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Das BESTE Bild von… Frank Herfort

»Natürlich hätte ich sie spontan und ungefragt schnell aus der Hand knipsen können, doch ich mag  ein schönes Licht, eine gute Komposition und wenn die Menschen wissen, dass ich sie fotografiere…« Und so ist Frank Herforts BESTES Bild ein sorgfältig komponiertes Schmuckstück geworden.

fotogloria: Wo und wann ist Dein bestes Bild entstanden?
Das Bild ist genau vor einem knappen Jahr im Februar 2015 in St. Petersburg in Russland entstanden. Es zeigt das Treppenhaus von dem ehemaligem Wohnhaus des berühmten Sergey Kirov, in dem jetzt ein Museum untergebracht ist.

Wie ist es entstanden?
Wie so oft begegnen mir die Sujets und Themen meiner Bilder durch Zufall und reale Gegebenheiten. Diese junge Frau kam gerade ins Treppenhaus herein, als ich den Aufzug verließ. Ich wußte schon beim Betreten des Hauses, dass ich das Treppenhaus-Interieur sehr bezaubernd fand und dort auf jeden Fall eine Aufnahme machen wollte. Nur wusste ich noch nicht wie. Aber jetzt war der Moment gekommen und genau diese Dame und der Aufzug ergaben das Bild. Also fragte ich sie, ob sie für ein paar Minuten mein Model sein könnte, um diese Aufnahme zu realisieren. Ich richtete meine Architekturkamera ein und sie musste einfach nur den Lift betreten. Das hatte sie ja sowieso vor. Natürlich hätte ich sie spontan und ungefragt schnell aus der Hand knipsen können, doch mag ich ein schönes Licht, eine gute Komposition und wenn die Menschen wissen, dass ich sie fotografiere.

Für wen hast Du Dein bestes Bild gemacht?
Das Bild ist einfach ein Teil meiner persönlichen Arbeit, die ich schon seit Jahren verfolge. Also nur für mich selber. Ohne Grund, Ziel und Funktion. Parallel war ich aber tatsächlich für eine Reisegeschichte über St. Petersburg für die Zeitschrift Brigitte unterwegs. Deshalb war ich in dem Museum. Doch interessanter war natürlich alles andere drumherum.

Warum ist genau dieses Bild Dein bestes Bild?
Also ehrlich gesagt habe ich kein Lieblingsbild oder bestes Bild. Ich mag alle Bilder und alle Farben, die ich für meine eigene Arbeit anfertige. Deswegen mache ich sie ja. Nichtsdestotrotz hat genau dieses Bild, den für mich typischen magischen Moment, den ich immer in meinen Bildern suche. So eine Art unklare Geschichte. Ich denke, alle meine Bilder handeln davon und bei diesem ist es mir, wie ich finde, ganz gut gelungen. Das ist es, warum ich überhaupt fotografiere.

Gibt es etwas an dem Bild, was Du im Nachhinein noch gerne verändern würdest?
Nein, eigentlich nicht. Ich bin sehr zufrieden mit dem Bild wie es ist, sonst wäre es ja gar nicht in dieser Rubrik gelandet.

 

* Frank Herfort ist ein Reisender – sowohl durch die Wahl seiner beiden Wohnorte (Berlin und Moskau) als auch im Auftrag seiner internationalen Kunden. Aber eben auch durch die verschiedensten Facetten seiner Fotografie: Als wohlüberlegt und positiv neugierig kann man seine Reportagen bezeichnen, als strukturiert und emotional inspiriert seine Commercials. Präzise und dabei staunend sich sind seine Interieur- und Architektur-Arbeiten, exakt und liebevoll komponiert seine Industrie-Themen. Kurz: Frank Herfort überrascht und ist dabei trotzdem immer zuverlässig in den höchsten Qualitätsstufen der Fotografie unterwegs.

fotogloria vertritt Frank Herfort exklusiv und weltweit. Und über fotogloria können Sie ihn natürlich gerne für Ihre Ideen und Aufträge buchen. Melden Sie sich jederzeit unter 040 609 42 906 -0 oder info@fotogloria.de.

40.000 Besucher beim achten Umweltfotofestival »Horizonte Zingst«

Was für eine Bilanz für das achte Umweltfotofestival »Horizonte Zingst«: Mehr als 40.000 Besucher schauten sich an nur sieben Tagen die 20 grandiosen Ausstellungen an!

