Schlagwort-Archive: Nachhaltigkeit

Anna Schroll für »mag« von ebm-papst

Ein kleines und fotografisch feines Stück über ein Gaskraftwerk, die Frage der Nachhaltigkeit und über 192 Ventilatoren: fotogloria-Fotografin Anna Schroll produziert für »mag«, das Magazin von ebm-papst (Erfinder und Erbauer eben jener 192 Ventilatoren), eine Geschichte über Zeppelin Power Systems in Dresden.

fotogloria_annaschroll_mag

* Anna Schroll liebt es, Menschen bei der Arbeit zu portraitieren – deren Tätigkeit, das individuelle Arbeitsumfeld, die Leidenschaft für das, was sie tun. Sie ist dabei die stille Beobachterin hinter der Kamera, die ihren Protagonisten viel Raum und gerne Zeit lässt. Damit schafft sie es, in ihren Motiven dezent und dennoch wirkungsvoll auf den Punkt zu kommen. Anna Schroll lebt in Jena.

** fotogloria vertritt Anna Schroll exklusiv und weltweit. Über fotogloria können Sie Anna Schroll und ihre Corporate Fotografie gerne für Ihre Ideen und Aufträge buchen – melden Sie sich jederzeit unter 040 609 42 906 -0 oder info@fotogloria.de.

*** Mit Dank und Gruß an Steffen Beck von pr+co – der begleitenden Agentur!

**** Und HIER kann man sich übrigens das ganze Heft von ebm-papst ansehen.

Ein neues Jahr der fotogloria-Fotografie hat begonnen: 2015

Das Jahr 2015 ist da! Und fotogloria ist komplett zurück am Schreibtisch! Auf zu neuen Taten, interessanten Jobs, herausfordernden Anfragen, spannenden Kontakten und großartiger Fotografie – wir sind neugierig, was uns 2015 erwartet. In diesem Sinne: 040 609 42 906 -0 | info@fotogloria.de

P.S.: Das Jahreswechsel-Bild stammt dieses Mal übrigens von fotogloria-Fotograf Jordi Busque und zeigt ALMA, das größte Radioteleskop der Welt in der Atacama-Wüste in Chile. Mehr Bilder gibt es HIER zu sehen.

fotogloria kooperiert mit »Lange Nacht der Industrie«

Wirtschaft und Mensch zusammen bringen: Das ist – kurz gesagt – die Idee hinter der »Langen Nacht der Industrie«. Bei der Veranstaltung öffnen unzählige Unternehmen nächtens ihre Tore für Interessierte und präsentieren so nicht nur ihre Produktionsstätten, sondern zeigen sich als Arbeitgeber und Ausbilder. Der neugierige Besucher indes kann sich aus ungewohnter Perspektive umsehen, informieren und vor allem mitreißen lassen von der oft unerwarteten wirtschaftlichen Vielfalt seiner Region.

Mehrere gute Gründe also, die »Lange Nacht der Industrie«-Touren von Fotografen begleiten und so die Faszination durch das Bild einfangen zu lassen. Eine Aufgabe, derer sich fotogloria | büro für fotografische zusammenarbeit samt angeschlossener Fotografinnen und Fotografen künftig gerne annimmt – in Kooperation mit Jürgen Henke, dem Veranstalter der »Langen Nacht der Industrie«.

Jürgen Henke – gemeinsam mit Hamburgs Wirtschaftssenator Frank Horch Ideengeber der »Langen Nacht der Industrie« (LNDI) –  hat die Veranstaltung mittlerweile in ganz Deutschland etabliert und zu einem festen Termin im Wirtschaftskalender werden lassen. Von der künftigen Zusammenarbeit mit fotogloria ist Henke überzeugt: »Ein Bild sagt mehr als tausend Worte – so spricht der Volksmund und er hat wieder einmal recht. Wenn es uns gelingt, die wunderbaren Motive, die wir als Organisatoren bei jeder LNDI in den Betrieben sehen dürfen, einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen, ist die Kooperation für mich und mein Team schon erfolgreich. Und so, wie ich das Team von fotogloria kennen gelernt habe, wird sich daraus noch viel mehr im Verlauf des Projektes entwickeln.«

Interesse? Über die »Lange Nacht der Industrie« können Sie die fotogloria-Fotografen gerne für Ihre Touren buchen. Für alle weiteren Ideen ist das fotogloria-Team natürlich auch gerne und direkt für Sie da – melden Sie sich jederzeit unter 040 609 42 906 -0 oder info@fotogloria.de.

