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VW Classic – Inge Schönthal-Feltrinellis Bilder und dazu ein VW-Käfer

Eine besondere Freude ist es uns, wenn wir Foto und Text dergestalt zusammen bekommen, dass daraus ein paar Doppelseiten werden. Das funktioniert natürlich nur, wenn man außergewöhnliches Bildmaterial in der Datenbank bereit hält (etwa exklusiv das gesamte fotografische Werk von Inge Schoenthal-Feltrinelli), dazu dann eine wirklich gute Idee hat (Inge Schoenthal Feltrinelli fuhr in ihrer Hochzeit als Fotografin einen VW-Käfer) und zuguterletzt natürlich die richtigen Leute kennt (wie in diesem Fall Tina Gallach, die regelmäßig für das VW-Magazin schreibt). Und voilá – sechs Seiten im »VW-Classic – das Magazin für historische Volkswagen« sind mit einer guten Geschichte gefüllt.

© VWMag _ Feltrinelli _ fotogloria

* Greta Garbo, Allen Ginsberg, Marc Chagall, Simone de Beauvoir – die Liste der Portraitierten liest sich wie das künstlerisch-intellektuelle Who is Who der 1950er Jahre. Zu den Abgelichteten gehört auch Ernest Hemingway, eines der Fotos ging um die Welt und wurde berühmt. Ebenso wie die Fotografin, die es nicht nur gemacht hatte, sondern die auch auf dem Bild zu sehen war: Inge Schoenthal-Feltrinelli. Bis 1960 fotografierte sie leidenschaftlich, dann zog es sie nach Mailand, wo sie den milliardenschweren Verleger Giangacomo Feltrinelli heiratete und fortan die Geschicke des italienischen Familien-Verlages lenkte.

fotogloria freut sich, Ihnen ihr fotografisches Œuvre anbieten zu können – melden Sie sich gerne und jederzeit unter info@fotogloria.de oder 040 609 42 906 -0, damit wir Ihnen mehr zu den Bildern und deren Konditionen erzählen können.

© VWMag _ Feltrinelli _ fotogloria _ 3

Fotografie International – NEU bei fotogloria

Deutsche Unternehmen produzieren international, exportieren in die ganze Welt, expandieren rund um den Globus, bieten Arbeitsplätze und damit Kaufkraft in jedem Land der Erde. Kurz: Sie sind eine starke Wirtschaftskraft und international zuhause. Eigenschaften, die sich hervorragend für eine fotografierte Unternehmenskommunikation anbieten: Starke Unternehmen, starke Bilder.

Und genau das ist es, worauf fotogloria spezialisiert ist. In Deutschland. Und ab jetzt auch auf der ganzen Welt. Zum Start des Internationalen fotogloria-Netzwerks präsentieren wir Ihnen die ersten 14 Fotografen rund um den Globus, denn fotogloria steht auch in Zukunft für sehr gute Fotografie International.

Ihre gesuchte Region ist zur Zeit noch nicht im Internationalen fotogloria-Netzwerk aufgeführt? Melden Sie sich trotzdem gerne und jederzeit mit Ihren Ideen bei uns – wir haben  ungezählte weitere internationale Kontakte für jede Stadt für jedes Land, für jeden Winkel der Welt: info@fotogloria.de oder 040 609 42 906 -0.

 

Die  14 Internationalen fotogloria-Netzwerk Fotografen sind: Ezequiel Scagnetti (Benelux), Claus Sjödin (Dänemark), Matti Immonen (Finnland), Lea Crespi (Frankreich), Raphael Demaret (Frankreich), Alex Galmeanu (Rumänien), Frank Herfort (Russland), Mans Berg (Schweden), Markel Redondo (Spanien), Ehrin Macksay (Vietnam), Philippe Roy (China), Christoph Morlinghaus (USA), Patrick Strattner (USA), Enio Tavares (Brasilien), Javier Pierini (Argentinien) und Wouter Kingma (VAE). Willkommen!