Nebst Workshops, Multimediavorträgen und der abendlichen Bilderflut gab es vor allem wieder gute Fotografie zu sehen. Ganz vorne mit dabei war in diesem Jahr die große Gruppenausstellung »One World«, eines der Lieblingsstücke von Kurator Klaus Tiedge: »Es ist unsere Welt in aktuellen Bildern zeitgenössischer Fotografie, die in dieser Ausstellung Raum findet. Kontrastreich, widersprüchlich, erschreckend, aber auch begeisternd prallen hier visuelle Botschaften aufeinander. Die Bilder stammen von Fotografen, deren Anliegen es ist, Standpunkte und Positionen zu vermitteln. Dies geschieht mit dem Mut zu klaren Statements und oft auch mit avantgardistischen Bildideen.«

Gesagt, getan – ausgestellt waren entsprechend Arbeiten von sieben fotogloria-Fotografen: Nicoló Minerbi, Federico Ciamei, Christoph Morlinghaus, Toby Binder, Frank Herfort, Jordi Busque und Ed Thompson! Es war eine Freude, durch die Schau im Kunsthallenhotel zu gehen und so viele großartige fotogloria-Bilder zu sehen!

Und so fand dann auch Klaus Tiedge warme Worte zur Zusammenabeit mit fotogloria: »Aus der Sicht eines Kurators, der immer auf der Jagd nach der besonderen Fotografie ist: »Wenn es FOTOGLORIA nicht gäbe, müsste man eine solche Agentur sofort erfinden«. Ich habe keine andere Quelle auf der Suche nach den besonderen Bildern, jenseits des Mainstreams heutiger Betrachtungsweise, als eben diese auf Individualität ausgerichtete Agentur. Bei FOTOGLORIA sind immer wieder wahre Entdeckungen zu machen. Weder die spekulativen Bewertungen des Kunstbetriebes noch die spektakulären Auftritte im Werbegeschäft spielen hier eine Rolle. Es ist der Mut zur Außenseiterrolle, der ganz eigene Qualitätsstandards sichtbar macht. Für die Arbeit der Erlebniswelt Fotografie Zingst ist FOTOGLORIA ein erfolgsbestimmender Kontakt.«

Nicht zuletzt sind Qualität und Erfolg des Festivals aber natürlich dem umtriebigen Festival-Team zu verdanken, darum gilt unser Dank für diese grandiose Ausstellungsmöglichkeit und auch für die Gastfreundschaft an dieser Stelle:  Klaus Tiedge, Peter Krüger, Rico Nowicki, Anne Crämer, Steffi Schiller, Jens Redecker, Sascha Oemcke, Simone Marks, Doreen Meyer und allen anderen, die für ein weiteres unvergessliches Festival gesorgt haben.

Wir freuen uns auf das nächste Jahr – das neunte Umweltfotofestival »Horizonte Zingst« findet vom 28. Mai bis zum 05. Juni 2016 statt!

 

P.S.: Die Fotos in diesem Beitrag wurden gemacht von: Anke Großklaß, Jochen Raiß und Edda Fahrenhorst.

Horizonte-Countdown 2015 | Interview Klaus Tiedge

In nurmehr vier Tagen – am kommenden Samstag, den 30. Mai – wird das bereits achte Umweltfotofestival »Horizonte Zingst« eröffnet. Seit Anfang an dabei und bis heute mittendrin: Kurator Klaus Tiedge. Mit seinem unfehlbaren Gespür für publikumswirksame Fotografie und seinen unzählbaren Kontakten in die Fotoszene – unter anderen zu fotogloria – fungiert er seither als Denker und Lenker der unverwechselbaren fotografischen Inhalte und Konzepte des Festivals.

Im fotogloria-Interview erzählt er darüber, wie das Festival zu einer »herausragenden Größe« im Foto-Business wurde und was er an der Zusammenarbeit mit fotogloria schätzt.

fotogloria_Morlinghaus_Computerwelt_1

fotogloria: Ende Mai startet das Umweltfotofestival »Horizonte Zingst« zum achten Mal: Es wird von Jahr zu Jahr größer und die gezeigten Ausstellungen internationaler und qualitativ hochwertiger. Wie sind heute die Akzeptanz und der Bekanntheitsgrad des Festivals einzuschätzen?
Klaus Tiedge: Das Umweltfotofestival »horizonte« zingst findet in diesem Jahr zum achten Mal statt. Damit wird deutlich, dass die Veranstaltung mittlerweile als »Institution« betrachtet wird. Parallel dazu hat sich die Akzeptanz entwickelt. Zingst ist in der Fotoszene und im Fotomarkt eine herausragende Größe – nicht zuletzt deshalb, weil die Fotografie das ganze Jahr eine unübersehbare Rolle spielt. Das Umweltfotofestival »horizonte« ist der absolute Höhepunkt – aber auch im Frühjahr (Foto-Convention) und im Herbst (Aktiver Fotoherbst) wird für Fotografen viel geboten.

