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Wie künstliche Körperteile entstehen – Jan Michael Hosan bei Ottobock

Beinahe jedes Thema lässt sich kindgerecht aufarbeiten und erklären: Die Macher des Kinder-Ablegers von GEO sind genau darin unerschrocken und meisterhaft. Und so widmen sie sich in der aktuellen GEOlino-Ausgabe – pünktlich zum Start der Paralympics in Rio – der Entstehung von künstlichen Körperteilen.

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Und da für Kinder, ebenso wie für Erwachsene, Geschichten am besten mit guten Bildern funktionieren, hat GEOlino Bildredakteurin Eva Pradel für die Strecke den fotogloria-Fotografen Jan Michael Hosan verpflichtet und ihn in das niedersächsische Duderstadt zu der Firma Ottobock geschickt. Seines Zeichens erfahrener Industriefotograf hatte Jan bei dem Job viel Spaß: »Bei der Produktion war ja von vorneherein klar, dass die Bilder für Kinder sind. Das hat mich beim Shooting nochmal zusätzlich total beflügelt«

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Entsprechend hat Jan von seinem Tag bei Ottobock viele starke Bilder mitgebracht, die von der GEOlino-Redaktion zu gleich mehreren Doppelseiten zusammen gebaut und nun in der aktuellen Ausgabe gezeigt werden.

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* Nach einer klassischen Ausbildung zum Werbefotografen arbeitete Jan Michael Hosan in Studios in Österreich und der Schweiz. Sein Handwerk – die Industriefotografie – schließlich mehr als beherrschend, eröffnete er 2006 sein eigenes Studio. Seitdem setzt er die Ideen seiner internationalen Kunden um – mit einem hochprofessionellen und den speziellen Anforderungen angepassten Equipment und immer mit seinem eigenen Blick. Jan Hosan ist neben der Industriefotografie auf Technologie-, Medizin und Wissenschafts-Fotografie spezialisiert. Er lebt in Neuwied und arbeitet weltweit.

fotogloria vertritt  Jan Michael Hosan und seine Industriefotografie exklusiv und weltweit. Über fotogloria können Sie ihn gerne für Ihre Ideen und Aufträge im Bereich Industriefotografie buchen – melden Sie sich jederzeit unter 040 609 42 906 -0 oder info@fotogloria.de

Das BESTE Bild von… Tobias Gerber

»Diese Art von Fotografie macht mich glücklich.« Dem ist eigentlich nichts mehr hinzu zu fügen… Außer: Welches ist Dein BESTES Bild, Tobias Gerber?

fotogloria: Tobias, wo und wann ist dein bestes Bild entstanden:
Tobias Gerber: Das war letzten Winter. Auf der Alb. Nicht weit von meinem Haus entfernt. Der Wald ist eine kleine Fichtenoase im Meer der Buchenplantagen. Da drin ist es besonders dunkel und immer ruhig. Dort war ich schon oft. Bin immer durch dieses »Tor« rein. Wie ein Insekt in hohes Gras eintaucht.

Wie ist es entstanden?
Mit Normaloptik nahe am Boden. Die Belichtung war ca. 10min. Da hatte ich genug Zeit mich um das Motiv zu schleichen und mit einer Taschenlampe auszuleuchten. Ich konnte ja nicht durchgehen, dann wäre doch der schöne Schnee zertreten worden. Das Ausleuchten ist immer mit etwas experimentieren verbunden. Da gibt es für mich keine Faustregel.

Für wen hast du dein bestes Bild gemacht?
Nur für mich. Diese Art von Fotografie macht mich glücklich. Im Malen war ich nie sehr gut, obwohl ich Malerei liebe. Lichmalen ist was Tolles. Man ist eigendlich immer positiv vom Ergebnis überrascht.

Warum ist genau dieses Bild Dein bestes Bild?
Ich würde eher mein »Liebstes« Bild sagen. Das »Beste« setzt sehr hohe Erwartungen. Mein »Liebstes« ist vorrübergehend je nach Stimmung. Wie ein Lieblingslied auch nicht immer passend ist aber Stimmungen Emotional untermalen und verstärken kann. Das Lieblingsbild ändert sich auch ständig und muss auch nicht jedem gefallen. Das Bild ist: Ruhig, Einsam, Magisch, Einladend. Es ist Geheimnissvoll oder einfach interessant anzuschauen. Mir gefällt es gut. Ich mag auch die Tierspuren, die bis in das Tor reichten.

Gibt es etwas an dem Bild, was du im Nachhinein doch gerne verändern würdest?
Nein. Sonst hätte ich es gemacht.

