Archiv der Kategorie: Interview

fotogloria kann: PROJEKTMANAGEMENT

Wir sind darin erprobt, komplexe Aufgaben fotografischer und organisatorischer Natur zu bewältigen, denn wir sind erfahren in unserem Handwerk. Mit sorgfältiger Planung, Geduld und der nötigen Flexibilität realisieren wir sowohl langfristige, als auch internationale Projekte mit einem oder mehreren Fotografen. Oder beides zusammen. Lassen Sie uns Ihre Ideen wissen – wenn sie machbar ist, sind wir dafür die Richtigen.

Was heißt Projektmanangement im Zusammenhang mit Fotografie?
In unserem Fall heißt das, dass wir – neben der »normalen« Fotografen und -Shooting-Vermittlung – auch sehr gerne komplexe und längerfristige Aufgaben für unsere Kunden planen. Für eines unserer umfassendsten Projekte haben wir etwa für den Deutschen Industrie- und Handelskammertag realisiert – es galt rund 100 Berufe in anderthalb Jahren zu recherchieren, zu terminieren und letztlich zu fotografieren. Das braucht neben einer hervorragenden Organisation Geduld, hin und wieder Spontanität und vor allem eine gute Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten.
Komplexe Aufgaben schrecken uns also nicht. Im Gegenteil: Sie spornen uns an, fordern uns heraus und bringen uns zu allem Überfluss Spaß.

Wenn ich nur eine vage Projektidee habe, könnt Ihr mir bei der Ausformung derselben behilflich sein?
Gerne, das können wir mit am Besten. In den vielen Jahren in der Branche haben wir nämlich eines besonders gut gelernt: Wir können zuhören. Und anschließend das Gehörte in eine machbare Form bringen.

Was genau bietet Ihr denn in punkto Organisation und Administration an?
Das Rundum-Sorglos-Paket: Wir kümmern uns um die komplette Organisation, Terminierung, Rechteklärung, Shootingorganisation, Abrechnung und alle geschätzten tausend Kleinigkeiten, die es rund um ein reibungsloses Projekt zu bewältigen gilt.

Eine letzte Frage: Entwickelt Ihr auch eigene Ideen für Projekte?
Ja. Mit Leidenschaft– dürfen wir mit einer Idee an Sie herantreten? Kurze Nachricht genügt und wir werden versuchen, Sie zu überraschen.

 

*Sie suchen jemanden, der Ihnen bei einem komplexen fotografischen Projekt mit Rat, Tat, Geduld und Know-How beiseite steht? Und jemanden, der auch eigene Ideen beizusteuern weiß? Dann sind Sie bei fotogloria Projektmanagement richtig: info@fotogloria.de oder +49 (0)40 609 42 906 -0!

kwerfeldein: fotogloria mit dem Superlative-Projekt im Interview

Edda Fahrenhorst und Christoph Morlinghaus stehen dem Online-Magazin kwerfeldein.de Rede und Antwort in einem ausführlichen Interview – bitte HIER entlang!

Die Fragen gestellt hat übrigens Tabea Borchardt, bei der wir uns dafür und für ihre Geduld bedanken!

Und hier ein kleiner Einblick in Fragen und Antworten:

Christoph, Deine Fotografien sind generell sehr präzise, geradlinig und zeigen strukturierte Welten. Ist die Großformatkamera Deine meistbenutzte Kamera oder ist dies nun auch dem Sinnzusammenhang zum Projekt geschuldet?

Die Großformatkamera ist die einzige Kamera, die ich für meine Fotografie einsetze. Ich fotografiere entweder auf 4×5″- oder wie in diesem Projekt auf 8×10″-Farbnegativfilm. So arbeite ich seit Anbeginn meiner fotografischen Laufbahn und werde dem ziemlich sicher auch treu bleiben….

…Edda: In drei Stichworten: Was soll bzw. wird das Endresultat des Superlative-Projektes sein? Gibt es schon eine Deadline?