Im Interview erzählt der Hamburger Jürgen Henke mehr über die Geschichte der LNDI und darüber, wie »seine« Veranstaltungsreihe bei Unternehmen und Menschen in ganz Deutschland angenommen wird.

Jürgen Henke, Prima Events, Hamburg, Foto Gloria, Roeler, Portrait,

fotogloria: Bitte beschreiben Sie die Idee hinter der  »Langen Nacht der Industrie« (LNDI)
Jürgen Henke: Ganz formell haben wir das Konzept so zusammengefasst: Die »Lange Nacht der Industrie« ist das erste Veranstaltungsformat, das im Umfeld der Industrie zusammen bringt, was zusammen gehört: die Industrie als bedeutenden Wirtschaftsfaktor und die Menschen der Region.
Industriebetriebe – vom Mittelständler bis zum Weltkonzern, von der bekannten Marke bis zum »Hidden Champion« – öffnen ihre Tore und präsentieren sich, ihre Technologien, Arbeitsprozesse und Produkte. Die Besucher lernen spannende Produktionsstätten und Arbeitsplätze in der Industrie näher kennen. Die Unternehmen zeigen sich der Öffentlichkeit als wichtige Bestandteile der Region und als attraktive Arbeitgeber und Ausbilder.
Hemdsärmelig könnte man auch sagen: Die Idee ist ein bisschen wie die »Sendung mit der Maus«. Wir lassen die Teilnehmer erleben, wie Dinge entwickelt und hergestellt werden, die uns täglich umgeben – wie das Rot für den Ferrari entsteht und wie eine PET-Flasche ihre Form erhält. Der Blick hinter die Kulissen beeindruckt die Menschen auf unseren Touren sehr. Und die Mitarbeiter in den Betrieben zeigen gern und stolz, was sie jeden Tag schaffen. Diese ungewohnte Perspektive auf eigentlich Alltägliches trägt eine Menge zur Faszination der LNDI bei.

Wie kam es dazu?
Frank Horch, damals Präses der Handelskammer Hamburg und Vorstandsvorsitzender des Industrieverbands Hamburg IVH, hatte die Idee, eine breite Öffentlichkeit erleben zu lassen, was Industrie am Standort Hamburg heute bedeutet. Diese Idee war die Grundlage für das heutige Veranstaltungsformat.
Zeitgleich hat sich bei uns, der Agentur für Live-Kommunikation »prima events gmbh«, eine solche Idee entwickelt, da wir von vielen unserer Kundenveranstaltungen wissen, wie spannend das produzierende Gewerbe ist. Frank Horch, heute Wirtschaftssenator in Hamburg, ist uns nach wie vor sehr verbunden und übernimmt jedes Jahr gern die Schirmherrschaft für die Hamburger LNDI. Er ist der Vater des Gedankens und wir haben ein nachhaltiges, nationales Projekt daraus gemacht.