 

* Bereits am Anfang seiner fotografischen Karriere entwickelte Tobias Gerber seine Liebe zum Detail in einem kleinen Werbestudio für Produkt- und Architektur-Aufnahmen – es folgte eine klassische Ausbildung zum Fotografen in einem Stuttgarter Studio mit dem Schwerpunkt Industrie. Seit dem Jahr 2000 arbeitet er freiberuflich in den Schwerpunkten Portrait, Corporate, Reise und Landschaft. Tobias Gerber lebt bei Stuttgart und arbeitet überall.

fotogloria vertritt Tobias Gerber exklusiv und weltweit. Über fotogloria jedenfalls können Sie ihn gerne für Ihre Ideen und Aufträge buchen – melden Sie sich jederzeit unter 040 609 42 906 -0 oder info@fotogloria.de.

Horizonte-Countdown 2015 | Jordi Busque

Sieben fotogloria-Fotografen sind in diesem Jahr in der großen Gruppenschau »One World« beim achten Umweltfotofestival »Horizonte Zingst« zu sehen. Eröffnet wird am 30. Mai und bis dahin stellen wir Ihnen jeden Tag einen der ausstellenden Fotografen und seine Arbeit vor. Heute zeigen wir Ihnen die Strecke »The Mennonites of Bolivia« von Jordi Busque. Viel Spaß!

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WHAT
My series »The Mennonites of Bolivia« documents the lives of little known religious communities, of European decent, in Eastern Bolivia. Mennonites are Christians, living in isolated farming communities and fiercely protective of their privacy. They reject modern technology and follow a way of life that has not changed since the 16th century. They tend the fields and raise cattle mostly to produce cheese. Their language is an old dialect of medieval German called Plattdeutsch. They don’t allow marriage outside their community.
Their core belief is what they call »the narrow path«. By choosing a difficult road, instead of the comforts of modern society, they can be closer to God.

WHERE
As the 21st century brings modernity almost everywhere, Mennonites have found a place to settle in what they perceive is a little developed Bolivia, where they have enough isolation and freedom to follow their tradition without having to compromise their values.

WHY
I want to document a lifestyle that has all the chances to disappear in the modern and globalized 21st century.

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HOW
It is important to know that in these communities photography is usually taboo. It took much time and gentle prodding to be finally allowed to be in their midst and photograph their lives. Extreme patience is the key on how I obtained these photograph.

WHO
Jordi Busqué is an award winning photographer and former astrophysicist. His photographs and texts have appeared in some of the most prestigious publications including National Geographic Magazine (USA), Geo (Germany and France), El País Semanal (Spain), Lonely Planet Magazine (Spain), Science et Vie (France) and Terre Sauvage (France). Jordi divides his work between photojournalism, science and travel photography. He has traveled extensively around the world and he specializes in remote areas of South America.

P.S.: Schauen Sie sich gerne die ganze Serie »The Mennonites of Bolivia« von fotogloria-Fotograf Jordi Busque in der fotogloria-Bilddatenbank an – bitte HIER entlang.  Natürlich können Sie alle Motive auch für Ihre Zwecke lizensieren – melden Sie sich jederzeit unter 040 609 42 906 -0 oder info@fotogloria.de.

P.P.S.: Jordi Busques »The Mennonites of Bolivia«  wurden Ende 2014 auf vielen Seiten im Magazin Stern gezeigt, passend dazu haben wir Jordi für den fotogloria-Blog interviewt. Die ganze Geschichte finden Sie HIER.

P.P.P.S.: fotogloria vertritt Jordi Busque exklusiv in Deutschland. Über fotogloria können Sie ihn gerne für Ihre Ideen und Aufträge buchen. Melden Sie sich jederzeit unter 040 609 42 906 -0 oder info@fotogloria.de.

 

Horizonte-Countdown 2015 | Toby Binder

 »One World« ist auch in diesem Jahr wieder eine brisante Mischung mit begeisternd vielfältigen und inspirierenden Gedankenanstößen.« So fasst Kurator Klaus Tiedge die Gruppenausstellung zusammen, die im Rahmen des achten Umweltfotofestivals »Horizonte Zingst« am 30. Mai eröffnet wird. Und in der Arbeiten von sieben fotogloria-Fotografen gezeigt werden.

Bis zum Festival-Startschuss stellen wir Ihnen jeden Tag einen anderen Fotografen und seine Arbeit vor, heute ist es Toby Binder mit seiner Reportage »Konfliktfreier Zinnabbau im Ostkongo«. Viel Vergnügen!

