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Literatenportrait: Umberto Eco von Andrea Frazzetta

Umberto Eco war sicher einer der bekanntesten zeitgenössischen Schriftsteller. Nun ist er gestorben. Und alle Zeitungen bringen Nachrufe – der in der Weltwoche wird aktuell mit einem sehr schönen Literatenportrait von Andrea Frazzetta bebildert.

 

Mehr Portraits aus der Serie von Andrea Frazzetta finden Sie in der fotogloria-Bilddatenbank, bitte HIER entlang. Aber auch Lea Crespi hat ein tolles Literatenportrait von Umberto Eco fotografiert, bitte HIER entlang.

* Ihr Unternehmen, Ihre Agentur, Ihr Magazin hat internationale Themen und Sie suchen einen Fotografen vor Ort, der die Landessprache spricht, sich mit den kulturellen Gepflogenheiten auskennt und der Ihre Qualitäts-Standards erfüllt? Oder Sie suchen das ungewöhnliche Bild? Wir finden für Sie den passenden Fotografen für jeden Bereich der Unternehmenskommunikation und jedes Bild für jede Ihrer Ideen. Eben das Internationale Fotografennetzwerk von fotogloria: international@fotogloria.de

Das BESTE Bild von… Bernd Jonkmanns

Eine Straßenecke in San Francisco + Abendsonne + gelber Pickup + fancy Comic Store = fotografischer Leckerbissen. Und deswegen ist es auch das BESTE Bild von fotogloria-Fotograf Bernd Jonkmanns.

fotogloria: Wo und wann ist Dein bestes Bild entstanden?
Bernd Jonkmanns: Das Bild aus der Serie »Twenty-One American Photographs« ist im Jahr 2012 in San Francisco entstanden.

Wie ist es entstanden?
Bei dieser Serie habe ich versucht, in Verneigung vor meinen fotografischen Vorbildern wie Stephen Shore, stille amerikanische Szenen zu fotografieren die an Filmstills oder Gemälden von Edward Hopper erinnern.

Für wen hast Du Dein bestes Bild gemacht?
Es fing als freies Foto-Projekt an und letztlich ist daraus  mein Buch »Twenty-One American Photographs« entstanden.

Warum ist genau dieses Bild Dein bestes Bild?
Eine rein subjektive Auswahl in diesem Moment. Nächste Woche kann es auch wieder ein anderes Bild sein.

Und zuguterletzt: Gibt es etwas an dem Bild, was Du im Nachhinein doch noch gerne verändern würdest?
Eigentlich nicht. Es ist ein perfektes weiches Abendlicht mit langen Schatten und durch diese Weichheit sieht es aus wie ein Gemälde oder wie Photorealismus. Die perfekte amerikanische Straßenszene.

 

* Nach der Ausbildung zum Werbefotograf und dem Studium der Fotografie in Dortmund, begann Bernd Jonkmanns 1996 die Welt zu bereisen – und die Menschen, die er traf, zu fotografieren. Seine eigenen Themen und vor allem hochkarätige Aufträge seiner Kunden aus dem Corporate- und Magazin-Bereich brachten ihn in die Callcenter von Bangalore, zu den Designern Schwedens oder in die Software-Industrie von Hyderabad. Seine Arbeiten wurden mehrfach ausgestellt, u. a. in der Robert Morat Galerie in Hamburg, beim Noorderlicht-Festival in den Niederlanden, bei der Photobiennale in Südkorea und bei der Paris Photo. Bernd Jonkmanns lebt in Hamburg.

fotogloria vertritt Bernd Jonkmanns exklusiv und weltweit. Über fotogloria können Sie ihn natürlich gerne für Ihre Ideen und Aufträge buchen. Melden Sie sich jederzeit unter 040 609 42 906 -0 oder info@fotogloria.de.

Noch einmal: FIFA 1904 – Straßenfußball von Caio Vilela

Monatlich grüßt… das Magazin FIFA 1904. Und wir sind einfach immer wieder glücklich über die Doppelseite »First Love«. Zumal die Bildredaktion auch dieses Mal wieder ein Straßenfußball-Bild von fotogloria-Fotograf Caio Vilela ausgesucht hat – sie sind aber auch einfach unglaublich gut, diese beiläufigen Szenen, die der Brasilianer immer wieder einfängt, dieses Mal in Jordanien. Schauen wir mal, was der nächste Monat so bringt.

