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Wissenschaftsfotograf Jan Michael Hosan und das Kalte Plasma

Kaltes Plasma vernichtet Bakterien und regt die Selbstheilungskräfte des Körpers an. Greifswalder Forscher haben eine neue Wundauflage entwickelt, die das energiereiche Gas direkt auf verletzten Hautarealen erzeugt. Und da das Startup Coldplasmatech aus Mecklenburg-Vorpommern dafür Silikone von der Wacker Chemie AG beziehen, zeigt das Unternehmensmagazin »WWW (Wacker World Wide)« auf mehreren Seiten Herstellung und Wirkweise der medizinischen Neuheit.

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Für die Reportage engagierte die ausführende Agentur plan p. fotogloria-Wissenschaftsfotograf Jan Michael Hosan. Leslie Koch von der Hamburger Agentur ist vom Ergebnis überzeugt: »Wenn wir einen Fotografen benötigen – ganz gleich, für welches Thema und wo auf der Welt – dann wissen wir, dass fotogloria den richtigen für uns findet.« Und so ist die Geschichte dann auch direkt auf die Titelseite des Magazins gewandert.

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* Nach einer klassischen Ausbildung zum Werbefotografen arbeitete Jan Hosan in Studios in Österreich und der Schweiz. Sein Handwerk schließlich mehr als beherrschend, eröffnete er 2006 sein eigenes Studio. Seitdem setzt er die Ideen seiner internationalen Kunden um – mit einem hochprofessionellen und den speziellen Anforderungen angepassten Equipment und immer mit seinem eigenen Blick. Jan Hosan ist auf Industriefotografie, Technologiefotografie, Medizinfotografie und Wissenschaftsfotografie spezialisiert und lebt in Neuwied.

fotogloria vertritt Wissenschaftsfotograf Jan Michael Hosan exklusiv und weltweit. Über fotogloria können Sie Jan Michael Hosan gerne für Ihre Ideen und Aufträge buchen – melden Sie sich jederzeit unter 040 609 42 906 -0 oder info@fotogloria.de

Medizinfotografie – Philip Benjamin

Ob im Operationssaal oder im wissenschaftlichen Labor. Ob während eines Anamnesegesprächs oder in der pharmazeutischen Fertigungshalle. Ob während einer apparativen Diagnostik oder in einer Konferenz von klinischen Mitarbeitern – alle Situationen im Gesundheitswesen haben eines gemeinsam: Für eine wirksame Unternehmenskommunikation brauchen sie ein besonderes fotografisches Fingerspitzengefühl.

Die fünf fotogloria-Medizin-Fotografen bringen genau das mit und haben die nötige Erfahrung, sich in jeder der gefragten Umgebungen zu bewegen – sensibel, motivsicher und mit dem erforderlichen Fachwissen. Und ihre Medizinfotografie ist darüber hinaus sowohl kreativ als auch qualitativ höchst anspruchsvoll.

Einer der fünf ist Philip Benjamin. Unter teils schwierigsten emotionalen Bedingungen nähert er sich Mensch und Thema mit großem Einfühlungsvermögen und dennoch mit der nötigen Distanz. Ein Balanceakt, den er auf höchstem Niveau meistert. Philip Benjamin lebt in Ladenburg nahe Heidelberg.

Mit freundlicher Genehmigung des Universitätsklinikums Heidelberg.

Mit freundlicher Genehmigung des Universitätsklinikums Heidelberg.

fotogloria fragt: Philip, was reizt Dich eigentlich an der Medizinfotografie?

Philip Benjamin: Die Medizinfotografie verbindet mein Interesse für Menschen und deren Geschichten und die Fotodokumentation. Dabei kann ich mich in meiner Vielseitigkeit (Portrait-, Reportage-, Objekt-, und Corporate-Fotografie) und Erfahrung einbringen und dabei einer sinnvollen Tätigkeit nachgehen.

Mir ist es wichtig den Menschen näher zu kommen, Beziehungen aufzubauen und ein tieferes Verständnis für die Problematik oder den Sachverhalt zu entwickeln. Dabei ist es mir besonders wichtig, keine gestellten Bilder aufzunehmen, sondern mit höchstens minimalen Anweisungen eine reelle, authentische Dokumentation darzustellen. Die Zeit, die es braucht um diese Verbindungen zu bilden, sehe ich als ein unheimlich kostbares Element in der Fotografie an.

Während meiner Zeit als medizinischer Fotograf im Universitätsklinikum Heidelberg habe ich gesehen, dass mir die Darstellung sensibler Themen sehr gut liegt. Durch mein Bachelor und später Masterstudium in Dokumentarfotograf habe ich mir einen Stil angeeignet, die Ereignisse und Menschen möglichst natürlich zu portraitieren. Dies hat auch zu einer besonders authentischen und klaren Bildsprache in meiner Corporate-Fotografie geführt.

Für mich sind die Kunden besonders reizvoll, bei denen es um Menschen und sozial wichtige Themen wie in der Medizin geht, ganz gleich, ob es sich um ein Projekt in der Dokumentarfotografie, im Editorial, mit Portraits oder in der Corporate-Fotografie handelt.

Wichtig ist mir die authentische Darstellung und der Kontakt zu den Menschen und Vorgängen, die abzubilden sind. Mit meiner Arbeit möchte ich etwas bewegen und eine Plattform finden, in der Fotografie für Kliniken, im Editorialbereich, Caritative Vereine, Pharmaunternehmen und medizinischer Industrie.

fotogloria vertritt Medizinfotograf Philip Benjamin exklusiv und weltweit. Über fotogloria können Sie ihn gerne für Ihre Ideen und Aufträge buchen – melden Sie sich jederzeit unter 040 609 42 906 -0 oder info@fotogloria.de.