Nein, es gibt keine Deadline – das einzige, was uns limitieren kann, ist, dass wir nicht mehr genug finanzielle Mittel für das Projekt generieren können, um in der bisherigen Form weiterzuarbeiten. In 2018 allerdings haben wir vor, eine Art Zwischenbilanz zu ziehen und das Projekt auch außerhalb der sozialen Medien mit Ausstellungen, vielleicht einem Buch und so weiter bekannt zu machen. Danach hoffen wir, dass wir einfach weitermachen können mit dem Thema – unsere Wunschliste der Motive umfasst jetzt schon um die 100 Superlative und es kommen laufend neue Ideen dazu….

Employer Branding Kampagne für KWS Saat AG – fotogloria Shooting in den USA

Mitarbeiter zu fotografieren, ist immer eine Herausforderung: Authentizität ist das große Buzzword, aber natürlich muss auch das Image des Unternehmens gepflegt werden. Gerade dann, wenn man neue Mitarbeiter sucht, die das Unternehmen aus der Perspektive des Arbeitnehmers betrachten. Denn dann geht es plötzlich nicht mehr nur darum, sich attraktiv darzustellen, sondern auch darum, ob alles inhaltlich stimmt: Bedient er das Mikroskop, wie es ein Biotechnologe tun würde? Würde sich ein Agrarwissenschaftler eine Pflanze so anschauen? Würde ein Biochemiker ein Reagenzglas tatsächlich so befüllen? Marktforschungen beweisen, wie stark potenzielle Mitarbeiter auf die Korrektheit des Abgebildeten achten.

Alle Unternehmen kämpfen um die Besten, und im Fall von KWS geht es um viel: Der Saatguthersteller spielt an der Weltspitze mit und macht gigantische Umsätze. Mehr als 1,3 Milliarden Euro im Jahr 2015/2016. Und das mit einem erklärten Verantwortungsbewusstsein gegenüber Mensch und Natur, indem KWS sich einer nachhaltigen, ressourcen- und umweltschonenden Saatgutherstellung verpflichtet.

Worauf zukünftige Mitarbeiter wirklich achten, weiß die Agentur Palis & Mohrmann aus Hamburg, die sich für die weltweite Employer Branding Kampagne verantwortlich zeichnet. Zusammen mit dem fotogloria-Fotografen Hollis Bennett – einem preisgekrönten Fotografen aus Nashville, Tennessee (USA) wurde u.a. ein Fotoshooting in St. Louis, USA, realisiert. Hollis Bennet ist auf »real people doing real things« spezialisiert, was also perfekt zu dieser Thematik passt!

Zu der Zusammenarbeit sagt Creative Director Kilian Palis: »Wir haben schon einige spannende Aufträge mit fotogloria zusammen gemacht und die Agentur war auch in diesem Fall die erste Wahl für uns, denn: Wir können uns hundertprozentig darauf verlassen, einen sehr guten Fotografen vermittelt zu bekommen. Egal wo auf der Welt. Egal für welche Aufgabe. Und Hollis Bennett hat seine Sache in St. Louis wirklich gut gemacht.«

Ein schönes Projekt, vielen Dank dafür!

 

Wie es Hollis Bennett mit diesem Job ergingt, hat er uns im ausführlichen fotogloria-Interview beantwortet.

You came to do the KWS photo shoot via fotogloria – what was it about and what exactly needed to be photographed?
I was contacted by fotogloria earlier this summer with the potential for a corporate shoot here in the United States for a German company: KWS.  KWS has a facility here in St. Louis, about 5 hours from where I am based, and they needed images of their employees and operation to showcase the diversity that exists within the company as well as the cutting edge technology and facilities that they utilize.

How did you prepare for the photo shoot and what equipment did you take with you?
There were a good number of emails back and forth between myself and the creative team to discuss approach, goals and output. The design agency, Palis&Mohrmann, shared their design guidelines with me as well. Knowing that this would be a ‘from the hip’ style shoot, I brought minimal lighting and a light camera package so as to be able to be unobtrusive and move fast.

Did you have free rein in the choice of motifs and the compositions or did the client brief you about what was required?
We had very specific layout guidelines that the images needed to fit but within that, there was a great deal of collaboration and brainstorming to come up with new and unique images for the compositions.

