine Liebe zum Detail in einem kleinen Werbestudio für Produkt- und Architektur-Aufnahmen – es folgte eine klassische Ausbildung zum Fotografen in einem Stuttgarter Studio mit dem Schwerpunkt Industrie. Seit dem Jahr 2000 arbeitet er freiberuflich in den Schwerpunkten Portrait, Corporate, Reise und Landschaft. Tobias Gerber lebt bei Stuttgart.
fotogloria vertritt Anna Schroll, Jan Michael Hosan und Tobias Gerber exklusiv und weltweit. Über fotogloria können Sie sie natürlich auch gerne für Ihre Ideen und Aufträge buchen – melden Sie sich jederzeit unter 040 609 42 906 -0 oder info@fotogloria.de.

Horizonte-Countdown 2014 | Federico Ciamei

»Das ganze Kaleidoskop zeitgemäßer Thematik im Zusammenhang mit Natur und Umwelt zu bearbeiten und wirkungsvolle Aussagen damit zu gestalten«, ist für Kurator Klaus Tiedge Herausforderung und Vergnügen zugleich – bei der jährlich wiederkehrenden Bilderschau des Umweltfotofestivals »Horizonte Zingst«, das am 24. Mai 2014  zum siebten Mal eröffnet wird.

In diesem Jahr sind 13 fotogloria-Fotografen und ihre Arbeiten in den Ausstellungen mit dabei. Wir stellen im »Horizonte-Countdown« jeden Tag einen von Ihnen vor. Heute ist es Federico Ciamei (in Zusammenarbeit mit unserem italienischen Partner LUZphotos) und seine Arbeit »Diorama«, in Zingst zu sehen in der Gruppenausstellung »One World«. Viel Spaß!

Diorama at the Museum of Natural History, Milan

WHAT
An inventory of animals reminding, in their enbalmed stillness, of an ancient time inhabited by fantastic creatures.
– Extraordinary tasks performed by elephants
– Terrestrial animals of India, the beast the kills with a gaze
– The mares fertilized by the wind
– Do fishes breathe? do they sleep?
– Beings that have a third intermediate nature between animal and vegetable
(excerpt from the index of Natural History by Plinio)

WHERE
Milan, Museum of Natural History

WHY
I like when its not clear if something is for real or not, when a photo is more about what is hidden than what is showing

HOW
Handheld digital camera with a fixed 50mm lens

Diorama at the Museum of Natural History, Milan

WHO
– I like to work on stories about people with unlikely or impossible dreams.
– I’m attracted by images that are not complete or perfect, I want something missing so that the viewer can jump in and ideally add something.
– I really enjoy working with film instead of digital, so I use it whenever I can.
– I grow up in the center of Rome. About twenty years ago it was still possible to sneak inside the Colosseo at night where I played a roman version of hide and seek with my friends, we named the game Bastardi Gladiatori.
– I like playing soccer, but I’m not really good at it.

P.S.:
Die ganze Geschichte »Diorama« von Federico Ciamei finden Sie im fotogloria-Archiv, bitte HIER entlang. Bei allen Fragen zur Lizensierung oder zu anderen Themen melden Sie sich gerne und jederzeit. Natürlich können Sie Federico Ciamei auch für Ihre Ideen und Aufträge über fotogloria buchen: info@fotogloria.de oder 040 609 42 906 -0.

The FIFA Weekly – Marco Gualazzini fotografiert »First Love« im Süd-Sudan

Unsere Publikation der Woche: Eine großartige Doppelseite im Magazin The FIFA Weekly in der Rubrik »First Love« – die erste Begegnung mit dem Fußball. Fotografiert hat das Bild fotogloria-Fotograf Marco Gualazzini im Rahmen seiner grandiosen Reportage über ein Flüchtlingscamp im Süd-Sudan.

Peladão – Die Schöne und das Spiel

506 Amateur-Mannschaften, 506 Schönheitsköniginnen und monatelang nur ein Thema: Fußball. Nichts erzählt so viel über die brasilianischen Leidenschaften wie das wohl größte Amateur-Fußball-Turnier der Welt: Der Peladão. Ausgetragen in Manaus steht der Wettkampf praktisch jedem, der weder Mühen noch Anreise scheut, offen. Einzige Bedingung: Eine schöne Frau muss die Mannschaft begleiten – sozusagen als Joker, falls die spielerischen Qualitäten der Fußball-Elf nicht standhalten…

fotogloria-Fotograf Alois Gstoettner war 2013 beim Peladão dabei – für den fotogloria-Blog hat er Auszüge seiner Reportage in Text und Bild exklusiv zur Verfügung gestellt.

