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NEU bei fotogloria – Nicoló Minerbi

Nicoló Minerbi ist ein fotografisches Ausnahmetalent: Keine Szene, kein Thema, keine Situation, keine Idee, aus der er nicht – fast im vorbeigehen – ein Bild komponiert. Für seine Fotografie mixt er intelligente Gedanken, visuelle Visionen, spitzfindigen Humor, stilistischen Überschwang und schlicht Spaß zu ganz eigenen Bildwelten – und das alles entlang der perfekt beherrschten Klaviatur fotografischer Ausdrucksformen.

Nicoló ist außerdem ein alter Bekannter von fotogloria: Gemeinsam haben wir, neben zwei Ausstellungsbeteiligungen beim Umweltfotofestival »Horizonte Zingst«,  eine große Einzelausstellung in der Leica Galerie Zingst mit ihm realisiert. Und so freuen wir uns um so mehr, dass wir ab sofort ganz offiziell und vor allem exklusiv für Deutschland mit ihm zusammen arbeiten – und dazu sein außergewöhnliches und umfassendes Archiv anbieten können. Natürlich haben wir auch ihn die »7 fotogloria-Fragen an…« beantworten lassen. Viel Spaß beim Lesen und herzlich willkommen Nicoló!

© Nicoló Minerbi | fotogloria

fotogloria: Can you remember your first job?
Nicoló Minerbi: As a photographer I got an assignment from an Italian travel magazine. It was in 2001 and I was traveling with my father’s Nikon F and with basically no lenses (I was lucky enough to find them used in Florence). I had fun, the pictures were ok (almost). The magazine was happy with them. It was a challenge, though. I got my very first job when I was 18. I was a writer contributor for a watch magazine and I was the guy in charge to follow the Swatch phenomenon.

What was your best / worst experience as a photographer?
The best one: a travel assignment in Croatia, when Croatia wasn’t in Europe yet. I was traveling with no Internet and with my old Fiat 500. To me, it still sounds like an amazing adventure. And it probably was. The worst one? I don’t remember it, clearly I already forgot it.

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How do you prefer to work?
Working is expressing himself. Having said that, my approach to work is to have fun. I have to enjoy the whole process. The assignment, the work has to have something interesting. Unique. An experience to be done. This is the must for me to take a job. I have to be engaged. To be totaly engaged.

What do you connect with fotogloria?
If the fotogloria thing happened it happened just because of Edda. Period. Then, after I entered the team, I felt also in love with Mike and Jochen.

Everybody gets crazy about Pagani © Nicolo' Minerbi. Nov 2014, Miami: the supercar Pagani Huayra on the streets of Miami ©Nicolò Minerbi / LUZphoto / fotogloria

How did you develop your own photographic emphasis / standpoint?
I take the pictures I see. Everybody does. I’m ironic, almost sarcastic. I like nice stuff, good people, interesting environments. I don’t believe in what usually people do. Politics, power, wars, economy, money. Those things are just stuff, not the real thing. In American I would have said „Where is the beef?“. And the beef for me is the beauty (and the lack of it) affects people more than wars. Beauty could be everywhere, in a perfect machinery or in a old guy walking alone on the dock or in a tree’s silhouette in the sunlight. Photography isn’t interesting to me because of the photographs. I love the „imagine“ side of  it, instead. I can see the word imagination behind it. And imagination can do miracles.

What clients would you like to work for?
People that have a vision to share. Dreamers for instance.

Feb 2010, San Francisco: Mission motors staff is working to the launch of the first electric superbike, Nicolo' Minerbi / LUZphoto

fotogloria vertritt Nicoló Minerbi weltweit. Über fotogloria können Sie ihn gerne für Ihre Ideen und Aufträge buchen – melden Sie sich jederzeit unter 040 609 42 906 -0 oder info@fotogloria.de.

NEU bei fotogloria: Corporate Fotografie von Christoph Papsch

Das Besondere an der Corporate Fotografie von Christoph Papsch ist die perfekt im Bild platzierte Mischung aus ungewöhnlicher Perspektive und emotionalem Moment – stets begleitet von einer differenzierten Beobachtung und einem leisen Humor. Aus all diesen Komponenten entstehen kraftvolle, inhaltsreiche und charismatische Fotos. Bilder, die Spaß machen. Christoph Papsch lebt in Bonn.

Wir freuen uns, dass Christoph Papsch ab sofort exklusiv und weltweit von fotogloria vertreten wird – Herzlich Willkommen Christoph!

fotogloria: Warum bist du Fotograf geworden?
Christoph Papsch: Schon immer wollte ich mit meinen Bildern Geschichten erzählen. Anfangs habe ich im Editorial-Bereich gearbeitet und für Tageszeitungen und Nachrichtenagenturen fotografiert. Später – als ich merkte, dass es gerade bei Nachrichtenagenturen mehr um die Schnelligkeit der Bildlieferung als um das gute Motiv geht – habe ich mehr und mehr für Zeitschriften und im Corporate-Bereich fotografiert.
Fotoreportagen und die Darstellung von Menschen in ihren jeweiligen Umgebungen interessieren mich besonders, die kleinen Dinge ebenso wie die großen Zusammenhänge. Als Fotograf begeistern mich große und laute Industriehallen, saubere HighTech-Reinräume, technische Anlagen und riesige Maschinen, Schiffe, Häfen, Flugzeuge und die dahinter stehende Logistik – vor allem aber das Zusammenwirken von Menschen und Technik.

© Christoph Papsch _ fotogloria _2

Kannst du dich an deinen ersten Job erinnern?
Einer meiner ersten bezahlten Jobs waren Fotos von feiernden Fußballfans in Köln während einer Fußballweltmeisterschaft. Der Auftrag war für eine Nachrichtenagentur. Die Stimmung und die Bilder waren bunt und alle (vor und hinter der Kamera) waren happy. Als ich tags darauf meine Fotos auf Zeitungswebseiten auf der anderen Seite der Erde gesehen habe, war ich natürlich stolz wie Bolle.

Was war dein schönstes | schlimmstes Erlebnis als Fotograf?
Schöne Erlebnisse hatte ich viele: Ich konnte in den letzten Jahren so viele spannende Projekte fotografieren, bin an Orte gekommen, die nur wenige Menschen zu Gesicht bekommen und habe dabei etliche Länder gesehen. Das schönste ist aber noch immer das großartige Gefühl, das man hat, wenn der Job gut gelaufen, der Kunde zufrieden ist und es zurück nach Hause geht.
Schlimme Erlebnisse hatte ich, abgesehen von kleineren technischen Problemchen, bisher zum Glück keine – bis auf die fürchterlich stürmische Reise auf einem kleinen Frachtschiff durch die winterliche Biskaya mit meterhohen Wellen…

© Christoph Papsch _ fotogloria _4

Wie arbeitest du am Liebsten?
Meine Fotos entstehen ja hauptsächlich on location in oder für Unternehmen. Einerseits liebe ich es, ganz unbefangen und ohne starren Rahmen an ein Projekt heranzugehen und dabei spannende Motive zu finden. Andererseits sind Organisation und Absprachen vor einer Produktion ebenso wichtig, um ein perfektes Ergebnis zu erzielen. Geht es um Reportage-Fotografie ist vieles oft nicht planbar, weil z.B. das Frachtflugzeug, das beim Entladen fotografiert werden soll, verspätet ist und nicht tagsüber sondern in der Nacht landet, das Licht plötzlich weg ist und die Parkposition der Maschine am unattraktiven Ende des Flughafens ist. Eine gute Organisation vorab, die alle Details so gut wie möglich aufnimmt und ebenso Alternativen einplant, ist deshalb eine wichtige Voraussetzung für eine gelungene Fotoproduktion, die auch den Kunden glücklich macht.

Was verbindest du mit fotogloria?
Mit fotogloria verbinde ich vor allem Professionalität in der Foto- und Bilderbranche. Edda, Mike und Jochen sind ein sympathisches Team. Sie sind sehr engagiert, kennen sich auf dem Markt gut aus und wissen was für welchen Kunden möglich ist.