How did you go about the photo shoot?
With any shoot of mine, doing some research is the first thing I do. I found out what the company was all about as well as tried to get an idea of their past work.  Once we were on set, I made sure that everyone was communicating with each other clearly and accurately so there was no misunderstandings.  Once we were all on the same page, we made a game-plan for the day’s shooting and then got right in to shooting.  We would mock up shots before bringing in the talent (KWS employee) since they were still working and we wanted to be able to take as little time of theirs as possible.

Which was the toughest moment during the photo shoot?
I think the toughest part of this shoot was finding enough variety and unique backgrounds as the location was relatively small.  Fortunately, the location is quite nice and unique and made for some very nice images.

Which is you favourite picture from the photo shoot and why?
Some of the images where the scientists are working in the incubation chambers are quite nice as well as the work being done out in the greenhouse.  Its nice to be able to combine the clinical, hard science side of the business with the more softer, organic plant side of things.

Last but not least, how did you find the collaboration with fotogloria?
Working with fotogloria is great, as always.  I wish we could do more work together but being in 2 different continents makes that difficult.  Even still, whenever we work together we always make excellent results.

* Ihr Unternehmen, Ihre Agentur, Ihr Magazin hat internationale Themen und Sie suchen einen Fotografen vor Ort, der die Landessprache spricht, sich mit den kulturellen Gepflogenheiten auskennt und der Ihre Qualitäts-Standards erfüllt? Wir finden für Sie den passenden Fotografen für jeden Bereich der Unternehmenskommunikation und für jede Ihrer Ideen – und das in jedem Land, jeder Region und jeder Stadt. Eben die Corporatefotografie International von fotogloria: international@fotogloria.de

fotogloria kann: BILDREDAKTION

Bilder können mit nur einem Blick Meinungen bilden, Emotionen auslösen oder Informationen weitergeben. Damit die Botschaft aber in den richtigen Kontext gebracht wird, braucht es Erfahrung, Professionalität und Kreativität – eben eine gute Bildredaktion. Und die bieten wir Ihnen beim Finden des richtigen Bildes an. Mithilfe unseres internationalen Fotografen-Netzwerks und natürlich auch über verschiedene Bildanbieter – das Ergebnis zählt.

Eine externe Bildredaktion soll zuallererst mal entlasten – welche Leistungen bietet Ihr diesbezüglich an?
Das ganze Paket: Das geht bei der Themenrecherche und -zusammenstellung los, führt dann über die Zusammenstellung von Vorschlägen und über die Rechteklärung bis hin zur Lizenzierung und finalen Abrechnung im jeweiligen Budgetrahmen. Also alles, was administrativ getan werden muss.
Aber da Administration zwar viel, aber nicht alles ist: Wir finden natürlich das beste Material für das jeweilige Medium.

Kann man bei Euch auch mit frischen Ideen rechnen?
Na klar – Ideen haben wir reichlich und beim Tun kommen immer noch welche dazu, denn: Die optimale Lösung für den Kunden und für das Medium will gefunden werden und dabei kann man auch ruhig quer und kreativ denken.

Wie geht Ihr bei einem Suchauftrag vor: Sucht Ihr nur im fotogloria-Archiv nach passendem Bildmaterial?
Nein, dafür ist das fotogloria-Archiv viel zu klein. Natürlich beziehen wir unsere Bilddatenbank immer mit ein, aber wir suchen grundsätzlich auf verschiedenen Ebenen: Im ersten Schritt kontaktieren wir alle Fotografen und Bildagenturen aus unserem Netzwerk – national und international. Zeitgleich recherchieren wir aber auch bei verschiedensten Bildanbietern nach dem richtigen Material. Und das so lange, bis es gefunden ist.

Was zeichnet Eurer Meinung nach eine gute Bildredaktion aus?
Neben dem unerlässlichen Wissen um die Regeln und Gesetze des Marktes vor allem zwei Dinge: Kreativität und ein gutes Allgemeinwissen. Das Allgemeinwissen braucht es, um auch im Bildbeschriftungs-Dschungel das richtige Bild zu finden. Die Kreativität ist gefragt, um neben dem üblichen Material auch überraschendes zu finden und in den richtigen Zusammenhang zu setzen.