Medizinfotografie – Wolfram Schroll

Ob im Operationssaal oder im wissenschaftlichen Labor. Ob während eines Anamnesegesprächs oder in der pharmazeutischen Fertigungshalle. Ob während einer apparativen Diagnostik oder in einer Konferenz von klinischen Mitarbeitern – alle Situationen im Gesundheitswesen haben eines gemeinsam: Für eine wirksame Unternehmenskommunikation brauchen sie ein besonderes fotografisches Fingerspitzengefühl.

Die fünf fotogloria-Medizin-Fotografen bringen genau das mit und haben die nötige Erfahrung, sich in jeder der gefragten Umgebungen zu bewegen – sensibel, motivsicher und mit dem erforderlichen Fachwissen. Und ihre Medizinfotografie  ist darüber hinaus sowohl kreativ als auch qualitativ höchst anspruchsvoll.

Einer der fünf ist Wolfram Schroll. Von Haus aus Industriefotograf, führten ihn Interesse und Auftrag immer wieder in Krankenhäuser. Den komplexen Aufgaben der Umgebung stellt er sich mit seinem geschulten Blick für Zusammenhänge und verwandelt schwierigste Situationen in Bilder, die neugierig machen.

Medizinfotografie | fotogloria – Wolfram Schroll | fotogloria

fotogloria fragt: Wolfram, was reizt Dich eigentlich an der Medizinfotografie?

Wolfram Schroll: Der Artdirector blassgrün im Gesicht, der Assi stolpert uber unser Stativ und ich traue mich nicht zu fragen, ob wir das Bein vom Patienten etwas nach rechts schieben können. Ich möchte mehr sehen vom Brustkorb und was der Chirurg da am offenen Herzen so macht. Der Operateur ist begeistert, er läßt eine Leiter holen, damit ich mehr von oben reinhalten kann. Der AD, immer noch etwas grün, drängt aber, mehr das Produkt zu fotografieren, die OP Kleidung. Irgendein Alarm geht los, es wird hektisch, wir gehen lieber…

Als ich vor Jahren das erste Mal in einem OP fotografieren sollte, war ich fürchterlich aufgeregt.
Meine persönlichen Erfahrungen in diesem Bereich beschränkten sich auf die Geburt meiner
Kinder, auch sehr aufregend, aber völlig anders.

Die erste Operation war dann eine Hand OP, sehr kurz und unblutig, genau das Richtige für einen Anfänger. Weitere Aufträge kamen, Operationen an Herz und Hüfte, Knie, Augen und auch Jobs in anderen Bereich der Medizin.

Medizinfotografie | Wolfram Schroll | fotogloria

Andere fragten und ich mich selbst auch, was finde ich eigentlich so spannend an einer OP, an einer Klinik, am ganzen Medizinbereich und Gesundheitswesen: Ich denke, es ist diese einzigartige Mischung aus dem ganzen High-Tech und den Menschen, die dort arbeiten. Oft fotografiere ich in der Forschung oder anderen Laboren, ein moderner OP-Saal steht einem modernen Labor in nichts nach, eher im Gegenteil. Und dazu die Menschen dort, Ärzte, Schwestern, Laboranten und Pfleger, man kommt ihnen, so finde ich, viel näher bei einem Shooting im OP als etwa den Managern und Ingenieuren beim Shooting eines Industriebetriebes.

Ich habe auf der Intensivstation genauso fotografiert wie auf der Frühchen-Station – wo sonst ist man dem Anfang und dem Ende des Lebens so nahe. Bei aller Routine im Medizinbereich und auch der notwendigen persönlichen Distanz des medizinischen Personals zum Patienten, meine ich bei vielen doch eine ganz eigenartige Herzlichkeit zu spüren. Es ist manchmal nur eine Geste, eine Berührung oder es sind ein paar Worte, diese Haltung und Menschlichkeit bei all dem Stress im Medizinwesen finde ich sehr faszinierend.

Ja, und es ist der reine Egoismus, der mich gerne im Medizinbereich fotografieren lässt.
Man sieht ständig etwas Neues und lernt so viele Menschen und Schicksale kennen wie
in kaum einem anderen Bereich.«

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Medizinfotografie – Kurt Paulus

Ob im Operationssaal oder im wissenschaftlichen Labor. Ob während eines Anamnesegesprächs oder in der pharmazeutischen Fertigungshalle. Ob während einer apparativen Diagnostik oder in einer Konferenz von klinischen Mitarbeitern – alle Situationen im Gesundheitswesen haben eines gemeinsam: Für eine wirksame Unternehmenskommunikation brauchen sie ein besonderes fotografisches Fingerspitzengefühl.

Die fünf fotogloria-Medizin-Fotografen bringen genau das mit und haben die nötige Erfahrung, sich in jeder der gefragten Umgebungen zu bewegen – sensibel, motivsicher und mit dem erforderlichen Fachwissen. Und ihre Medizinfotografie ist darüber hinaus sowohl kreativ als auch qualitativ höchst anspruchsvoll.