Was alles erwartet in diesem Jahr den Festivalbesucher?
An erster Stelle sind natürlich immer die Open-Air-Ausstellungsinstallationen zu sehen. Am Strand gibt es in diesem Jahr  mit den Fotografien von Carsten Peter und seiner Show »Erde extrem« eine echte Superlative der Naturfotografie. Aber auch alle anderen der rund 20 Fotoschauen ergeben in der Mischung der Thematik ein faszinierenden Spektrum.

How to get in shape at home for free

fotogloria ist seit 2011 ein fester Partner vom Fotofestival und die Arbeiten der fotogloria-Fotografen sind vornehmlich in der großen Gruppenausstellung »One World« zu sehen – so auch in diesem Jahr. Wie funktioniert die Zusammenarbeit?
Für die Zusammenarbeit gibt es einen Begriff, der als charakteritisch betrachtet werden kann und der heißt: partnerschaftlich. fotogloria in eine Fundgrube für außergewöhnliche und herausragende Fotografie mit überraschenden Bildern, die Geschichten erzählen. Kritische bildjournalistische Leistungen und zukunftsweisende Bildkreationen mit sensiblen und experimentellen Gestaltungsansätzen sind in gleichem Maße bei fotogloria zu finden.

Nach welchen Kriterien wurden die Arbeiten der fotogloria-Fotografen – etwa Frank Herforts »Time in Between«, Nicoló Minerbis »Golden Cameras« oder Christoph Morlinghaus »Computerwelt« ausgesucht?
Frank Herforts »Time in Between« lebt von jenen magischen Momenten, die deutlich machen, warum die Fotografie erfunden wurde. Nicoló Minerbis »Golden Cameras« erzählen in ironischer Weise eine kleine Gesichte der Entwicklung der Kameras in der jüngeren Vergangenheit – vor und nach dem Sprung in die digitale Bilderwelt. Christoph Morlinghaus »Computerwelt« gibt das Innenleben von Rechnern frei und offenbart in der »nackten« Technik eine faszinierende Ästhetik.

fotogloria _ Frank Herfort _ Time In Between

Ganz allgemein: Was kann Fotograf(in) unternehmen, um mit eigenen Arbeiten vorstellig zu werden?
Es reicht nicht gute Bilder zu machen, man muss sie auch zeigen. Die Erlebniswelt Fotografie Zingst in immer auch eine Dialogplattform für Fotografie. Außerdem gibt es ja zum Glück auch Agenturen wie fotogloria, die verantwortungsbewusst in einer Mittlerrolle tätig sind.

Wo siehst Du die langfristigen Ziele des Festivals?
Der Veranstalter hat gleich zu Beginn den Wertekanon »Natur – Kultur – Fotografie – Begegnung« formuliert. Diese Schlüsselbegriffe tragen heute noch und werden uns in die Zukunft begleiten. Wobei speziell der Begriff »Begegnung« eine große Rolle spielt. Je perfekter unsere digitale Bildkommunikation wird, desto wichtiger wird das unmittelbare Sichtbarmachen von realen Bildwerken und die Begegnung mit den Künstlern. Ein starkes Festival erfüllt alle damit verbundenen Ansprüche.

Portrait_Klaus_Tiedge_02

* In diesem Jahr stellen sieben fotogloria-Fotografinnen und Fotografen ihre Arbeiten in der großen Ausstellung »One World« während des Umweltfotofestivals in Zingst aus. Es sind: Ed Thompson, Toby Binder, Jordi Busque, Frank Herfort, Federico Ciamei, Christoph Morlinghaus und Nicoló Minerbi.

Wenn Sie mehr über die Arbeiten und die einzelnen Fotografen erfahren möchten, schauen Sie einfach täglich beim fotogloria-Blog vorbei, der Horizonte-Countdown läuft. Oder Sie fahren einfach selber nach Zingst und schauen sich das gesamte Festival an – es lohnt sich.

Die Fotos von oben nach unten sind aus den in der Gruppenausstellung »One World« gezeigten Arbeiten: »Golden Cameras«|Nicolò Minerbi, »Computerwelt« | Christoph Morlinghaus, »Time In Between« | Frank Herfort und »The Things That I Learned From The Internet« | Federico Ciamei. Das Portrait von Klaus Tiedge hat Peter Prast fotografiert.

Horizonte-Countdown 2015 | Frank Herfort

»Die Gruppenausstellung »One World« hat Tradition beim Umweltfotofestival »Horizonte Zingst«. Das Konzept dieser Bilderschau ist ganz bewusst alles andere als konservativ angelegt…« Das stimmt. Und darum ist die Schau auch für Kurator Klaus Tiedge immer wieder eine gerne gesehene Herausforderung.