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7 Fragen an… Portraitfotografin Anna Mutter

Warum bist Du Fotografin geworden?
Ich war schon immer interessiert an anderen Menschen, deren Lebensweg und
– umfeld. Die Kamera wurde für mich zu einer Art »Kontaktmittel«. Mit den Bildern konnte ich von diesen Begegnungen erzählen, sie festhalten und sammeln. Für meine Bewerbung an der Fachhochschule Hannover, berühmt für ihren Studiengang Fotografie mit Schwerpunkt Fotojournalismus, habe ich zum Beispiel damals eine Reportage über einen alten Herren-Friseur am Hamburger Hafen fotografiert. Er war Elvis-Fan, legte zum Haare schneiden Platten auf, frisierte noch echte 50ger-Jahre-Tollen und fuhr in seiner Freizeit ein Mofa der Marke Quickly, Baujahr 1960. Sein Friseursalon sah aus, als sei die Zeit stehen geblieben und er war eine echte Instanz im Viertel. Wem die Zeit zum nächsten Haarschnitt zu lange war, kam zwischendurch einfach vorbei um Neuigkeiten auszutauschen oder Alltagsprobleme zu besprechen. Durch die Kamera erhielt ich Zutritt zu diesem Mikrokosmos, in dem ich sonst ein absoluter Fremdkörper gewesen wäre. Den Friseursalon gibt es heute nicht mehr und wenn ich zurück denke, freue ich mich, dass ich das von Nahem erleben durfte.

© Anna Mutter _ fotogloria _ 3

Kannst Du Dich an Deinen ersten Auftrag erinnern?
Ja… ich hatte gerade mein Praktikum als Redaktionsfotografin bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung begonnen und sollte eine Kindergärtnerin portraitieren. Klingt unspektakulär, war aber aufregend genug. Schließlich war es das erste Mal für mich, dass ich in einem genau vorgegebenen Rahmen fotografieren musste. Ohne die Möglichkeit zur Nachbesserung oder Wiederholung. Und das Ergebnis musste gut genug sein, um in einer der größten deutschen Tageszeitungen gedruckt werden zu können. Ich war wahnsinnig aufgeregt.

Was war Dein schönstes Erlebnis als Fotografin?
Es gab schon viele schöne Erlebnisse in meinem bisherigen Fotografinnen-Leben. Eines der schönsten, an das ich bei dieser Frage als erstes denke, war die Erfahrung mit einer afrikanischen Familie in deren Lehmhütte mitten in der Natur zu übernachten. Ich habe in Zusammenarbeit mit GEOlino ein Unicef-Projekt in Kenya fotografiert, bei dem es um Hygiene im Alltag zur Vermeidung von Krankheiten ging. Was die Kinder in der Schule zu diesem Thema gelernt hatten, sollten sie zu Hause umsetzen und in ihre Familien weitertragen. Um das fotografisch zu dokumentieren, durfte ich 3 Tage bei einer Familie in einem einfachen Lehmhütten-Dorf ohne Elektrizität und sonstige Vorzüge der westlichen Zivilisation verbringen. Abends saß ich mit der ganzen Familie an der Feuerstelle, in der Ferne hörte ich Trommeln, der Himmel war voller Sterne, in den Bäumen raschelte es, weil sich Tiere darin bewegten. Wir konnten uns nicht mit Sprache verständigen und trotzdem fühlte ich mich beschützt, geborgen und aufgenommen in dieser anderen Welt. Der Geruch eines Lagerfeuers erinnert mich auch heute noch an dieses einzigartige Erlebnis.

Wie arbeitest Du am Liebsten?
Am liebsten beobachte ich und tauche dabei mit etwas Zeit in die Situation ein. So entstehen für mich die stimmungsvollsten Bilder. Das ist bei einer Reisereportage so, wenn ich mich treiben lassen und das Licht beobachten kann oder  bei einem Portrait, wenn es mir gelingt, einen gewissen Draht zu derjenigen Person herzustellen.

Susianna "Susi" Kentikian - die deutsche Boxerin mit armenischer Abstammung ist dreifache Weltmeisterin im Fliegengewicht und bereitet sich in Hamburg auf ihren nŠchsten WM-Kampf am 24.April vor

Was verbindest Du mit fotogloria?
Aufbruch und Mut. Ich war gerade mit meinem Studium fertig und wuchs langsam in die berufliche Selbständigkeit hinein. In einer Zeit, in der große Bildagenturen zu straucheln begannen, weil die Bildpreise in den Keller sanken und das Wort »Zeitungssterben« entstand. Durch meinen Existenzgründer-Coach bekam ich Kontakt zu fotogloria. Ein Trio, das den Mut besaß, in diesen Zeiten eine neue Fotografen-Agentur zu gründen und mir seine Partnerschaft anbot.