Einer der fünf ist Kurt Paulus, Medizinfotograf aus tiefster Überzeugung. Immer den richtigen Ton und das perfekte Bild treffend, bewegt er sich sicher durch OP-Säle, Untersuchungsräume und Säuglingsstationen. Das dazu nötige Wissen hat er sich in zehn Jahren als Rettungssanitäter an- geeignet, das dazu nötige Auge bringt er von Haus aus mit und die dazu nötige Ruhe und Erfahrung hat er in vielen Jahren als Fotograf im Bereich Medizin gesammelt.

Medizinfotografie | fotogloria | Kurt Paulus

fotogloria fragt: Kurt, was reizt Dich eigentlich an der Medizinfotografie?

Kurt Paulus: Gleich vorab: Die Inhalte der Bildbotschaften werden immer Wichtiger! Mitdenken, mitfühlen und sich mit den Themen identifizieren ist gefragt – weit mehr als die bloße Umsetzung. Denn es gibt kaum mehr einen stabilen Wettbewerbsvorsprung durch Technologie, somit fällt der stimmigen Bildbotschaft – in einer reizüberfluteten Umwelt – die wichtigste Aufgabe zu.

Kaum ein fotografischer Sektor ist so nah und gefühlsüberfachtet wie der Gesundheitsbereich. Weil diese existenziellen Fragen sich nur hier in unterschiedlichster Intensität stellen: Bin ich gesund? Bekomme ich eine positive Diagnose? Wie sieht meine zukünftige Vitalität aus? Die archetypische Frage, wie bleibe ich oder werde ich gesund, schwingt in allen Motiven unterschwellig oder sogar direkt mit.

Die Motive beeinflussen bewusst und unbewusst das menschliche Verhalten und auch sein Bewusstsein. Je emotionaler, je vertrauensbildender und archetypischer die Bilderwelt, ist umso größer ist auch ihre Wirkung. Besonders Kampagnen im Gesundheitswesen, die »Social Marketing Kampagnen in der Prävention« liegen mir besonders am Herzen.

Medizinfotografie | fotogloria | Kurt Paulus

Hier ist für mich nicht das reine informieren und gesundheitliche Aufklären wichtig. Sondern Motive mit positiven emotionalen Attributen – jedoch keine überredenden Botschaften. Einflüsse auf die richtige Lösung sind die Wahl der entsprechenden (emotionalen) Rollenmodells, der authentischen Location sowie die Lichtstimmung!

Licht ist Gesetz „Lux est lex“! Licht ist Macht, Kraft, Leben. Mit seinen Farb- und Helligkeitsabstufungen unterstreicht und verstärkt das Lichtsetting maßgeblich die emotionale Wirkung eines Motives. Parallel dazu sind die Aufnahmemedien wie Tiefenschärfe oder Perspektive zu beachtende Gestaltungselemente.

Über allem aber steht der Mensch mit seinen Gefühlen und Wünschen. Meine Bilder sollen Interesse wecken und positiv berühren. Das Fazit auf die Frage »Was ist für mich der Reiz an der Medizinfotografie« lautet: Die hier aufgeführten Faktoren und Komponenten zu einer Einheit zusammenführen und mit dieser vermittelten Botschaft die gewünschte Wirkung erzielen!

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Medizinfotografie – Jan Michael Hosan

Ob im Operationssaal oder im wissenschaftlichen Labor. Ob während eines Anamnesegesprächs oder in der pharmazeutischen Fertigungshalle. Ob während einer apparativen Diagnostik oder in einer Konferenz von klinischen Mitarbeitern – alle Situationen im Gesundheitswesen haben eines gemeinsam: Für eine wirksame Unternehmenskommunikation brauchen sie ein besonderes fotografisches Fingerspitzengefühl.

Die fünf fotogloria-Medizin-Fotografen bringen genau das mit und haben die nötige Erfahrung, sich in jeder der gefragten Umgebungen zu bewegen – sensibel, motivsicher und mit dem erforderlichen Fachwissen. Und ihre Medizinfotografie ist darüber hinaus sowohl kreativ als auch qualitativ höchst anspruchsvoll.

Einer der fünf ist Jan Michael Hosan, seine Spezialität ist das Licht. Mit eigens entwickeltem Equipment setzt er jeden Menschen, jede Arbeitssituation und jedes Produkt wirkungsvoll in Szene – kreativ und individuell, eben Fotografie auf höchstem technischen Niveau.

Medizinfotografie | fotogloria | Jan Michael Hosan

fotogloria fragt: Jan, was reizt Dich eigentlich an der Medizinfotografie?

Jan Michael Hosan: In den Bereichen Medizin und Gesundheitswesen interessieren mich vor allem die Themen, bei denen es um Präzision und technisches Know-How geht.

In der Forschung, bei High-Tech-Produkten oder in der apparativen Diagnostik werden hierzulande die höchsten Standards angelegt, der Status Quo ist faszinierend und die Entwicklung ist rasant – das alles mit Bildern zu kommunizieren ist eine große Herausforderung. Aber genau das mag ich auch so daran.

Ich arbeite viel mit Licht und setze damit Akzente – um etwa den Blick des Betrachters gezielt zu führen, oder beispielsweise verschiedene Materialien und Oberflächen heraus zu arbeiten oder auch, um Prozesse sichtbar zu machen.

Das alles will vorher gut durchdacht sein und ein exaktes Arbeiten hängt auch an der inhaltlichen Vorbereitung: Was kann das Produkt? Wofür werden Forschungsergebnisse eingesetzt? Wie können Maschinen Krankheit oder Gesundheit sichtbar machen?