Wie hast du deinen eigenen fotografischen Schwerpunkt | Standpunkt entwickelt?
Vor einigen Jahren konnte ich auf einem Containerschiff mitfahren, eine mehrtägige Atlantik-Querung vom italienischen La Spezia nach New York. Die Fotoreportage war für ein Kundenmagazin. Während der Tage an Bord hat mich natürlich das Schiff, die Ladung, die Größe der Häfen und die dahinter stehende Logistik fasziniert. Auf der anderen Seite konnte ich die Menschen auf dem Schiff mehrere Tage begleiten und kennen lernen und habe dabei erlebt, wie sie dort sieben Tage die Woche für mehrere Monate fern von Heimat und Familie arbeiten und leben. Ein wirklich harter Job, mit dem ich nicht unbedingt tauschen möchte. Mir aber hat das gezeigt, dass die größte und beeindruckendste Technik nicht ohne Menschen stattfindet. Seitdem habe ich den Schwerpunkt der Corporate-Fotoreportage auf dieser Erfahrung weiter ausgebaut. Mir ist es ein besonderes Anliegen, wann immer möglich, auch die Menschen mit ins Bild zu nehmen.

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Für welchen Kunden würdest du gerne einmal arbeiten?
Ich liebe den Geruch von zerspanendem Metall, von Schweröl und Kerosin, das Zischen von Hydraulik, das Rappeln von Anlagen und das Wummern von Maschinen und Motoren. Kurzum: Ich stelle mir da keinen speziellen Kunden vor. Eher möchte ich all das fotografieren, was mit beeindruckender Technik, Industrie oder Logistik an ganz besonderen Orten zu tun hat, bei dem Menschen ebenso im Mittelpunkt stehen wie das Produkt; ich will mich da nicht festlegen – dafür gibt es zu viele spannende Projekte…

fotogloria vertritt Christoph Papsch und seine Corporate Fotografie ab sofort exklusiv und weltweit. Über fotogloria können Sie ihn gerne für Ihre Ideen und Aufträge buchen – melden Sie sich jederzeit unter 040 609 42 906 -0 oder info@fotogloria.de.

NEU: Industriefotografie von Christoph Morlinghaus

Christoph Morlinghaus lebt, liebt und atmet die Fotografie. Dazu kommen ein außergewöhnliches Talent, eine Großbildkamera und genug Mut, sich intelligenten Themen, schwierigen Motiven und komplexen Kundenwünschen zu stellen. Ob auf unendlichen Ölfeldern, in weit verzweigten unterirdischen Archiven, ob in gigantischen Werkshallen oder angesichts Meisterwerke zeitgenössischer Architektur – Christoph Morlinghaus zeigt nicht nur, was zu sehen ist. Er macht sichtbar, was hinter dem Motiv steht und interpretiert auf subtile Weise, was sein könnte. Er lebt in Miami und Hamburg und arbeitet selbstverständlich auf der ganzen Welt. Herzlich Willkommen Christopher!

fotogloria: Warum bist Du Fotograf geworden?
Christoph Morlinghaus: Opa Hugo hat mir zur Konfirmation eine Minolta XG-M geschenkt. Danach wollte ich nichts mehr anderes, als Fotograf zu sein. Als ich zwei Jahre darauf die Ehrenurkunde der Stadt Hagen für besondere Leistungen bei der VDAV-Landesfotoschau Nordrhein-Westfalen bekam, war die Sache geritzt.

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Kannst Du Dich an Deinen ersten Job erinnern?
Den ersten richtigen Auftrag bekam ich über Uli Thews von Scholz und Friends. Ganz frisch in Hamburg angekommen, habe ich ihr meine Mappe gezeigt und bekam kurz darauf ein paar Packungen »West Tobaccos« in die Hand gedrückt. Die Aufgabe: »Mach mal was mit denen, lass die leicht aussehen«. Diese Zigarillos habe ich dann aus verschiedenen Blickrichtungen auf dem Leuchttisch in meinem – zum Studio umfunktionierten – Wohnzimmer fotografiert und hinterher mehrere Negative gleichzeitig auf ein Blatt Fotopapier vergrössert. Die Resultate waren ganz helle, zarte und abstrakte Kompositionen, die ein wenig an M.C.Escher erinnerten. Diese Bilder sind dann tatsächlich erfolgreich durch die Marktforschung gegangen und so hatte ich meine erste deutschlandweite Plakatkampagne.

Was war Dein schönstes / schlimmstes Erlebnis als Fotograf?
Zwei Wochen lang in New York für die Lufthansa nach dem einen, perfekten Motiv zu suchen, ist mir als sehr schönes Erlebnis in Erinnerung geblieben. So schön, dass ich dann dort hingezogen bin.
Schlimm ist es, wenn es zu warm wird: Der Hitzschlag im 45 °C heißen Drogenschmuggel-Unterseeboot in Guayaquil war durchaus unangenehm. Ebenso das Fotografieren im feuerresistenten Schutzanzug in Qatar in der Mittagssonne.

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Wie arbeitest Du am Liebsten?
Im kleinen Kreis mit entweder festumrissener, klarer Aufgabenstellung oder mit gar keiner. Außerdem gerne mit Leuten, die mir vertrauen und wissen, daß ich weiß, was ich tue. Mit einer großen Kamera auf einem Stativ. In weitläufigen und spektakulären Örtlichkeiten.

Was verbindest Du mir fotogloria | büro für fotografische zusammenarbeit?
Drei wirklich freundliche und begeisterungsfähige Menschen, die viel von Fotografie verstehen.

Wie hast Du Deinen eigenen fotografischen Schwerpunkt / Standpunkt entwickelt?
Im Prinzip fotografiere immer noch dasselbe wie weiland als Jugendlicher mit meiner Minolta. Das hat sich einfach so ergeben und nie dramatisch geändert. Gefestigt hat sich meine Art der Fotografie durch meine Ausbildung bei ERCO-Leuchten und somit der große Einfluss von Otl Aicher auf meine Arbeit.

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Für welchen Kunden würdest Du gerne einmal arbeiten?
Ich habe schon mit vielen Traumkunden zusammengearbeitet – da hatte ich bislang viel Glück.
Vor einigen Wochen habe ich bei der NASA fotografiert, für die würde ich gerne mehr machen.
Landschaften für Greenpeace wären klasse. Oder Boeing, das amerikanische Militär, National Geographic, Porsche, Tesla, Touristik Kolumbien.
Jeder Kunde, der mich aus einem Hubschrauber oder auf einem Flugzeugträger fotografieren lässt. Oder ganz tolle, große Motive bietet…

fotogloria vertritt Christoph Morlinghaus ab sofort. Über fotogloria können Sie ihn gerne für Ihre Ideen und Aufträge buchen – melden Sie sich jederzeit unter 040 609 42 906 -0 oder info@fotogloria.de.

7 Fragen an… Portraitfotografin Anna Mutter

Warum bist Du Fotografin geworden?
Ich war schon immer interessiert an anderen Menschen, deren Lebensweg und
– umfeld. Die Kamera wurde für mich zu einer Art »Kontaktmittel«. Mit den Bildern konnte ich von diesen Begegnungen erzählen, sie festhalten und sammeln. Für meine Bewerbung an der Fachhochschule Hannover, berühmt für ihren Studiengang Fotografie mit Schwerpunkt Fotojournalismus, habe ich zum Beispiel damals eine Reportage über einen alten Herren-Friseur am Hamburger Hafen fotografiert. Er war Elvis-Fan, legte zum Haare schneiden Platten auf, frisierte noch echte 50ger-Jahre-Tollen und fuhr in seiner Freizeit ein Mofa der Marke Quickly, Baujahr 1960. Sein Friseursalon sah aus, als sei die Zeit stehen geblieben und er war eine echte Instanz im Viertel. Wem die Zeit zum nächsten Haarschnitt zu lange war, kam zwischendurch einfach vorbei um Neuigkeiten auszutauschen oder Alltagsprobleme zu besprechen. Durch die Kamera erhielt ich Zutritt zu diesem Mikrokosmos, in dem ich sonst ein absoluter Fremdkörper gewesen wäre. Den Friseursalon gibt es heute nicht mehr und wenn ich zurück denke, freue ich mich, dass ich das von Nahem erleben durfte.