Das war aber übrigens nicht das einzige fotogloria-Bild in der aktuellen Ausgabe – der Kollege Jochen Raiß hat mal wieder ein paar echte Fußball-Schätzchen aus seiner Sammlung von historischen Amateuraufnahmen gezogen und damit die Kategorie »Damals – Heute« zu einem echten Hingucker gemacht! Das ganze Interview zu Jochens Sammelleidenschaft gibt es übrigens HIER zu lesen.

©JochenRaiss_fotogloria

* Ihr Unternehmen, Ihre Agentur, Ihr Magazin hat internationale Themen und Sie suchen einen Fotografen vor Ort, der die Landessprache spricht, sich mit den kulturellen Gepflogenheiten auskennt und der Ihre Qualitäts-Standards erfüllt? Oder Sie suchen das ungewöhnliche Bild? Wir finden für Sie den passenden Fotografen für jeden Bereich der Unternehmenskommunikation und jedes Bild für jede Ihrer Ideen. Eben das Internationale Fotografennetzwerk von fotogloria: international@fotogloria.de

Das BESTE Bild von… Sabine von Bassewitz

Per Kamera in politische Debatten einsteigen? Geht. Und fotogloria-Fotografin Sabine von Bassewitz macht das auch immer wieder sehr, sehr gerne. Es wundert also nicht, dass Ihr BESTES Bild die Gentrifizierungsdiskussion feinsinnig-humoristisch kommentiert.

fotogloria: Wo und wann ist Dein bestes Bild entstanden?
Sabine von Bassewitz: »Agähnst« habe ich im November 2010 in Berlin fotografiert.

Wie ist es entstanden?
Mit meiner analogen Mamiya RZ 67, ein schwerer und unhandlicher Koloss, den ich genau deswegen nach wie vor gern und häufig nutze. 800 ASA Kodak Rollfilm, Normaloptik, Blende mäßig geöffnet (ist schon so lange her, wenn ich mich recht an die schwummrig-dunklen Lichtverhältnisse erinnere, sollte es 4,5 oder 5,6 gewesen sein), aus der Hand, ohne Stativ.

Für wen hast Du Dein bestes Bild gemacht?
Das Bild habe ich im Rahmen meines freien Langzeitprojektes »Ordinary Cities« gemacht, in dem ich die vielzitierten Berliner Stadtteile Neukölln und Prenzlauer Berg porträtiert habe. Die Arbeit wurde finanziell unterstützt durch das Stipendium der VG Bildkunst (Danke!!) und bereits vielfach gezeigt, unter anderem auf der fotogloria-Ausstellung im Rahmen des Festivals »Horizonte Zingst« und sie war in einer großen Einzelausstellung in der Berliner Galerie im Saalbau als offizieller Bestandteil des Europäischen Monats der Fotografie (MdF) 2014 zu sehen.

Warum ist genau dieses Bild Dein bestes Bild?
Ich kann gar nicht sagen, ob es überhaupt mein »bestes« Bild ist. Aber es ist mein Lieblingsbild. Ich mag seine grafische Steifheit – durch das enorme Gewicht der Kamera und die dadurch resultierende starre Körperhaltung unterscheiden sich die Bilder stark von der heute modernen schmissigen Bildsprache, die sonst im Genre der Street Photography viel zu sehen ist. Mir gefallen die unterschiedlichen Ebenen des Bildes und die Frage, was sich hinter der Tür verbergen mag, also wo es hingeht. Zudem finde ich die Ansage »Agähnst« rotzfrech und wunderbar. Es ist der treffendste Kommentar, der mir bisher zur aufgeheizten Gentrifizierungsdiskussion untergekommen ist, die beim Thema Neukölln eine große Rolle spielt. Der Autor dieses Begriffes ist dagegen und dennoch gelangweilt von der verlogenen und ewig gleichen Debatte.

Und zuguterletzt: Gibt es etwas an dem Bild, was Du im Nachhinein doch noch gerne verändern würdest?
Nee. Ich mag es wie es ist. Dit is Berlin.

