Schlagwort-Archive: Christoph Papsch

Das BESTE Bild von… Christoph Papsch

Zufall noch vor Sonnenaufgang. Oder wie man 300 Meter Schiff, eine Kranschaufel und einen Schiffsoffizier vernünftig auf ein Bild bringt: Das BESTE Bild von fotogloria-Fotograf Christoph Papsch

fotogloria: Wo und wann ist Dein bestes Bild entstanden?
Christoph Papsch: Das Foto ist vor einiger Zeit auf dem Frachtschiff Vogerunner – einem 300 Meter langen und 45 Meter breiten Massengutfrachter – im Hafen von Rotterdam entstanden.

Wie ist es entstanden?
Das Bild stammt aus einer Reportage über das Schiff. Ich war für zwei Tage an Bord, habe der Crew währenddessen über die Schulter geschaut und außerdem spannende Perspektiven des Schiff gefunden. Die große Herausforderung war es, einen so riesigen Pott auf ein einziges, aussagekräftiges Foto zu bekommen…  In der Dämmerung vor Sonnenaufgang jedenfalls war ich auf dem Deck unterwegs auf Motivsuche. Das Stativ stand bereits als in dem Moment der Schiffsoffizier von rechts und die Bully-große Kranschaufel von links ins Bild kamen.

Für wen hast Du Dein bestes Bild gemacht?
Das Bild ist für »Deutsche Schifffahrt«, das Kundenmagazin des VDR (Verband Deutscher Reeder), entstanden.

Warum ist genau dieses Bild Dein bestes Bild?
Das Bild ist wahrscheinlich nicht unbedingt mein bestes Bild, aber eines meiner Lieblingsbilder. Ich mag es, wenn große Maschinen oder Industrieanlagen und Menschen, die dort arbeiten, auf einem Motiv zusammenkommen. Erst dann erhält man einen Eindruck von den Dimensionen in der Industrie und erfährt gleichzeitig etwas von den Menschen dort. Gleichzeitig fasziniert mich das morgendliche Zwielicht auf dem Bild: Die Wolken über dem Horizont, der Schwarm Möwen… Man hört förmlich die Stille der frühen Stunden – und das Rasseln der Kette an der Kranschaufel.

Und zuguterletzt: Gibt es etwas an dem Bild, was Du im Nachhinein doch noch gerne verändern würdest?
Nein. Ich mag das Motiv so wie es ist: Eine ungestellte, nicht inszenierte Momentaufnahme.

 

* Das Besondere an der Fotografie von Christoph Papsch ist die perfekt im Bild platzierte Mischung aus ungewöhnlicher Perspektive und emotionalem Moment – stets begleitet von einer differenzierten Beobachtung und einem leisen Humor. Aus all diesen Komponenten entstehen kraftvolle, inhaltsreiche und charismatische Fotos. Bilder, die Spaß machen. Christoph Papsch lebt in Bonn.

fotogloria vertritt Christoph Papsch und seine Corporatefotografie exklusiv und weltweit. Über fotogloria können Sie ihn gerne für Ihre Ideen und Aufträge buchen – melden Sie sich jederzeit unter 040 609 42 906 -0 oder info@fotogloria.de.

Saudia Cargo – Corporatefotografie von fotogloria

Der Kunde: Die Fluggesellschaft Saudia Cargo. Die Aufgabe: Eine komplette Frachtabwicklung fotografieren. Der Ort: Irgendwo auf dem Flughafen Frankfurt. Die Herausforderung: Keiner weiß, wann und wo genau die Maschine landet und startet und was dann passiert. Die fotogloria-Idee: Zwei Fotografen gleichzeitig einsetzen. Die Fotografen: Christoph Papsch und Markus Hintzen. Das Ergebnis: Ein zufriedener Kunde.

Und zu den Details haben wir Christoph und Markus jeweils nochmal ausführlich befragt – viel Spaß mit den Antworten:

fotogloria_SaudiaCargo_3

fotogloria: Was war Eure Aufgabe bei dem Shooting?
Markus Hintzen: Die Aufgabe war, mit Christoph zusammen ein möglichst großes Picture Pool Shooting über die Bühne zu bringen.
Christoph Papsch: Das waren Fotoaufnahmen der »Operations« an einer Boeing 747 F, also das Laden und Löschen an einer Frachtmaschine der Fluggesellschaft Saudia Cargo. Im Mittelpunkt der Aufnahmen sollten sowohl die Maschine neuesten Typs (747-800) als auch der Prozess der Frachtübernahme und -abwicklung stehen.