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WAS
»Konfliktfreier Zinnabbau im Ostkongo« – Ohne die Gewinnung von Zinnerz gäbe es keine Smartphones, Digitalkameras oder Laptops. Doch an dem Metall, das in Teilen aus dem Ostkongo stammt klebt Blut. Immer wieder besetzen Rebellengruppen die Erzminen. Mit dem Geld, das sie von Bergleuten und Händlern erpressen, finanzieren sie ihre Waffen. Im kongolesischen Bürgerkrieg und in den fortlaufenden Konflikten im Osten des Landes, sind in den vergangenen 15 Jahren mehrere Hunderttausend Menschen ums Leben gekommen, mehrere Millionen wurden vertrieben, zehntausende Frauen vergewaltigt. Wer sich in Europa ein Handy kauft, muss damit rechnen, diesen Krieg ungewollt mitzufinanzieren.
Seit der Jahrtausendwende forderten NGO-Aktivistinnen und Aktivisten Gerätehersteller auf, ihre Lieferketten offenzulegen. Ein Gesetz gegen »Blutmineralien«, das der US-Kongress 2011 verabschiedete, verlangt von an der US-Börse gelisteten Firmen den Nachweis. dass Rohstoffe wie Zinnerz und Coltan aus dem Kongo und seinen Nachbarstaaten aus Minen stammen, die von keiner bewaffneten Gruppe kontrolliert werden. Daraufhin hat der Interessenverband der Zinnindustrie, das International Tin Research Institute (lTRI) mit Sitz in London, mit Partnern aus der Computer- und Telekommunikationsbranche ein System entwickelt, mit dem die Lieferkette von Zinn bis zum Bergwerksstollen luckenlos zuruckverfolgt werden kann. ln Nyabibwe wird das System in einem Pilotversuch getestet und von dem niederländischen Produzenten »Fairphone ß. V.« als erstem Hersteller genutzt. Toby Binder ist 2013 nach Nyabibwe gereist und hat das Projekt dort fotografisch dokumentiert.

WO
Nyabibwe, Süd-Kivu, Demokratische Republik Kongo

WARUM
ln einer globalisienen Welt ist es zunehmend schwierig nachzuvollziehen, welche Rohstoffe in
unseren Konsumgütern woher stammen – und welche Folgen ihre Förderung für die Menschen vor Ort hat. Das ITRI-Verfahren ist ein postives Beispiel, wie durch eine lückenlose Offenlegung der Lieferkette ausgeschlossen werden kann, dass Rohstoffe zur Finanzierung von Konflikten beitragen. Und das so dem Konsumenten die Möglichkeit, aber auch die Verantwortung übertragen wird, genau hinzuschauen, wo die Teile seines Mobihelefons, Computers oder Tablets herstammen.

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WIE
Die Kamera im feuchten Schlamm der Minen bestmöglich wasserdicht verpackt und in den dunklen Stollen und Höhlen der Mine nur im Schein der Stirnlampe – vor allem auf einen schnellen Autofokus verlassend.

WER
Nach seinem Abschluss in Kommunikationsdesign bei Hans-Georg Pospischil und dem Master of Photography 2005 in Stuttgart, spezialisierte sich Toby Binder auf Reportagen vorwiegend aus den Bereichen Umwelt und Gesellschaft. In den letzten Jahren reiste er etwa zu den Ölfeldern in Aserbaidschan, erarbeitete eine Strecke über die Müttersterblichkeit in Sierra Leone oder begleitete illegale Kohlegräber in Polen. Toby Binder lebt in München.

P.S.: Toby Binder hat die Reportage seinerzeit für das Magazin Neon fotografiert und wir haben ihn für den fotogloria-Blog natürlich ausführlich dazu befragt. Das Interview finden Sie HIER.

P.P.S.: fotogloria vertritt Toby Binder exklusiv iund weltweit. Und über fotogloria können Sie ihn gerne für Ihre Ideen und Aufträge buchen. Melden Sie sich jederzeit unter 040 609 42 906 -0 oder info@fotogloria.de.

Horizonte-Countdown 2015 | Ed Thompson

Am 30. Mai ist es wieder soweit: Das achte Umweltfotofestival »Horizonte Zingst« wird eröffnet. Eine der größten Schauen in der Festivalwoche ist die Ausstellung »One World« – und sieben fotogloria-Fotografen sind mit ihren Arbeiten dabei!

»One World« muss unkonventionell sein und ist ganz auf Überraschungseffekte konzipiert.« sagt Festival-Kurator Klaus Tiedge in seinem Begleittext zur Ausstellung. Und in diesem Sinne stellen wir Ihnen ab heute bis zur Festival-Eröffnung jeden Tag eine von den überraschenden und unkonventionellen Arbeiten der fotogloria-Fotografen vor. den Anfang macht Ed Thompson mit seinen »Nuclear Families«. Viel Spaß!

Nuclear families © Ed Thomspon

WHAT
The series Nuclear Families looks into the modern family in Britain who happen to live by two nuclear power stations.

WHERE
The series is photographed near where I grew up, in the curiously flat shingle peninsular that is Dungeness, Kent.

WHY
Having grown up nearby I’d photographed Dungeness a number of times, it is a very surreal and photogenic area that has been photographed a lot over the years by thousands of photographers – in Nuclear Families I created a new take on a much photographed area. It allowed me to make a historical document of modern life in the early 21st century and our relationship with nuclear energy.

Nuclear Families

HOW
I worked on medium format film and spent time hanging out with the families for a number of months off and on, having tea and hanging out. At the end of the series they gave me a kitten.