© Anna Mutter _ fotogloria _ 3

Kannst Du Dich an Deinen ersten Auftrag erinnern?
Ja… ich hatte gerade mein Praktikum als Redaktionsfotografin bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung begonnen und sollte eine Kindergärtnerin portraitieren. Klingt unspektakulär, war aber aufregend genug. Schließlich war es das erste Mal für mich, dass ich in einem genau vorgegebenen Rahmen fotografieren musste. Ohne die Möglichkeit zur Nachbesserung oder Wiederholung. Und das Ergebnis musste gut genug sein, um in einer der größten deutschen Tageszeitungen gedruckt werden zu können. Ich war wahnsinnig aufgeregt.

Was war Dein schönstes Erlebnis als Fotografin?
Es gab schon viele schöne Erlebnisse in meinem bisherigen Fotografinnen-Leben. Eines der schönsten, an das ich bei dieser Frage als erstes denke, war die Erfahrung mit einer afrikanischen Familie in deren Lehmhütte mitten in der Natur zu übernachten. Ich habe in Zusammenarbeit mit GEOlino ein Unicef-Projekt in Kenya fotografiert, bei dem es um Hygiene im Alltag zur Vermeidung von Krankheiten ging. Was die Kinder in der Schule zu diesem Thema gelernt hatten, sollten sie zu Hause umsetzen und in ihre Familien weitertragen. Um das fotografisch zu dokumentieren, durfte ich 3 Tage bei einer Familie in einem einfachen Lehmhütten-Dorf ohne Elektrizität und sonstige Vorzüge der westlichen Zivilisation verbringen. Abends saß ich mit der ganzen Familie an der Feuerstelle, in der Ferne hörte ich Trommeln, der Himmel war voller Sterne, in den Bäumen raschelte es, weil sich Tiere darin bewegten. Wir konnten uns nicht mit Sprache verständigen und trotzdem fühlte ich mich beschützt, geborgen und aufgenommen in dieser anderen Welt. Der Geruch eines Lagerfeuers erinnert mich auch heute noch an dieses einzigartige Erlebnis.

Wie arbeitest Du am Liebsten?
Am liebsten beobachte ich und tauche dabei mit etwas Zeit in die Situation ein. So entstehen für mich die stimmungsvollsten Bilder. Das ist bei einer Reisereportage so, wenn ich mich treiben lassen und das Licht beobachten kann oder  bei einem Portrait, wenn es mir gelingt, einen gewissen Draht zu derjenigen Person herzustellen.

Susianna "Susi" Kentikian - die deutsche Boxerin mit armenischer Abstammung ist dreifache Weltmeisterin im Fliegengewicht und bereitet sich in Hamburg auf ihren nŠchsten WM-Kampf am 24.April vor

Was verbindest Du mit fotogloria?
Aufbruch und Mut. Ich war gerade mit meinem Studium fertig und wuchs langsam in die berufliche Selbständigkeit hinein. In einer Zeit, in der große Bildagenturen zu straucheln begannen, weil die Bildpreise in den Keller sanken und das Wort »Zeitungssterben« entstand. Durch meinen Existenzgründer-Coach bekam ich Kontakt zu fotogloria. Ein Trio, das den Mut besaß, in diesen Zeiten eine neue Fotografen-Agentur zu gründen und mir seine Partnerschaft anbot.

Wie hast Du Deinen eigenen fotografischen Schwerpunkt entwickelt?
Mein fotografischer Schwerpunkt hat sich gewissermaßen selbst entwickelt. Als ich mich fürs Studium bewarb, wusste ich nur, dass ich in den Bereich der erzählerischen Fotografie möchte. Künstlerische Fotografie oder Werbefotografie sprach mich deutlich weniger an als die journalistische Fotografie. Als ich mich mit meiner ersten Mappe nach dem Studium auf Bewerbungstour durch die Redaktionen begab, erhielt ich Aufträge für Reisereportagen und Portraits. Das hat sich dann verfestigt und war auch gut auf Unternehmen übertragbar. Einer meiner Unternehmenskunden zum Beispiel ist ein italienischer Feinkosthändler. Für seinen Warenkatalog fotografiere ich regelmäßig kleine Reportagen über seine zuliefernden Betriebe in Italien.

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Für welchen Kunden würdest Du gerne einmal arbeiten?
Über diese Frage musste ich tatsächlich am längsten nachdenken. Vielleicht für einen Reiseveranstalter, der mich zusammen mit meiner kleinen Familie und meiner Kamera um die Welt schickt. Oder für eine exklusive Hotelkette. Während unserer Elternzeit sind wir für 3 Monate durch Südostasien gereist. Aus den Bildern ist eine große Reisereportage entstanden, die in Brigitte MOM gezeigt wurde. Es ist traumhaft, wenn Beruf und Familie so vereinbar sind.
Und wenn es mal was völlig anderes sein soll… Ich habe einen Faible für Brillen. Obwohl ich selbst noch gar keine trage. Für einen Brillenhersteller oder Augenoptiker Portraits von Brillenträgern und eine Reportage über die Produktion zu fotografieren, würde mir Spaß machen.
* Anna Mutter liebt es, Menschen zu treffen, mit ihnen zu reden, sie kennen zu lernen. Und dabei schafft sie es immer – selbst wenn die Begegnung nur flüchtig ist – genau das Vertrauen aufzubauen, das es für ein gutes Portrait braucht. Zu ihrer Herangehensweise sagt sie: »Meine Kamera ist für mich eine Brücke. Ob im Bereich Corporate, Portrait, Wirtschaft oder Reise – fotografierend kann ich mich den Menschen und ihren Tätigkeiten nähern, sie verstehen und darüber eine Geschichte erzählen.« Anna Mutter lebt in Hamburg und arbeitet international.

fotogloria vertritt die Portraitfotografin Anna Mutter exklusiv und weltweit. Über fotogloria können Sie sie gerne für Ihre Ideen und Aufträge buchen – melden Sie sich jederzeit unter 040 609 42 906 -0 oder info@fotogloria.de.

Corporate Fotografie von Uwe Mühlhäußer – NEU bei fotogloria

Ob in der Vorstandsetage oder in der Werkshalle – Uwe Mühlhäußer macht richtig gute Bilder. Die Basis dafür hat er mit seinem Studium zum UmweltIngenieur gelegt. Und ist damit und danach zum Fotografen geworden. Mit seinem technischen Gespür versteht er so nicht nur, worauf es in den verschiedensten Arbeitsabläufen ankommt, sondern weiß auch, wie er das beste Foto von jeder Situation bekommt.

Wir freuen uns, dass wir Uwe Mühlhäußer und seine Corporate Fotografie ab sofort exklusiv und weltweit von fotogloria vertreten wird – herzlich willkommen Uwe!

Warum bist du Fotograf geworden?
Seit ich mich erinnern kann, gab es in meinem Elternhaus eine Kamera. Als Kind schon hat mich dieser Prozess völlig begeistert. Etwas zu gestalten löst in mir ein tiefes, befriedigendes Gefühl aus. Ich habe etwas Zeit gebraucht um zu verstehen, dass das ein wichtiger Teil meiner Persönlichkeit ist. Gerade die Fotografie ist ein ganz besonders vielfältige Möglichkeit, Geschichten zu erzählen, Dinge auszudrücken und Momente zu manifestieren. Die Freude an diesem Medium hat mich letztlich dazu getrieben es zu meinem Beruf zu machen.

Kannst du dich an Deinen ersten Job erinnern?
Oh ja – das kann ich. Ich musste erst die Tage darüber schmunzeln. Für den Naturschutzbund habe ich für einen Wettbewerb gestaltete Baumflächen fotografiert. In der Stadt sind die oft etwas verwahrlost. Aber es gibt Menschen, die sich für das Schöne einsetzten und diese Baumflächen bepflanzt und gestaltet haben. Ich war Student, bin mit irgendeiner Minolta Spiegelreflex meines Vaters auf dem Fahrrad durch die Stadt gefahren und hab 80 Mark dafür bekommen. Kleinbild-Farbdiafilm von Fuji! Für mich war das ein tolles Erfolgserlebnis!