All das zusammen ergibt ein spannendes Feld, in dem ich mich mit meiner Arbeitsweise, mit meinem Blick und mit meiner Fotografie sehr aufgehoben fühle.

fotogloria vertritt Meizinfotograf Jan Michael Hosan exklusiv und weltweit. Über fotogloria können Sie ihn gerne für Ihre Ideen und Aufträge buchen – melden Sie sich jederzeit unter 040 609 42 906 -0 oder info@fotogloria.de.

Medizinfotografie – Anna Schroll

Ob im Operationssaal oder im wissenschaftlichen Labor. Ob während eines Anamnesegesprächs oder in der pharmazeutischen Fertigungshalle. Ob während einer apparativen Diagnostik oder in einer Konferenz von klinischen Mitarbeitern – alle Situationen im Gesundheitswesen haben eines gemeinsam: Für eine wirksame Unternehmenskommunikation brauchen sie ein besonderes fotografisches Fingerspitzengefühl.

Die fünf fotogloria-Medizin-Fotografen bringen genau das mit und haben die nötige Erfahrung, sich in jeder der gefragten Umgebungen zu bewegen – sensibel, motivsicher und mit dem erforderlichen Fachwissen. Und ihre Medizinfotografie ist darüber hinaus sowohl kreativ als auch qualitativ höchst anspruchsvoll.

Eine der fünf ist Anna Schroll, die es liebt, Menschen bei der Arbeit zu portraitieren – deren Tätigkeit, das individuelle Arbeitsumfeld, die Leidenschaft für das, was sie tun. Sie ist dabei die stille Beobachterin hinter der Kamera, die ihren Protagonisten viel Raum und gerne Zeit lässt. Damit schafft sie es, in ihren Motiven dezent und dennoch wirkungsvoll auf den Punkt zu kommen. Anna Schroll lebt in Jena.

Medizinfotografie | fotogloria | Anna Schroll

fotogloria fragt: Anna, was reizt Dich eigentlich an der Medizinfotografie?

Anna Schroll: Am liebsten fotografiere ich Menschen bei ihrer Tätigkeit, ohne große Inszenierung und möglichst ohne den Arbeitsablauf zu stören. Der medizinische Bereich passt perfekt zu meiner fotografischen Herangehensweise. Die Arbeit ist wichtig und schnell wird die Kamera vergessen, so dass es möglich wird, unverstellte, konzentrierte Bilder zu machen.

Sensibel zu bleiben für das, was man sieht und trotzdem die nötige Distanz wahren, empfinde ich als spannende Herausforderung, die ich in dieser Intensität nur im medizinischen Bereich erlebt habe.

Ich habe den größten Respekt vor den Menschen, die dort arbeiten. Immer wieder bin ich überrascht, dass in dem Alltagsstreß fast nie die Menschlichkeit verloren geht. Wenn ich mit meiner Fotografie ein klein wenig davon festhalten kann, dann ist mir das eine große Freude.

fotogloria vertritt die Medizinfotografin Anna Schroll exklusiv und weltweit. Über fotogloria können Sie sie gerne für Ihre Ideen und Aufträge buchen – melden Sie sich jederzeit unter 040 609 42 906 -0 oder info@fotogloria.de.

Medizinfotograf Philip Benjamin produziert Titelgeschichte

Es ist immer wieder schön, einen erledigten Auftrag gedruckt zu sehen. Noch schöner ists, wenn die Bilder daraus auf dem Titel und in Doppelseiten zu sehen sind. Und am allerschönsten ists, wenn der Kunde Siemens ist. So geschehen für das Magazin inside:health, über die Agentur Independent Medien Design und mit  fotogloria-Medizinfotograf Philip Benjamin.

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* Philipp Benjamin arbeitet in einem der anspruchvollsten Bereiche für Fotografen, der Medizinfotografie – mit den Schwerpunkten (Corporate-) Reportage und Portrait. Unter teils schwierigsten emotionalen Bedingungen nähert er sich Mensch und Thema mit großem Einfühlungsvermögen und dennoch mit der nötigen Distanz.  Ein Balanceakt, den er auf höchstem Niveau meistert. Medizinfotograf Philipp Benjamin lebt in Ladenburg nahe Heidelberg.

fotogloria vertritt den Medizinfotografen Philip Benjamin exklusiv und weltweit. Über fotogloria können Sie ihn gerne für Ihre Ideen und Aufträge buchen – melden Sie sich jederzeit unter 040 609 42 906 -0 oder info@fotogloria.de.

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Medizinfotograf Kurt Paulus – NEU bei fotogloria

Kurt Paulus ist Medizinfotograf aus tiefster Überzeugung. Immer den richtigen Ton und das perfekte Bild treffend bewegt er sich durch OP-Säle, Untersuchungsräume und Säuglingsstationen. Das dazu nötige Wissen hat er sich in zehn Jahren als Rettungssanitäter angeeignet, das dazu nötige Auge bringt er von Haus aus mit und die dazu nötige Ruhe und Erfahrung hat er in vielen Jahren als Fotograf im Bereich Medizin gesammelt.

Wir freuen uns, dass der Medizinfotograf Kurt Paulus ab sofort, weltweit und exklusiv von fotogloria vertreten wird! Im fotogloria-Blog erzählt er in den »7 Fragen an…«, warum er manchmal auch lieber kein Foto macht. Herzlich Willkommen!