Zu sehen ist die Ausstellung übrigens beim achten Umweltfotofestival »Horizonte Zingst«, das am 30. Mai eröffnet wird. Und wir stellen Ihnen jeden Tag einen der sieben ausstellenden fotogloria-Fotografen und seine Arbeit vor. Heute zeigen wir Ihnen die Strecke »Time in Between« von Frank Herfort. Viel Spaß!

fotogloria _ Frank Herfort _ Time In Between _ 1

WAS
Time In Between ist eine Arbeit, die ich schon vor 10 Jahren als Teil meiner Diplomarbeit begonnen habe. Da ich aber bis zum heutigen Tag nicht von dem Thema loskomme, wird es wohl ein Dauerprojekt bleiben. Immer wenn ich Zeit und Gelegenheit habe, widme ich mich diesem Thema und versuche neue Bilder zu realisieren. Die letzten neuen Arbeiten sind erst vor ein paar Wochen in Sankt Petersburg entstanden. Gerade im aktuellen Russland, entdecke ich wieder vermehrt solche Situationen und öffentliche Ort, die mich wieder neu zu meinen Bildideen inspirieren.

WO
Die Bilder sind fast ausschließlich in Moskau und Sankt Petersburg entstanden. Ein kleiner Teil auf meinen Reisen durch Russland in Orten wie Tscheljabinsk, Shanty, Kansisk oder Kazan.

WARUM

Fasziniert haben mich immer die Menschen, die scheinbar wartend an einem Fleck standen oder einfach da waren. Für mich war immer unklar, was da eigentlich passiert. Haben sie eine Verabredung mit einem Bekannten, warten sie auf den Zug oder Bus, sind sie arbeitslos oder obdachlos, haben sie keinen Plan was sie als nächstes machen … ?  Eine Art Schwebezustand ohne Hoffnung , aber vielleicht auch ganz im Gegenteil. In der westlichen Welt, sieht man sowas nicht. Da steht niemand einfach so mal rum, jeder hat seinen Plan im Kopf und der wird jeden Tag abgearbeitet.
Von daher fand ich es auch irgendwie ganz erfrischend, zu sehen, das man auch mal nichts macht und guckt was das Schicksal für einen bereit hält. Es gibt doch jeden Tag soviel neue Entscheidungen , die man treffen muss und es gibt tausende von Möglichkeiten sein Leben zu leben. Um die Frage geht es eigentlich, weniger um Russland, obwohl man dort die Frage visuell sehr gut erkennen kann. Vielleicht ist das ja die berühmte russische Seele ?

fotogloria _ Frank Herfort _ Time In Between _ 2

WIE
Fotografiert habe ich anfangs alles mit meiner Hasselbald und einer Sinar mit Planfilmen. Neuere Bilder nehme ich mit einem Mittelformatdigitalrückteil auf, fast immer vom Stativ. Ich fotografiere nichts heimlich oder versteckt. Ich mag es selber gern an einem Ort längere Zeit zu warten.

WER
Frank Herfort ist ein Reisender – sowohl durch die Wahl seiner beiden Wohnorte (Berlin und Moskau) als auch im Auftrag seiner internationalen Kunden. Aber eben auch durch die verschiedensten Facetten seiner Fotografie: Als wohlüberlegt und positiv neugierig kann man seine Reportagen bezeichnen, als strukturiert und emotional inspiriert seine Commercials. Präzise und dabei staunend sich sind seine Interieur- und Architektur-Arbeiten, exakt und liebevoll komponiert seine Industrie-Themen. Kurz: Frank Herfort überrascht und ist dabei trotzdem immer zuverlässig in den höchsten Qualitätsstufen der Fotografie unterwegs.

P.S.: fotogloria vertritt Frank Herfort exklusiv und weltweit. Und über fotogloria können Sie ihn natürlich gerne für Ihre Ideen und Aufträge buchen. Melden Sie sich jederzeit unter 040 609 42 906 -0 oder info@fotogloria.de.

Horizonte Zingst 2015– Klick zeigt ersten Einblick

Da ist er! Der erste Blick in das Programm vom achten Umweltfotofestival »horizonte zingst«​! Und fotogloria ist natürlich wieder mit dabei, mit spannenden Fotografen und tollen Arbeiten – zu sehen in der Gruppenausstellung »One World«. Mehr wird noch nicht verraten, außer dass fotogloria-Fotograf Frank Herfort​ und seine Arbeit »Time In Between« mit von der Partie ist. Zu sehen auf Seite 5 des »Klick«-Magazins.

Demnächst jedenfalls mehr davon in diesem Kino!