© Uwe Muehlhaeusser_fotogloria_4

Was war Dein schönstes / schlimmstes Erlebnis als Fotograf?
Mein schlimmstes Erlebnis in der Fotobranche hatte ich als Assistent. Damals war ich angehender Fotograf und habe noch ab und an assistiert. Unser Team hat in Portugal irgendeinen Katalog geschossen – direkt neben dem Hafenbecken. Toller Tag – tolle Sonne – tolles Modell. Mein Job war nach den Aufnahmen die Karte aus der Kamera zu nehmen, eine neue einzulegen und diese zu formatieren. Vorher hab ich das Mäppchen mit den 18 anderen Speicherkarten hinter mich gelegt. Mit meiner Aufgabe fertig, habe ich mich umgedreht und mit Schwung das Mäppchen mit den 18 Speicherkarten ins Hafenbecken geschleudert. In dieser Sekunde hab ich gedacht, dass ist das Ende meines Fotografendaseins. Innerhalb weniger Sekunden war ich in Unterhose zwischen Fotograf und Modell gestanden und wollte ins Hafenbecken springen. Mein Kollege hat mich gerade noch davon abgehalten. Es ist glimpflich ausgegangen – wir konnten mit einem langen Köcher alle Speicherkarten wieder herausfischen. Bis auf zwei – die hab ich ersetzt. Aber in Anbetracht der Situation ist das ein völlig vernachlässigbares Schmerzensgeld. Ich habs gern bezahlt!

Nun – die schönen Momente in der Fotografie sind sehr unterschiedlich. Es ist schwer für mich, da einen auszuwählen. Eigentlich wiederholen sich diese Momente immer wieder. Man ist angespannt vor einer Produktion, denkt sich in die Aufgabenstellung und wie man Sie lösen kann, schenkt Menschen das Vertrauen, dass die Fotografie nicht weh tut. Und am Ende bekommt man positives Feedback – die Kunden sind zufrieden und den Menschen, die ich portraitiert habe, vertrauen mir an, dass es doch gar nicht so schlimm war. Im Gegenteil: es hat sogar Spaß gemacht!

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Wie arbeitest du am liebsten?
Am liebsten arbeite ich mit einem guten Team zusammen. Guter Assistenz, gute Visagisten, gute Vorbereitung. Letzteres ist wohl das wichtigste für mich. Sicherlich reagiere ich gerne und immer wieder auf Unvorhersehbares. Aber eine gute Vorbereitung der Produktion erleichtert nicht nur den Job, sondern Sie erhöht auch meistens die Qualität des Ergebnisses. Das wirkt sich auch auf das Team aus und auf die Stimmung. Der Kunde fühlt sich wohler und kann dem Fotografen besser vertrauen. Ich persönlich arbeite gerne in einer menschlichen aber trotzdem konzentrierten Atmosphäre. Sicher – es ist ein verantwortungsvoller Job – aber die Freude und ab und an ein Lachen gehören für mich dazu und machen diesen Job noch schöner.

Was verbindest Du mit fotogloria | büro für fotografische Zusammenarbeit?
Ich hab genau nach so etwas wie fotogloria gesucht. Kompetent im Bereich der Fotografie (und das nicht nur theoretisch sondern mit viel Erfahrung untermauert), engagiert, zielstrebig. Dazu kommt noch der Blick für das Wesentliche. Was braucht der Kunde? Was ist die Essenz? Wie kann man den Fotografen bei der Umsetzung unterstützen. fotogloria: fachlich super fit und sympathische Menschen.

Wie hast du Deinen eigenen fotografischen  Schwerpunkt/Standpunkt entwickelt?
Die Entwicklung meines Schwerpunktes in der Industrie- und Corporatefotografie lief eigentlich von selbst auch wenn es etwas Zeit und Erfahrung dafür brauchte. Die Zutaten waren Vorhanden: betriebswirtschaftliche Berufsausbildung, technisches Studium zum Dipl. Ing (FH) Umweltingenieurwesen – und dazu noch der innere Antrieb eines kreativen Gestalters.
Mit diesem technischen Gespür und Grundwissen und meiner Fotografie konnte ich für Kunden Bildsprachen und Bildideen umsetzten, die mit einer klassischen technischen Ausbildung nichts mehr zu tun haben. Technik + Emotion. Damit kann ich immer wieder in Unternehmen erfolgreich arbeiten. Es geht auf der einen Seite um die Darstellung der technischen Features und Besonderheiten, die USPs eines Herstellers, Unternehmers, Konzerns – auf der anderen Seite geht es darum, den Kunden von Qualität des Produktes und zu überzeugen, Ihn über das Produkt zu informieren aber ihn auch emotional abzuholen. Der Mensch entscheidet nicht nur auf rationaler Ebene – die wichtigen Entscheidungen trifft er auf einer anderen, unbewussten Ebene. Und die hat auch mit einer Emotion zu tun. Die Fotografie ist aus meiner Sicht ein fast einzigartig für diesen Zweck geeignetes Mittel. So habe ich die Kombination aus technischen Gespür und Sachverstand mit meiner kreativen Ader gepaart. Das Interessante ist, dass die dabei entstehenden Ansätze und Ergebnisse immer noch im Wandeln sind – und, Gott sei Dank, auch immer im Wandel sein werden.

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Für welchen Kunden würdest Du gerne einmal arbeiten?
Ich würde gerne mal für einen Kunden arbeiten, der etwas wagt, der etwas ausprobiert und den Mut aufbringt etwas anderes zu machen als alle anderen. Konventionen brechen – anders denken – die Komfort-Zone verlassen. Ich wäre sofort dabei und würde ihn mit aller Kraft unterstützen.

fotogloria vertritt Uwe Mühlhäußer und seine Corporate Fotografie exklusiv und weltweit. Über fotogloria können Sie ihn gerne für Ihre Ideen und Aufträge buchen – melden Sie sich jederzeit unter 040 609 42 906 -0 oder info@fotogloria.de.

Medizinfotograf Kurt Paulus – NEU bei fotogloria

Kurt Paulus ist Medizinfotograf aus tiefster Überzeugung. Immer den richtigen Ton und das perfekte Bild treffend bewegt er sich durch OP-Säle, Untersuchungsräume und Säuglingsstationen. Das dazu nötige Wissen hat er sich in zehn Jahren als Rettungssanitäter angeeignet, das dazu nötige Auge bringt er von Haus aus mit und die dazu nötige Ruhe und Erfahrung hat er in vielen Jahren als Fotograf im Bereich Medizin gesammelt.

Wir freuen uns, dass der Medizinfotograf Kurt Paulus ab sofort, weltweit und exklusiv von fotogloria vertreten wird! Im fotogloria-Blog erzählt er in den »7 Fragen an…«, warum er manchmal auch lieber kein Foto macht. Herzlich Willkommen!

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fotogloria: Warum bist Du Fotograf geworden?
Kurt Paulus: Die Fotografie ist mein Mitteilungsmedium, mit dem ich Emotionen auf meine Art und Weise gestalten kann. Das Fotografieren fasziniert mich seit meiner frühesten Jugend und versetzt mich von Tag zu Tag erneut in Erstaunen. Das Entstehen eines Bildes – erst in der eigenen Vorstellung und dann die tatsächliche Realisierung – ist ein Schöpfungsprozess, der für mich auch nach vielen Jahren immer noch eine unbeschreibliche Faszination hat.

Kannst Du Dich an Deinen ersten Job erinnern?
Sehr gut sogar. Mein erster Job war die Detail-Reproduktion eines Landschaftsgemäldes von Toulouse Lautrec mit Infrarotlampe und der Exakta Varex Kamera für meinen Vater, der als Gutachter, die Echtheit des Ölbildes untersuchen sollte. Ich war 10 Jahre alt, mein Lohn waren 10 Mark und das Ölbild war eine Fälschung.