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fotogloria: Warum bist Du Fotograf geworden?
Kurt Paulus: Die Fotografie ist mein Mitteilungsmedium, mit dem ich Emotionen auf meine Art und Weise gestalten kann. Das Fotografieren fasziniert mich seit meiner frühesten Jugend und versetzt mich von Tag zu Tag erneut in Erstaunen. Das Entstehen eines Bildes – erst in der eigenen Vorstellung und dann die tatsächliche Realisierung – ist ein Schöpfungsprozess, der für mich auch nach vielen Jahren immer noch eine unbeschreibliche Faszination hat.

Kannst Du Dich an Deinen ersten Job erinnern?
Sehr gut sogar. Mein erster Job war die Detail-Reproduktion eines Landschaftsgemäldes von Toulouse Lautrec mit Infrarotlampe und der Exakta Varex Kamera für meinen Vater, der als Gutachter, die Echtheit des Ölbildes untersuchen sollte. Ich war 10 Jahre alt, mein Lohn waren 10 Mark und das Ölbild war eine Fälschung.

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Was war Dein schönstes | schlimmstes Erlebnis als Fotograf?
Im Februar 2002 war ich für das Kalendershooting »Siemens Megacitys« für 14 Tage in Sao Paulo. Unser Scout, mein Assistent und ich machten im Restaurant »Terraco Italia« hoch über der Metropole eine Mittagspause. Plötzlich färbte sich der Himmel purpurrot und eine gewaltige Schlechtwetterfront brach von Westen über die Stadt herein. Innerhalb von 5 Minuten war es stockdunkle Nacht. Überall gingen die Lichter an und das Gewitter brach mit all seiner Pracht über uns herein. Brachiale Donnerschläge schallten durch die Straßen zwischen den Hochhäusern und Blitze zierten das Firmament. Eine unbeschreibliche Stimmung über Sao Paulo. Aber so schnell wie dieses Naturspektakel kam, so schnell ging es wieder. Kurz danach war es wieder ein normaler Tag, so als wär nie etwas passiert. Ich habe diese wunderschönen Augenblicke bewusst nicht fotografiert, ich habe sie nur für mich erlebt!
Mein schlimmstes Erlebnis als Fotograf war im Sommer 1986. Ich war schon länger als Bildredakteur für die Nürnberger Nachrichten in der »Fränkischen Schweiz« tätig und wohnte zu der Zeit in einem Drei-Seelendorf. Eines Nachts um 2 Uhr, läuteten mich zwei junge Männer aus dem Schlaf. Sie baten mich, Ihren Opa zu fotografieren. Ich war natürlich nicht sofort bereit dazu und fragte nach. Die Erklärung, sie benötigen eine wichtige Porträtaufnahme für eine Veröffentlichung, war für mich um diese Nachtzeit nicht ganz klar, aber ich ließ ich mich aber breitschlagen und folgte ihnen in den Nachbarort. Ich wurde in die Küche geführt und machte meine Kamera mit Aufsteckblitz zum Schuss bereit. Kurzerhand räumte einer der Brüder mit einem Handstrich den Tisch ab, dann verschwanden beide aus dem Raum. Als sie wieder nach kurzer Zeit kamen, hatte einer von beiden den Opa auf dem Arm. Er war verstorben. Sie legten ihn auf den weißgrau karierten und laminierten Küchentisch und baten mich ein Bild von dem Verstorbenen zu machen. Und das machte ich auch.

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Wie arbeitest Du am Liebsten?
Bei schönem, stimmungsvollen Licht, mit großer Freiheit in der Gestaltung und ohne Stativ.

Was verbindest Du mir fotogloria | büro für fotografische zusammenarbeit?
fotogloria ist für mich ein Team, das genau versteht wie ich als Fotograf arbeite. Und mich so mit den Auftraggebern zusammen bringt, für die ich mit meiner Fotografie und meinen Ideen das beste Ergebnis erzielen kann.

Wie hast Du Deinen eigenen fotografischen Schwerpunkt | Standpunkt entwickelt?
Während meiner Fotografentätigkeit, leistete ich zehn Jahre Zivildienst im Rettungswesen. Das ermöglichte mir einen sehr intensiven Einblick in eine zutiefst menschliche Welt. Die Faszination und die Intensivität der Emotionen war und ist bis heute meine Intention, sensible Motive entstehen zu lassen. Durch das Beobachten der mich umgebenden Personen mit ihren Ängsten, Wünschen und Neigungen habe ich gelernt, wie gut durchdachte Bilder den Betrachter bewegen können. Das Wohlbefinden des Menschen ist ein alles durchdringendes Thema. Und das in Bildwelten  umzuwandeln war für mich schon immer eine Herausforderung und ein Bedürfnis. Was lag da näher sich auf den Gesundheitsbereich zu spezialisieren!

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Für welchen Kunden würdest Du gerne einmal arbeiten?
Kunden die meine Bildsprache und Arbeitsweise schätzen und mir Projekte anbieten, die mir die Freiheit geben, mein Können umzusetzen.

 

fotogloria vertritt Medizinfotograf Kurt Paulus ab sofort exklusiv und weltweit. Über fotogloria können Sie ihn gerne für Ihre Ideen und Aufträge buchen – melden Sie sich jederzeit unter 040 609 42 906 -0 oder info@fotogloria.de.