Teilezurichter, CLAAS Selbstfahrende Erntemaschinen GmbH

Die Liste der mitwirkenden Unternehmen ist lang und führt große Namen, wie etwa Vattenfall, Evonik, Olympus oder Daimler – wie gewinnen Sie die Unternehmen?
Zunächst einmal ist mir ganz wichtig, dass wir neben den von Ihnen genannten großen und populären Namen auch und sehr gern die – dem breiten Publikum häufig gänzlich unbekannten – Hidden Champions auf unseren Touren ansteuern. Diese bzw. unser kerngesunder Mittelstand sind es, die den Erfolg der deutschen Industrie ausmachen, einen maßgeblichen Anteil an der Wertschöpfung haben, Arbeits- und Ausbildungsplätze schaffen. Leider sind sie kaum sichtbar. Das zu ändern ist eines der wesentlichen Ziele der »Langen Nacht der Industrie«.
Auch wir kennen diese Unternehmen häufig nicht, wenn wir in eine neue Region kommen. Gemeinsam mit den Trägern der LNDI – den regionalen Industrie- und Handelskammern, Unternehmensverbänden und teilweise Gewerkschaften – präsentieren wir ihnen unser Konzept und gewinnen sie für eine Teilnahme. Letztendlich müssen die Betriebe – wie die Teilnehmer auch – einen klaren Nutzen für sich erkennen. Und das tun sie.

Was erhoffen sich die Unternehmen von der LNDI?
Die Ziele und Gewichtungen sind sehr unterschiedlich, ändern sich manchmal sogar im Verlauf des Projektes oder in den Jahren der Teilnahme. Fast immer gehören dazu: Erhöhung des Bekanntheitsgrades, Optimierung des Images, Verdeutlichung der Rolle des eigenen Betriebsteils in komplexen Konzernstrukturen und Positionierung als Arbeitgeber- und Ausbildermarke. Gerade in Zeiten von Nachwuchs- und Fachkräftemangel.

Was bieten die Unternehmen den Besuchern an?
Die Betriebe sind nahezu frei, wie sie die Gruppen mit rund 40 Teilnehmern in jeweils 100 Minuten ihr Unternehmen erleben lassen. Der Schwerpunkt ist meist ein spannender Rundgang – ganz nahe heran an die Produktion, die Arbeitsprozesse, hinein in die Labore, die Abfüllung oder den Hochofen. Manche Unternehmen fahren mit den Besuchern in den Steinbruch oder steigen auf Silos.
Im Fokus steht das Erleben mit allen Sinnen und die Vermittlung des Gefühls: »Wir übernehmen Verantwortung für das, was wir tun, und wir machen das sehr gut.« Wichtige Daten und Fakten zum Unternehmen und zu aktuellen Karrieremöglichkeiten werden natürlich auch kommuniziert.

© Ahrens+Steinbach_fotogloria_1

Welche Eindrücke nehmen die Besucher mit?
Die komplexen Prozesse moderner Industrie sind bei der bewusst sehr breit angelegten Teilnehmerstruktur – Schüler, Studierende, Arbeits- und Ausbildungsplatzsuchende, Berufstätige vom Helfer bis zum Akademiker und allgemein interessierte Menschen – und der begrenzten Zeit nicht bis ins Detail zu verstehen. Das ist aber auch nicht das Ziel.
Die Besucher erleben in der LNDI hautnah, dass hinter dem anonymen Begriff Industrie engagierte, kompetente Menschen stehen, die alle ihre Fähigkeiten einbringen, um aufwändige Produktionsabläufe zu entwickeln und zu steuern. Viele Teilnehmer haben anschließend Lust auf mehr. Das ist das eigentliche Ziel.
Die umfassend organisierten Bus-Touren sind für die Teilnehmer übrigens kostenlos – sie starten von einem oder mehreren zentralen Treffpunkten und enden dort auch wieder.

Wie lautet das langfristige Feedback der Unternehmen?
Die »Lange Nacht der Industrie« ist kein Tool zur kurzfristigen Deckung eines konkreten Personalbedarfs. Sie ist aber sehr wohl ein wirksames Instrument, die Bekanntheit des Unternehmens und Positionierung als Arbeitgeber und Ausbilder zu fördern. So hat eine Hamburger Stahlhütte über die Zeit vier Mitarbeiter über die LNDI gewonnen.
In jedem Fall werden die Bewerbungen zielorientierter und sind stärker auf die Anforderungen der Unternehmen ausgerichtet. Auch die Motivation der Mitarbeiter wird gesteigert, weil sie häufig erstmalig das Interesse einer breiten Öffentlichkeit an ihrer Arbeit wahrnehmen.

