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7 Fragen an… Isabela Pacini

Isabela Pacini fotografiert mit dem Herzen. Ganz gleich, ob bei ihren ungezählten Aufträgen im Corporate- oder Magazin-Bereich oder bei ihren freien Arbeiten: Sie liebt, genießt, leidet oder lacht mit Ihrem Gegenüber und lässt jede Umgebung mit allen Sinnen auf sich wirken. Und selbstverständlich meistert sie dabei auch alle anderen Facetten des Fotografendaseins mit Bravour.

Wir freuen uns, dass wir ab sofort exklusiv und weltweit mit Isabela zusammen arbeiten und haben Ihr zum Einstieg die »7 Fragen an…« gestellt. Herzlich Willkommen Isabela!

Warum bist Du Fotografin geworden?
Fotografieren und Reisen kamen zusammen in mein Leben. Ich fing an zu reisen – allein mit Rucksack durch Europa, und die Kamera wurde zu einem wunderbaren Reisebegleiter. Es ging mir damals schon um die Begegnungen mit Menschen. Dabei erwies sich die Kamera als ein toller Vermittler, um mit Menschen in Kontakt zu treten. Durch einen großen Zufall erhielt ich die Möglichkeit, meine Reisebilder in einem Café in Berlin auszustellen. Mehrere Bilder
wurden verkauft, und dann ist es mir zum ersten Mal bewusst geworden, dass ich mein Hobby zu meiner Arbeit, meine Berufung zum Beruf machen könnte. Kurz danach habe ich Dortmund angefangen, Fotodesign zu studieren…

© IsabelaPacini_17

Kannst Du Dich an Deinen ersten Job erinnern?
Ja, sogar ganz genau. Ich war noch nicht mal fertig mit dem Studium. Damals hatte der stern ein »Austausch-Magazin« namens Oskar´s für deutsche und nordamerikanische Schüler und Studenten. In jeder Ausgabe gab es eine Portraits-Strecke von Schülern, die sich zu einem ausgewählten Thema äußerten. Dafür durfte ich zusammen mit der Fotografin Valeska Achenbach quer durch Deutschland reisen.

Was war Dein schönstes Erlebnis als Fotografin?
Ich habe 2008 ein freies Projekt in Brasilien gemacht »Daspu-Prêtá-porter aus dem Puff«.
Ein Dutzend Prostituierte aus Rio de Janeiro hatte eine eigene Modemarke gegründet: Daspu. Damit stahlen sie den Supermodels die Show und kämpften für eine gerechtere Gesetzgebung – mit ihrem Erfolg verschafften sich die Frauen vom Altstadtstrich endlich Respekt.
Ich habe diese Frauen begleitet: Zuhause, im Bordell oder auf dem Strich und in ihrem neuen Leben als Model auf dem Laufsteg. Es waren sehr einzigartige Frauen voller Träume, die dabei waren, ihr Selbstbewusstsein zu entdecken.
Die Begegnung mit Nilza, eine 50 jährige Prostituierte, die an dem harten LKW-Strich an der Autobahn zwischen Rio und São Paulo arbeitete, war für mich wahrscheinlich das schönste Erlebnis als Fotografin. Ich habe sie tagelang begleitet und zuletzt lud sie mich zu sich nach Hause ein. Sie erzählte mir, dass ihr größter Traum wäre, einmal ein Brautkleid anzuziehen. Heiraten wolle sie nicht, aber einmal wie eine Braut aussehen… Diese naive, nicht verlorene Romantik einer älteren Prostituierte hat mich sehr gerührt. Als ich auf dem Weg zu ihr in einem weit entfernten Vorort von Rio war, habe ich ganz zufällig ein handschriftliches Schildchen an einem ganz einfachen Häuschen gesehen, auf dem stand: „Wir vermieten Brautkleider, Kommunionkleider…“. Ohne zu überlegen bin ich hineingegangen und habe ein Brautkleid ausgeliehen. Wie Nilza sich darüber gefreut hat, ist kaum in Worte zu fassen. Am Schluss standen wir alle da: Nilza in Brautkleid, ihre Tochter, ihre Enkelin, ihre Nachbarin und ich und haben alle geheult.

© IsabelaPacini_13

Wie  arbeitest Du am Liebsten?
Unterwegs. Immer wieder aufs Neue: neue Orte, neue Menschen, neue Herausforderungen…

Was verbindest Du mit fotogloria | büro für fotografische zusammenarbeit?
Teamwork! Einfach die Möglichkeit, Ideen, Ziele, Herausforderungen zusammen zu erleben und zu meistern.

Wie hast Du Deinen eigenen fotografischen Schwerpunkt / Standpunkt entwickelt?
Es war ein sehr natürlicher Prozess, der sich im Grunde wie von alleine entwickelt hat. Ich habe Menschen gesucht und fotografiert. Das Studium, die verschiedenen Aufträge und nicht zuletzt die daraus gewonnene Erfahrung haben meinen Schwerpunkt immer tiefer gefestigt.