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Was war Dein schönstes | schlimmstes Erlebnis als Fotograf?
Im Februar 2002 war ich für das Kalendershooting »Siemens Megacitys« für 14 Tage in Sao Paulo. Unser Scout, mein Assistent und ich machten im Restaurant »Terraco Italia« hoch über der Metropole eine Mittagspause. Plötzlich färbte sich der Himmel purpurrot und eine gewaltige Schlechtwetterfront brach von Westen über die Stadt herein. Innerhalb von 5 Minuten war es stockdunkle Nacht. Überall gingen die Lichter an und das Gewitter brach mit all seiner Pracht über uns herein. Brachiale Donnerschläge schallten durch die Straßen zwischen den Hochhäusern und Blitze zierten das Firmament. Eine unbeschreibliche Stimmung über Sao Paulo. Aber so schnell wie dieses Naturspektakel kam, so schnell ging es wieder. Kurz danach war es wieder ein normaler Tag, so als wär nie etwas passiert. Ich habe diese wunderschönen Augenblicke bewusst nicht fotografiert, ich habe sie nur für mich erlebt!
Mein schlimmstes Erlebnis als Fotograf war im Sommer 1986. Ich war schon länger als Bildredakteur für die Nürnberger Nachrichten in der »Fränkischen Schweiz« tätig und wohnte zu der Zeit in einem Drei-Seelendorf. Eines Nachts um 2 Uhr, läuteten mich zwei junge Männer aus dem Schlaf. Sie baten mich, Ihren Opa zu fotografieren. Ich war natürlich nicht sofort bereit dazu und fragte nach. Die Erklärung, sie benötigen eine wichtige Porträtaufnahme für eine Veröffentlichung, war für mich um diese Nachtzeit nicht ganz klar, aber ich ließ ich mich aber breitschlagen und folgte ihnen in den Nachbarort. Ich wurde in die Küche geführt und machte meine Kamera mit Aufsteckblitz zum Schuss bereit. Kurzerhand räumte einer der Brüder mit einem Handstrich den Tisch ab, dann verschwanden beide aus dem Raum. Als sie wieder nach kurzer Zeit kamen, hatte einer von beiden den Opa auf dem Arm. Er war verstorben. Sie legten ihn auf den weißgrau karierten und laminierten Küchentisch und baten mich ein Bild von dem Verstorbenen zu machen. Und das machte ich auch.

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Wie arbeitest Du am Liebsten?
Bei schönem, stimmungsvollen Licht, mit großer Freiheit in der Gestaltung und ohne Stativ.

Was verbindest Du mir fotogloria | büro für fotografische zusammenarbeit?
fotogloria ist für mich ein Team, das genau versteht wie ich als Fotograf arbeite. Und mich so mit den Auftraggebern zusammen bringt, für die ich mit meiner Fotografie und meinen Ideen das beste Ergebnis erzielen kann.

Wie hast Du Deinen eigenen fotografischen Schwerpunkt | Standpunkt entwickelt?
Während meiner Fotografentätigkeit, leistete ich zehn Jahre Zivildienst im Rettungswesen. Das ermöglichte mir einen sehr intensiven Einblick in eine zutiefst menschliche Welt. Die Faszination und die Intensivität der Emotionen war und ist bis heute meine Intention, sensible Motive entstehen zu lassen. Durch das Beobachten der mich umgebenden Personen mit ihren Ängsten, Wünschen und Neigungen habe ich gelernt, wie gut durchdachte Bilder den Betrachter bewegen können. Das Wohlbefinden des Menschen ist ein alles durchdringendes Thema. Und das in Bildwelten  umzuwandeln war für mich schon immer eine Herausforderung und ein Bedürfnis. Was lag da näher sich auf den Gesundheitsbereich zu spezialisieren!

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Für welchen Kunden würdest Du gerne einmal arbeiten?
Kunden die meine Bildsprache und Arbeitsweise schätzen und mir Projekte anbieten, die mir die Freiheit geben, mein Können umzusetzen.

 

fotogloria vertritt Medizinfotograf Kurt Paulus ab sofort exklusiv und weltweit. Über fotogloria können Sie ihn gerne für Ihre Ideen und Aufträge buchen – melden Sie sich jederzeit unter 040 609 42 906 -0 oder info@fotogloria.de.

7 Fragen an… Portraitfotograf Bernd Jonkmanns

Warum bist Du Fotograf geworden?
Ich fand es als Kind schon immer faszinierend, wenn mein Vater mit seiner tollen alten Voigtländer-Kamera uns oder sehr viel im Urlaub fotografiert hat. Mit 14 Jahren bekam ich dann meiner erste eigene KB Spiegelreflex Kamera Canon AE 1 geschenkt und eine Foto AG an der Schule in der Mittelstufe hat mich letztendlich bestärkt, wie viel Spaß es macht zu fotografieren und das Material dann in der Dunkelkammer selbst zu entwickeln. Nach meinem Zivildienst in Aachen habe ich mich dann an der FH in Dortmund für visuelle Kommunikation beworben. Den künstlerisch-gestalterischen Test habe ich dann auch sofort bestanden, hatte aber dann noch eine Wartezeit von drei Jahren auf Grund meine Abidurchschnitts. Die Zeit habe ich dann mit einer Fotografenlehre bei einem Werbefotograf überbrückt, bei dem ich sehr gut das Handwerk gelernt habe. Nach dem Studium in Dortmund mit Schwerpunkt Foto- und Film-Design mit einer Abschlussarbeit über die »Pine Ridge Indian Reservation South Dakota« bin ich dann 1998 nach Hamburg gezogen. Mich hat immer mehr die journalistische Fotografie interessiert und ich wollte gerne in dem Magazinbereich arbeiten. Zusammen mit einem Autor Reportagen erleben und fotografieren mache ich noch immer mit großer Freude. Die Aufträge in diesem Bereich sind allerdings etwas weniger geworden und deshalb arbeite ich jetzt viel im Corporate- also Kundenmagazinbereich.

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Kannst Du Dich an Deinen ersten Job erinnern?
Mein erster bezahlter, größerer Fotojob war für den Spiegel. Während des Studiums in Dortmund die Mayday, also ein Techno Festival, zu fotografieren. Ich war für 1,5 Tage gebucht und sollte vom Anfang der Party Samstag nachmittags bis zum späten Nachmittag am Sonntag die Raver begleiten. Es war unglaublich schrill, anstrengend und leider gar nicht meine Musik. Jeder Fotojob danach und vor allen Dingen die tollen Reisen rund um die Welt waren ein Traumjob dagegen.

Was war Dein schönstes / schlimmstes Erlebnis als Fotograf?
Ich habe inzwischen durch den Job viele spannende Reportagen und Reisen gemacht und dabei viele interessante Menschen kennengelernt und Geschichten erlebt.
Mein schönstes Erlebnis waren natürlich die drei Monate in South Dakota die ich in einem Indianer-Reservat verbracht habe. Ich lebte in einem Trailer und fotografierte das heutige Leben der Dakota Sioux Indianer. Ich benutzte aber eine uralte Großformatkamera bei der das Fotografieren sehr langsam ist und sich diese ruhige Arbeitsweise entspannend auf die Portraitierten wiederspiegelte. Ich belichtete auf s/w-Polaroid-Material. Die Portraits- und Landschaftsaufnahmen sahen aus wie aus einer anderen Zeit und die Bewohner des Reservats freuten sich über die tollen Portraits – das heutige Leben im Reservat fotografierte ich mit einer 6/6 Kamera auf Farbnegativfilm. Ich wurde unglaublich gut im Reservat aufgenommen und habe viele Freunde dort.
Mein schlimmstes Erlebnis war eine Geschichte über den Konflikt zwischen Moslems und Christen in Nigeria für das Magazin Chrismon. Die Brutalität zu sehen, war grausam. Und da ich drei Mal wegen Fotografierens verhaftet wurde, verbrachte ich einen Tag in einer Polizeistation. Ich war ich heilfroh als ich mit all meinen belichteten Filmen wieder im Flugzeug Richtung Deutschland saß. Seitdem habe ich noch größeren Respekt vor Krisen- und Kriegsreportern.

