Medizinfotografie – Wolfram Schroll

Ob im Operationssaal oder im wissenschaftlichen Labor. Ob während eines Anamnesegesprächs oder in der pharmazeutischen Fertigungshalle. Ob während einer apparativen Diagnostik oder in einer Konferenz von klinischen Mitarbeitern – alle Situationen im Gesundheitswesen haben eines gemeinsam: Für eine wirksame Unternehmenskommunikation brauchen sie ein besonderes fotografisches Fingerspitzengefühl.

Die fünf fotogloria-Medizin-Fotografen bringen genau das mit und haben die nötige Erfahrung, sich in jeder der gefragten Umgebungen zu bewegen – sensibel, motivsicher und mit dem erforderlichen Fachwissen. Und ihre Medizinfotografie  ist darüber hinaus sowohl kreativ als auch qualitativ höchst anspruchsvoll.

Einer der fünf ist Wolfram Schroll. Von Haus aus Industriefotograf, führten ihn Interesse und Auftrag immer wieder in Krankenhäuser. Den komplexen Aufgaben der Umgebung stellt er sich mit seinem geschulten Blick für Zusammenhänge und verwandelt schwierigste Situationen in Bilder, die neugierig machen.

Medizinfotografie | fotogloria – Wolfram Schroll | fotogloria

fotogloria fragt: Wolfram, was reizt Dich eigentlich an der Medizinfotografie?

Wolfram Schroll: Der Artdirector blassgrün im Gesicht, der Assi stolpert uber unser Stativ und ich traue mich nicht zu fragen, ob wir das Bein vom Patienten etwas nach rechts schieben können. Ich möchte mehr sehen vom Brustkorb und was der Chirurg da am offenen Herzen so macht. Der Operateur ist begeistert, er läßt eine Leiter holen, damit ich mehr von oben reinhalten kann. Der AD, immer noch etwas grün, drängt aber, mehr das Produkt zu fotografieren, die OP Kleidung. Irgendein Alarm geht los, es wird hektisch, wir gehen lieber…

Als ich vor Jahren das erste Mal in einem OP fotografieren sollte, war ich fürchterlich aufgeregt.
Meine persönlichen Erfahrungen in diesem Bereich beschränkten sich auf die Geburt meiner
Kinder, auch sehr aufregend, aber völlig anders.

Die erste Operation war dann eine Hand OP, sehr kurz und unblutig, genau das Richtige für einen Anfänger. Weitere Aufträge kamen, Operationen an Herz und Hüfte, Knie, Augen und auch Jobs in anderen Bereich der Medizin.

Medizinfotografie | Wolfram Schroll | fotogloria

Andere fragten und ich mich selbst auch, was finde ich eigentlich so spannend an einer OP, an einer Klinik, am ganzen Medizinbereich und Gesundheitswesen: Ich denke, es ist diese einzigartige Mischung aus dem ganzen High-Tech und den Menschen, die dort arbeiten. Oft fotografiere ich in der Forschung oder anderen Laboren, ein moderner OP-Saal steht einem modernen Labor in nichts nach, eher im Gegenteil. Und dazu die Menschen dort, Ärzte, Schwestern, Laboranten und Pfleger, man kommt ihnen, so finde ich, viel näher bei einem Shooting im OP als etwa den Managern und Ingenieuren beim Shooting eines Industriebetriebes.

Ich habe auf der Intensivstation genauso fotografiert wie auf der Frühchen-Station – wo sonst ist man dem Anfang und dem Ende des Lebens so nahe. Bei aller Routine im Medizinbereich und auch der notwendigen persönlichen Distanz des medizinischen Personals zum Patienten, meine ich bei vielen doch eine ganz eigenartige Herzlichkeit zu spüren. Es ist manchmal nur eine Geste, eine Berührung oder es sind ein paar Worte, diese Haltung und Menschlichkeit bei all dem Stress im Medizinwesen finde ich sehr faszinierend.

Ja, und es ist der reine Egoismus, der mich gerne im Medizinbereich fotografieren lässt.
Man sieht ständig etwas Neues und lernt so viele Menschen und Schicksale kennen wie
in kaum einem anderen Bereich.«

fotogloria vertritt Medizinfotograf Wolfram Schroll exklusiv und weltweit. Über fotogloria können Sie ihn gerne für Ihre Ideen und Aufträge buchen – melden Sie sich jederzeit unter 040 609 42 906 -0 oder info@fotogloria.de.