Ihr habt den Auftrag gemeinsam bearbeitet – wie habt Ihr Euch vorher abgesprochen und wer hat was erledigt?
Christoph Papsch: Nach ersten Skrupeln – die wohl jeder Fotograf hätte wenn er mit einem Kollegen zusammenarbeiten soll, den er noch nicht kennt – und einem ersten Telefonat mit Markus war klar: das Projekt zu zweit zu fotografieren ist eine schöne Entscheidung von Mike (Mike Gamio, Geschäftsführer und Mitinhaber von fotogloria) und dem Kunden. Im besagten Telefonat sind wir die vorgegebenen Motive durchgegangen und haben überlegt wer welche Motive übernehmen kann, haben also schon grob die Aufgabenverteilung festgelegt – ohne allerdings die Gegebenheiten vor Ort zu kennen. Letztendlich haben wir stets aus zwei Perspektiven fotografiert wobei jeder seinen Stil bei den Aufnahmen hat einfließen lassen. Klar gibt es dabei dann auch Dopplungen, die allerdings stilistisch unterschiedlich sind.

fotogloria_SaudiaCargo_6

Die Gegebenheiten auf dem Frankfurter Flughafen waren kaum planbar – was hat Euch dort erwartet?
Markus Hintzen: Schlechtes Wetter, eine teilweise überforderte Security am Eingang, aber trotzalledem ein sehr netter Organisator der Airline.
Christoph Papsch: Ich versuche vor dem Job immer so viel wie möglich über die Gegebenheiten vor Ort herauszufinden. Im Fall Frankfurter Flughafen scheitert man in diesem Fall allerdings sehr schnell, da es zu viele unbekannte Faktoren gibt: Aus welcher Richtung wird das Flugzeug am besagten Tag anfliegen, um es bei der Landung zu fotografieren? Wo wird die Maschine letztlich parken und entladen werden, ist der Hintergrund ansehnlich oder steht das Flugzeug am hintersten, hässlichsten Ende des Airports? Wird das Flugzeug planmäßig laden, bei Tag oder doch erst bei Dunkelheit? Wie viel Zeit bleibt für die Aufnahmen, wann wird der Frachter wieder starten? Und so weiter…  Letztlich kam das Flugzeug verspätet, es war graues, nasskalten Winterwetter ohne eine Chance auf Sonnenschein. Immerhin war die Parkposition gut gelegen. Die einsetzende Dämmerung und die üppige Vorfeld-Beleuchtung sorgte dann für richtig cooles Licht, so dass die Fotos einen schönen einheitlichen Look bekommen haben.

Wie seid Ihr fotografisch vorgegangen?
Christoph Papsch: Auch dabei muss man sich den Gegebenheiten vor Ort anpassen. Klar macht man das Foto beim Einweisen der Maschine an der Parkposition oder das Heranholen der Container-Fahrzeuge an den Frachter am Anfang. Das lässt sich schließlich nicht wiederholen. Ansonsten habe ich mich treiben lassen, habe Motive gesucht/gefunden. Ich habe außen angefangen, mich nach innen vorgearbeitet und nach und nach die Motivliste abgearbeitet. Immer in Absprache mit Markus, damit wir uns nicht in die Quere kommen.
Markus Hintzen: Insgesamt ist meine Herangensweise eher architektonisch und etwas weitwinkliger – im Gegensatz zu Christoph, der auch aus der Distanz mit dem Tele fotografiert hat.

fotogloria_SaudiaCargo_4

Welche Situation, welches Motiv waren besonders schwierig umzusetzen?
Christoph Papsch: Die Herausforderung an der Reportagenfotografie ist ja, dass möglichst alle Fotos beim ersten Mal »sitzen« müssen. Es gibt oft keine zweite Möglichkeit, das Motiv noch einmal zu fotografieren. Besonders beim Saudia-Shoot war allerdings das Motiv von der geöffneten Nase des Frachters, die Ladeluke vorne am Flugzeug. Diese wurde freundlicherweise und extra für die Fotoaufnahmen von der Crew geöffnet. Wäre dabei ein Defekt an der Luke entstanden, was in der Fliegerei gerne mal vorkommt, der durch eine Reparatur den Rückflug nach Saudi Arabien um Stunden verzögert hätte, wären der Airline sehr hohe Kosten im fünfstelligen Dollar-Bereich entstanden. Da waren die Überredungskünste des Frankfurter Agenten gefragt. Es hat allerdings alles reibungslos geklappt, Markus und ich konnten tolle Bilder fotografieren. Die Crew wurde später zum Dank mit Pralinen versorgt.
Markus Hintzen: Es gab eine Reihe von Moodbildern, die aber teilweise an der Wirklichkeit scheiterten. Und die Flieger sind an beiden Tagen von West nach Ost gelandet – was eher selten ist – und dadurch war die Distanz leider viel zu groß.