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Wie arbeitest Du am Liebsten?
Ich erarbeite gerne Geschichten zusammen mit einem Autor/Autorin. Wenn man etwas selbst vorschlägt hat man sehr großes Interesse an der Reportage. Ich habe letztes Jahr mit einem befreundeten Autor eine Geschichte über Rio de Janeiro mit Schwerpunkt brasilianischer Musik vorgeschlagen. Im Januar dieses Jahres durften wir dann für ein Schweizer Magazin die Geschichte auf den Spuren des Bossa Nova in Rio machen. Ein Traum – da kommt dann einiges tolles zusammen, persönliches Interesse und die Möglichkeit großartige Musiker wie Marcos Valle, Domenico zu treffen und zu portraitieren. Dann arbeite ich auch schon länger an einem fotografischen Buchprojekt über Record Stores – das macht viel Spaß, ist aber sehr kostenintensiv.

Was verbindest Du mit fotogloria | büro für fotografische zusammenarbeit?
fotogloria hat ein tolles Team und ist sehr professionell im Umgang mit Kunden und Fotografen. Alle sind sehr engagiert und interessieren sich auch für unsere freien fotografischen Projekte.

Wie hast Du Deinen eigenen fotografischen Schwerpunkt / Standpunkt entwickelt?
Ich habe immer für viele nationale und internationale Magazine (Telegraph Magazine, Monocle, Annabelle etc.) gearbeitet und mich nie auf 1-2 Kunden zu sehr verlassen. Seit etwa 6 Jahren arbeite ich auch mit viel Spaß für Kundenmagazine (Lufthansa, Weleda, Bertelsmann Stiftung, DRK, Allianz, Bilfinger & Berger etc.) Man macht auch dort tolle Geschichten und diese sind meistens auch noch besser gestaltet als Publikumszeitschriften, da Sie von hervorragenden Agenturen gemacht werden.

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Für welchen Kunden würdest Du gerne einmal arbeiten?
Ich hoffe, noch für weitere Kundenmagazine arbeiten zu können und hoffe, dass mein freies Fotoprojekt über »Record Stores« weltweit in diesem Jahr bei einem Verlag publiziert wird. Ich arbeite seit 2009 an dem projekt »Record Stores – eine weltweite Fotodokumentation über die letzten Plattenläden und deren Kultur« und habe nun in ca. 26 Städten bzw. über hundert Plattenläden (New York, Tokyo, Rio de Janeiro, Sao Paulo, Stockholm, Sydney, Oslo, London, Paris, Brighton, Berlin, Newcastle etc.) fotografiert. Das Buch sollte das Format einer 12″ Lp haben, also 30 X 30cm was es aber schwierig macht, die Druckkosten wieder einzuspielen. Auf der Buchmesse in Frankfurt habe ich Verlage dafür akquiriert. Es wird 2014/15 erscheinen und hoffentlich auch erfolgreich sein. Daran glaube ich sehr…

 

* Nach der Ausbildung zum Werbefotograf und dem Studium der Fotografie in Dortmund, begann Bernd Jonkmanns 1996 die Welt zu bereisen. Und die Menschen, die er traf, zu fotografieren. Seine eigenen Themen und vor allem hochkarätige Aufträge seiner Kunden aus dem Corporate- und Magazin-Bereich brachten ihn in die Callcenter von Bangalore, zu den Designern Schwedens oder in die Software-Industrie von Hyderabad. Seine Arbeiten wurden mehrfach ausgestellt, u. a. in der Robert Morat Galerie in Hamburg, beim Noorderlicht-Festival in den Niederlanden, bei der Photobiennale in Südkorea und bei der Paris Photo. Aktuell sind seine Arbeiten »Twenty-one American Photographs« bei Open Eyes in Hamburg im Eppendorfer Weg zu sehen. Der Portraitfotograf Bernd Jonkmanns lebt in Hamburg.

fotogloria vertritt Bernd Jonkmanns exklusiv und weltweit. Über fotogloria können Sie ihn gerne für Ihre Ideen und Aufträge buchen – melden Sie sich jederzeit unter 040 609 42 906 -0 oder info@fotogloria.de.

7 Fragen an… Industriefotografin Silvia Kröger-Steinbach

fotogloria: Warum bist du Industriefotografin geworden?
Silvia Kröger-Steinbach: Weil mich meine Kamera an Orte bringt, an denen ich sonst nicht sein könnte. Fotografien haben eine unglaubliche Wirkung. Schnell, intensiv, eindringlich. Es ist ein großartiges Medium, um starke und emotionale Aussagen zu treffen. Das ist genau mein Ding. Und nicht zuletzt ist es einfach einer der schönsten Berufe der Welt.

Kannst du dich an deinen ersten Job erinnern?
Ja klar. Eine Reportage für Brigitte WOMAN. Eine Geschichte über die blinde Sabiye Tenberken. Sie hat eine Blindenschule in Tibet gegründet und leitet diese gemeinsam mit ihrem Mann. Ich war wahnsinnig aufgeregt und sehr nervös. Aber die Stimmung war sehr gut und in wenigen Augenblicken entstand eine sehr offene und vertraute Atmosphäre, in der es sich gut arbeiten ließ. Ich war sehr beeindruckt von dieser jungen und starken Frau und habe das Interview mit meiner Kamera begleitet und im Anschluss einige Portraits von ihr und ihrem Mann gemacht. Damals (2006) wollte der Verlag die Bilder auf Mittelformat und auf Film fotografiert haben. Ich fotografierte mit meiner Mamiya RZ67. Obwohl schon alle Welt digital unterwegs war, hatte ich nichts dagegen, auf Film zu fotografieren. Ich hab sie geliebt, diese Kamera. Und ich muss zugeben, dass ich zu den Spätzündern gehörte, was das Umsatteln auf die digitale Fotografie anging.

Edelsteinfasser (Patrick Schneider Fasseratelier)

Was war dein schönstes/schlimmstes Erlebnis als Fotograf?
Außer einigen technischen Schäden, welche ja für das Fotografenherz sehr schlimm sein können, ist mir in meiner beruflichen Laufbahn bisher noch nichts wirklich schlimmes passiert.
Natürlich sind die schönsten Erlebnisse in einem Fotografenleben, wenn man einen tollen und aufregenden Auftrag hat, sich an großartigen Location aufhalten darf und die Bedingungen perfekt sind. Das ist einfach und macht großen Spaß. Weniger einfach sind die Momente in denen nicht alles perfekt ist. Die Lokation ist so lala und die Bedingungen (Zeitmangel, Enge, schlechtes Licht…) nicht zufrieden stellend. Dennoch ist immer ein gutes Bild möglich. Davon bin ich überzeugt. Die schönsten Erlebnisse sind für mich die, in denen unter solchen Voraussetzungen ein gutes Bild gelingt.

Wie arbeitest du am Liebsten?
Ich arbeite am liebsten im Team mit meinem Kollegen Christian Ahrens. Zusammen sind wir einfach unschlagbar! Eingespielt wie wir sind, können wir auch schwierige Gegebenheiten und Locations entspannt und ruhig händeln. Wir sind wirklich ein starkes Team!
Ich höre außerdem gerne den Satz: »Sie machen das schon«. Ich mag es, wenn die Bilder noch offen sind und ich als Fotografin auf die Bildkonzepte Einfluss habe.
Und ich arbeite gerne an außergewöhnlichen Locations. Dann verspüre ich immer ein besonderes Glücksgefühl darüber, welchen Weg mir meine Kamera bahnt.
Darüber hinaus mag ich es, wenn ich herausgefordert werde. Deshalb müssen die Bedingungen nicht immer perfekt sein.
Und ich liebe es, dass Fotografierverbotsschild ignorieren zu dürfen.