Klick_1

 

 

Was für ein Erfolg: Das siebte Umweltfotofestival »Horizonte Zingst« 2014

Die Zahlen sprechen für sich: 7 Tage, 20 Ausstellungen, 37.000 Besucher – so war das beim siebten Umweltfotofestival »Horizonte Zingst«.

Mit dabei: 13 fotogloria-Fotografinnen und Fotografen mit ihren Arbeiten – eine grandiose Festival-Woche, ein großer Spaß und noch so viel mehr. Und deswegen sagen wir Danke: Dafür, dass Zingst tollen Fotografen und ihren mutigen, kreativen, kritischen, ironischen, schönen, witzigen, anspruchsvollen und nachdenklichen Arbeiten eine Plattform bietet. Und für die Gastfreundschaft. Und natürlich für die großartige Zusammenarbeit mit dem gesamten Festival-Team!

SEE YOU beim achten Umweltfotofestival »Horizonte Zingst« (30. Mai bis 07. Juni) und auf bald!

 

 

Horizonte-Countdown 2014 | Interview Klaus Tiedge

»Ohne Fotografie ist das Leben ein Irrtum!« mit diesem so treffenden Satz – frei zitiert nach Friedrich Nietzsche – nennt Kurator Klaus Tiedge den allerbesten Grund für die jährlich wiederkehrende Zingster Bilderschau. Und am 24. Mai 2014 ist es wieder soweit: Das Umweltfotofestival »Horizonte Zingst« wird eröffnet.

Im Interview erzählt Klaus Tiedge über seine Tätigkeit als Kurator – was er daran so mag, warum das Festival »Horizonte Zingst« so einzigartig ist und warum er gerne mit fotogloria zusammen arbeitet.

fotogloria: Das Umweltfotofestival »Horizonte Zingst« geht nunmehr ins siebte Jahr – wie haben sich die Dinge im Lauf der Zeit entwickelt?
Klaus Tiedge: Aus der Sicht des konzeptionell mitwirkenden Beraters darf ich sagen: Die Grundlage des Erfolgs ergibt sich aus der Tatsache, dass sich die Kur- und Tourismus GmbH als die Entscheidung gefallen ist, ein Festival zu veranstalten, auf eine langfristige Strategie eingestellt hat. Zum anderen hat man sich auf das besonnen, was gemeinhin als »Kernkompetenz« gilt. Das ist von den landschaftlichen Rahmenbedingungen, einschließlich des Nationalparks ganz klar mit dem Begriff »Natur« zu beschreiben.

fotogloria_Jan Michael Hosan_Schmetterlinge_2

Die Umwelt steht im Mittelpunkt des Fotofestivals: Zu sehen ist in diesem Jahr auch wieder eine Mischung aus grandioser Naturfotografie, kritischen journalistischen Ansätzen, wunderschönen und auch kuriosen Menschenbildern. Wie arbeitest Du als Kurator des gesamten Festivals an dem – ungewöhnlich vielfältigen – Konzept?
Ganz klar. Wer heute »Natur« sagt, muss in absolut logischem Zusammenhang auch das Thema »Umwelt« im Fokus haben. Ich möchte darauf hinweisen, dass diese Ausrichtung vor sieben Jahren nicht so ganz selbstverständlich war. Die Voraussage, dass alle mit »Umwelt« im Zusammenhang stehenden gesellschaftlichen Entwicklungen in der Mitte der Gesellschaft landen werden, hat sich in beglückender Klarheit bestätigt. Das muss man hinsichtlich der fotografischen Thematik als weites Spektrum auslegen. Die grandiose Naturfotografie hat dabei selbstverständlich einen zentralen Stellenwert. Aber warum bitte soll nicht, um einen provokanten Randbereich herauszuheben nicht auch die erotische Fotografie in die natürliche Bandbreite der präsentierten Bilder gehören? Dogmatische Beschränkungen sind unsere  Sache nicht. Überraschungen bringen die Spannung ins Programm. Vielfalt schließt strenge Auslese nicht aus. Qualität muss gesichert sein.

India. Alang. Ships Scrapyard

Was schätzt Du besonders an Deiner Arbeit als Kurator?
Der Philosoph Friedrich Nietzsche soll einmal gesagt haben: »Ohne Musik ist das Leben ein Irrtum«. Ich möchte den Satz modifizieren und sage: »Ohne Fotografie ist das Leben ein Irrtum…« Mit Fotografie zu arbeiten macht mir riesigen Spaß. Das ganze Kaleidoskop zeitgemäßer Thematik im Zusammenhang mit Natur und Umwelt zu bearbeiten und wirkungsvolle Aussagen damit zu gestalten, vermag bei mir Glücksgefühle auszulösen. Die menschlichen Begegnungen, die bei dieser Arbeit als Grundlage erforderlich sind, sind wahre Bereicherungen – auch und gerade, wenn um die beste Lösung gerungen werden muss.