WHO
Ed, who was born in Wales, has been published by National Geographic Magazine, the Guardian Weekend Magazine, Sunday Times Magazine, the BBC, CNN, the Huffington Post, Newsweek, Photoworks, Featureshoot, and Vice, among others. His work has been exhibited at Christie’s and Somerset House in London, Melkweg Gallery in Amsterdam and at various photography festivals including Les Rencontres d’Arles. Ed has lectured at the V&A Museum, The Bishopsgate Institute and at a number of universities. He regularly speaks about photography on television and radio; most recently he spoke live on the BBC World Service where he shared his views on the World Press Photo contest and image manipulation. Ed is currently an Associate Lecturer at the London College of Communication.

P.S.: Über fotogloria können Sie Ed Thompson gerne für Ihre Ideen und Aufträge buchen. Melden Sie sich jederzeit unter 040 609 42 906-0 oder info@fotogloria.de.

P.P.S.: Die ganze Serie »Nuclear Families« von fotogloria-Fotograf Ed Thompson ist  in der fotogloria Bilddatenbank zu sehen, bitte HIER entlang. Natürlich können Sie alle Motive auch für Ihre Zwecke lizensieren – Melden Sie sich jederzeit unter 040 609 42 906 -0 oder info@fotogloria.de.

Georg Knoll feiert Ritterfest für GEOlino

Wenn Menschen sich in Gewänder werfen und zu Ritter, Hofdamen und Knappen werden, dann ist Ritterfest. Und das ist natürlich besonders für Kinder eine spannende Sache – kein Wunder also, dass Geolino einen Fotografen auf die Marksburg mitten ins Mittelalter schickt. Und fotogloria-Fotograf Georg Knoll hat den Job auch richtig gerne erledigt!

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Über fotogloria können Sie Georg Knoll gerne für Ihre Ideen und Aufträge buchen – melden Sie sich jederzeit unter 040 609 42 906 -0 oder info@fotogloria.de.

Nicoló Minerbis Vernissage in der Leica Galerie Zingst

Eine tolle Ausstellung in schicken Räumen mit perfekten Gastgebern – was wünscht sich der geneigte Vernissage-Besucher mehr. Und so war die Vernissage von Nicoló Minerbis Schau »The Visual Soundtrack of My American Years« am sonnigen Karfreitag in der Leica-Galerie Zingst ein voller und gleichzeitig gut besuchter Erfolg.

Zur Einführung sprachen gleich drei Fotokenner: Zuerst Rico Nowicki, seines Zeichens der Geschäftsführer der Erlebniswelt Fotografie Zingst, dann Klaus Tiedge, der Kurator aller Fotoschauen in Zingst. und als Dritte Edda Fahrenhorst, Mitinhaberin und Geschäftsführerin von fotogloria | büro für fotografische zusammenarbeit, durch die die Ausstellung ihren Weg nach Zingst fand. Hier ihre Rede:

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Guten Tag!

Vielen Dank für die einleitenden Worte. Und vielen Dank auch für die Einladung, über diese Ausstellung zu sprechen, ist sie mir doch eine große persönliche Freude!

Mein Dank gilt vor allem Rico Nowicki und Peter Krüger – ich freue mich, dass wir immer wieder hier nach Zingst kommen dürfen, um die Bilder von den fotogloria-Fotografen zu zeigen und vorzustellen.

Danken möchte ich auch Klaus Tiedge für die jahrelange SO gute Zusammenarbeit – ich bin immer wieder glücklich darüber, dass wir uns in puncto Fotografie beinahe blind verstehen.

Vielen Dank außerdem natürlich an das ganze Team, an Steffi Schiller, Simone Marke, Jens Redecker, Doreen Meyer und allen anderen für die immer wieder reibungslose Organisation.

Was ist es, das Nicolos Fotografie so außergewöhnlich macht? Dieser Frage versuche ich auf den Grund zu gehen, seitdem ich angefangen haben, seine Bilder anzuschauen – und ich kann Ihnen versichern, es sind SEHR viele Bilder, Nicoló ist ein sehr produktiver Fotograf.

Und das ist natürlich auch die Frage, die ich in diesem Rahmen so gerne beantworten möchte.

Natürlich könnte ich jetzt auf formale Aspekte eingehen und könnte begeistert sein über Nicolòs perfekten Umgang mit etwa der Bildaufteilung – und darüber bin ich wirklich begeistert, denn ich habe selten einen Fotografen gesehen, der aus vermeintlich uninteressanten, farblosen und langweiligen Szenen und Momenten so viele gute Bilder rausholt.

Ich könnte auch darüber sprechen, wie mühelos er diverse Techniken beherrscht – tatsächlich arbeitet er mit jeder Kamera, die ihm in die Finger kommt – von der Jahrhundertwende-Balgenkamera bis zum Smartphone. Obwohl die Leica schon sein liebstes Stück ist. Vor allem aber sind es seine Leica-Optiken, die aus den 40er und 50er Jahren stammen.

Ich könnte mich auch darüber freuen, wie wenig er sich an vermeintlich gut funktionierende formale Kriterien hält, denn er springt mühelos durch Stile, Methoden, Sujets und experimentiert dabei hemmungslos.