Sie sind im Zuge des großen Ausbildungsprojektes des DIHK (Deutscher Industrie- und Handelskammertag e.V.) – fotografiert von den fotogloria-Fotografen Silvia Steinbach und Christian Ahrens – auf fotogloria | büro für fotografische zusammenarbeit aufmerksam geworden. Ist das Thema Ausbildung ein Schwerpunkt Ihrer Arbeit?
Auf dem Ausbildungsmarkt vollzieht sich derzeit ein massiver Wandel. Konnten die Unternehmen lange unter einer Vielzahl von Bewerbern wählen, gelingt es heute kaum noch, geeignete Interessenten für die Stellen zu finden, denen der Ausbildungsbetrieb auch zutraut, die Ausbildung mit Erfolg zu absolvieren. Ein junger Mensch, der heute nicht mit der Lehre beginnt, steht in zehn Jahren nicht als erfahrener Meister zur Verfügung.
Schon jetzt erleben Unternehmen den Fachkräftemangel, u. a. als Konsequenz des Nachwuchsmangels, als existenzbedrohend.
Insbesondere die Hidden Champions unter den Unternehmen sind in den Städten und Regionen nicht bekannt, bilden jedoch interessante und zukunftsweisende Berufe aus, die viele Menschen nicht einmal vom Namen her kennen. Hier sehe ich anspruchsvolle Herausforderungen in der Zusammenarbeit zwischen fotogloria und der LNDI.

©AhrensSteinbach_fotogloria_LNDI_4

Die »Lange Nacht der Industrie« und fotogloria | büro für fotografische zusammenarbeit treffen sich ab diesem Jahr auf partnerschaftlicher Ebene. Was versprechen Sie sich von der Kooperation?
Ein Bild sagt mehr als tausend Worte – so spricht der Volksmund und er hat wieder einmal recht. Wenn es uns gelingt, die wunderbaren Motive, die wir als Organisatoren bei jeder LNDI in den Betrieben sehen dürfen, einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen, ist die Kooperation für mich und mein Team schon erfolgreich. Und so, wie ich das Team von fotogloria kennen gelernt habe, wird sich daraus noch viel mehr im Verlauf des Projektes entwickeln.

Die LNDI nahm in Hamburg ihren Anfang, findet aber mittlerweile in vielen Regionen statt. Wie sind Ihre Pläne für die Zukunft?
Wir wollen mittelfristig in 20 deutschen Regionen die LNDI jährlich durchführen. Dazu führen wir Gespräche in Mecklenburg-Vorpommern, das sicher von seiner industriellen Struktur besonders anspruchsvoll ist, ebenso wie in Bayern und Baden-Württemberg. Auch in anderen Bundesländern sehen wir noch Potenzial und vor allem Bedarf für das Projekt.
Ganz besonders spannend sind Anfragen aus Österreich und Schweden. Selbst russische Medien interessieren sich schon für das, was wir seit fünf Jahren veranstalten. Lassen Sie uns gemeinsam abwarten, was sich daraus entwickelt.

Interesse? Über die »Lange Nacht der Industrie« können Sie die fotogloria-Fotografen gerne für Ihre Touren buchen.  Für alle weiteren Ideen ist das fotogloria-Team natürlich auch gerne und direkt für Sie da – melden Sie sich jederzeit unter 040 609 42 906 -0 oder info@fotogloria.de.

Foto Jürgen Henke: Roeler für fotogloria
* Roeler sagt von sich selber, dass er »verdammt neugierig« ist. Und das vor allem auf die Menschen, die er für seine Kunden fotografiert und auf diejenigen, die er für seine freien Arbeiten auch mal auf der Straße anspricht. Roeler fotografiert immer mit ein bisschen Rock’n Roll, immer die Besonder- heiten seines Gegenübers inszenierend und immer mit einer feinfühligen Sympathie – eine gute Mischung für einen Portraitfotografen und Filmemacher. Roeler lebt in Hamburg.