Und welches Bild ist Dein Lieblingsbild?
Christoph Papsch: Insgesamt ist eine runde Reportage entstanden, die Motive ergänzen sich gut. Aber zwei Motive faszinieren mich besonders: Das eine ist der leere Frachtraum dieser riesigen Boeing 747. Die reduzierte Aufnahme erinnert mich an Kubrick’s legendären Science-Fiction-Film »2001«, zeigt aber gleichzeitig wie intermodale Logistik heute weltweit funktioniert Das andere ist die Übersichtsaufnahme an der Parkposition, fotografiert direkt nach dem Einweisen der Maschine. Das Bild erinnert mich in seiner Art immer an die Wimmelbücher meiner Tochter. Auch beeindruckt mich bei solchen Aufnahmen stets der Größenunterschied zwischen Maschine und Menschen. Das ist es letztlich, was mich an der Reporatgefotografie im Industrie- und Logistikbereich so fasziniert.

Germany, Frankfurt Airport, Saudia Cargo, Boeing 747 activities, 01 Dec 2014. || (c) Christoph Papsch/fotogoria

**Das Besondere an der Fotografie von Christoph Papsch ist die perfekt im Bild platzierte Mischung aus ungewöhnlicher Perspektive und emotionalem Moment – stets begleitet von einer differenzierten Beobachtung und einem leisen Humor. Aus all diesen Komponenten entstehen kraftvolle, inhaltsreiche und charismatische Fotos. Bilder, die Spaß machen. Christoph Papsch lebt in Bonn.

fotogloria vertritt Christoph Papsch und seine Corporatefotografie exklusiv und weltweit. Über fotogloria können Sie ihn gerne für Ihre Ideen und Aufträge buchen – melden Sie sich jederzeit unter 040 609 42 906 -0 oder info@fotogloria.de.

PICTORIAL zeigt Corporatefotograf Christoph Papsch

Ist doch immer wieder schön, wenn auf kollegialer Basis Neuigkeiten ausgetauscht werden: Stefan Hartmann eröffnet seinen Newsletter PICTORIAL mit dem neuen fotogloria-Fotografen (genauer gesagt: Corporatefotograf) Christoph Papsch. Danke dafür!

NEU bei fotogloria: Corporate Fotografie von Christoph Papsch

Das Besondere an der Corporate Fotografie von Christoph Papsch ist die perfekt im Bild platzierte Mischung aus ungewöhnlicher Perspektive und emotionalem Moment – stets begleitet von einer differenzierten Beobachtung und einem leisen Humor. Aus all diesen Komponenten entstehen kraftvolle, inhaltsreiche und charismatische Fotos. Bilder, die Spaß machen. Christoph Papsch lebt in Bonn.

Wir freuen uns, dass Christoph Papsch ab sofort exklusiv und weltweit von fotogloria vertreten wird – Herzlich Willkommen Christoph!

fotogloria: Warum bist du Fotograf geworden?
Christoph Papsch: Schon immer wollte ich mit meinen Bildern Geschichten erzählen. Anfangs habe ich im Editorial-Bereich gearbeitet und für Tageszeitungen und Nachrichtenagenturen fotografiert. Später – als ich merkte, dass es gerade bei Nachrichtenagenturen mehr um die Schnelligkeit der Bildlieferung als um das gute Motiv geht – habe ich mehr und mehr für Zeitschriften und im Corporate-Bereich fotografiert.
Fotoreportagen und die Darstellung von Menschen in ihren jeweiligen Umgebungen interessieren mich besonders, die kleinen Dinge ebenso wie die großen Zusammenhänge. Als Fotograf begeistern mich große und laute Industriehallen, saubere HighTech-Reinräume, technische Anlagen und riesige Maschinen, Schiffe, Häfen, Flugzeuge und die dahinter stehende Logistik – vor allem aber das Zusammenwirken von Menschen und Technik.

© Christoph Papsch _ fotogloria _2

Kannst du dich an deinen ersten Job erinnern?
Einer meiner ersten bezahlten Jobs waren Fotos von feiernden Fußballfans in Köln während einer Fußballweltmeisterschaft. Der Auftrag war für eine Nachrichtenagentur. Die Stimmung und die Bilder waren bunt und alle (vor und hinter der Kamera) waren happy. Als ich tags darauf meine Fotos auf Zeitungswebseiten auf der anderen Seite der Erde gesehen habe, war ich natürlich stolz wie Bolle.