 

* Aufgewachsen in einem norddeutschen Dorf, studierte Sabine von Bassewitz in den Jahren 1999 bis 2006 Fotografie an der HAW Hamburg – mit einer Pause: von 2002 bis 2004 war sie als Art Direktorin auf der »MS Europa« tätig und bereiste die ganze Welt. Mit Ihrer Abschlussarbeit »Unisono« gewann sie den »Lucky Strike Junior Designer Award«. Sabine von Bassewitz lebt mit ihrer Familie in Hamburg.

fotogloria vertritt Sabine von Bassewitz exklusiv und weltweit. Über fotogloria können Sie sie natürlich gerne für Ihre Ideen und Aufträge buchen. Melden Sie sich jederzeit unter 040 609 42 906 -0 oder info@fotogloria.de.

Das BESTE Bild von… Frank Herfort

»Natürlich hätte ich sie spontan und ungefragt schnell aus der Hand knipsen können, doch ich mag  ein schönes Licht, eine gute Komposition und wenn die Menschen wissen, dass ich sie fotografiere…« Und so ist Frank Herforts BESTES Bild ein sorgfältig komponiertes Schmuckstück geworden.

fotogloria: Wo und wann ist Dein bestes Bild entstanden?
Das Bild ist genau vor einem knappen Jahr im Februar 2015 in St. Petersburg in Russland entstanden. Es zeigt das Treppenhaus von dem ehemaligem Wohnhaus des berühmten Sergey Kirov, in dem jetzt ein Museum untergebracht ist.

Wie ist es entstanden?
Wie so oft begegnen mir die Sujets und Themen meiner Bilder durch Zufall und reale Gegebenheiten. Diese junge Frau kam gerade ins Treppenhaus herein, als ich den Aufzug verließ. Ich wußte schon beim Betreten des Hauses, dass ich das Treppenhaus-Interieur sehr bezaubernd fand und dort auf jeden Fall eine Aufnahme machen wollte. Nur wusste ich noch nicht wie. Aber jetzt war der Moment gekommen und genau diese Dame und der Aufzug ergaben das Bild. Also fragte ich sie, ob sie für ein paar Minuten mein Model sein könnte, um diese Aufnahme zu realisieren. Ich richtete meine Architekturkamera ein und sie musste einfach nur den Lift betreten. Das hatte sie ja sowieso vor. Natürlich hätte ich sie spontan und ungefragt schnell aus der Hand knipsen können, doch mag ich ein schönes Licht, eine gute Komposition und wenn die Menschen wissen, dass ich sie fotografiere.

Für wen hast Du Dein bestes Bild gemacht?
Das Bild ist einfach ein Teil meiner persönlichen Arbeit, die ich schon seit Jahren verfolge. Also nur für mich selber. Ohne Grund, Ziel und Funktion. Parallel war ich aber tatsächlich für eine Reisegeschichte über St. Petersburg für die Zeitschrift Brigitte unterwegs. Deshalb war ich in dem Museum. Doch interessanter war natürlich alles andere drumherum.

Warum ist genau dieses Bild Dein bestes Bild?
Also ehrlich gesagt habe ich kein Lieblingsbild oder bestes Bild. Ich mag alle Bilder und alle Farben, die ich für meine eigene Arbeit anfertige. Deswegen mache ich sie ja. Nichtsdestotrotz hat genau dieses Bild, den für mich typischen magischen Moment, den ich immer in meinen Bildern suche. So eine Art unklare Geschichte. Ich denke, alle meine Bilder handeln davon und bei diesem ist es mir, wie ich finde, ganz gut gelungen. Das ist es, warum ich überhaupt fotografiere.

Gibt es etwas an dem Bild, was Du im Nachhinein noch gerne verändern würdest?
Nein, eigentlich nicht. Ich bin sehr zufrieden mit dem Bild wie es ist, sonst wäre es ja gar nicht in dieser Rubrik gelandet.