Aber eigentlich geht es bei einem Fotografen – fernab von formalen Kriterien – darum, welche Ideen er zur Welt hat. Und wie er denkt, wie er fühlt.

The Scooter Coast. Where Vespas and Lambrettas rock America

In der Vorbereitung auf den heutigen Tag habe ich also noch einmal alle emails durchgelesen, die seit Monaten zwischen Nicoló und mir hin- und hergehen. Und habe dabei beschlossen, dass es wahrscheinlich das Sinnvollste ist, Nicoló selber zu Wort kommen zu lassen – ich möchte Ihnen also ein paar Auszüge aus unsere Korrespondenz vorlesen. Ich war so frei, und habe sie übersetzt:

Frage: Gibt es eigentlich irgendetwas in der Fotografie, dass Du nicht magst oder nicht bewältigen kannst?

Antwort: Alles hängt von der Stimmung ab – gute Vibrations, gute Bilder. Die Kunst ist, die Magie zu erkennen, die einen Augenblick einzigartig macht.

Frage: Hast Du denn Ziele als Fotograf?

Antwort: Ich sehe mich nicht als Fotograf. Ich benutze meine Kamera als einen Stift, um meine Geschichten zu schreiben und meine Fotos sind die Wörter.

Frage: Und wie sieht es mit fotografischen Vorbildern aus?

Antwort: Wahrscheinlich habe Tausende von fotografischen Vorbildern, aber das ist so, als hätte ich keine. Meine wirklichen Vorbilder sind in den Museen zu finden, so liebe ich etwa Dürer für seine vielschichtigen Bilder. Oder Edward Hopper – in seinen Bildern kann ich die Stille hören.

Frage: Wann und warum hast Du mit der Fotografie angefangen?

Antwort: 2001 habe ich angefangen zu fotografieren und ich glaube, ich konnte gar nicht anders, denn: Ich kann die Welt um mich herum nur verstehen, wenn ich sie sehe. Ich sehe Bilder. In Farbe in schwarzweiss. Andere Menschen hören, riechen, schmecken. Ich sehe. Also war es ein natürlicher Prozess, zur Kamera zu greifen, obwohl ich einst als Schreiber angetreten bin.

Frage: Zur aktuellen Ausstellung: Du hast sieben Jahre in San Francisco gelebt, das fotografische Ergebnis dieser Jahre wird hier nun ausgestellt. Wie haben Dich die Jahre in den USA geprägt?

Antwort: Am Anfang war ich geschockt. Allerdings auf eine gute Art: Ich war glücklich, wie ein Kind im Süßigkeitenladen. Alles war verrückt, interessant und neu für mich. Es war, als hätte ich mich verliebt – Du verstehst nichts und nimmst alles, was kommt. Nach und nach habe ich dann angefangen, hinter die Fassaden zu schauen, habe angefangen, zu verstehen. Und das war dann der Moment, in dem in angefangen habe, die Menschen und ihre Reaktionen auf ihre Umwelt mit ihren Einflüssen etc. zu fotografieren. Und zwar immer mit diesem Gedanken im Hinterkopf: Um die USA zu verstehen, muss man sich eigentlich nur amerikanische Filme ansehen, denn US-Amerikaner leben die Schauspielerei, sie schauspielern das Leben.

Frage: Worum also genau geht es Dir in Deiner Fotografie?

Antwort: Die eigentliche Herausforderung ist es, die Seele von etwas oder von jemanden einzufangen.

In diesem Sinne: Viel Spaß bei Nicoló Minerbis »Visual Soundtrack of my American Years“!

 

P.S.: Nicolo Minerbi ist ein fotografisches Ausnahmetalent: Keine Szene, kein Thema, keine Situation, keine Idee, aus der er nicht – fast im vorbeigehen – ein Bild komponiert. Für seine Fotografie mixt er intelligente Gedanken, visuelle Visionen, spitzfindigen Humor, stilistischen Überschwang und schlicht Spaß zu ganz eigenen Bildwelten – und das alles entlang der perfekt beherrschten Klaviatur fotografischer Ausdrucksformen. Nicolò Minerbi lebt derzeit in Modica/ Sizilien und arbeitet weltweit.

P.P.S.: Schauen Sie sich die ganzen Geschichten hinter den in der Leica Galerie Zingst ausgestellten Serien von Nicolò Minerbi auf der fotogloria-Bilddatenbank an: »Scooter Coast« | »Lebowsky Fest« | »American Graffiti« | »Camel Race« | »How the Evolution Turned the Frontyard Into an Iconic Quotation«  – selbstverständlich können Sie alle Motive auch über fotogloria lizensieren.

P.P.P.S.: fotogloria vertritt Nicoló Minerbi weltweit. Über fotogloria können Sie ihn gerne für Ihre Ideen und Aufträge buchen – melden Sie sich jederzeit unter 040 609 42 906 -0 oder info@fotogloria.de.