7 Fragen an… Industriefotograf Wolfram Schroll

fotogloria: Warum bist du Industriefotograf  geworden ?
Wolfram Schroll: Fotografiert habe ich seit dem 15. Lebensjahr, konnte mich aber nicht entscheiden zwischen Musik und Fotografie. Ich habe dann ein Studium an einer FH angefangen und wollte Toningenieur werden. Das Studium hat mich gelangweilt, die erste Klausur ging total daneben und nach dem ersten Semester habe ich mir eine Lehrstelle als Fotograf gesucht. Das war 1975, es gab noch Filme, Labore und Fachkameras von Plaubel und Sinar. Nicht wenig Zeit habe im SW Labor verbracht, konnte auch Dias entwickeln, Colorprints filtern und habe den Beruf von den Grundlagen her gelernt. Nach der Ausbildung wollte ich nicht so recht ins Erwerbsleben und habe Landschaften, Berge und das Meer fotografiert und bin zwischendurch Taxi gefahren. Als ich Vater wurde, fehlte natürlich Geld und ich habe mit 27 Jahren mein Studio eröffnet. Eigentlich habe ich dann alles fotografiert, was sich so ergab. Produkte, Innenarchitektur, People, Industrie, sogar einen Modekunden hatte ich. Die Liebe zur Industriefotografie hat sich erst später entwickelt.

Kannst du dich an deinen ersten Job erinnern ?
Ja sicher. Mein erster Job war ein Christstollen auf einem Holzbrett. Unser zweites Kind war einen Tag vorher geboren, es war ein heißer August und ich stand in meinem kleinen Dachstudio und versuchte, mit einer 9/12 Kamera ein stimmungsvolles Bild zu machen. Alles klebte und zerfloss, das Foto war so lala, der Kunde unzufrieden und ich halt überhaupt nicht bei der Sache.

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Was war dein schönstes / schlimmstes Erlebnis als Fotograf ?
Mein schönstes Erlebnis oder besser Shooting ist fast immer das letzte Shooting. Das empfinde ich wirklich so und bin froh, das ich nicht immer zurückschaue auf das was war oder gar anfange, zu vergleichen.
Was heißt schon schlimm ? Aber – wir hatten endlich den Termin für ein Shooting mit den Geschäftsführern eines Kunden bekommen, nach sehr langer Abstimmung. Am Morgen dieses Tages starb mein Vater und ich bin vom Sterbebett direkt zum Shooting gefahren. Nicht gut.

Wie arbeitest du am Liebsten ?
Mein Lieblingsbriefing lautet: machen Sie mal. Für mich bedeutet das etwa, nach einem Briefing in einem Werk Motive zu suchen und zu erarbeiten. Sich erklären zu lassen, was ist das eigentlich, was ich hier sehe, was macht ihr, worauf kommt es an und diese Informationen dann in Bilder zu bringen. Meist arbeite ich aber mit einem Assi zusammen, dazu natürlich oft Leute vom Kunden oder der Agentur. Manchmal entsteht so ein kleiner Troß von Leuten, die um mich rumstehen. Nicht immer hilfreich für gute Fotos und deshalb, wenn ich es mir aussuchen kann, alleine und mit ein wenig Zeit.

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Was verbindest du mit fotogloria | büro für fotografische zusammenarbeit ?
Drei sehr sympatische Menschen, die engagiert an einem oft eher stiefmütterlich behandeltem Zweig der Fotografie arbeiten.

Wie hast du deinen eigenen Schwerpunkt / Standpunkt entwickelt ?
Vor einigen Jahren hat mich ein Kunde engagiert, all seine Referenzobjekte neu zu fotografieren. Ich war mit Unterbrechungen 10 Wochen unterwegs, und als ich wieder daheim war, hab ich gesagt, ich mach überhaupt nichts anderes mehr. Seitdem liegt mein Schwerpunkt ganz klar auf der Industriefotografie, auch wenn ich für einige wenige Kunden noch Produktfotos im Studio mache. Diese Kunden habe ich schon seit über 20 Jahren, da hört man nicht mehr auf. In diesen o.g. 10 Wochen hat sich eine Art Liebe zur Industrie und Technologie entwickelt. Wenn ich in einen Metallbetrieb komme, hole ich erst mal tief Luft und denke, hmmm, Metall, sehr gut. Das Spektrum meiner Arbeit reicht heute vom mittelständischen Maschinenbauer bis zum Großkonzern für Luft – und Raumfahrt. Ich bin fasziniert von Technik und von den Menschen, die dort arbeiten. Man lernt ständig neue Dinge kennen, trifft interessante Leute und sieht Sachen, die sonst nicht zugänglich sind. Diese Faszination versuche ich natürlich, in meinen Bildern zu transportieren.

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Für welchen Kunden würdest du gerne einmal arbeiten ?
Seit ich für einen Luft- und Raumfahrtkonzern fotografiere, sind viele Wünsche erfüllt worden. Hier gibt es in reichlicher Anzahl die unterschiedlichsten Motive und Locations. Im Frühjahr 2013 war ich in einer Satelliten-Fabrik oder besser -Manufaktur. Als Kind dachte ich noch, ich würde später mal ins All fliegen, klarer Fall von zuviel Perry Rhodan und Raumschiff Orion. Als ich dann vor meinem ersten Satelliten stand, war ich doch etwas ergriffen. Näher komme ich dem All wohl nicht mehr.
Auf meiner Wunschliste könnten Dinge stehen wie etwa: Staudammbau, Containerschiffe, Rolls Royce, Schiffsdiesel, Intel, Porsche, Lokomotiven, Kraftwerke, Bergbau. Meine spannensten Motive habe ich aber dort gefunden, wo ich es nicht vermutet habe und von denen ich auch vorher nichts wußte.