Im brasilianischen Portugiesisch bezeichnet das Wort »Pelada« umgangssprachlich ein spontanes Spiel, zumeist barfuß auf rasch abgesteckten Feldern. Die Pelada ist eine Huldigung der zwanglosen Bolzerei, ohne sich an ein strenges, gnadenloses und humorfreies Reglement zu binden.
Die Pelada wird tagtäglich tausendfach im ganzen Land praktiziert: in den gepflasterten Gassen von Salvador, an den Bushaltestellen von Recife, in den Parks von Brasília und natürlich an den Stränden von Rio de Janeiro. In Manaus aber, der Hauptstadt des flächenmäßig größten brasilianischen Bundesstaates Amazonas, bekommt die Pelada eine neue, imposantere Dimension: Sie wird zum Peladão, einem Turnier der Superlative.

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Seit Anfang der 1970er-Jahre, als A Crítica, die auflagenstärkste Tageszeitung im Amazonas, diese Veranstaltung initiierte, wird der Bewerb alljährlich zwischen August und Dezember ausgetragen. Die annähernd zwei Millionen Einwohner zählende Stadt Manaus liegt 3000 Kilometer beziehungsweise vier Flugstunden nördlich von São Paulo und genießt in vielerlei Hinsicht einen besonderen Status: Gelegen am Rio Negro, unweit dessen Mündung in den Amazonas, ist die Stadt – abgesehen von der Überlandverbindung in das Nachbarland Venezuela – nur per Flugzeug oder Schiff erreichbar. Durch die isolierte Lage der Hauptstadt Manaus gestaltet sich die Anreise für viele Mannschaften schwierig, vor allem in finanzieller Hinsicht: Manche Teams nehmen eine mehrtägige Bootsfahrt auf sich, nur um ein einziges Spiel zu bestreiten.
Und als ob dieser exotische Schauplatz nicht ausreichend wäre, muss seit dem zweiten Jahr des Turnierbestehens jede teilnehmende Mannschaft eine eigene Schönheitskönigin in den parallel stattfindenden Schönheitswettbewerb schicken. Die jungen Frauen, die in eigenen Fernsehshows zu den schönsten gekürt werden, sichern ihrer unter Umständen bereits ausgeschiedenen Mannschaft einen Platz in der Hoffnungsrunde.

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Das Regelwerk jedenfalls ist komplex. So ist es den Schönheiten ausdrücklich verboten, während der Dauer des Wettbewerbs private Einladungen anzunehmen oder an Fotoshootings teilzunehmen. Darüber hinaus wird auch, wie selbstverständlich, »die ständige Begleitung der Mutter« empfohlen.
Doch die Mühe lohnt sich: Für einige der teilnehmenden Damen ist der Bewerb der Startschuss für eine Karriere auf dem Laufsteg. Priscilla Meirelles zum Beispiel brachte es im Jahr 2004 immerhin zur »Miss Earth« und ist heute als Showmasterin, Model und Schauspielerin aktiv. Auch bei den Herren schaffte einer den Sprung nach ganz oben: França, Stürmer der Seleção und bei Bayer 04 Leverkusen, begann beim Turnier in Manaus seine steile und erfolgreiche Laufbahn.

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Manchmal auch als die »Olympischen Spiele des Amazonas« bezeichnet, an denen jeder teilnehmen kann, der möchte, lässt sich die Bedeutung des Peladão nicht zuletzt auch an den Zuschauerzahlen messen: Während die Mannschaften in der regionalen Meisterschaft, der Campeonato Amazonense, meist nur einige hundert Interessierte anlocken, werden die Entscheidungsspiele des Peladão regelmäßig von mehr als 10.000 Besuchern verfolgt.
Arnaldo Santos, der Organisator des Turniers, fasst die Philosophie der Veranstaltung enthusiastisch zusammen: »Der Peladão ist ein fantastisches Zeichen der Kraft, der Entschlossenheit, der Opferbereitschaft, aber vor allem des Lebens.« Der integrative Charakter der Veranstaltung, die Menschen unterschiedlichster Schichten im Spiel vereint, ist ein wesentliches Element des Peladão. Im 62-seitigen Regelwerk proklamiert der erste von über 200 Artikeln: »Das Ziel des Peladão sind die soziale Integration des Volkes durch den Sport, die Förderung des technischen Potenzials und die Hervorhebung des Mutes und der Schönheit der amazonensischen Jugend.«