Stern – Jordi Busque und die Lebensweise der Mennoniten

Manchmal passiert eine von diesen tollen Geschichten wirklich, in denen ein engagierter Fotograf und sein egangiertes Fotothema (fast) ganz von alleine entdeckt werden und fortan Preise gewinnen und veröffentlicht werden. In diesem Fall ist es die Geschichte von fotogloria-Fotograf Jordi Busque.

2006 erfuhr Jordi zufällig von mehreren Menoniten-Familien, die sich irgendwo im Nirgendwo in Bolivien angesiedelt hatten und dort so leben wie die Menschen vor 150 Jahren. Mit viel Geduld und Zeit machte er sich auf, diese Menschen und ihre Lebensumstände zu fotografieren, nach und nach entstand ein großes Portfolio an großartigen Bildern – eine freie Arbeit über die Lebensweise der Mennoniten, die ihresgleichen sucht. Und die dann 2014 mit dem Getty Grant gewürdigt wurde. Mit dem Preisgeld arbeitete Jordi – man ahnt es – dann sofort an dem Thema weiter.

Auf die Geschichte aufmerksam gemacht, engagierte dann jüngst der Stern – über und mit organisatorischer Unterstützung von fotogloria – Jordi für eine umfangreiche Geschichte über »seine Mennoniten«.

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Wir sprachen mit Jordi darüber, wie er sich dem Thema angenähert hat.

fotogloria: Wie bist Du auf das Mennoniten-Thema gekommen?
Jordi Busque: Ich habe das Thema durch Zufall entdeckt – Ich hatte vorher keine Ahnung von den Mennoniten und deren Lebensweise. Aber als ich anfing zu recherchieren, war ich sofort fasziniert und bin bald darauf das erste Mal zu ihnen gefahren. Mitten im Norgendwo in Bolivien.

Was reizt Dich an dem Thema?
Spannend finde ich, dass diese Menschen nicht dem Mainstream, nicht der weltweiten Entwicklung folgen. Die Gesellschaften weltweit werden sich immer ähnlicher, aber diese Menschen bleiben Ihren Traditionen treu. Die Tatsache, dass es sich dabei außerdem um eine sehr verschlossene und schwer zu fotografieren Welt handelt, hat mich enorm motiviert – einen Zugang zu ihnen zu finden, ähnelt sehr einer Forschung- bzw. Entdeckungsreise in Zeiten, in denen fast alles schon entdeckt ist…

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Seit wann arbeitest Du an der Geschichte?
Seit 2006 war ich sehr oft dort.

Wie ist es Dir gelungen, dass für die Fotografie wichtige Vertrauen aufzubauen?
Mit sehr viel Geduld. Und in dem ich ihnen immer erzähle, was ich vor habe und dabei so zurückhaltend wie möglich agiere. Und ich respektiere auch, wenn jemand nicht fotoglrafiert werden möchte.

Wie hast Du selber in den Wochen der Fotografie bei den Mennoniten gelebt?
Am Anfang habe ich in meinem Schlafsack auf dem Boden geschlafen – trotz der vielen giftigen und sogar tödlichen Schlangen… Später wurde ich in die Häuser eingeladen und schlief in den verschiedensten Gästezimmern.

Hast Du den fotografierten die Fotos gezeigt? Und wie sind sie angekommen?
Ja, ich zeigte Ihnen die Fotos auf der Kamera, sie waren immer sehr neugierig und fragten mich auch oft nach Abzügen – die habe ich dann immer hinterher per Post geschickt.

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Was war die schwierigste und was die schönste Situation?
Es ist mir immer äußerst unangenehm, Beerdigungen zu fotografieren. Ich war und bin oft dabei, weil ich mittlerweile dazu eingeladen werde. Aber ich habe dabei immer nur wenig und aus der Distanz fotografiert – auch wenn es  spannende Situationen zu beobachten gab, so wollte ich auf keinen Fall stören.
Die schönste Situation war eines Morgens, bevor die Sonne aufging. Es war neblig und der Nebel war rosa gefärbt. In diesem Moment liefen einige Mädchen Richtung Schule. Es sah aus wie eine Zeitreise.

Und zuguterletzt: Wirst Du an der Geschichte weiterarbeiten?
Ja, ich will daraus ein Langzeitprojekt machen. Ich möchte nicht nur die Traditionen der Mennoniten in Bolivien festhalten, sondern auch mögliche Veränderungen fotografieren – es wird für sie immer schwieriger, sich ganz von der modernen Welt fern zu halten.

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*Jordi Busque ist Bildjournalist, Reise- und Wissenschaftsfotograf – für die Fotografie entschied er sich nach jahrelanger Tätigkeit als Astrophysiker an der Universität von Barcelona und dem Institut für Astrophysik in Paris. Für seine Arbeiten wurde er bereits u. a. mit dem Titel »BBC Photographer of The Year» ausgezeichnet. Jordi Busque lebt in Barcelona.

** Und HIER können Sie sich die gesamte Geschichte in der fotogloria-Bilddatenbank anschauen. Und natürlich auch lizensieren.