In diesem Jahr sind auch wieder einige fotogloria-Fotografen vertreten. Etwa Jan Michael Hosan mit seiner großen Schmetterlings-Ausstellung oder bereits zum dritten Mal Didier Ruef mit seiner kritischen Arbeit »Recycle« oder auch Reinaldo Coddou H. mit seinen Fußballtempeln – was verbindest Du mit fotogloria und mit den fotogloria-Fotografen?
fotogloria ist für mich eine Inspirationsquelle. Immer wenn es um die Suche nach den ganz besonderen Bildern geht, wie beispielsweise bei der Gruppenausstellung »One World«, dann ist fotogloria für mich eine erste Adresse. Ich bewundere an fotogloria den Mut in der Fotografie neue Wege zu gehen. Kompliment. In dem Bemühen außergewöhnlichen Fotografen eine Bühne zu bieten, um ihre Leistungen zu zeigen, treffen sich unsere Interessenslagen.

Sudan Borders War

Begleitet wird das Festival auch dieses Jahr wieder von einem facettenreichen Workshop-Programm – Jan Michael Hosan und Didier Ruef sind übrigens auch mit dabei, Interessenten können sich HIER informieren – und dem wachsenden Technikmarkt. Was erwartet den Besucher?
Das Zusammenwirken unterschiedlicher Bereiche nennen wir »internes Netzwerk.« Beispiel: Wenn ein Fotograf bei uns ausgestellt wird, attestieren wir ihm im wahrsten Sinne des Wortes »vorbildliche« Leistungen. Getreu dem Motto der Fotoschule Zingst »Von Vorbildern lernen«, ergibt sich daraus in logischer Konsequenz auch die Verpflichtung solcher Fotopartner, ihr Wissen und Können in Workshops weiter zu vermitteln.

fotogloria_Bassewitz_OrdinaryCities (5)

Und last but not least: Hast Du unter den vielen, vielen Fotos, die im Rahmen des Festivals gezeigt werden ein Lieblingsbild?
Wenn ich vom »Zingster Spektrum«, als dem weitgefächerten Themenangebot aller Ausstellungen spreche, dann ergibt sich in jeder Bilderschau und bei jedem Fotografen ein bildnerischer Höhepunkt, der mir persönlich besonders am Herzen liegt. Aber darum geht es bei meiner Arbeit primär nicht. Ich versuche, dem Publikum ein sehenswertes, inspirierendes, Angebot voller Denkanstöße und aufgeladen mit viel Emotionen zu machen. Meine persönlichen Liebhabereien fließen bei der Selektion naturgemäß ein, spielen eine eher untergeordnete Rolle. Immer dann, wenn ein Thema unserem Motto »be careful« gerecht wird, kann davon ausgegangen werden, dass hier mein persönliches Engagement in besonderer Weise dahinter steht.

fotogloria_Drexel_Aufenthaltsorte (2)

In diesem Jahr stellen 13 fotogloria-Fotografinnen und Fotografen ihre Arbeiten in Zingst aus. 12 von ihnen sind in der großen Ausstellung »One World« zu sehen. Es sind: Frank Herfort, Stefan Sobotta, Federico Ciamei, Sabine von Bassewitz, Toby Binder, Rainer Drexel, Marco Gualazzini, Marcus Koppen, Didier Ruef, Reinaldo Coddou H., Nicolò Minerbi und Alessandro Sala.

Und dann gibt es noch die große Open-Air-Schau »Butterfly« zu sehen – spannend und ungewöhnlich fotografiert von fotogloria-Industrie- und Technikspezialist Jan Michael Hosan.

Apropos: Die Fotos von oben nach unten sind von: »Butterfly« | Jan Michael Hosan, »Recycle« | Didier Ruef, »Ordinary Cities« | Sabine von Bassewitz, »South Sudan« | Marco Gualazzini, »Aufenthaltsorte« | Rainer Drexel

Wenn Sie mehr über die Arbeiten und die einzelnen Fotografen erfahren möchten, schauen Sie einfach täglich beim fotogloria-Blog vorbei, der Horizonte-Countdown läuft. Oder Sie fahren einfach selber nach Zingst und schauen sich das gesamte Festival an – es lohnt sich.

 

 

 

 

 

 

Horizonte-Countdown 2014 | Frank Herfort

»Ohne Fotografie ist das Leben ein Irrtum!« mit diesem so treffenden Satz – frei zitiert nach Friedrich Nietzsche – nennt Kurator Klaus Tiedge den allerbesten Grund für die jährlich wiederkehrende Zingster Bilderschau. Und am 24. Mai 2014 ist es wieder soweit: Das Umweltfotofestival »Horizonte Zingst« wird eröffnet.