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Der Enkelsohn des Gründers, Dissica Calderaro, hat eine pragmatischere, weniger romantische Erklärung für den Erfolg des Turniers parat: »Brasilien hat drei Leidenschaften: Die eine ist Futebol, die andere Frauen und die dritte Bier. Wenn diese drei Dinge zusammentreffen, dann kannst du alles andere vergessen.«

Text und Fotos: Alois Gstoettner, 2013
(Das Copyright liegt bei dem Autor. Wenn Sie – auch auszugweise – Interesse an dem Text und/oder den Bildern haben, setzten Sie sich bitte mit fotogloria in verbindung – danke!)

* Alois Gstoettner ist ein Fußball-Multitalent: Er fotografiert, schreibt, layoutet und bloggt rund um »sein« Thema. So gründete er etwa im Jahr 2007 das Fußball-Magazin »Null Acht – Magazin für Rasenpflege«, veröffentlicht seine Fußball-Bilder in allen wichtigen Magazinen und bringt alsbald ein Buch über den brasilianischen Fußball heraus. Es trägt den Titel: »Gooool do Brasil – Kartografie einer nationalen Leidenschaft«. Alois Gstoettner lebt in Wien.

fotogloria vertritt Alois Gstoettner exklusiv und weltweit. Über fotogloria können Sie Alois Gstoettner gerne für Ihre Ideen und Aufträge buchen – melden Sie sich jederzeit unter 040 609 42 906 -0 oder info@fotogloria.de.

7 Fragen an… Industriefotografin Silvia Kröger-Steinbach

fotogloria: Warum bist du Industriefotografin geworden?
Silvia Kröger-Steinbach: Weil mich meine Kamera an Orte bringt, an denen ich sonst nicht sein könnte. Fotografien haben eine unglaubliche Wirkung. Schnell, intensiv, eindringlich. Es ist ein großartiges Medium, um starke und emotionale Aussagen zu treffen. Das ist genau mein Ding. Und nicht zuletzt ist es einfach einer der schönsten Berufe der Welt.

Kannst du dich an deinen ersten Job erinnern?
Ja klar. Eine Reportage für Brigitte WOMAN. Eine Geschichte über die blinde Sabiye Tenberken. Sie hat eine Blindenschule in Tibet gegründet und leitet diese gemeinsam mit ihrem Mann. Ich war wahnsinnig aufgeregt und sehr nervös. Aber die Stimmung war sehr gut und in wenigen Augenblicken entstand eine sehr offene und vertraute Atmosphäre, in der es sich gut arbeiten ließ. Ich war sehr beeindruckt von dieser jungen und starken Frau und habe das Interview mit meiner Kamera begleitet und im Anschluss einige Portraits von ihr und ihrem Mann gemacht. Damals (2006) wollte der Verlag die Bilder auf Mittelformat und auf Film fotografiert haben. Ich fotografierte mit meiner Mamiya RZ67. Obwohl schon alle Welt digital unterwegs war, hatte ich nichts dagegen, auf Film zu fotografieren. Ich hab sie geliebt, diese Kamera. Und ich muss zugeben, dass ich zu den Spätzündern gehörte, was das Umsatteln auf die digitale Fotografie anging.

Edelsteinfasser (Patrick Schneider Fasseratelier)

Was war dein schönstes/schlimmstes Erlebnis als Fotograf?
Außer einigen technischen Schäden, welche ja für das Fotografenherz sehr schlimm sein können, ist mir in meiner beruflichen Laufbahn bisher noch nichts wirklich schlimmes passiert.
Natürlich sind die schönsten Erlebnisse in einem Fotografenleben, wenn man einen tollen und aufregenden Auftrag hat, sich an großartigen Location aufhalten darf und die Bedingungen perfekt sind. Das ist einfach und macht großen Spaß. Weniger einfach sind die Momente in denen nicht alles perfekt ist. Die Lokation ist so lala und die Bedingungen (Zeitmangel, Enge, schlechtes Licht…) nicht zufrieden stellend. Dennoch ist immer ein gutes Bild möglich. Davon bin ich überzeugt. Die schönsten Erlebnisse sind für mich die, in denen unter solchen Voraussetzungen ein gutes Bild gelingt.