*** Über fotogloria können Sie Jordi Busque natürlich auch für Ihre Ideen und Aufträge buchen . Melden Sie sich gerne und jederzeit unter 040 609 42 906 -0 oder info@fotogloria.de.

 

7 Fragen an… Portraitfotografin Anna Mutter

Warum bist Du Fotografin geworden?
Ich war schon immer interessiert an anderen Menschen, deren Lebensweg und
– umfeld. Die Kamera wurde für mich zu einer Art »Kontaktmittel«. Mit den Bildern konnte ich von diesen Begegnungen erzählen, sie festhalten und sammeln. Für meine Bewerbung an der Fachhochschule Hannover, berühmt für ihren Studiengang Fotografie mit Schwerpunkt Fotojournalismus, habe ich zum Beispiel damals eine Reportage über einen alten Herren-Friseur am Hamburger Hafen fotografiert. Er war Elvis-Fan, legte zum Haare schneiden Platten auf, frisierte noch echte 50ger-Jahre-Tollen und fuhr in seiner Freizeit ein Mofa der Marke Quickly, Baujahr 1960. Sein Friseursalon sah aus, als sei die Zeit stehen geblieben und er war eine echte Instanz im Viertel. Wem die Zeit zum nächsten Haarschnitt zu lange war, kam zwischendurch einfach vorbei um Neuigkeiten auszutauschen oder Alltagsprobleme zu besprechen. Durch die Kamera erhielt ich Zutritt zu diesem Mikrokosmos, in dem ich sonst ein absoluter Fremdkörper gewesen wäre. Den Friseursalon gibt es heute nicht mehr und wenn ich zurück denke, freue ich mich, dass ich das von Nahem erleben durfte.

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Kannst Du Dich an Deinen ersten Auftrag erinnern?
Ja… ich hatte gerade mein Praktikum als Redaktionsfotografin bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung begonnen und sollte eine Kindergärtnerin portraitieren. Klingt unspektakulär, war aber aufregend genug. Schließlich war es das erste Mal für mich, dass ich in einem genau vorgegebenen Rahmen fotografieren musste. Ohne die Möglichkeit zur Nachbesserung oder Wiederholung. Und das Ergebnis musste gut genug sein, um in einer der größten deutschen Tageszeitungen gedruckt werden zu können. Ich war wahnsinnig aufgeregt.

Was war Dein schönstes Erlebnis als Fotografin?
Es gab schon viele schöne Erlebnisse in meinem bisherigen Fotografinnen-Leben. Eines der schönsten, an das ich bei dieser Frage als erstes denke, war die Erfahrung mit einer afrikanischen Familie in deren Lehmhütte mitten in der Natur zu übernachten. Ich habe in Zusammenarbeit mit GEOlino ein Unicef-Projekt in Kenya fotografiert, bei dem es um Hygiene im Alltag zur Vermeidung von Krankheiten ging. Was die Kinder in der Schule zu diesem Thema gelernt hatten, sollten sie zu Hause umsetzen und in ihre Familien weitertragen. Um das fotografisch zu dokumentieren, durfte ich 3 Tage bei einer Familie in einem einfachen Lehmhütten-Dorf ohne Elektrizität und sonstige Vorzüge der westlichen Zivilisation verbringen. Abends saß ich mit der ganzen Familie an der Feuerstelle, in der Ferne hörte ich Trommeln, der Himmel war voller Sterne, in den Bäumen raschelte es, weil sich Tiere darin bewegten. Wir konnten uns nicht mit Sprache verständigen und trotzdem fühlte ich mich beschützt, geborgen und aufgenommen in dieser anderen Welt. Der Geruch eines Lagerfeuers erinnert mich auch heute noch an dieses einzigartige Erlebnis.

Wie arbeitest Du am Liebsten?
Am liebsten beobachte ich und tauche dabei mit etwas Zeit in die Situation ein. So entstehen für mich die stimmungsvollsten Bilder. Das ist bei einer Reisereportage so, wenn ich mich treiben lassen und das Licht beobachten kann oder  bei einem Portrait, wenn es mir gelingt, einen gewissen Draht zu derjenigen Person herzustellen.

Susianna "Susi" Kentikian - die deutsche Boxerin mit armenischer Abstammung ist dreifache Weltmeisterin im Fliegengewicht und bereitet sich in Hamburg auf ihren nŠchsten WM-Kampf am 24.April vor

Was verbindest Du mit fotogloria?
Aufbruch und Mut. Ich war gerade mit meinem Studium fertig und wuchs langsam in die berufliche Selbständigkeit hinein. In einer Zeit, in der große Bildagenturen zu straucheln begannen, weil die Bildpreise in den Keller sanken und das Wort »Zeitungssterben« entstand. Durch meinen Existenzgründer-Coach bekam ich Kontakt zu fotogloria. Ein Trio, das den Mut besaß, in diesen Zeiten eine neue Fotografen-Agentur zu gründen und mir seine Partnerschaft anbot.