Wie hast Du Deinen eigenen fotografischen Schwerpunkt entwickelt?
Mein fotografischer Schwerpunkt hat sich gewissermaßen selbst entwickelt. Als ich mich fürs Studium bewarb, wusste ich nur, dass ich in den Bereich der erzählerischen Fotografie möchte. Künstlerische Fotografie oder Werbefotografie sprach mich deutlich weniger an als die journalistische Fotografie. Als ich mich mit meiner ersten Mappe nach dem Studium auf Bewerbungstour durch die Redaktionen begab, erhielt ich Aufträge für Reisereportagen und Portraits. Das hat sich dann verfestigt und war auch gut auf Unternehmen übertragbar. Einer meiner Unternehmenskunden zum Beispiel ist ein italienischer Feinkosthändler. Für seinen Warenkatalog fotografiere ich regelmäßig kleine Reportagen über seine zuliefernden Betriebe in Italien.

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Für welchen Kunden würdest Du gerne einmal arbeiten?
Über diese Frage musste ich tatsächlich am längsten nachdenken. Vielleicht für einen Reiseveranstalter, der mich zusammen mit meiner kleinen Familie und meiner Kamera um die Welt schickt. Oder für eine exklusive Hotelkette. Während unserer Elternzeit sind wir für 3 Monate durch Südostasien gereist. Aus den Bildern ist eine große Reisereportage entstanden, die in Brigitte MOM gezeigt wurde. Es ist traumhaft, wenn Beruf und Familie so vereinbar sind.
Und wenn es mal was völlig anderes sein soll… Ich habe einen Faible für Brillen. Obwohl ich selbst noch gar keine trage. Für einen Brillenhersteller oder Augenoptiker Portraits von Brillenträgern und eine Reportage über die Produktion zu fotografieren, würde mir Spaß machen.
* Anna Mutter liebt es, Menschen zu treffen, mit ihnen zu reden, sie kennen zu lernen. Und dabei schafft sie es immer – selbst wenn die Begegnung nur flüchtig ist – genau das Vertrauen aufzubauen, das es für ein gutes Portrait braucht. Zu ihrer Herangehensweise sagt sie: »Meine Kamera ist für mich eine Brücke. Ob im Bereich Corporate, Portrait, Wirtschaft oder Reise – fotografierend kann ich mich den Menschen und ihren Tätigkeiten nähern, sie verstehen und darüber eine Geschichte erzählen.« Anna Mutter lebt in Hamburg und arbeitet international.

fotogloria vertritt die Portraitfotografin Anna Mutter exklusiv und weltweit. Über fotogloria können Sie sie gerne für Ihre Ideen und Aufträge buchen – melden Sie sich jederzeit unter 040 609 42 906 -0 oder info@fotogloria.de.

Spiegel – Ezequiel Scagnetti portraitiert Jean-Claude Juncker

Vom Premierminister Luxemburgs, über den Vorsitz der Eurozone bis hin zum jüngst gewählten Präsident der Europäischen Komission – das sind die Karriereschritte des Politikers Jean-Claude Juncker. Und für den großen Antrittsartikel des Spiegel war fotogloria-Fotograf Ezequiel Scagnetti* in Brüssel und hat ihn portraitiert.

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* Ezequiel Scagnetti ist Portraitfotograf durch und durch. Ob Prominenz oder Mitmensch, er geht offen und neugierig auf sein Gegenüber zu. Und ist innerhalb kürzester Zeit in der Lage, die Besonderheit des Portraitierten zu erfassen – persönlich und mit der Kamera. Ezequiel Scagnetti lebt in Brüssel, Belgien, und arbeitet überall.

** HIER können Sie sich die gesamte Strecke in der fotogloria-Bilddatenbank anschauen und natürlich gerne lizensieren.

*** fotogloria vertritt Ezequiel Scagnetti weltweit. Über fotogloria können Sie ihn gerne für Ihre Ideen und Aufträge buchen – melden Sie sich jederzeit unter 040 609 42 906 -0 oder info@fotogloria.de.

Tour – Ezequiel Scagnetti fotografiert Emma Pooley

Geotechnikerin und Radprofi – die Britin Emma Pooley ist ein Allroundtalent. Und damit eine mehr als interessante Interviewpartnerin für die Radfahrerzeitschrift »Tour«. Die Fotos zum Artikel hat übrigens fotogloria-Fotograf Ezequiel Scagnetti gemacht.

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Horizonte-Countdown 2014 | Marcus Koppen

Die Umwelt steht im Mittelpunkt des Fotofestivals »Horizonte Zingst«: Zu sehen ist in diesem Jahr aus diesem Grund bereits zum siebten Mal eine Mischung aus grandioser Naturfotografie, kritischen journalistischen Themen und facettenreichen Menschenbildern.

In diesem Jahr sind 13 fotogloria-Fotografen und ihre Arbeiten in den Ausstellungen mit dabei. Wir stellen im »Horizonte-Countdown« jeden Tag einen von Ihnen vor. Heute ist es Marcus Koppen und seine Arbeit »Drag Queen Olympiade«, in Zingst zu sehen in der Gruppenausstellung »One World«. Viel Spaß!