In diesem Jahr sind 13 fotogloria-Fotografen und ihre Arbeiten mit dabei. Und wir stellen Ihnen im  » Horizonte Countdown« jeden Tag einen von Ihnen vor. Den Anfang macht heute Frank Herfort und seine Arbeit »Imperial Pomp – Post Soviet High-Rise«, zu sehen in der Zingster Gruppenausstellung »One World«. Viel Spaß!

fotogloria_Herfort_ImperialPomp (3)

WAS
Ich habe das Gebiet der ehemaligen Sowjetunion bis in die entlegensten Winkel bereist, um ein besonderes Phänomen zu dokumentieren: Nach dem Regime-Zerfall hat sich republikübergreifend ein seltsam pompöser Architekturstil entwickelt, der die Ästhetik sowjetischer Wuchtbauten mit der westlichen Formensprache des 21. Jahrhunderts verquirlt. Das Ergebnis: »Imperial Pomp – Post Soviet High-Rise«.

WO
Russland, Kasachstan, Belarus, Aserbaidshan, Moskau, St. Petersburg, Baku, Astana, Ekaterinburg, Sochi…

WARUM
Als ich 2006/2007 in Moskau ankam, war ich einfach fasziniert von den großen und monströsen Gebäuden.

WIE
Großformat 4×5 inch und Großformat Digital  alles vom Stativ, lange recherchiert und noch länger gewartet…

New Alexandria Tower , Sochi, 2011 / 2011

WER
Frank Herfort ist ein Reisender – sowohl durch die Wahl seiner beiden Wohnorte (Berlin und Moskau) als auch im Auftrag seiner internationalen Kunden. Aber eben auch durch die verschiedensten Facetten seiner Fotografie: Als wohlüberlegt und positiv neugierig kann man seine Reportagen bezeichnen, als strukturiert und emotional inspiriert seine Commercials. Präzise und dabei staunend sich sind seine Interieur- und Architektur-Arbeiten, exakt und liebevoll komponiert seine Industrie-Themen. Kurz: Frank Herfort überrascht und ist dabei trotzdem immer zuverlässig in den höchsten Qualitätsstufen der Fotografie unterwegs.

P.S.: Das Buch »Imperial Pomp – Post Soviet High-Rise« ist im Kerber-Verlag erschienen und kann unter der ISBN 978-3-86678-798-8 bestellt werden. Eine Sonderedition gibts über Frank Herfort direkt, bei Interesse einfach eine email an info@fotogloria.de, wir leiten die Anfrage weiter.

P.P.S.: fotogloria vertritt Frank Herfort weltweit. Über fotogloria können Sie ihn gerne für Ihre Ideen und Aufträge buchen – melden Sie sich jederzeit unter 040 609 42 906 -0 oder info@fotogloria.de.

Neu bei fotoloria: Industriefotografie von Frank Herfort

Frank Herfort ist ein Reisender – sowohl durch die Wahl seiner beiden Wohnorte (Berlin und Moskau) als auch im Auftrag seiner internationalen Kunden. Aber eben auch durch die verschiedensten Facetten seiner Fotografie: Als wohlüberlegt und positiv neugierig kann man seine Reportagen bezeichnen, als strukturiert und emotional inspiriert seine Commercials. Präzise und dabei staunend sind seine Interieur- und Architektur-Arbeiten, exakt und liebevoll komponiert seine Industrie-Themen. Kurz: Frank Herfort überrascht und ist dabei trotzdem immer zuverlässig in den höchsten Qualitätsstufen der Fotografie unterwegs.

Im fotogloria-Blog beantwortet Frank die »7 Fragen an…« und erzählt wie er zur Industriefotografie gekommen ist und was sie für ihn bedeutet. Herzlich willkommen!

fotogloria: Warum bist Du Fotograf geworden?
Frank Herfort: Für mich war und ist es immer leichter mich mit Bildern auszudrücken als mit Worten.
Das engt die Berufswahl schonmal stark ein. Seit dem ich 16 bin interessiere ich mich für das Produzieren von Bildern und daran hat sich bis heute nichts geändert. Ich glaube es ist der schönste Beruf, den man sich vorstellen kann.