Wie arbeitest du am Liebsten?
Ich arbeite am liebsten im Team mit meinem Kollegen Christian Ahrens. Zusammen sind wir einfach unschlagbar! Eingespielt wie wir sind, können wir auch schwierige Gegebenheiten und Locations entspannt und ruhig händeln. Wir sind wirklich ein starkes Team!
Ich höre außerdem gerne den Satz: »Sie machen das schon«. Ich mag es, wenn die Bilder noch offen sind und ich als Fotografin auf die Bildkonzepte Einfluss habe.
Und ich arbeite gerne an außergewöhnlichen Locations. Dann verspüre ich immer ein besonderes Glücksgefühl darüber, welchen Weg mir meine Kamera bahnt.
Darüber hinaus mag ich es, wenn ich herausgefordert werde. Deshalb müssen die Bedingungen nicht immer perfekt sein.
Und ich liebe es, dass Fotografierverbotsschild ignorieren zu dürfen.

© Silvia Steinbach_fotogloria

Wie hast Du Deinen eigenen fotografischen Schwerpunkt / Standpunkt entwickelt?
Ich würde sagen, mein fotografischer Schwerpunkt hat mich gefunden. Ursprünglich wollte ich mich fotografisch im Sport austoben. Allerdings hat mir hier die Vermarktung der Bilder nicht gefallen. Zu schnell, zu kurzlebig, zu hektisch, zu unästhetisch…
Aufträge aus den Bereichen Industrie und Corporate kamen einfach auf mich zu und wurden  immer zahlreicher. Erst im Laufe der Zeit habe ich meine Liebe zu dieser Fotografie entdeckt. Und jetzt möchte ich so schnell nichts anderes mehr tun – es ist spannend, aufregend, immer anders, und das Wichtigste: es ist eine absolut sinnvolle Fotografie.
In meinem Fotodesign-Studium hat mich dieser Bereich noch eher weniger interessiert. Es brauchte etwas Erfahrung, Menschen bei der Arbeit, Technologien und Arbeitsprozesse so zu visualisieren, dass es spannend, emotional und für die Zielgruppe ansprechend wurde. Dabei bin ich nicht der stille Begleiter, sondern kreiere bewusst und aktiv Bilder für die Unternehmenskommunikation. Neue und innovative Techniken und Entwicklungen, sowie die Menschen dahinter zu zeigen und im Bild verständlich zu machen, ist eine große Aufgabe. Ganz nach meinem Slogan: Der Mensch im Mittelpunkt, die Technik im Vordergrund und neue und innovative Entwicklungen in der Industrie im Fokus.

Was verbindest Du mit fotogloria | büro für fotografische zusammenarbeit?
Ein starkes Team, mit drei Charakterköpfen, die den Markt beobachten, neugierig und ehrgeizig sind.
Ich gebe gerne Verantwortung an fotogloria ab, denn ich weiß, hier bin ich gut aufgehoben. Besonders für große Projekte, wie im vergangenen Jahr für den DIHK (Deutscher Industrie- und Handelskammertag e.V.) in Berlin, schätze ich es, fotogloria an meiner Seite zu haben!
Ich glaube, in diesem Dreierteam steckt viel Potenzial und ich bin gespannt und voller Erwartung auf die noch anstehenden Projekte und Aufgaben. Wir sind gemeinsam schon einen ganz schönen Weg gegangen und viele weitere werden hoffentlich noch folgen. Toll, dass wir uns über den Weg gelaufen sind!