© Silvia Steinbach_fotogloria

Wie hast Du Deinen eigenen fotografischen Schwerpunkt / Standpunkt entwickelt?
Ich würde sagen, mein fotografischer Schwerpunkt hat mich gefunden. Ursprünglich wollte ich mich fotografisch im Sport austoben. Allerdings hat mir hier die Vermarktung der Bilder nicht gefallen. Zu schnell, zu kurzlebig, zu hektisch, zu unästhetisch…
Aufträge aus den Bereichen Industrie und Corporate kamen einfach auf mich zu und wurden  immer zahlreicher. Erst im Laufe der Zeit habe ich meine Liebe zu dieser Fotografie entdeckt. Und jetzt möchte ich so schnell nichts anderes mehr tun – es ist spannend, aufregend, immer anders, und das Wichtigste: es ist eine absolut sinnvolle Fotografie.
In meinem Fotodesign-Studium hat mich dieser Bereich noch eher weniger interessiert. Es brauchte etwas Erfahrung, Menschen bei der Arbeit, Technologien und Arbeitsprozesse so zu visualisieren, dass es spannend, emotional und für die Zielgruppe ansprechend wurde. Dabei bin ich nicht der stille Begleiter, sondern kreiere bewusst und aktiv Bilder für die Unternehmenskommunikation. Neue und innovative Techniken und Entwicklungen, sowie die Menschen dahinter zu zeigen und im Bild verständlich zu machen, ist eine große Aufgabe. Ganz nach meinem Slogan: Der Mensch im Mittelpunkt, die Technik im Vordergrund und neue und innovative Entwicklungen in der Industrie im Fokus.

Was verbindest Du mit fotogloria | büro für fotografische zusammenarbeit?
Ein starkes Team, mit drei Charakterköpfen, die den Markt beobachten, neugierig und ehrgeizig sind.
Ich gebe gerne Verantwortung an fotogloria ab, denn ich weiß, hier bin ich gut aufgehoben. Besonders für große Projekte, wie im vergangenen Jahr für den DIHK (Deutscher Industrie- und Handelskammertag e.V.) in Berlin, schätze ich es, fotogloria an meiner Seite zu haben!
Ich glaube, in diesem Dreierteam steckt viel Potenzial und ich bin gespannt und voller Erwartung auf die noch anstehenden Projekte und Aufgaben. Wir sind gemeinsam schon einen ganz schönen Weg gegangen und viele weitere werden hoffentlich noch folgen. Toll, dass wir uns über den Weg gelaufen sind!

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Für welchen Kunden würdest Du gerne einmal arbeiten?
Die großen Namen der Industrie machen sich natürlich gut in der Referenzliste und haben meistens spannende und aufregende Locations. Daher sind sie natürlich immer gern gesehene Kunden und Auftraggeber.
Aber grundsätzlich arbeite ich gerne für Kunden, die die Themen unserer Zeit, wie Fachkräftemangel und die Azubi-Rekrutierung im Blick haben und aktiv und kreativ angehen.
Ich möchte weiterhin vor allem für Kunden arbeiten, die mit einer emotionalen und spannenden Bildsprache ihre Zielgruppe erreichen wollen und erkannt haben, dass das Medium Fotografie hierfür eine starke Waffe ist.

 

* Silvia Kröger-Steinbach ist eine Hälfte des Kreativ-Verbundes Ahrens+Steinbach. Gemeinsam mit ihrem fotografischen Partner Christian Ahrens hat sich das Duo auf die Arbeitswelt spezialisiert. Sie realisieren gemeinsam bildbasierte Projekte für Verbände, Institutionen, öffentliche Auftraggeber oder Unternehmen. Ahrens+Steinbach stellen den Menschen in den Mittelpunkt und fotografieren in den Bereichen Corporate, Industrie und Unternehmensreportage. Ahrens+Steinbach leben in Lindlar und Köln und arbeiten überall.

fotogloria vertritt die Industriefotografin Silvia Kröger-Steinbach zusammen mit ihrem Parter Christian Ahrens exklusiv und weltweit. Über fotogloria können Sie das Duo Ahrens+Steinbach gerne für Ihre Ideen und Aufträge buchen – melden Sie sich jederzeit unter 040 609 42 906 -0 oder info@fotogloria.de.

Neu bei fotoloria: Industriefotografie von Frank Herfort

Frank Herfort ist ein Reisender – sowohl durch die Wahl seiner beiden Wohnorte (Berlin und Moskau) als auch im Auftrag seiner internationalen Kunden. Aber eben auch durch die verschiedensten Facetten seiner Fotografie: Als wohlüberlegt und positiv neugierig kann man seine Reportagen bezeichnen, als strukturiert und emotional inspiriert seine Commercials. Präzise und dabei staunend sind seine Interieur- und Architektur-Arbeiten, exakt und liebevoll komponiert seine Industrie-Themen. Kurz: Frank Herfort überrascht und ist dabei trotzdem immer zuverlässig in den höchsten Qualitätsstufen der Fotografie unterwegs.

Im fotogloria-Blog beantwortet Frank die »7 Fragen an…« und erzählt wie er zur Industriefotografie gekommen ist und was sie für ihn bedeutet. Herzlich willkommen!

fotogloria: Warum bist Du Fotograf geworden?
Frank Herfort: Für mich war und ist es immer leichter mich mit Bildern auszudrücken als mit Worten.
Das engt die Berufswahl schonmal stark ein. Seit dem ich 16 bin interessiere ich mich für das Produzieren von Bildern und daran hat sich bis heute nichts geändert. Ich glaube es ist der schönste Beruf, den man sich vorstellen kann.

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Kannst Du Dich an Deinen ersten Job erinnern?
Während ich gerade als Assistent für einen anderen Fotograf unterwegs war, erhielt ich einen
Anruf vom Stern. Ich durfte für meinen ersten Job nach Finnland, wo ich den Nokia GM für eine
Reportage über die Stars der Funkamateurszene fotografierte. Über drei Stunden standen wir im verschneiten Wald, um ihn neben seinen Antennen zu fotografieren. Er war sicher genauso aufgeregt wie ich, denn er vergaß die Zündung an seinem Wagen abzustellen, was ein leere Batterie zur Folge hatte und ein Weiterfahren aus dem Wald unmöglich machte. Erst seine Frau mit dem Zweitwagen und dem Starterkabel retteten uns. Danach ging es noch quer durch Deutschland und meine Perspektive änderte sich und wollte nie wieder assistieren.

Was war Dein schönstes / schlimmstes Erlebnis als Fotograf?
Also ich erfreue mich immer an allen Sachen, die ich machen darf. Es ist immer irgendwie anders, spannend und herausfordernd. Eine sehr schönes Erlebnis war aber ein Job, den ich letztes Jahr in Afrika für ein rußisches Goldunternehmen fotografieren durfte. Ich bin drei Wochen lang mit einer für mich zur Verfügung gestellten Cessna, inkl. Pilot, durch Guinea, Mali, Mauretanien und Burkina Faso geflogen. An ein schlimmes Ereignis kann ich mich nur erinnern, als ich von einer russischen Taxigang in der Pampa stehengelassen wurde und ich auch noch um mehre hundert Euro erleichtert wurde. Da hatte ich schon ein etwas mulmiges Gefühl, die Jungs waren nicht so lustig.

Wie arbeitest Du am liebsten?
Am liebsten habe ich ein aufwendiges Projekt, bei dem ich mehrere Tage in der Welt unterwegs bin und nach meiner Regie die Bilder produzieren kann.

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Was verbindet Dich mit fotogloria?
fotogloria ist für mich eine sehr professionelle Agentur mit langjähriger Erfahrung und guten Kontakten zu Industrie- und Corporate Kunden. Super Know-How und perfekte Organization und Produktion ist selbstverständlich.

Wie hast Du Deinen eigenen fotografischen Schwerpunkt / Standpunkt entwickelt?
Ich fotografiere alles was mit Menschen, Architektur, Interieur und Industrie zu tun hat. Eine großartige Komposition und eine gewisse Statik sind für mich sehr wichtig. Alles was sich schnell bewegt sind nicht so meine Sachen. Ich liebe es mit Tageslicht zu arbeiten und das gegebenenfalls mit großen Reflektoren zu leiten, aber auch mit gezielten Spotlichtern arbeite ich gern. Ich bin lieber draußen auf location als drin im Studio. Entwickelt hat sich das alles aus meinen eigenem Interesse an diesen Dingen.