© Fank Herfort_fotogloria_3

Kannst Du Dich an Deinen ersten Job erinnern?
Während ich gerade als Assistent für einen anderen Fotograf unterwegs war, erhielt ich einen
Anruf vom Stern. Ich durfte für meinen ersten Job nach Finnland, wo ich den Nokia GM für eine
Reportage über die Stars der Funkamateurszene fotografierte. Über drei Stunden standen wir im verschneiten Wald, um ihn neben seinen Antennen zu fotografieren. Er war sicher genauso aufgeregt wie ich, denn er vergaß die Zündung an seinem Wagen abzustellen, was ein leere Batterie zur Folge hatte und ein Weiterfahren aus dem Wald unmöglich machte. Erst seine Frau mit dem Zweitwagen und dem Starterkabel retteten uns. Danach ging es noch quer durch Deutschland und meine Perspektive änderte sich und wollte nie wieder assistieren.

Was war Dein schönstes / schlimmstes Erlebnis als Fotograf?
Also ich erfreue mich immer an allen Sachen, die ich machen darf. Es ist immer irgendwie anders, spannend und herausfordernd. Eine sehr schönes Erlebnis war aber ein Job, den ich letztes Jahr in Afrika für ein rußisches Goldunternehmen fotografieren durfte. Ich bin drei Wochen lang mit einer für mich zur Verfügung gestellten Cessna, inkl. Pilot, durch Guinea, Mali, Mauretanien und Burkina Faso geflogen. An ein schlimmes Ereignis kann ich mich nur erinnern, als ich von einer russischen Taxigang in der Pampa stehengelassen wurde und ich auch noch um mehre hundert Euro erleichtert wurde. Da hatte ich schon ein etwas mulmiges Gefühl, die Jungs waren nicht so lustig.

Wie arbeitest Du am liebsten?
Am liebsten habe ich ein aufwendiges Projekt, bei dem ich mehrere Tage in der Welt unterwegs bin und nach meiner Regie die Bilder produzieren kann.

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Was verbindet Dich mit fotogloria?
fotogloria ist für mich eine sehr professionelle Agentur mit langjähriger Erfahrung und guten Kontakten zu Industrie- und Corporate Kunden. Super Know-How und perfekte Organization und Produktion ist selbstverständlich.

Wie hast Du Deinen eigenen fotografischen Schwerpunkt / Standpunkt entwickelt?
Ich fotografiere alles was mit Menschen, Architektur, Interieur und Industrie zu tun hat. Eine großartige Komposition und eine gewisse Statik sind für mich sehr wichtig. Alles was sich schnell bewegt sind nicht so meine Sachen. Ich liebe es mit Tageslicht zu arbeiten und das gegebenenfalls mit großen Reflektoren zu leiten, aber auch mit gezielten Spotlichtern arbeite ich gern. Ich bin lieber draußen auf location als drin im Studio. Entwickelt hat sich das alles aus meinen eigenem Interesse an diesen Dingen.

© Fank Herfort_fotogloria_1

Für welchen Kunden würdest Du gerne einmal arbeiten?
Ich freue mich auf alle Kunden, die sich mit meiner Fotografie identifizieren können.

fotogloria vertritt Frank Herfort und seine Industriefotografie weltweit. Über fotogloria können Sie Frank Herfort gerne für Ihre Ideen und Aufträge buchen – melden Sie sich jederzeit unter 040 609 42 906 -0 oder info@fotogloria.de.

inside:tesa und Frank Herforts Corporate Fotografie

Der Artikel beginnt poetisch: „Verstehen kann man Russland nicht, Und auch nicht messen mit Verstand, Es hat sein eigenes Gesicht, Nur glauben kann man an das Land“, so beschrieb Fjodor Iwanowitsch Tjuttschew 1866 sein Heimatland – in Sätzen, die wohl auch heute noch Bestand haben. Zumindest, wenn eine Firma aus dem Westen in der noch jungen Marktwirtschaft Russlands Fuß fassen will. tesa tape will und wächst dabei auch noch beständig.

Für das Mitarbeitermagazin inside:tesa – und in Zusammenarbeit mit der Hamburger Agentur plan p. – portraitierte fotogloria-Fotograf Frank Herfort die russischen tesa-Mitarbeiter für die Titelgeschichte.

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P.S.: fotogloria vertritt Frank Herfort weltweit: HIER ist sein Portfolio zu sehen. Und über fotogloria können Sie ihn und seine Corporate Fotografie gerne für Ihre Ideen und Aufträge buchen – melden Sie sich jederzeit unter 040 609 42 906 oder info@fotogloria.de.

P.P.S.: »inside:tesa« ist das weltweit erscheinende und in vier Sprachen übersetzte Mitarbeitermagazin der tesa SE mit Sitz in Hamburg. Ein mutiges, anspruchsvolles, optisch starkes und vor allem ehrgeiziges Projekt: Mithilfe des Magazins sollen alle Mitarbeiter weltweit erfahren, was zur Produktpalette des Unternehmens gehört, wer zu den Kunden zählt und vor allem sollen sie ihre Kolleginnen und Kollegen national und international persönlich kennenlernen.