© Silvia Steinbach_fotogloria_3

Für welchen Kunden würdest Du gerne einmal arbeiten?
Die großen Namen der Industrie machen sich natürlich gut in der Referenzliste und haben meistens spannende und aufregende Locations. Daher sind sie natürlich immer gern gesehene Kunden und Auftraggeber.
Aber grundsätzlich arbeite ich gerne für Kunden, die die Themen unserer Zeit, wie Fachkräftemangel und die Azubi-Rekrutierung im Blick haben und aktiv und kreativ angehen.
Ich möchte weiterhin vor allem für Kunden arbeiten, die mit einer emotionalen und spannenden Bildsprache ihre Zielgruppe erreichen wollen und erkannt haben, dass das Medium Fotografie hierfür eine starke Waffe ist.

 

* Silvia Kröger-Steinbach ist eine Hälfte des Kreativ-Verbundes Ahrens+Steinbach. Gemeinsam mit ihrem fotografischen Partner Christian Ahrens hat sich das Duo auf die Arbeitswelt spezialisiert. Sie realisieren gemeinsam bildbasierte Projekte für Verbände, Institutionen, öffentliche Auftraggeber oder Unternehmen. Ahrens+Steinbach stellen den Menschen in den Mittelpunkt und fotografieren in den Bereichen Corporate, Industrie und Unternehmensreportage. Ahrens+Steinbach leben in Lindlar und Köln und arbeiten überall.

fotogloria vertritt die Industriefotografin Silvia Kröger-Steinbach zusammen mit ihrem Parter Christian Ahrens exklusiv und weltweit. Über fotogloria können Sie das Duo Ahrens+Steinbach gerne für Ihre Ideen und Aufträge buchen – melden Sie sich jederzeit unter 040 609 42 906 -0 oder info@fotogloria.de.

120 Jahre VfB Stuttgart – Toby Binder fotografiert Bildband

Stellen Sie sich vor, sie seien schon seit Kindesbeinen an ein glühender Fan von »Ihrem« Fußballverein. Stellen Sie sich weiter vor, sie seien im späteren Leben Reportagefotograf mit Herz und Seele. Und stellen Sie sich nun vor, Sie würden gefragt werden, ob Sie »Ihren« Verein über ein Jahr lang fotografisch begleiten möchten, mit freiem Zugang zu den Spielern, in alle Bereiche, zu allen Spielen und mit dem Endergebnis Bildband…

Es gibt ihn, diesen Traumjob. fotogloria-Fotograf Toby Binder hat ihn gerade abgeschlossen und  seinen Verein, den VfB Stuttgart, für den Bildband der jüngst erschienenen 3-teiligen Chronik in allen nur denkbaren Facetten fotografiert. Horst Walter, der Geschäftsführer der KircherBurkhardt Stuttgart GmbH und federführend in der Umsetzung der Chronik sagt zu der Fotografie von fotogloria-Fotograf Toby Binder: »Uns war schnell klar, dass wir mit Toby Binder den Richtigen für diesen Job ausgesucht hatten. Er ist nicht nur ein ausgezeichneter Fotograf mit dem Blick für außergewöhnliche Motive, er hat sich durch seine sympathische Art auch schnell quasi als zwölfter Mann in die VfB-Mannschaft integriert. Und wer Fußballprofis kennt, weiß, dass sie nicht so schnell andere Menschen so nahe an sich ran lassen.«

Das Ergebnis ist ein absolut sehenswertes Buch und das – erstaunlicherweise – nicht nur für Fußballfans. Es macht Spaß, Toby Binder zu folgen – Ihm, der Mannschaft und den VfB-Fans beim Arbeiten, beim Spielen, beim Mitfiebern, beim Jubeln und auch in die Niederlagen. Es ist ein emotionales Buch und ein sehr persönliches – nicht nur für den Fußballfan, sondern stellvertretend für jedes Thema, bei dem Mensch sich begeistert. Es ist eben das Resultat aus einem Traumjob.

© Toby Binder_fotogloria_VfB_12

fotogloria: Toby, zum 120-jährigen Club-Geburtstag hast Du ein Jahr lang den VfB Stuttgart fotografisch begleitet. Dieser Tage ist der Bildband im Rahmen einer großen Vereins-Chronik mit Deinen Fotos erschienen. Ein Traumjob – wie kam es dazu?
Toby Binder: Für meine Abschlussarbeit an der Kunstakademie Stuttgart habe ich mich ja schon vor langer Zeit intensiv für ein Buchprojekt mit dem Thema Fußball – vor allem auch abseits des Platzes – beschäftigt. Ein ähnliches Projekt nun für »meinen« Club machen zu dürfen, war natürlich ein Traumjob.