© Fank Herfort_fotogloria_1

Für welchen Kunden würdest Du gerne einmal arbeiten?
Ich freue mich auf alle Kunden, die sich mit meiner Fotografie identifizieren können.

fotogloria vertritt Frank Herfort und seine Industriefotografie weltweit. Über fotogloria können Sie Frank Herfort gerne für Ihre Ideen und Aufträge buchen – melden Sie sich jederzeit unter 040 609 42 906 -0 oder info@fotogloria.de.

7 Fragen an… Industriefotograf Christian Ahrens

fotogloria: Warum bist Du Industriefotograf geworden?
Christian Ahrens: Die professionelle Fotografie bot mir die Möglichkeit, zu neuen Ufern aufzubrechen und neue Abenteuer zu erleben. Eine Kamera in der Hand und ein Auftrag: das ist die beste Legitimation, die Wunder der Welt zu sehen, zu erkunden und in starke Bilder zu übersetzen. Meine Mission: die Technologie-Abenteuer unserer Zeit zu fotografieren und den Menschen dabei in den Mittelpunkt zu stellen.

Kannst Du Dich an Deinen ersten Job erinnern?
Mein Einstieg in die Berufsfotografie begann mit einer Art Paukenschlag: über die Empfehlung einer befreundeten Videoproduzentin buchte mich eine Eventagentur drei Tage nach Athen. Dort begleitete ich des Europäische Händlertreffen eines Autokonzerns. Höhepunkt war die große Gala im „Peace and Friendship Stadium“ zu Athen. Es war herausfordernd, brachte mich an meine Grenzen, aber es war ein Erfolg. Ich erinnere mich an einen Moment, als ich in der Hallendecke auf einem Techniksteg saß, um Bilder aus der Vogelperspektive zu machen. Da legte ich die Kamera eine Minute beiseite und nahm den Moment mit allen Sinnen auf: die exponierte Situation, die vielen Menschen, die außergewöhnliche und sensationelle Location, die Erkenntnis, dass nur Fotografen (und ein paar Spezialisten) solche Erlebnisse haben. Mir war klar: das ist mein Ding.

Trockenbaumonteur im Einsatz

Was war Dein schönstes / schlimmstes Erlebnis als Fotograf?
Die schönsten Erlebnisse sind bei mir immer gekoppelt an außergewöhnliche Locations und Arbeitssituationen. Sehr spannend waren zum Beispiel Fotoproduktionen, die stattfanden….
… auf einem Hochspannungsmast,
… bei Sprengreinigungen in einem Kraftwerk
… im Industrie-Abbruch mit aufregenden Maschinen und Anlagen
… in unterirdischen Speicheranlagen
… usw. usf.
Mein schlimmstes (aber gleichzeitig auch sehr hilfreiches Erlebnis) war ein Auftrag, bei denen es um fummelige Sachaufnahmen ging. In meiner Anfangszeit hatte ich einen Kunden, für den ich Jahr für Jahr schreckliche Studioaufnahmen von schrecklichen Objekten produzierte. Ich war jung (im Geschäft) und brauchte das Geld…. Von Jahr zu Jahr fiel mir das immer schwerer, und irgendwann war mir klar, wie sehr diese Arbeit gegen mein Selbstverständnis als Fotograf verstieß. Ich habe den Job dann gekündigt und freiwillig auf zwei Monatsumsätze verzichtet – aber ich fühlte mich absolut erleichtert.

Wie arbeitest Du am liebsten?
Klare Antwort: im Team! So abwechslungsreich und aufregend unser Beruf ist, man ist normalerweise auch ein einsamer Wolf. Daher bin glücklich, in Silvia Steinbach eine Partnerin gefunden zu haben, mit der ich nicht nur beruflich, ästhetisch, fotografisch usw. hervorragend harmoniere, sondern mit der es auch unglaublich viel Spaß macht, Produktionen gemeinsam zu entwickeln und zu gestalten und einfach zusammen zu arbeiten. Die Kamera wandert von Hand zu Hand, ein fließender Übergang, wir kennen uns, ahnen meist schon, was der jeweils aktive Fotograf gleich benötigen wird und können so sehr effizient und schnell arbeiten. Wir sind einfach ein kongeniales Team.

Liesegang, Ticona, Abbruch

Was verbindet Dich mit fotogloria?
Wir Zwei fühlen uns bei fotogloria sehr gut aufgehoben: Edda, Jochen und Mike sind sympathische Profis, die schon viel für und mit uns erreicht haben und von denen wir noch ganz viele großartige Projekte und Umsätze erhoffen. Unser gemeinsames Mammutprojekt mit über 100 Fotoproduktionen ging dank der professionellen Organisation von fotogloria praktisch reibungslos über die Bühne, war gut verhandelt und hat zudem wie erhofft einiges an Folgeaufträgen erbracht. Wir freuen uns auf alles, was noch kommt!

Wie hast Du Deinen eigenen fotografischen Schwerpunkt / Standpunkt entwickelt?
Als ich mit der professionellen Fotografie begann, habe ich sehr intensiv genau nach diesem Schwerpunkt gesucht. Am wichtigsten war es mir, meinen Anspruch auch einzulösen: Ich will mit der Kamera in der Hand Abenteuer erleben: sinnliche, haptische, optische, fotografische, ästhetische. Diese Möglichkeit habe ich in der Corporate-, Unternehmens- und Technologiefotografie gefunden.
Bei dieser Suche waren auch zwei Bücher hilfreich und wegweisend: „Corporate & Location Photography“ des amerikanischen Fotografen Gary Gladstone und „Beruf Fotograf“ von fotogloria-Mitglied Gert Wagner. Unter anderem über diese Vorbilder kam ich zu meiner beruflichen Mission.
Aber es geht mir nicht nur darum, »mein Ding« zu machen. Noch wichtiger ist die Mission unserer Kunden: was sie erreichen und kommunizieren wollen, ihre Botschaft und ihre Mission steht im Mittelpunkt jeder unserer Aufträge, und wir geben immer alles, um für diese Botschaften einen starken Ausdruck zu finden.
Und was die Bildsprache angeht: was ich heute wie fotografiere ist das Ergebnis eines langen Entwicklungsweges, der sich aus vielen Quellen speist, aber den Silvia und ich auch über weite Strecken gemeinsam gegangen sind. Über Jahre haben wir unsere Bildsprache gemeinsam verfeinert. Wir produzieren Fotografien, die von einem enthusiastischen Blick auf die Welt geprägt sind und dies möglichst kraftvoll ausdrücken.

Abbruchverband, Bauwerksmechaniker

Für welchen Kunden würdest Du gerne einmal arbeiten?
Oh, da fallen mir eine Menge möglicher Auftraggeber ein: für einen Offshore-Windanlagenbetreiber, für Sonnenkraftwerker in der Wüste, für große Reedereien, für große und kleine Werften oder ganz einfach für gut geführte Technologie-Unternehmen, die herausfordernde Dinge tun, einen Beitrag für die Zukunft unserer Gesellschaft leisten und wirklich verstanden haben, dass ihre Mitarbeiter und das Miteinander in der täglichen Arbeit einen unerhört großen Wert darstellen.

* Christian Ahrens ist eine Hälfte des Kreativ-Verbundes Ahrens+Steinbach. Gemeinsam mit seiner fotografischen Partnerin Silvia Steinbach hat sich das Duo auf die Arbeitswelt spezialisiert. Sie realisieren gemeinsam bildbasierte Projekte für Verbände, Institutionen, öffentliche Auftraggeber oder Unternehmen. Ahrens+Steinbach stellen den Menschen in den Mittelpunkt und fotografieren in den Bereichen Corporate, Industrie und Unternehmensreportage. Ahrens+Steinbach leben in Lindlar und Köln und arbeiten überall.

fotogloria vertritt den Industriefotograf Christian Ahrens zusammen mit seiner Parterin Silvia Steinbach exklusiv und weltweit. Über fotogloria können Sie das Duo Ahrens+Steinbach gerne für Ihre Ideen und Aufträge buchen – melden Sie sich jederzeit unter 040 609 42 906 -0 oder info@fotogloria.de.