9th International Drag Queen Olympics - Scarlet Fudge

WAS
Portraits von TielnehmerInnen bei der neunten »Drag Queen Olympiade«.

WO
Amsterdam, Holland

WARUM
Jedes Jahr im August findet in Amsterdam die »Gay Pride« statt, wo hunderttausende Menschen aus der ganzen Welt zusammen kommen, um die Menschenrechte zu feiern. Einer der  Höhenpunkte des Tages ist immer wieder die »Drag Queen Olympiade«. Die Bilder wurden während der Show backstage fotografiert und alle Portraitierten hatten die freie Wahl, wie sie sich für die Fotos präsentieren und inszenieren wollen – für mich als Portraitfotografen immer wieder ein sehr spannender Prozess.

WIE
Zwei Blitzköpfe und eine Kamera.

9th International Drag Queen Olympics - Hoax Lebeau

WER
Nach seinem Studium der Fotografie am Southampton Institute of Art and Design und der angeschlossenen Lehrzeit in einem auf die Werbung spezialisierten Fotostudio reiste Marcus Koppen durch die Welt. Dabei entdeckte er seine Faszination für Megacities (die 2013 beim Umweltfotofestival »Horizonte Zingst« zu sehen waren) und traf auf viele außergewöhnliche Menschen, die er mit viel Feingefühl portraitierte. Seine Bilder haben mittlerweile ihren Weg in Museen und Privatsammlungen gefunden. Marcus Koppen lebt in Amsterdam und arbeitet international.

P.S.:
fotogloria vertritt Marcus Koppen exclusiv und weltweit. Beispiele seiner Portrait-Arbeiten senden wie Ihnen gerne zu. Und über fotogloria können Sie ihn außerdem gerne für Ihre Ideen und Aufträge buchen – melden Sie sich jederzeit unter 040 609 42 906 -0 oder info@fotogloria.de.

Horizonte-Countdown 2014 | Sabine von Bassewitz

»Betrachter sollen gezielt kontrastierende Eindrücke vermittelt bekommen und damit sollen kritische
Denkanstöße ausgelöst werden.« So sagt es der Katalogtext zu der Ausstellung »One World«, die am 24. Mai 2014 im Rahmen des siebten Umweltfotofestivals »Horizonte Zingst« eröffnet wird.

Was könnte dazu passender sein, als die Arbeit »Ordinary Cities« von fotogloria-Fotografin Sabine von Bassewitz, die wir Ihnen heute  im »Horizonte-Countdown« vorstellen. Viel Spaß!

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WAS
Für die Benennung komplexer Zusammenhänge werden in den Medien der Einfachheit halber Synonyme verwendet. Das sind allgemein gelernte Begriffe, die sich zu fixen Labels verselbstständigt haben und umgangssprachlich fest verankert sind. Die Synonyme »Neukölln« und »Prenzlauer Berg« sind ursprünglich die Namen von Stadtteilen von Berlin. Medial und umgangssprachlich genutzt steht »Neukölln« als pars pro toto für Integrationsverweigerer, Hundekot, urbane Enge und Hartz IV. Mit der Etablierung des Begriffes »Hipster« und dem massiven Zuzug von Besserverdienenden gilt der Stadtteil zudem seit kurzem als Speerspitze der Gentrifizierung.
Mit dem Begriff »Prenzlauer Berg« werden Spielarten einer krampfhaft unangepassten Gutbürgerlichkeit und einer neureichen gemütlichen grünen Spießigkeit bezeichnet – darauf eine Bio Soja Latte.
Ich entziehe mich den Stempeln »Neukölln« & »Prenzlauer Berg« und begegne dadurch überraschenden Bildern inerhalb der vielen verschiedenen Communities, Gegenden und Veränderungsprozesse beider Stadtteile. Gefördert mit dem Arbeitsstipendium der VG Bildkunst.

WO
Berlin – Neukölln & Prenzlauer Berg

WARUM
Es hat mich schon immer gereizt, die Bedeutungen zu hinterfragen, mit denen wir Begriffe aufladen. In der Arbeit »Ordinary Cities« werfe ich einen Blick hinter die Bedeutungen, die Namen simpler Berliner Stadtteile zugeschrieben werden. In meiner Arbeit Unisono habe ich mich auf die Spur des Begriffes der Uniform gemacht und bin auch hier zu unerwarteten Ergebnissen gekommen – weit weg von unserem von Militär, Gleichschritt und Gehorsam geprägten Bild der Uniform.