Und was könnt Ihr davon besonders gut?
Offen gestanden sind wir in all den Punkten richtig gut. Wir kommen aus der traditionellen Schule der Bildagenturen und haben das Handwerk von der Pike auf gelernt. Dazu haben wir im Laufe unserer Jahre im Business sehr, sehr, sehr viele Fotos gesehen – mit diesem visuellen Wissen und Gedächtnis können wir einschätzen, was gut ist.

 

* Ihr Unternehmen, Ihre Agentur, Ihr Magazin kann Unterstützung beim Bilder suchen, Bilder finden, Bilder lizensieren oder alles auf einmal gebrauchen? Melden Sie sich gerne und unverbindlich bei uns und wir schauen gemeinsam, wie wir Ihnen die Arbeit erleichtern können: info@fotogloria.de oder 040 609 42 906-0

Horizonte-Countdown 2017 | Jan Michael Hosan

Mit großformatigen Insekten kennt sich der Fotograf Jan Michael Hosan aus. Bereits 2014 zeigte er in der großen Open-Air-Ausstellung am Zingster Strand seine Schmetterlinge. In diesem Jahr sind seine neuen Bilder zum zehnten Fotofestival horizonte zingst auf dem Museumshof zu sehen – die Ausstellung trägt den Titel »Stoppt den Bienenvölkermord« und soll aufrütteln, soll ein Umdenken in Gang setzen und sie soll aber vor allem eines sein: Eine Verbeugung vor der Honigbiene.

Im Interview erzählt der fotogloria-Fotograf – der, wenn er nicht an seinen freien Strecken arbeitet, für seine Industrie-Kunden um die ganze Welt fliegt – warum eine Aufnahme schon mal einen Tag dauern kann, warum sich ein Bienenvolk seinetwegen ziemlich aufgeregt hat und wie man Bienen dazu bringt, in die Kamera zu schauen.

fotogloria: Warum interessierst Du Dich für Bienen?
Jan Michael Hosan: Nachdem ich 2014 die Schmetterlinge für Zingst fotografiert hatte, hat mich das Thema Insekten nicht mehr losgelassen. Ich habe in meiner freien Zeit viel experimentiert und habe Spinnen, Käfer, und Co. vor die Kamera geholt.

Vor allem aber wollte ich unbedingt eine technische Idee umsetzen: Wie schaffe ich es, einem Insekt quasi eine Kamera auf den Rücken zu binden und es im Flug die Artgenossen fotografieren zu lassen? Oder genauer gesagt: Wie kann ich ein Makro mit einem scharfen oder einem gesteuert bewegungsunscharfen Hintergrund fotografieren?

Erst wollte ich das Thema mit Hummeln fotografieren, aber dann habe ich sehr, sehr viel über Bienen gelesen und fand sie sofort total spannend, das sind richtig tolle und interessante Tiere. Und sie sind eine bedrohte Spezies, für die sich zu engagieren lohnt. So kam eines zum anderen und ich habe mein erstes Bild von drei orientierungslosen Bienen in einer Großstadt geschossen.

Danach war mir allerdings sofort klar, dass ich die Bienen vor allem dort fotografieren will, wo sie auch für uns Menschen überlebenswichtig sind: Bei ihrer Arbeit, draußen, unterwegs, Blütenstaub sammelnd und verbreitend. So sind dann die Bilder im Freien entstanden und begleitend nach und nach die anderen Motive im Studio.

Wie hast Du die Bilder im Studio technisch umgesetzt?
Dazu habe ich mit einem sehr aufwändigen Studioaufbau viel ausprobiert und experimentiert. Das Bild mit der Biene, die auf die Lupinen zufliegt, habe ich zum Beispiel so umgesetzt: Zuerst habe ich die Kamera auf einen Wagen gesetzt, bin mit dem Wagen durch die Wiese gefahren und habe dabei ausgelöst. So ist die Bewegungsunschärfe entstanden. Danach habe ich das Bild hochauflösend ausbelichtet und auf einen Hintergrund aufgebracht. Dieses Bild habe ich in einen eigens für den zweck gebauten Kasten aus entspiegeltem Museumsglas gesetzt.