* Schmieröl statt Haarspray, Blauleinen statt Haute Couture, lieber der Geruch von Stahl als der von Parfums. Industriefotograf Wolfram Schroll liebt seine Arbeit – die Industriefotografie. Nach einer klassischen Fotografenausbildung und der Eröffnung seines eigenen Studios 1983 mag er besonders und immer wieder die Herausforderung, aus dunklen Hallen oder komplexen  Anlagen Fotos mitzubringen, die das Wort Bild verdienen. Wolfram Schroll lebt mit seiner Frau in Krummewiese, einem Bauernhof bei Hagen.

fotogloria vertritt Wolfram Schroll – Industriefotograf – exklusiv und weltweit. Über fotogloria können Sie ihn gerne für Ihre Ideen und Aufträge buchen – melden Sie sich jederzeit unter 040 609 42 906 -0 oder info@fotogloria.de.

Olympus Medical Systems Division – Jan Michael Hosan realisiert Produkt- und People-Shootings

Ein neuer Bildstil für die Olympus Medical Systems Division – diese Aufgabe galt es von der Hamburger Agentur Interbrand zu lösen. Mit Unterstützung von fotogloria | büro für fotografische zusammenarbeit.

»Healthcare that serves humanity« – anhand dieser Kernaussage der Olympus Medical Systems Division entwickelte Interbrand unter der Leitung von Design Director Kilian Palis das vielschichtige Bildkonzept »Active Light«. Immer basierend auf den Markenwerten, immer mit Blick auf die imagebasierte Kommunikation und mit den Schwerpunkten Produktfotografie und Peoplefotografie. Die Aufgabe von fotogloria: Im ersten Schritt, die Konzepte von Interbrand mit den richtigen Bildideen zu illustrieren. Und im zweiten Schritt, passende Fotografen für die – nicht ganz leichte – Aufgabe zu präsentieren.

Ein dritter, vierter und fünfter Schritt folgten bald, denn die Fotografen-Briefings wurden geschrieben und die Inhalte der ersten Shootings festgelegt. Studio, Styling und Models wurden gebucht, eine Menge organisiert und realisiert mit dem einen Ziel: Dass der Fotograf in Ruhe arbeiten und prototypische Beispiele für das Manual entwickeln kann. Ausgewählt von allen Seiten für diese Aufgabe: fotogloria-Fotograf Jan Michael Hosan.

Doch bevor der Fotograf von seinen Erfahrungen mit und während der Shootings berichtet, schildert Kilian Palis, Design Direktor, Interbrand seine Eindrücke über fotogloria:

»Die Zusammenarbeit mit fotogloria bei Olympus Medical Systems und Microscopy hat mir viel Spaß gemacht. Dabei haben mich zwei Dinge besonders beeindruckt:
1. Das große Portfolio an hochprofessionellen Fotografen: Bei der Vorbereitung war das besonders wichtig, weil wir dem Kunden verschiedene Konzepte aus einer Hand präsentieren konnten. Vorab-Auswahl von fotogloria inkl. hochauflösender Layout-Bilder war selbstverständlich, ohne vorab vereinbart. Formal verschiedenste Möglichkeiten der Realisierung unserer Konzepte mussten wir nicht anscribbeln, sondern konnten mit realen Bildern aufbereitet werden. Der Kunde musste nicht mehr viel abstrahieren, was wirklich hilfreich war.
2. Die Fähigkeit, flexibel und schnell auf jegliche Wünsche zu reagieren, ist schon beeindruckend. Innerhalb des Projekts musste alles sehr schnell gehen, der Kunde hat sich da sehr auf uns verlassen. Gott sei Dank haben uns die vielen Kontakte zu Stylisten, Locations und Studios geholfen. Fußballplatz mit Flutlicht? Kein Problem, innerhalb von zwei Tagen organisiert, inklusive Laienmodels. Ich freue mich auf das nächste gemeinsame Projekt.«

In diesem Tenor und genau so zufrieden zeigt sich Georgia Macrae-Otten, Brand Manager, Olympus Medical Systems and Micro Imaging Solutions Group: »Die Zusammenarbeit mit fotogloria hat von Anfang an super geklappt.«

Aber nun zurück zu fotogloria-Fotograf Jan Michael Hosan, der nicht nur an der Entwicklung des neuen Bildstils beteiligt war, sondern bis heute auch zahlreiche weitere Produkt- und People-Shootings für Olympus Medical Systems Division realisiert hat.  fotogloria hat mit ihm über seinen Werdegang und seine Erfahrungen gesprochen

fotogloria: Noch in der Auswahl-Phase hast Du einen Satz gesagt, der bei allen Beteiligten für bleibenden Eindruck gesorgt hat und immer wieder zitiert wurde: »Gebt mir einen einfachen schwarzen Gummischlauch und ich mache ein tolles Bild daraus.« Woher kommt Deine Begeisterung für dieses vermeintlich nicht so spannende und doch so anspruchsvolle Sujet?
Jan Michael Hosan: Das hat zwei Gründe. Erstens: In meinem ersten Beruf als Metallbauer habe ich mich mit den Eigenschaften von verschiedenen Materialien unter allen Bedingungen auseinander gesetzt. Schon damals war ich fasziniert von den unterschiedlichen Oberflächen. Zweitens: Ich mag es einfach sehr, etwas so lange auszuprobieren, bis es funktioniert oder gut aussieht – da bin ich Perfektionist und habe eine nahezu unendliche Geduld. Das trainiere ich mit jedem Shooting, aber auch mit meiner Schrauberei: Ich baue jedes Jahr in meiner Garage ein Motorrad Schraube für Schraube auf, in diesem Jahr ist es eine Triumph.
Insofern: Ein schwarzer Gummischlauch ist nicht einfach ein langweiliger schwarzer Gummischlauch. Ich möchte mit jedem Bild erreichen, dass der Kunde einfach noch stolzer auf seine Produkte ist.