Fotos Unternehmen: Ahrens+Steinbach | fotogloria für die Lehrestellenbörse des Deutschen Industrie- und Handelskammertages e. V. (DIHK)
* Als Kreativ-Verbund haben sich Silvia Steinbach und Christian Ahrens auf die Arbeitswelt spezialisiert. Sie realisieren gemeinsam bildbasierte Projekte für Verbände, Institutionen, öffentliche Auftrag- geber oder Unternehmen. Ahrens + Steinbach stellen den Menschen in den Mittelpunkt und fotografieren in den Bereichen Corporate, Industrie und Unternehmensreportage. Ahrens + Steinbach leben in Lindlar und Köln und arbeiten überall.

 

Auf ein phantastisches fotogloria Jahr 2014!

Es hat begonnen: Das Jahr 2014! fotogloria ist zurück am Schreibtisch und freut sich auf spannende Anfragen, facettenreiche Jobs, herausfordernde Aufgaben, großartige Ausstellungen und vielfältige Kontakte zu Fotografen, Agenturen und Unternehmen rund um die Welt. In diesem Sinne: 040 609 42 906 -0 | info@fotogloria.de

WDR – Andreas Möltgen bebildert »Die Zukunft der Solarindustrie«

Die Solarindustrie – einst boomender Wirtschaftszweig, Hoffnung für Investoren und ein glänzendes Versprechen für die Zukunft. In der Gegenwart steckt sie allerdings in der Krise, nicht zuletzt wegen gekürzter Förderungen staatlicherseits und vermehrter Billigimporte aus China. Ein Thema, dass nun auch der WDR aufgegriffen hat und einen Beitrag bringt. Bebildert von fotogloria-Fotograf Andreas Möltgen.

Neon – Toby Binder fotografiert Reportage über fairen Erzabbau im Kongo

Man sagt, die engagierte und außerdem finanzierte Reportage sei eine vom Aussterben bedrohte Gattung. Zwar ist es tatsächlich so, dass sie mittlerweile im großen Reigen der fotografischen Möglichkeiten vergleichsweise nur noch eine Nische besetzt – und leider permanent unterbezahlt wird – aber in der gesellschaftlichen Bedeutung ist und bleibt sie ein Schwergewicht.

Deswegen ist es immer wieder schön, gute Reportagen über mehrere Seiten gedruckt zu sehen. Eines der besten aktuellen Stücke ist derzeit in der Neon zu sehen. Das Münchner Magazin schickte fotogloria-Fotograf Toby Binder für eine Geschichte über fairen Erzabbau in den Kongo. Eine nicht ganz einfache Aufgabe, selbst für einen erprobten und erfahrenen Fotografen wie Toby Binder. fotogloria hat ihn zu seinen Erfahrungen befragt.

fotogloria: Du bist für Neon in den Kongo gefahren, was war Deine Aufgabe?
Toby Binder: Ich habe gemeinsam mit dem Redakteur Jörg Endriß die Arbeit in einer Mine dokumentiert, in der Zinnerz legal abgebaut und exportiert werden darf, da sie nicht von bewaffneten Gruppen kontrolliert wird und somit als „konfliktfrei“ gilt; das Material aus dieser Mine wird dann unter anderem im „Fairphone“ verbaut werden, das im Sommer auf den Markt kommt – das erst Smartphone, das komplett aus zertifiziert „konfliktfreien“ Materialien hergestellt wird.

Kongo-Mine_lowres-2

Wie hast Du Dich auf die Reise vorbereitet und was konntest Du von Deutschland aus organisieren?
Wir hatten Kontakt zu der Organisation ITRI, die diese Zertifizierung vor Ort durchführt. Dadurch war es dann im Kongo einfacher, an die ganzen nötigen Genehmigungen zu kommen. Aber trotz guter Vorbereitung passieren natürlich immer wieder Überraschungen; so sind wir z.B. 2 Tage in der Provinzhauptstadt Bukavu festgesteckt, bis endlich jemand vom Minenministerium zu sprechen war.