Der VfB Stuttgart ist und war schon immer »Dein« Verein. Wie hat es sich angefühlt, den Spielern, dem Team, dem Stadion über so lange Zeit so nah zu sein?
Es ist ein tolles Gefühl, als Fan seiner Mannschaft so nah zu sein, aber ich war ja in erster Linie nicht als Fan sondern als Fotograf im Stadion und es ging vor allem darum, professionell einen Job zu erledigen. Ich glaube dies ist mir bis auf den einen Moment auch ganz gut gelungen, als Martin Harnik im Pokalfinale zum 2:3 für den VfB verkürzen konnte – und ich der einzige Fotograf hinter dem Bayern-Tor war, der nicht fotografiert sondern gejubelt hat.

© Toby Binder_fotogloria_VfB_4

Horst Walter, der Geschäftsführer der KircherBurkardt Stuttgart GmbH und damit verantwortlicher Kreativer der Chronik sagt: »…Toby Binder hat sich durch seine sympathische Art auch schnell quasi als zwölfter Mann in die VfB-Mannschaft integriert…« Wie hast Du gearbeitet?
Da ich selber viele Jahre im Verein gespielt habe, wusste ich ja, wie es in einer Fußballkabine zugeht – und bei Sozialverhalten und den Gesprächsthemen herrscht zwischen Bezirksliga und Bundesliga dann doch weniger Unterschied, als man vielleicht denken würde.
Dass ich zu Beginn des Projektes natürlich ein Fremdkörper war, ist logisch. Aber spätestens nachdem Martin Harnik den Spitzname »Otto« für mich gefunden hatte, der sich bis zum Ende gehalten hat, hätte ich als Maskottchen getaugt – wenn die Saison nur etwas besser gelaufen wäre. Wenn man solche Spielchen mitmacht, kann man sich auch selber ab und zu einen frechen Spruch erlauben und irgendwann wird man dann zumindest so weit akzeptiert, dass man auch in Momenten fotografieren kann, die eigentlich tabu sind.

Das Buch hat sehr viele inhaltliche Facetten – Du warst natürlich bei den Spielen dabei, aber auch in den Ausrüstungskammern ebenso wie im Flugzeug unterwegs zu Auswärtsspielen, in Hotelzimmern oder hast neben Massagebänken gestanden. Waren die Themen von vorne herein festgelegt oder haben sie sich entwickelt? Wie frei konntest Du Dich bewegen?
Wenn ein Projekt über einen so langen Zeitraum wie in diesem Fall läuft, kann man natürlich nicht vorab im Detail festlegen, wie genau es am Ende aussehen wird. Uns war klar in welche Richtung es gehen soll und trotzdem musste man sich während des Jahres immer wieder den Gesamtüberblick verschaffen »Was haben wir schon? Was fehlt noch?« etc. Das Ergebnis dieser Überlegung wurde dann mit den Verantwortlichen vom VfB abgewogen und es wurde versucht, mir möglichst viel Bewegungsspielraum einzuräumen. Dass ich natürlich gerne noch viel mehre Einblicke bekommen und mich öfter in der Kabine herumgetrieben hätte, zum Beispiel auch einmal nach einer Niederlage, ist klar. Aber für die inzwischen wahrscheinlich im Profisport üblichen Bedingungen haben wir mit Sicherheit einen einzigartigen Einblick in das Innenleben eines Bundesligavereines bekommen und auch festgehalten.

© Toby Binder_fotogloria_VfB_8

Die Spieler haben sich jeweils ein Lieblingsbild ausgesucht. Wie kann man sich das vorstellen – habt Ihr jeweils die Köpfe über dem Bildschirm zusammen gesteckt?
Ich hatte im Wintertrainingslager eine Kiste mit 10×15-Abzügen von etlichen der bis dahin entstandenen Motive dabei. Diese haben wir dann im großen Saal auf den Tischen ausgebreitet und jeder Spieler hat sein Lieblingsbild per Post-it markiert. Interessant war für mich zu beobachten, wer sich wie lange mit welchen Bildern beschäftigt, wie darauf reagiert und auch untereinander kommentiert wird.