WIE
Analoge Mamiya RZ 67 und digitale Canon EOS 5DMk2.
Die meisten Bilder sind mit der Mamiya entstanden, da mir die distanzierte Steifheit der Bilder, die das Fotografieren mit dieser schweren und unhandlichen Kamera mit sich bringt, für die Art der Bilder wichtig ist. Bei den Motiven, für deren Realisierung sich die Mamiya als zu schwer und unhandlich erwiesen hat, habe ich auf die Canon zurückgegriffen, mich aber un eine der Mamiya ähnliche steife Haltung bemüht.

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WER
Aufgewachsen in einem norddeutschen Dorf, studierte sie in den Jahren 1999 bis 2006 Fotografie an der HAW Hamburg – mit einer Pause: von 2002 bis 2004 war sie als Art Direktorin auf der »MS Europa« tätig und bereiste die ganze Welt. Mit Ihrer Abschlussarbeit »Unisono« (die bereits 2012 in Zingst zu sehen war) gewann sie den »Lucky Strike Junior Designer Award«. Sabine von Bassewitz lebt mit ihrer Familie in Berlin und Hamburg.

P.S.:
fotogloria vertritt Sabine von Bassewitz exklusiv und weltweit. Über fotogloria können Sie sie gerne für Ihre Ideen und Aufträge buchen – melden Sie sich jederzeit unter 040 609 42 906 -0 oder info@fotogloria.de.

Messi, Valdano und alle Stadien – fotogloria-Fußball im ADAC-Magazin und im The FIFA Weekly

Die Tage bis zur WM sind gezählt, die Spannung steigt und mit ihr die Anzahl der Fußballthemen in allen Medien. Und fotogloria mischt natürlich kräftig mit – die neuesten Publikationen sind im ADAC-Magazin – alle brasilianische WM-Stadien – und im The FIFA Weekly zu sehen: Ein doppelseitiger Lionel Messi, fotografiert von unserem Partner Global Photo aus Brasilien und der ehemalige argentinische Nationalspieler Jorge Valdano, portraitiert von fotogloria-Fotograf Reinaldo Coddou H. So kann es gerne weiter gehen!

7 Fragen an… Portraitfotograf Bernd Jonkmanns

Warum bist Du Fotograf geworden?
Ich fand es als Kind schon immer faszinierend, wenn mein Vater mit seiner tollen alten Voigtländer-Kamera uns oder sehr viel im Urlaub fotografiert hat. Mit 14 Jahren bekam ich dann meiner erste eigene KB Spiegelreflex Kamera Canon AE 1 geschenkt und eine Foto AG an der Schule in der Mittelstufe hat mich letztendlich bestärkt, wie viel Spaß es macht zu fotografieren und das Material dann in der Dunkelkammer selbst zu entwickeln. Nach meinem Zivildienst in Aachen habe ich mich dann an der FH in Dortmund für visuelle Kommunikation beworben. Den künstlerisch-gestalterischen Test habe ich dann auch sofort bestanden, hatte aber dann noch eine Wartezeit von drei Jahren auf Grund meine Abidurchschnitts. Die Zeit habe ich dann mit einer Fotografenlehre bei einem Werbefotograf überbrückt, bei dem ich sehr gut das Handwerk gelernt habe. Nach dem Studium in Dortmund mit Schwerpunkt Foto- und Film-Design mit einer Abschlussarbeit über die »Pine Ridge Indian Reservation South Dakota« bin ich dann 1998 nach Hamburg gezogen. Mich hat immer mehr die journalistische Fotografie interessiert und ich wollte gerne in dem Magazinbereich arbeiten. Zusammen mit einem Autor Reportagen erleben und fotografieren mache ich noch immer mit großer Freude. Die Aufträge in diesem Bereich sind allerdings etwas weniger geworden und deshalb arbeite ich jetzt viel im Corporate- also Kundenmagazinbereich.

USA

Kannst Du Dich an Deinen ersten Job erinnern?
Mein erster bezahlter, größerer Fotojob war für den Spiegel. Während des Studiums in Dortmund die Mayday, also ein Techno Festival, zu fotografieren. Ich war für 1,5 Tage gebucht und sollte vom Anfang der Party Samstag nachmittags bis zum späten Nachmittag am Sonntag die Raver begleiten. Es war unglaublich schrill, anstrengend und leider gar nicht meine Musik. Jeder Fotojob danach und vor allen Dingen die tollen Reisen rund um die Welt waren ein Traumjob dagegen.