Wie bist Du mit den Minenarbeitern in Kontakt gekommen?
Zuerst über ITRI, deren lokaler Partner uns auch in die Mine von Nyabibwe begleitet hat; vor Ort versucht man dann ein Gespür für geeignete Protagonisten zu entwickeln. Die Hauptperson unserer Geschichte, Rugangu, haben wir dann abends im „Café de Mine“, dem zentralen Treffpunkt des Ortes, gefunden und angesprochen.

Kongo-Mine_lowres-3

Wie arbeitest Du in solchen Situationen – als stiller Beobachter, in ständigem Kontakt etc.?
Teils, teils, man muss natürlich den Kontakt mit den Menschen suchen und auch erklären, warum man plötzlich in ihr Leben platzt – um sich dann aber auch, sobald eine gewisse Vertrautheit hergestellt ist, wieder zurückzuziehen und zu beobachten – ohne dass man dann noch groß wahrgenommen wird. Vor allem in der Dunkelheit der Stollen hat das auch ganz gut funktioniert!

Was war der schwierigste Moment in der Geschichte?
In die – oft nur hüfthohen – Erdlöcher zu kriechen und dann nur im Schein der Stirnlampe bis zu 70 Meter in den Berg zu krabbeln hat schon Überwindung gekostet und man denkt sich zuerst: so schnell wie möglich wieder raus! Aber sobald man am Fotografieren ist, vergisst man Zeit und Raum und konzentriert sich nur noch auf das Bild.

Kongo-Mine_lowres-4

 

Und der schönste?Mit einem guten Ergebnis wieder rauszukommen! Aber auch die anerkennenden Blicke der Minenarbeiter, die abends im „Café de Mine“ der komplett verdreckten Kleidung galten; und Rugangu mit etwas Stolz berichtet: „Ja! Er war wirklich im Berg!“

Wie viel Zeit hattest Du für die Reportage?
Alles in allem 10 Tage, aber sowohl die Organisation (bis man alle Genehmigungen und Stempel hat!) als auch die Anreise (zu Land, Wasser und Luft) war sehr aufwendig; im Minenort Nyabibwe selbst waren wir 3 Tage.

 

* Toby Binder schloss 2005 in Stuttgart ein Studium in Kommunikationsdesign und Fotografie ab und fokussiert seine Arbeit seither auf Umwelt- und Gesellschaftsthemen. Schon früh führten ihn Reportagereisen nach Afrika, so dokumentierte er die Müttersterblichkeit in Sierra Leone oder verfolgte den Betrieb auf der Geburtsstation eines malawischen Krankenhauses; auch in Osteuropa oder Lateinamerika stellte er seinen differenzierten, aber nie ins Gekünstelte umschlagenden Sinn für Farbe und Gestik in den Dienst der Unterprivilegierten und Randständigen. Toby Binder lebt in München.

HIER sind die Arbeiten von Toby Binder zu sehen. Und natürlich kann man ihn auch für Aufträge buchen – melden Sie sich gerne und jederzeit unter 040 609 42 906 oder info@fotogloria.de.

 

LUX – Mit Fabrizio Giraldi im Wunderland Kalkar

Energiewende mal anders – der Niederländer Hennie van der Most kam an den Niederrhein, fand das Gelände des Atomkraftwerkes Kalkar, verliebte sich in eine der größten Investitionsruinen Deutschlands und wandelte das Gelände um in einen Freizeitpark. fotogloria-Fotograf Fabrizio Giraldi schaute sich dort um und brachte eine tolle Reportage mit. Das fand das LUX-Magazin übrigens auch und druckt die Geschichte auf beachtlichen drei Doppelseiten!