 

* Frank Herfort ist ein Reisender – sowohl durch die Wahl seiner beiden Wohnorte (Berlin und Moskau) als auch im Auftrag seiner internationalen Kunden. Aber eben auch durch die verschiedensten Facetten seiner Fotografie: Als wohlüberlegt und positiv neugierig kann man seine Reportagen bezeichnen, als strukturiert und emotional inspiriert seine Commercials. Präzise und dabei staunend sich sind seine Interieur- und Architektur-Arbeiten, exakt und liebevoll komponiert seine Industrie-Themen. Kurz: Frank Herfort überrascht und ist dabei trotzdem immer zuverlässig in den höchsten Qualitätsstufen der Fotografie unterwegs.

fotogloria vertritt Frank Herfort exklusiv und weltweit. Und über fotogloria können Sie ihn natürlich gerne für Ihre Ideen und Aufträge buchen. Melden Sie sich jederzeit unter 040 609 42 906 -0 oder info@fotogloria.de.

FIFA 1904 – Straßenfußball von Caio Vilela

Es ist nicht nur die Liebe zum Fußball, die die beiden Chefs von fotogloria – Mike Gamio und Jochen Raiß – immer Ausschau nach guten Fußballbildern halten lässt. Es geht vor allem darum, ungewöhnliches und internationales Material zu entdecken. Und eben jenes natürlich dann auch den dazu passenden Kunden anzubieten.

Immer wieder gerne arbeiten wir mit The FIFA Weekly zusammen. Nur dass das Magazin mittlerweile Umfang, Aussehen und Erscheinungsweise geändert hat, aber auch in dem neuen FIFA 1904  sehen die »First Love«-Doppelseiten gut aus. Und so freuen wir uns über die erste von hoffenltich noch vielen fotografischen fotogloria-Highlights in dem Magazin. Dieses Mal übrigens in Schottland fotografiert von Caio Vilela.

 

* Ihr Unternehmen, Ihre Agentur, Ihr Magazin hat internationale Themen und Sie suchen einen Fotografen vor Ort, der die Landessprache spricht, sich mit den kulturellen Gepflogenheiten auskennt und der Ihre Qualitäts-Standards erfüllt? Oder Sie suchen das ungewöhnliche Bild? Wir finden für Sie den passenden Fotografen für jeden Bereich der Unternehmenskommunikation und jedes Bild für jede Ihrer Ideen. Eben das Internationale Fotografennetzwerk von fotogloria: international@fotogloria.de

Das BESTE Bild von… Roeler

Fotograf portraitiert Fotograf. Und dazu noch eine Legende – warum Roeler dieser Moment nicht kalt gelassen hat und warum das Bild von Jim Rakete sein BESTES ist, verrät er in dem folgendem Interview:

fotogloria: Wo und wann ist Dein bestes Bild entstanden? Und für wen hast Du es gemacht?
Roeler: Das Motiv entstand für das Hamburger »Stadtlichh Magazin«. In der Rubrik »Reizend« schreibt ein Prominenter einen kurzen Text über das was Ihn reizt. Das kann was positives oder negatives sein. Jim Rakete reizen die Nachbarstische.

Wie ist es entstanden?
Jim schlug vor uns in der Berliner »Bar Paris« zutreffen. Ein Ort an dem viel Kunst an den Wänden hängt und die Szene sich trifft. Es war dort aber leider dunkel wie ein Bären-Popo. Ich schlug also sofort vor, in das nahe gelegene »Literatur Cafe« zu gehen.
Wir hatten nicht viel Zeit, Jim gab mir nicht mal 30 Minuten. Das Cafe war rappelvoll. In dem Wintergarten war nur ein Tisch frei, er war reserviert. Das Licht aber war perfekt. Ich ignorierte das Reservierungsschild und platzierte Jim. Ein Aufheller und ein 50 Milimeter Objektiv genügten. Eine Frau am Nachbarstisch fühlte sich kurz von dem Aufheller bedrängt… Fotografen zu fotografieren ist nicht immer leicht. Von Jim kam die Frage ob das Licht und der Hintergrund stimmt. Bei so einer Fotografen-Legende kommt man schon leicht ins Schwitzen. Und die Kellnerin wollte uns nicht bedienen. Ich habe sehr wenig Bilder gemacht. Der Moment wo Jim die Arme auf den Tisch ablegte war perfekt. Kurz darauf wurde Jim nervös, er schaute zur Uhr und wollte weiter zu seinem nächsten Termin mit Wim Wenders.

Warum ist genau dieses Bild Dein bestes Bild?
Ich mag die Geometrie in dem Motiv und der Ausdruck stimmt.