Dann kamen die Bienen dazu, die ich zuerst einmal irgendwie dazu bringen musste, in die Richtung zu fliegen, in der ich sie brauchte. Herauszufinden, wie das funktioniert, hat mich einige Zeit gekostet. Am Ende war die Lösung: Ich habe sie mit zwei Dauerlichtleuchten gelenkt, denn sie fliegen immer zum Licht. So habe ich es auch am Ende geschafft, dass sie quasi in die Kamera schauen.

Fotografiert habe ich letztendlich dann mit zwei Speedblitzen, um diese unglaublich schnellen und extrem kleinen Tiere mit der richtigen Schärfe zu erwischen.

Du arbeitest  seit etwa einem Jahr an dem Thema – wie bist Du vorgegangen?
Die Studio-Bilder habe ich immer dann gemacht, wenn ich mal eine größere Lücke in meinem Auftragskalender hatte, da sie unglaublich aufwändig und zeitintensiv sind.

Die Fotos, die draußen entstanden sind, erforderten eine ganz andere Herangehensweise – zuerst einmal war ich auf gutes und warmes Wetter angewiesen, denn dann sind die Bienen am aktivsten. Ich hatte jüngst also eine ziemlich lange Pause…Sobald aber die erste Frühlingssonne wieder draußen war, habe ich direkt weiter gemacht.

Generell musste ich erstmal die richtige Optik finden – ich habe mit einem Tele begonnen, das sah aber nicht aus, da die Perspektive zu gestaucht war. Nach und nach habe ich mich dann zu der Normalbrennweite vorgearbeitet, das 50er hat am Ende tatsächlich die besten Ergebnisse gebracht und mit vier Zwischenringen waren Schärfe und Look genau so, wie ich mir das vorgestellt hatte.

Auf der Wiese hatte ich dann immer dabei: Eine Lampe für das Hauptlicht, zwei bis drei Blitze und ein Lichtleiterkabel. Damit war das Equipment klar, dann musste ich »nur noch« Bilder machen.

Was war an dem Thema besonders herausfordernd?
Die Schärfe. Ich wollte natürlich perfekte Ergebnisse und Bienen sind verdammt flink. Ich habe brutal viele Bilder gemacht, um am Ende überhaupt eine kleine Auswahl zu haben…

Nicht ganz ohne war auch die Arbeit am Bienenstock. Um die Bienenkönigin auf ihrer Wabe zu fotografieren, war ich mit dem gesamten Oberkörper im Bienenstock, nur etwa drei Zentimeter von der Königin entfernt. Ihr Volk war entsprechend sauer über den Endringling, flog aufgeregt um mich herum und saß überall, auf meinen Händen, Gesicht und Oberkörper. Dabei die Kamera ruhig zu halten – zumal ich einige Stiche abbekommen habe – war nicht einfach…

Welches Bild magst Du am Liebsten?
Das mit der Biene, die auf die Lupinen zufliegt. An dem Bild habe ich einen ganzen Tag gearbeitet, aber jetzt ist es genau so, wie ich mir das vorgestellt habe.

Die Ausstellung »Stoppt den Bienenvölkermord« von Jan Michael Hosan ist ab dem 20. Mai 2017 auf dem Museumshof in Zingst zu sehen – Open Air und in XXL. Zu der Ausstellung werden im Museumsgarten übrigens Bienenstöcke aufgestellt, der erste Festivalhonig wir dann vermutlich nicht mehr lange auf sich warten lassen.

 

P.S.: Nach einer klassischen Ausbildung zum Werbefotografen arbeitete Jan Michael Hosan in Studios in Österreich und der Schweiz. Sein Handwerk – die Industriefotografie – schließlich mehr als beherrschend, eröffnete er 2006 sein eigenes Studio. Seitdem setzt er die Ideen seiner internationalen Kunden um – mit einem hochprofessionellen und den speziellen Anforderungen angepassten Equipment und immer mit seinem eigenen Blick. Jan Hosan ist neben der Industriefotografie auf Technologie-, Medizin und Wissenschafts-Fotografie spezialisiert. Er lebt in Neuwied und arbeitet weltweit.