Was war Dein schönstes / schlimmstes Erlebnis als Fotograf?
Ich habe inzwischen durch den Job viele spannende Reportagen und Reisen gemacht und dabei viele interessante Menschen kennengelernt und Geschichten erlebt.
Mein schönstes Erlebnis waren natürlich die drei Monate in South Dakota die ich in einem Indianer-Reservat verbracht habe. Ich lebte in einem Trailer und fotografierte das heutige Leben der Dakota Sioux Indianer. Ich benutzte aber eine uralte Großformatkamera bei der das Fotografieren sehr langsam ist und sich diese ruhige Arbeitsweise entspannend auf die Portraitierten wiederspiegelte. Ich belichtete auf s/w-Polaroid-Material. Die Portraits- und Landschaftsaufnahmen sahen aus wie aus einer anderen Zeit und die Bewohner des Reservats freuten sich über die tollen Portraits – das heutige Leben im Reservat fotografierte ich mit einer 6/6 Kamera auf Farbnegativfilm. Ich wurde unglaublich gut im Reservat aufgenommen und habe viele Freunde dort.
Mein schlimmstes Erlebnis war eine Geschichte über den Konflikt zwischen Moslems und Christen in Nigeria für das Magazin Chrismon. Die Brutalität zu sehen, war grausam. Und da ich drei Mal wegen Fotografierens verhaftet wurde, verbrachte ich einen Tag in einer Polizeistation. Ich war ich heilfroh als ich mit all meinen belichteten Filmen wieder im Flugzeug Richtung Deutschland saß. Seitdem habe ich noch größeren Respekt vor Krisen- und Kriegsreportern.

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Wie arbeitest Du am Liebsten?
Ich erarbeite gerne Geschichten zusammen mit einem Autor/Autorin. Wenn man etwas selbst vorschlägt hat man sehr großes Interesse an der Reportage. Ich habe letztes Jahr mit einem befreundeten Autor eine Geschichte über Rio de Janeiro mit Schwerpunkt brasilianischer Musik vorgeschlagen. Im Januar dieses Jahres durften wir dann für ein Schweizer Magazin die Geschichte auf den Spuren des Bossa Nova in Rio machen. Ein Traum – da kommt dann einiges tolles zusammen, persönliches Interesse und die Möglichkeit großartige Musiker wie Marcos Valle, Domenico zu treffen und zu portraitieren. Dann arbeite ich auch schon länger an einem fotografischen Buchprojekt über Record Stores – das macht viel Spaß, ist aber sehr kostenintensiv.

Was verbindest Du mit fotogloria | büro für fotografische zusammenarbeit?
fotogloria hat ein tolles Team und ist sehr professionell im Umgang mit Kunden und Fotografen. Alle sind sehr engagiert und interessieren sich auch für unsere freien fotografischen Projekte.

Wie hast Du Deinen eigenen fotografischen Schwerpunkt / Standpunkt entwickelt?
Ich habe immer für viele nationale und internationale Magazine (Telegraph Magazine, Monocle, Annabelle etc.) gearbeitet und mich nie auf 1-2 Kunden zu sehr verlassen. Seit etwa 6 Jahren arbeite ich auch mit viel Spaß für Kundenmagazine (Lufthansa, Weleda, Bertelsmann Stiftung, DRK, Allianz, Bilfinger & Berger etc.) Man macht auch dort tolle Geschichten und diese sind meistens auch noch besser gestaltet als Publikumszeitschriften, da Sie von hervorragenden Agenturen gemacht werden.

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Für welchen Kunden würdest Du gerne einmal arbeiten?
Ich hoffe, noch für weitere Kundenmagazine arbeiten zu können und hoffe, dass mein freies Fotoprojekt über »Record Stores« weltweit in diesem Jahr bei einem Verlag publiziert wird. Ich arbeite seit 2009 an dem projekt »Record Stores – eine weltweite Fotodokumentation über die letzten Plattenläden und deren Kultur« und habe nun in ca. 26 Städten bzw. über hundert Plattenläden (New York, Tokyo, Rio de Janeiro, Sao Paulo, Stockholm, Sydney, Oslo, London, Paris, Brighton, Berlin, Newcastle etc.) fotografiert. Das Buch sollte das Format einer 12″ Lp haben, also 30 X 30cm was es aber schwierig macht, die Druckkosten wieder einzuspielen. Auf der Buchmesse in Frankfurt habe ich Verlage dafür akquiriert. Es wird 2014/15 erscheinen und hoffentlich auch erfolgreich sein. Daran glaube ich sehr…

 