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Im Vorfeld konnte fotogloria einige sehr gute Beispiel-Bilder von Dir präsentieren, die Deine Arbeitsweise, Deine Präzision, Deine Liebe zum Detail und zum Licht sehr gut illustrieren. Wo hast Du die dafür nötige Erfahrung gesammelt?
Ich habe – wie wahrscheinlich jeder Fotograf – damit angefangen, erstmal jeden Auftrag anzunehmen. So habe ich auch viele Katalogshootings gemacht, Massenproduktion eben. Doch dabei habe ich gemerkt, dass ich ein viel größeres Interesse daran habe, mich mit dem jeweiligen Produkt auseinanderzusetzen. Wie funktioniert es, welches Detail hat welche Aufgabe, warum ist hier Metall und dort Kunststoff verarbeitet etcetera. Nach und nach habe ich aufwändigere Aufnahmen gemacht und meinen Kunden präsentiert. Das kam gut an. Und so werde ich mittlerweile ausschließlich für Qualität gebucht und nicht mehr für Quantität.

In der Entwicklungsphase für den finalen Bildstil für Olympus gab es ein großes Shooting mit Agentur, Kunden und fotogloria-Mitarbeitern, die Dir alle über die Schulter geschaut und mit Dir über die Möglichkeiten diskutiert haben – was war das für ein Tag?
Ich muss gestehen: Ich war ein wenig nervös. Ich wusste, dass ich im Studio einen sehr großen Aufbau haben werde, in dem mich viele Menschen erwarten und jeden meiner Schritte beobachten… So kam es dann auch, aber die Stimmung war dabei sehr gut, konzentriert und vor allem äußerst produktiv. Für mich war es toll zu beobachten, wie sich aus den vielen Meinungen am Ende ein klarer Bildstil heraus kristallisierte. Und das entlang meiner Fotografie, ein gutes Gefühl.
Außerdem war es sonnig und fotogloria hatte eigens einen Koch engagiert, der uns gut versorgt hat – was will man als Fotograf mehr?

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Vor allem die Produktaufnahmen der Olympus-Mikroskope sind aufwändig fotografiert und im Resultat sehr präzise und brillant – wie kommt es zu diesen einzigartigen Ergebnissen?
Berufsgeheimnis…  Na gut: Ich arbeite mit viel Licht. Sehr viel Licht. Lichtformern, Lightbrushes, Lichschlangen undsoweiter. Teile meines Licht-Equipments habe ich sogar selber gebaut, da ich für meine Zwecke am Markt nichts gefunden habe und zum Beispiel gerne sehr gezielte Lichtpunkte setze. Darüber hinaus arbeite ich mit den hochwertigsten Kameras, entweder mit der Leica S oder mit der Alpa mit Mittelformatrückteil – eine Kamera, die es nur in limitierter Stückzahl gibt und die per Handarbeit gebaut wird. Etwas besseres gibt es für Technik-Aufnahmen nicht.
Der Rest bleibt allerdings tatsächlich mein Berufsgeheimnis…

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Ebenso wie die Produkte bestechen die People-Aufnahmen. Was war und ist in diesem Bereich besonders herausfordernd für Dich?
People-Shootings leben durch das Team, das dahinter steht: Wie ist die Planung, wie ist die Stimmung. Für die Olympus-Shootings kann ich nur höchstes Lob aussprechen, die haben reibungslos geklappt. Alle Beteiligten – Olympus, Interbrand und fotogloria – haben ihren Job perfekt erledigt und ich hatte beste Arbeitsbedingungen. Das ist insofern wichtig, als das nur dann eine gelöste Stimmung für die richtigen Momente sorgen kann. Denn: Am Liebsten fotografiere ich dabei – im totalen Gegensatz zu den Produktshootings – ganz spontan und reagiere auf Situationen und Emotionen.

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Was hat Dir im Laufe der Zeit und bis heute am meisten Spaß in der Zusammenarbeit mit Olympus gemacht?
Ganz klar: Olympus setzt auf Qualität und hat mir als Fotograf genug Zeit für meine Fotografie eingeräumt. Unschätzbar. Aber das sieht man dann eben auch auf den Bildern.

 

* Nach einer klassischen Ausbildung zum Werbefotografen arbeitete Jan Hosan in Studios in Österreich und der Schweiz. Sein Handwerk schließlich mehr als beherrschend, eröffnete er 2006 sein eigenes Studio. Seitdem setzt er die Ideen seiner internationalen Kunden um – mit einem hochprofessionellen und den speziellen Anforderungen angepassten Equipment und immer mit seinem eigenen Blick. Jan Hosan ist auf Industrie-, Technologie- und Wissenschafts-Fotografie spezialisiert und lebt in Neuwied.

fotogloria vertritt Jan Michael Hosan exklusiv und weltweit: HIER sind seine Arbeiten zu sehen. Und über fotogloria können Sie ihn gerne für Ihre Ideen und Aufträge buchen – melden Sie sich jederzeit unter 040 609 42 906 oder info@fotogloria.de.