Gibt es etwas an dem Bild, was Du im Nachhinein doch noch gerne verändern würdest?
Nein, es ist wie es ist. Es war nicht viel Zeit und das zwang mich, schnell Entscheidungen zu treffen.

 

* Roeler sagt von sich selber, dass er »verdammt neugierig« ist. Und das vor allem auf die Menschen, die er für seine Kunden fotografiert und auf diejenigen, die er für seine freien Arbeiten auch mal auf der Straße anspricht. Roeler fotografiert die Besonder- heiten seines Gegenübers und das immer mit einer feinfühligen Sympathie – eine gute Mischung für einen Portraitfotografen und Filmemacher. Roeler lebt in Hamburg.

fotogloria vertritt Roeler exklusiv und weltweit. Über fotogloria jedenfalls können Sie ihn gerne für Ihre Ideen und Aufträge buchen – melden Sie sich jederzeit unter 040 609 42 906 -0 oder info@fotogloria.de.

Das BESTE Bild von… Philip Benjamin

»Auf dem Gelände wurden damals ausgemusterte Waffen und Fahrzeuge (…) gelagert und abgebaut…« Philip Benjamins BESTES Bild (zumindest eines davon) ist 20 Jahre alt, wurde analog mit einer damals schon 30 Jahren alten Rolleiflex fotografiert, war ein Bild aus einem nicht-kommerziellen und persönlichen Projekt und hat ihn bis heute nicht losgelassen.

fotogloria: Wo und wann ist Dein bestes Bild entstanden?
Philip Benjamin: Das Bild ist im Winter 1996 auf dem US Army Depot Gelände bei Germersheim entstanden. Auf dem Gelände wurden damals unter Anderem ausgemusterte Waffen und Fahrzeuge in Übereinstimmung mit dem Vertrag über konventionelle Streitkräfte in Europa (KSE-Vertrag / CFE Treaty) gelagert und abgebaut.

Wie ist es entstanden?
Das Bild wurde mit einer alten Rolleiflex 2.8 F, zweiäugige Spiegelreflexkamera, mit 6×6-cm Rollfilm erstellt. Es war sehr kalt, etwa -10 Grad, und der Verschluss fror immer wieder ein. Ich konnte 1-2 Bilder schießen, dann musste ich die Kamera in der Jacke aufwärmen oder wieder ins Gebäude reingehen.
Die Erlaubnis für das Shooting zu bekommen war sehr langwierig und es waren viele Auflagen zu erfüllen. Eine Auflage war, dass keiner der Arbeiter vor Ort auf den Bildern zu erkennen sein sollte. Ich habe immer wieder nach Metaphern gesucht die diesen Abbau der Waffen plastisch wiedergeben könnten. Ich fand diesen Moment sehr treffend.

Für wen hast Du Dein bestes Bild gemacht?
Das Bild habe ich erstmal für mich gemacht – später haben es viele Menschen sehen können. Die Fotografie ist wie ein Pass, der einem ermöglicht irgendwo zu sein, sich dort aufzuhalten und Dinge zu erleben, zu denen man sonst keinen Zugang hätte. Später wurde die Fotoreportage in der englischen Sonntagszeitung »The Independent on Sunday« als Bilderserie veröffentlicht. Danach wurden die Bilder im Ort ausgestellt. So konnten Menschen aus dem Ort sehen was auf dem Gelände passiert ist.

Warum ist genau dieses Bild Dein bestes Bild?
Dieses Bild ist stellvertretend für eine Zeit und für viele andere gute Bilder – ein »bestes Bild« habe ich nicht. Dieses schwarzweiße, analoge, mittelformatige Bild jedenfalls ist mit einer 30 Jahre alten Kamera ohne Auftrag oder jeglichen kommerziellen Anspruch gemacht worden. Es ist organisch entstanden, ohne große technische Planung. Es wurde später primär wegen der Bilder aufgegriffen und von einer englischen Zeitung veröffentlicht.
Heute fotografiere ich ausschließlich mit digitaler Technik. Heute ist alles schneller und komplexer. Ich schieße mehr Bilder als ich es damals gemacht habe und selten können private Projekte ohne Planung und kommerziellen Hintergrund unternommen werden.
Ich bin heute nach wie vor leidenschaftlicher Fotograf, schätze die moderne Technik und freue mich, dass meine Kamera nicht nach zwei Bildern einfriert. Ich vermisse also die alten Zeiten nicht, aber ich erinnere mich gerne an diese Zeit. Früher waren die Dinge nicht unbedingt besser aber häufig einfacher.