* Nach der Ausbildung zum Werbefotograf und dem Studium der Fotografie in Dortmund, begann Bernd Jonkmanns 1996 die Welt zu bereisen. Und die Menschen, die er traf, zu fotografieren. Seine eigenen Themen und vor allem hochkarätige Aufträge seiner Kunden aus dem Corporate- und Magazin-Bereich brachten ihn in die Callcenter von Bangalore, zu den Designern Schwedens oder in die Software-Industrie von Hyderabad. Seine Arbeiten wurden mehrfach ausgestellt, u. a. in der Robert Morat Galerie in Hamburg, beim Noorderlicht-Festival in den Niederlanden, bei der Photobiennale in Südkorea und bei der Paris Photo. Aktuell sind seine Arbeiten »Twenty-one American Photographs« bei Open Eyes in Hamburg im Eppendorfer Weg zu sehen. Der Portraitfotograf Bernd Jonkmanns lebt in Hamburg.

fotogloria vertritt Bernd Jonkmanns exklusiv und weltweit. Über fotogloria können Sie ihn gerne für Ihre Ideen und Aufträge buchen – melden Sie sich jederzeit unter 040 609 42 906 -0 oder info@fotogloria.de.

7 Fragen an… Industriefotografin Silvia Kröger-Steinbach

fotogloria: Warum bist du Industriefotografin geworden?
Silvia Kröger-Steinbach: Weil mich meine Kamera an Orte bringt, an denen ich sonst nicht sein könnte. Fotografien haben eine unglaubliche Wirkung. Schnell, intensiv, eindringlich. Es ist ein großartiges Medium, um starke und emotionale Aussagen zu treffen. Das ist genau mein Ding. Und nicht zuletzt ist es einfach einer der schönsten Berufe der Welt.

Kannst du dich an deinen ersten Job erinnern?
Ja klar. Eine Reportage für Brigitte WOMAN. Eine Geschichte über die blinde Sabiye Tenberken. Sie hat eine Blindenschule in Tibet gegründet und leitet diese gemeinsam mit ihrem Mann. Ich war wahnsinnig aufgeregt und sehr nervös. Aber die Stimmung war sehr gut und in wenigen Augenblicken entstand eine sehr offene und vertraute Atmosphäre, in der es sich gut arbeiten ließ. Ich war sehr beeindruckt von dieser jungen und starken Frau und habe das Interview mit meiner Kamera begleitet und im Anschluss einige Portraits von ihr und ihrem Mann gemacht. Damals (2006) wollte der Verlag die Bilder auf Mittelformat und auf Film fotografiert haben. Ich fotografierte mit meiner Mamiya RZ67. Obwohl schon alle Welt digital unterwegs war, hatte ich nichts dagegen, auf Film zu fotografieren. Ich hab sie geliebt, diese Kamera. Und ich muss zugeben, dass ich zu den Spätzündern gehörte, was das Umsatteln auf die digitale Fotografie anging.

Edelsteinfasser (Patrick Schneider Fasseratelier)

Was war dein schönstes/schlimmstes Erlebnis als Fotograf?
Außer einigen technischen Schäden, welche ja für das Fotografenherz sehr schlimm sein können, ist mir in meiner beruflichen Laufbahn bisher noch nichts wirklich schlimmes passiert.
Natürlich sind die schönsten Erlebnisse in einem Fotografenleben, wenn man einen tollen und aufregenden Auftrag hat, sich an großartigen Location aufhalten darf und die Bedingungen perfekt sind. Das ist einfach und macht großen Spaß. Weniger einfach sind die Momente in denen nicht alles perfekt ist. Die Lokation ist so lala und die Bedingungen (Zeitmangel, Enge, schlechtes Licht…) nicht zufrieden stellend. Dennoch ist immer ein gutes Bild möglich. Davon bin ich überzeugt. Die schönsten Erlebnisse sind für mich die, in denen unter solchen Voraussetzungen ein gutes Bild gelingt.

Wie arbeitest du am Liebsten?
Ich arbeite am liebsten im Team mit meinem Kollegen Christian Ahrens. Zusammen sind wir einfach unschlagbar! Eingespielt wie wir sind, können wir auch schwierige Gegebenheiten und Locations entspannt und ruhig händeln. Wir sind wirklich ein starkes Team!
Ich höre außerdem gerne den Satz: »Sie machen das schon«. Ich mag es, wenn die Bilder noch offen sind und ich als Fotografin auf die Bildkonzepte Einfluss habe.
Und ich arbeite gerne an außergewöhnlichen Locations. Dann verspüre ich immer ein besonderes Glücksgefühl darüber, welchen Weg mir meine Kamera bahnt.
Darüber hinaus mag ich es, wenn ich herausgefordert werde. Deshalb müssen die Bedingungen nicht immer perfekt sein.
Und ich liebe es, dass Fotografierverbotsschild ignorieren zu dürfen.