Wie hast Du Deinen eigenen fotografischen Schwerpunkt entwickelt?
Mein fotografischer Schwerpunkt hat sich gewissermaßen selbst entwickelt. Als ich mich fürs Studium bewarb, wusste ich nur, dass ich in den Bereich der erzählerischen Fotografie möchte. Künstlerische Fotografie oder Werbefotografie sprach mich deutlich weniger an als die journalistische Fotografie. Als ich mich mit meiner ersten Mappe nach dem Studium auf Bewerbungstour durch die Redaktionen begab, erhielt ich Aufträge für Reisereportagen und Portraits. Das hat sich dann verfestigt und war auch gut auf Unternehmen übertragbar. Einer meiner Unternehmenskunden zum Beispiel ist ein italienischer Feinkosthändler. Für seinen Warenkatalog fotografiere ich regelmäßig kleine Reportagen über seine zuliefernden Betriebe in Italien.

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Für welchen Kunden würdest Du gerne einmal arbeiten?
Über diese Frage musste ich tatsächlich am längsten nachdenken. Vielleicht für einen Reiseveranstalter, der mich zusammen mit meiner kleinen Familie und meiner Kamera um die Welt schickt. Oder für eine exklusive Hotelkette. Während unserer Elternzeit sind wir für 3 Monate durch Südostasien gereist. Aus den Bildern ist eine große Reisereportage entstanden, die in Brigitte MOM gezeigt wurde. Es ist traumhaft, wenn Beruf und Familie so vereinbar sind.
Und wenn es mal was völlig anderes sein soll… Ich habe einen Faible für Brillen. Obwohl ich selbst noch gar keine trage. Für einen Brillenhersteller oder Augenoptiker Portraits von Brillenträgern und eine Reportage über die Produktion zu fotografieren, würde mir Spaß machen.
* Anna Mutter liebt es, Menschen zu treffen, mit ihnen zu reden, sie kennen zu lernen. Und dabei schafft sie es immer – selbst wenn die Begegnung nur flüchtig ist – genau das Vertrauen aufzubauen, das es für ein gutes Portrait braucht. Zu ihrer Herangehensweise sagt sie: »Meine Kamera ist für mich eine Brücke. Ob im Bereich Corporate, Portrait, Wirtschaft oder Reise – fotografierend kann ich mich den Menschen und ihren Tätigkeiten nähern, sie verstehen und darüber eine Geschichte erzählen.« Anna Mutter lebt in Hamburg und arbeitet international.

fotogloria vertritt die Portraitfotografin Anna Mutter exklusiv und weltweit. Über fotogloria können Sie sie gerne für Ihre Ideen und Aufträge buchen – melden Sie sich jederzeit unter 040 609 42 906 -0 oder info@fotogloria.de.

Horizonte-Countdown 2014 | Alessandro Sala

»Die Kritik hat »One World« als sehr spezielles kleines »fotografisches Welttheater« bezeichnet.« So sagt es der Pressetext zu der Ausstellung, an der 12 fotogloria-Fotografen während des siebten Umweltfotofestivals »Horizonte Zingst« ihre Arbeiten zeigen. Mit dazu gehört Alessandro Sala und seine Strecke  »Fuck for Forest« (in Zusammenarbeit mit unserem italienischen Partner LUZphotos).

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WHAT
»Fuck for Forest« is an erotic, no profit ecological organization, based in Berlin. It is the world’s first eco-porn organization and may be the only porn website specifically created to raise money for a cause, over 80 percent of the money goes to charities that work to preserve the world’s rain forests.
The organisation’s unorthodox methods have made it difficult to distribute the money it makes, as a result, »Fuck for Forest« is working on a project to work directly with indigenous communities in Costa Rica, Perù and the Brazilian Amazon rainforest.

WHERE
I shoot these images inside the »Fuck for Forest« headquarters in Berlin, where some members live.

WHY
I would like to show this interesting world that I first met when I was shooting a reportage about rainbow family gathering in Portugal.

HOW
Nothing special about the technique, the really difficult thing was organize the shooting date.

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WHO
I started to work as a photographer in a commercial studio in Milan, Controluce, where I improved my technical skill about light and studio equipment. In the same time I attended a photojournalism course at John Kaverdash Accademy in Milan. Right after this period, in 2005 I met my master Alex Majoli and start to work with him for 7 years in countless number of different projects. In this period we put the basis to the creation of a studio where young photographers works together and promote their independent projects. In May 2008 Cesura opened. Now after 6 years Cesura is a strong group of photographers, that works with editorial market, museum and personal project, we also create our own printing house, Cesura Publish, and printing lab, Cesura Lab.

P.S.:
Die ganze Geschichte »Fuck for Forest« von Alessandro Sala finden Sie im fotogloria-Archiv. Bei allen Fragen zur Lizensierung oder zu anderen Themen melden Sie sich gerne und jederzeit. Natürlich können Sie Alessandro Sala auch für Ihre Ideen und Aufträge über fotogloria buchen: info@fotogloria.de oder 040 609 42 906 -0.