Die Vereins-Chronik ist dieser Tage erschienen und ist in der Bücherlandschaft sicher ungewöhnlich – Fotos, Grafik, Typo, Layout, alles ist sehr liebevoll und vor allem sehr schick aufeinander abgestimmt. Wie war die Arbeit an dem Buch?
Man merkt dem Endprodukt schon an, dass die Zusammenarbeit mit der Redaktion und Grafik von KircherBurkhardt sehr eng, immer gut aufeinander abgestimmt und darüber hinaus sehr freundschaftlich war, das heißt wir konnten sehr oft und offen zum Beispiel über Dinge wie Bildauswahl, Bildkombinationen undsoweiter sprechen.

© Toby Binder_fotogloria_VfB_6

Welches Erlebnis aus diesem Jahr Fotografie wirst Du nie vergessen?
Es gab da unzählige Momente, die sicher immer in Erinnerung bleiben werden; und diese resultieren sowohl aus Begegnungen mit den Spielern als auch mit dem Team hinter dem Team im Verein und in besonderer Weise auch mit den Fans. Das kurioseste Erlebnis war wahrscheinlich aber, als mich der Zeugwart des VfB morgens um sieben per Telefon aus dem Bett geklingelt hat: Am Vortag hatte der VfB das Pokal-Halbfinale gewonnen und Georg Niedermeier hatte mir seine Hose geschenkt – samt dem darin versteckten Glückspfennig! Da am Wochenende schon das nächste Spiel anstand, musste der Pfennig per Kurier zurück nach Stuttgart!
Aber das ganz Besondere war sicher, die Chance zu haben einen Bundesligaclub ein komplettes Jahr lang so intensiv begleiten zu können.

 

* Toby Binder schloss 2005 in Stuttgart ein Studium in Kommunikationsdesign und Fotografie ab und fokussiert seine Arbeit seither auf Umwelt- und Gesellschaftsthemen. Schon früh führten ihn Reportagereisen nach Afrika, so dokumentierte er die Müttersterblichkeit in Sierra Leone oder verfolgte den Betrieb auf der Geburtsstation eines malawischen Krankenhauses; auch in Osteuropa oder Lateinamerika stellte er seinen differenzierten, aber nie ins Gekünstelte umschlagenden Sinn für Farbe und Gestik in den Dienst der Unterprivilegierten und Randständigen. Toby Binder lebt in München.

Über fotogloria können Sie Toby Binder gerne für Ihre Ideen und Aufträge buchen. Melden Sie sich gerne und jederzeit unter 040 609 42 906 -0 oder info@fotogloria.de.

 

Leica Galerie – Didier Ruef zeigt seine »Animals‘ World«

Jeder Fotograf hat sein thematisches Steckenpferd, an dem er oft entlang seiner ganzen Laufbahn arbeitet. So entstehen teils kuriose, teils persönliche, vielleicht banale und nicht selten in die Hunderte gehende Bildersammlungen, die sich Ihren Weg in die Öffentlichkeit – je nach Ausprägung – erst bahnen müssen. Nicht so Didier Ruefs fotografischer »roter Faden«: Seit Anbeginn seiner Karriere fotografiert der fotogloria-Fotograf Tiere. Besser gesagt: Menschen und ihre Beziehungen zu Tieren. Immer als »Beiwerk« zu seinen Aufträgen, die ihn rund um den Globus reisen lassen. Und das immer so gut, so stetig humorvoll und in einer solchen Vielfalt, dass seine Arbeit »Animals‘ World« nun mit einer großen Schau in der Leica Galerie in Zingst gewürdigt wird – die Eröffnung ist am 4. Oktober 2013 ab 17.30 Uhr im Rahmen des »Fotoherbstes Zingst«.

Klaus Tiedge, der Kurator der Ausstellung sagt zu Didiers Arbeiten: »Es sind klassische bildjournalistische Tugenden, die Didier Ruef auszeichnen. Den erzählenden Höhepunkt einer Situation versteht er in wirkungsvoll gestalteten, sehenswerten Fotografien zu erfassen. Idealerweise ist die Leica seine Kamera für diese Arbeitsweise. Er steht damit in der Tradition beispielsweise eines Cartier Bresson. Die Agentur fotogloria hat sich bei der Suche nach außergewöhnlicher zeitgenössischer Fotografie als extrem leistungsstark bewährt. Sie erfüllt damit eine wichtige Funktion in der Fotoszene.«

USA, spanish Harlem å© Didier Ruef

fotogloria: Wann hast Du die ersten Bilder zu Deinem Langzeitprojekt »Animals‘ World« fotografiert?
Didier Ruef: Ich habe die ersten Bilder gemacht, als ich als professioneller Fotograf angefangen habe – das war 1985.