Brasilien Tour

Für welchen Kunden würdest Du gerne einmal arbeiten?
Da fallen mir ein paar ein: für das grüne Geo, das Greenpeace Magazin, National Geographic… Und auch sehr gerne für Hilfsorganisationen. Ich lasse mich aber gerne überraschen!

* fotogloria vertritt Isabela Pacini exklusiv und weltweit – Sie können sie gerne für Ihre Ideen und Aufträge buchen. Melden Sie sich jederzeit unter 040 609 42 906 oder info@fotogloria.de.

 

Isabela Pacini unterwegs in der Smarties-Welt

Es war zwar ein kleiner, dafür aber sehr feiner Auftrag: Für Nestlé durfte fotogloria-Fotografin Isabela Pacini eine Gruppe Kinder in das Smarties-Werk Hamburg begleiten. Beauftragt hat den bunt-süßen Fotografen-Traum OgilvyOne in Frankfurt und fotogloria hat die gesamte Orga drumherum übernommen.

Und Isabela? Sie hat den Job wirklich genossen, da sie weitestgehend freie fotografische Hand hatte und das tun konnte, was sie am liebsten und am besten macht: Menschen  fotografieren – wie gesagt: Ein feiner Auftrag!

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fotogloria: Isabela, Du hast über fotogloria und in Zusammenarbeit mit OgilvyOne Frankfurt das Shooting »Nestlé – Smarties« fotografiert – worum ging es dabei und was genau sollte fotografiert werden?
Isabela Pacini: Bei dem „Nestlé – Smarties“ Shooting ging es um die Begleitung einer Gruppe von Kindern und Eltern, die anlässlich des 50sten Smarties-Geburtstages eine Reise nach Hamburg und eine Werkbesichtigung gewonnen haben. Die Arbeitsschritte der Smarties Produktion standen nicht im Vordergrund der Dokumentation, sondern vielmehr die Emotionen der Kinder – das war das Schöne an dem Auftrag.

Wie hast Du Dich auf das Shooting vorbereitet und was hast Du dafür eingepackt?
Ich habe im Vorfeld sowohl mit der Ansprechpartnerin von Nestlé vor Ort, als auch mit dem Ansprechpartner aus Frankfurt gesprochen, um eine Vorstellung davon zu bekommen, wie so eine Werkbesichtigung aussieht. Eingepackt habe ich dann dafür Kamera, Objektive und einen mobilen Blitz, da es klar war, dass die Benutzung einer Blitzanlage nicht möglich sein würde.

Hattest Du bei der Motivauswahl und -Aufbau freie Hand oder gab es ein Briefing von Kundenseite?
Da es um eine »emotionale Reportage« aus der Perspektive der Kinder handelt, hatte ich wirklich große Freiheit, die Werkbesichtigung mit den Kindern zu genießen und die Eindrücke auf mich wirken zu lassen. Dem Kunden war es eben nicht so wichtig, alle Schritte der Produktion und Herstellung festzuhalten.

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Wie bist Du bei dem Shooting vorgegangen und hast das beste fotografische Resultat erreicht?
Bevor die Besichtigung losging, gab es eine Vorstellungsrunde und ein kleines Gespräch zwischen den Teilnehmern und den NestléMitarbeitern. Ich habe die Gelegenheit genutzt, um alle, insbesondere die Kinder, kennenzulernen und anzusprechen, so dass sie sich hinterher während der Besichtigung in meiner Anwesenheit mit Kamera wohlfühlen und sich dementsprechend natürlich verhalten, was mir für die Bilder sehr wichtig war.
Bei den Vorbereitungen auf das Shooting habe ich erfahren, dass die Gewinner-Gruppe in vier kleine Gruppen unterteilt wird, denn zur Werkbesichtigung gehörten vier Bereiche.
Da die Bereiche nicht gleich umfangreich waren, war es logistisch etwas schwierig, vier Bereiche und vier verschiedene Gruppen zu erwischen. Insbesondere weil ich mich nicht allein durch die Fabrik bewegen durfte. Zum Glück habe ich einen sehr netten Azubi getroffen, der mir dann als Führer geholfen hat.

Welcher Moment war der Beste beim Shooting?
Das Beste beim Shooting war zweifelsohne, sich von der Freude und Begeisterung der Kinder anstecken zu lassen.

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Und zuguterletzt: Wie war die Zusammenarbeit mit fotogloria?
Ich genieße sehr die Zusammenarbeit mit fotogloria. Das oft einsiedlerische Leben des Fotografen verwandelte sich in wunderbarer Weise in Teamarbeit. Es ist einfach schön, die Verantwortung, die Überlegungen im Vorfeld, die Spannung auf die Ergebnisse und zu guter Letzt die Freude an einem gelungenen Auftrag teilen zu können.

 

* fotogloria vertritt Isabela Pacini exklusiv und weltweit – über fotogloria können Sie sie gerne für Ihre Ideen und Aufträge buchen, melden Sie sich jederzeit unter 040 609 42 906 -0 oder info@fotogloria.de.