Was war dein schönstes | schlimmstes Erlebnis als Fotograf?
Schöne Erlebnisse hatte ich viele: Ich konnte in den letzten Jahren so viele spannende Projekte fotografieren, bin an Orte gekommen, die nur wenige Menschen zu Gesicht bekommen und habe dabei etliche Länder gesehen. Das schönste ist aber noch immer das großartige Gefühl, das man hat, wenn der Job gut gelaufen, der Kunde zufrieden ist und es zurück nach Hause geht.
Schlimme Erlebnisse hatte ich, abgesehen von kleineren technischen Problemchen, bisher zum Glück keine – bis auf die fürchterlich stürmische Reise auf einem kleinen Frachtschiff durch die winterliche Biskaya mit meterhohen Wellen…

© Christoph Papsch _ fotogloria _4

Wie arbeitest du am Liebsten?
Meine Fotos entstehen ja hauptsächlich on location in oder für Unternehmen. Einerseits liebe ich es, ganz unbefangen und ohne starren Rahmen an ein Projekt heranzugehen und dabei spannende Motive zu finden. Andererseits sind Organisation und Absprachen vor einer Produktion ebenso wichtig, um ein perfektes Ergebnis zu erzielen. Geht es um Reportage-Fotografie ist vieles oft nicht planbar, weil z.B. das Frachtflugzeug, das beim Entladen fotografiert werden soll, verspätet ist und nicht tagsüber sondern in der Nacht landet, das Licht plötzlich weg ist und die Parkposition der Maschine am unattraktiven Ende des Flughafens ist. Eine gute Organisation vorab, die alle Details so gut wie möglich aufnimmt und ebenso Alternativen einplant, ist deshalb eine wichtige Voraussetzung für eine gelungene Fotoproduktion, die auch den Kunden glücklich macht.

Was verbindest du mit fotogloria?
Mit fotogloria verbinde ich vor allem Professionalität in der Foto- und Bilderbranche. Edda, Mike und Jochen sind ein sympathisches Team. Sie sind sehr engagiert, kennen sich auf dem Markt gut aus und wissen was für welchen Kunden möglich ist.

Wie hast du deinen eigenen fotografischen Schwerpunkt | Standpunkt entwickelt?
Vor einigen Jahren konnte ich auf einem Containerschiff mitfahren, eine mehrtägige Atlantik-Querung vom italienischen La Spezia nach New York. Die Fotoreportage war für ein Kundenmagazin. Während der Tage an Bord hat mich natürlich das Schiff, die Ladung, die Größe der Häfen und die dahinter stehende Logistik fasziniert. Auf der anderen Seite konnte ich die Menschen auf dem Schiff mehrere Tage begleiten und kennen lernen und habe dabei erlebt, wie sie dort sieben Tage die Woche für mehrere Monate fern von Heimat und Familie arbeiten und leben. Ein wirklich harter Job, mit dem ich nicht unbedingt tauschen möchte. Mir aber hat das gezeigt, dass die größte und beeindruckendste Technik nicht ohne Menschen stattfindet. Seitdem habe ich den Schwerpunkt der Corporate-Fotoreportage auf dieser Erfahrung weiter ausgebaut. Mir ist es ein besonderes Anliegen, wann immer möglich, auch die Menschen mit ins Bild zu nehmen.

© Christoph Papsch _ fotogloria _3

Für welchen Kunden würdest du gerne einmal arbeiten?
Ich liebe den Geruch von zerspanendem Metall, von Schweröl und Kerosin, das Zischen von Hydraulik, das Rappeln von Anlagen und das Wummern von Maschinen und Motoren. Kurzum: Ich stelle mir da keinen speziellen Kunden vor. Eher möchte ich all das fotografieren, was mit beeindruckender Technik, Industrie oder Logistik an ganz besonderen Orten zu tun hat, bei dem Menschen ebenso im Mittelpunkt stehen wie das Produkt; ich will mich da nicht festlegen – dafür gibt es zu viele spannende Projekte…

fotogloria vertritt Christoph Papsch und seine Corporate Fotografie ab sofort exklusiv und weltweit. Über fotogloria können Sie ihn gerne für Ihre Ideen und Aufträge buchen – melden Sie sich jederzeit unter 040 609 42 906 -0 oder info@fotogloria.de.