© Silvia Steinbach_fotogloria

Wie hast Du Deinen eigenen fotografischen Schwerpunkt / Standpunkt entwickelt?
Ich würde sagen, mein fotografischer Schwerpunkt hat mich gefunden. Ursprünglich wollte ich mich fotografisch im Sport austoben. Allerdings hat mir hier die Vermarktung der Bilder nicht gefallen. Zu schnell, zu kurzlebig, zu hektisch, zu unästhetisch…
Aufträge aus den Bereichen Industrie und Corporate kamen einfach auf mich zu und wurden  immer zahlreicher. Erst im Laufe der Zeit habe ich meine Liebe zu dieser Fotografie entdeckt. Und jetzt möchte ich so schnell nichts anderes mehr tun – es ist spannend, aufregend, immer anders, und das Wichtigste: es ist eine absolut sinnvolle Fotografie.
In meinem Fotodesign-Studium hat mich dieser Bereich noch eher weniger interessiert. Es brauchte etwas Erfahrung, Menschen bei der Arbeit, Technologien und Arbeitsprozesse so zu visualisieren, dass es spannend, emotional und für die Zielgruppe ansprechend wurde. Dabei bin ich nicht der stille Begleiter, sondern kreiere bewusst und aktiv Bilder für die Unternehmenskommunikation. Neue und innovative Techniken und Entwicklungen, sowie die Menschen dahinter zu zeigen und im Bild verständlich zu machen, ist eine große Aufgabe. Ganz nach meinem Slogan: Der Mensch im Mittelpunkt, die Technik im Vordergrund und neue und innovative Entwicklungen in der Industrie im Fokus.

Was verbindest Du mit fotogloria | büro für fotografische zusammenarbeit?
Ein starkes Team, mit drei Charakterköpfen, die den Markt beobachten, neugierig und ehrgeizig sind.
Ich gebe gerne Verantwortung an fotogloria ab, denn ich weiß, hier bin ich gut aufgehoben. Besonders für große Projekte, wie im vergangenen Jahr für den DIHK (Deutscher Industrie- und Handelskammertag e.V.) in Berlin, schätze ich es, fotogloria an meiner Seite zu haben!
Ich glaube, in diesem Dreierteam steckt viel Potenzial und ich bin gespannt und voller Erwartung auf die noch anstehenden Projekte und Aufgaben. Wir sind gemeinsam schon einen ganz schönen Weg gegangen und viele weitere werden hoffentlich noch folgen. Toll, dass wir uns über den Weg gelaufen sind!

© Silvia Steinbach_fotogloria_3

Für welchen Kunden würdest Du gerne einmal arbeiten?
Die großen Namen der Industrie machen sich natürlich gut in der Referenzliste und haben meistens spannende und aufregende Locations. Daher sind sie natürlich immer gern gesehene Kunden und Auftraggeber.
Aber grundsätzlich arbeite ich gerne für Kunden, die die Themen unserer Zeit, wie Fachkräftemangel und die Azubi-Rekrutierung im Blick haben und aktiv und kreativ angehen.
Ich möchte weiterhin vor allem für Kunden arbeiten, die mit einer emotionalen und spannenden Bildsprache ihre Zielgruppe erreichen wollen und erkannt haben, dass das Medium Fotografie hierfür eine starke Waffe ist.

 

* Silvia Kröger-Steinbach ist eine Hälfte des Kreativ-Verbundes Ahrens+Steinbach. Gemeinsam mit ihrem fotografischen Partner Christian Ahrens hat sich das Duo auf die Arbeitswelt spezialisiert. Sie realisieren gemeinsam bildbasierte Projekte für Verbände, Institutionen, öffentliche Auftraggeber oder Unternehmen. Ahrens+Steinbach stellen den Menschen in den Mittelpunkt und fotografieren in den Bereichen Corporate, Industrie und Unternehmensreportage. Ahrens+Steinbach leben in Lindlar und Köln und arbeiten überall.

fotogloria vertritt die Industriefotografin Silvia Kröger-Steinbach zusammen mit ihrem Parter Christian Ahrens exklusiv und weltweit. Über fotogloria können Sie das Duo Ahrens+Steinbach gerne für Ihre Ideen und Aufträge buchen – melden Sie sich jederzeit unter 040 609 42 906 -0 oder info@fotogloria.de.