Gibt es etwas an dem Bild, was Du im Nachhinein noch gerne verändern würdest?
Ich würde heute das Bild etwas weniger stark kippen. Und ich würde heute diese alte Rolleiflex, mit der das Bild gemacht wurde, nicht mehr aus den Händen geben und verkaufen, wie ich es damals getan habe.

 

* Philip Benjamin arbeitet vor allem in einem der anspruchvollsten Bereiche für Fotografen, der Medizin – mit den Schwerpunkten (Corporate-) Reportage und Portrait. Unter teils schwie- rigsten emotionalen Bedingungen nähert er sich Mensch und Thema mit großem Einfühlungsvermögen und dennoch mit der nötigen Distanz.  Ein Balanceakt, den er auf höchstem Niveau meistert. Philipp Benjamin lebt in Ladenburg nahe Heidelberg.

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Das BESTE Bild von… Tobias Gerber

»Diese Art von Fotografie macht mich glücklich.« Dem ist eigentlich nichts mehr hinzu zu fügen… Außer: Welches ist Dein BESTES Bild, Tobias Gerber?

fotogloria: Tobias, wo und wann ist dein bestes Bild entstanden:
Tobias Gerber: Das war letzten Winter. Auf der Alb. Nicht weit von meinem Haus entfernt. Der Wald ist eine kleine Fichtenoase im Meer der Buchenplantagen. Da drin ist es besonders dunkel und immer ruhig. Dort war ich schon oft. Bin immer durch dieses »Tor« rein. Wie ein Insekt in hohes Gras eintaucht.

Wie ist es entstanden?
Mit Normaloptik nahe am Boden. Die Belichtung war ca. 10min. Da hatte ich genug Zeit mich um das Motiv zu schleichen und mit einer Taschenlampe auszuleuchten. Ich konnte ja nicht durchgehen, dann wäre doch der schöne Schnee zertreten worden. Das Ausleuchten ist immer mit etwas experimentieren verbunden. Da gibt es für mich keine Faustregel.

Für wen hast du dein bestes Bild gemacht?
Nur für mich. Diese Art von Fotografie macht mich glücklich. Im Malen war ich nie sehr gut, obwohl ich Malerei liebe. Lichmalen ist was Tolles. Man ist eigendlich immer positiv vom Ergebnis überrascht.

Warum ist genau dieses Bild Dein bestes Bild?
Ich würde eher mein »Liebstes« Bild sagen. Das »Beste« setzt sehr hohe Erwartungen. Mein »Liebstes« ist vorrübergehend je nach Stimmung. Wie ein Lieblingslied auch nicht immer passend ist aber Stimmungen Emotional untermalen und verstärken kann. Das Lieblingsbild ändert sich auch ständig und muss auch nicht jedem gefallen. Das Bild ist: Ruhig, Einsam, Magisch, Einladend. Es ist Geheimnissvoll oder einfach interessant anzuschauen. Mir gefällt es gut. Ich mag auch die Tierspuren, die bis in das Tor reichten.

Gibt es etwas an dem Bild, was du im Nachhinein doch gerne verändern würdest?
Nein. Sonst hätte ich es gemacht.

 

* Bereits am Anfang seiner fotografischen Karriere entwickelte Tobias Gerber seine Liebe zum Detail in einem kleinen Werbestudio für Produkt- und Architektur-Aufnahmen – es folgte eine klassische Ausbildung zum Fotografen in einem Stuttgarter Studio mit dem Schwerpunkt Industrie. Seit dem Jahr 2000 arbeitet er freiberuflich in den Schwerpunkten Portrait, Corporate, Reise und Landschaft. Tobias Gerber lebt bei Stuttgart und arbeitet überall.

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Fußballfotografie: Die letzte 2015er »First Love«

Da ist sie, die letzte »First Love«-Doppelseite des Jahres 2015 im »The FIFA Weekly«… Zwar ist die Fußballfotografie nicht gerade sein Steckenpferd, aber… Dieses Mal fotografiert von fotogloria-Fotograf Ezequiel Scagnetti.