Warum Tiere?
Ich bin mit Hunden und Katzen aufgewachsen und sie immer geliebt… Im Ernst: Mein großes fotografisches Thema war und ist der Mensch – wo und wie leben die Menschen, was treibt sie an, was treibt sie um. Und Tiere sind – egal wo Du hinkommst – immer mit dabei. So habe ich es mir zur Aufgabe gemacht, die vielfältigen Beziehungen zwischen Mensch und Tier rund um die Welt aufzuspüren und zu fotografieren – im Optimalfall mit einer gehörigen Prise Humor.

Evening suit and bow tie. Swans.

Deine Bilder sind tatsächlich sehr komisch – was denkst Du über den Humor in der Fotografie?
Die Welt in der wir leben, kann Humor gebrauchen. Oder auch Ironie. Die Situationen auf meinen Bildern sind immer real, nie gestellt, es sind Alltagsszenen und damit – auch in ihrer Komik – stellvertretend für unsere Zeit.

Arbeitest Du immer noch an der Serie?
Ja, das mache ich. Mein Ziel sind weitere 20 starke Bilder und dann veröffentliche ich ein weiteres Buch.*

Russia. Birds. Communist statue. Star

Deine »Animals‘ World« wird in einer großen Ausstellung in der Leica Galerie ausgestellt – wie denkst Du darüber?
Eine Show in der Leica Galerie in Zingst zu haben ist großartig. Die freundschaftliche und herzliche Atmosphäre ist toll, um dem Publikum meine Bilder und meine Sicht auf die Dinge näher zu bringen – ich hoffe, die Zuschauer haben Spaß und nehmen vielleicht auch den ein oder anderen kritischen Gedanken mit.

HIER sehen Sie eine Auswahl aus Didier Ruefs Projekt »Animals‘ World«. Bei allen Lizensierungswünschen oder sonstigen Fragen melden Sie sich gerne und jederzeit bei fotogloria unter +49 (0)40 609 42 906 -0 oder auch unter info@fotogloria.de.

*Der schweizer Verlag QTI hat einen kleinen, aber feinen Bildband von Didier Ruefs »Bestiarium« herausgebracht. ISBN:  978-88-85922-14-3

Tour – Toby Binder und der FichKona-Radmarathon

Mit dem Fahrrad 605 Kilometer und 2.800 Höhenmeter vom Fichtelgebirge bis ans Kap Arkona auf Rügen. Das alleine hört sich schon nach einer sportlichen Leistung an. Wenn das Ganze dann aber binnen 24 Stunden stattfindet, dann heißt es: Willkommen beim FichKona-Radmarathon. Für die »Tour« begleitete fotogloria-Fotograf Toby Binder die 180 Teilnehmer des Rennens Tag und Nacht, durch Regen, Nebel  und Sturm und war froh, das er nur zum fotografieren das trockene und warme Auto verlassen musste. Das Ergebnis: Vier sehenswerte Doppelseite in der aktuellen Ausgabe.

© Binder_Tour_Fichkona_fotogloria_3

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* Toby Binder schloss 2005 in Stuttgart ein Studium in Kommunikationsdesign und Fotografie ab und fokussiert seine Arbeit seither auf Umwelt- und Gesellschaftsthemen. Schon früh führten ihn Reportagereisen nach Afrika, so dokumentierte er die Müttersterblichkeit in Sierra Leone oder verfolgte den Betrieb auf der Geburtsstation eines malawischen Krankenhauses; auch in Osteuropa oder Lateinamerika stellte er seinen differenzierten, aber nie ins Gekünstelte umschlagenden Sinn für Farbe und Gestik in den Dienst der Unterprivilegierten und Randständigen. Toby Binder lebt in München.

fotogloria vertritt Toby Binder exklusiv und weltweit. Sie können ihn gerne für Ihre Ideen und Aufträge buchen. Melden Sie sich jederzeit unter 040 609 42 906 -0 oder  info@fotogloria.de.