P.P.S.: fotogloria vertritt  Jan Michael Hosan und seine Industriefotografie exklusiv und weltweit. Über fotogloria können Sie ihn gerne für Ihre Ideen und Aufträge im Bereich Industriefotografie buchen – melden Sie sich jederzeit unter 040 609 42 906 -0 oder info@fotogloria.de

 

Horizonte-Countdown 2017 | Olya Morvan

Plastikmüll bedroht mehr und mehr den Lebensraum der Ozeane. Und damit auch den Menschen. Diese Erkenntnis hat das Umweltfotofestival horizonte zingst in diesem Jahr dazu veranlasst, ihr Festival unter das Leitthema »S.O.S. – Save Our Seas« zu stellen. Um aufmerksam zu machen. Und um die Fotografie noch stärker als Instrument für den aktiven Naturschutz einzubinden.

Eine der zentralen Ausstellungen zu dem Leitthema trägt den Titel »Pick It Up« – konzipiert, initiiert und organisiert von fotogloria.

Hinter der Idee zu der Schau stecken die Fragen: »Was kann Mensch leisten – und sei der eigene Beitrag auch noch so klein – um die Plastikmüllverschmutzung einzudämmen? Und wie kann man das Ganze in die Sprache der Fotografie übersetzen?«

Um die Idee zu realisieren, haben wir 13 internationale Fotografen gebeten, sich vor ihrer Haustür an den Ufern der Meere und Flüsse umzuschauen, Plastikmüll ausfindig zu machen und daraus ein Bild zu kreieren. Und genau dashoffen wir, machen uns viele Menschen nach.

Das Motto lautet: Hinsehen, hingehen, aufsammeln, Foto machen, das Foto mit anderen teilen, Plastikmüll vernünftig entsorgen – eben »Pick It Up«.

Und damit auch ganz klar wird, wofür wir das machen, sind in der Ausstellung nicht nur Bilder von Plastikmüll zu sehen, sondern auch phantastische Unterwasseraufnahmen von dem 14ten Fotografen der Runde: Uli Kunz.

Wir hoffen, dass sich viele Menschen die Ausstellung ansehen, die Botschaft mitnehmen und weiterverbreiten!

Heute: Olya Morvan – Doha | Katar | Asien | Persischer Golf

Where did you take your photo?
At the Ghost Town beach, North from Doha, Qatar.

Why did you shoot in that way?
I spread the garbage on the traditional Qatari rag, because when families and friends go to the beach, it’s the first thing they do: they spread the rag and put lots of food and drinks to consume, and toys for children to play with. Later they take the rag back home leaving all the litter on the beach. The garbage literally comes from the rags. I put it where it came from.

How long did you collect the plastic waste?
It took me only 3 hours to collect it.

Did you learn anything out of the project?
Yes, that we pollute even more than I thought. It was also surprising to see the varieties of plastic waste we leave behind: it’s more than just plastic bags, which first come to mind.

Who are you?
I am a documentary/press photographer based in Doha, Qatar. My very first personal project was about pollution in Chennai, India.

 

P.S.: Ihr Unternehmen, Ihre Agentur, Ihr Magazin hat internationale Themen und Sie suchen einen Fotografen vor Ort, der die Landessprache spricht, sich mit den kulturellen Gepflogenheiten auskennt und der Ihre Qualitäts-Standards erfüllt? Wir finden für Sie den passenden Fotografen für jeden Bereich der Unternehmenskommunikation und für jede Ihrer Ideen, auch für Ausstellungen – und das in jedem Land, jeder Region und jeder Stadt. Eben die Internationale Fotografie von fotogloria: international@fotogloria.de

Horizonte-Countdown 2017 | Christoph Morlinghaus

Plastik ist nicht biologisch abbaubar und verschwindet somit nie ganz.**

Wenn Mensch sich das klar macht, dann: Hinsehen, Plastik bei jeder Gelegenheit aufsammeln, mit einem Foto dokumentieren, damit andere Menschen zum handeln auffordern und jeden Plastikmüll vernünftig entsorgen.

Die Ausstellung »Pick It Up« will ein Bewusstsein dafür schaffen, dass jeder Mensch seinen Teil zum Umweltschutz beitragen kann. Gezeigt wird die Schau übrigens ab dem 20. Mai 2017 beim Umweltfotofestival horizonte zingst

Heute: Christoph Morlinghaus – Hamburg | Deutschland | Europa | Elbe

Wo hast Du fotografiert?
Fotografiert habe ich an der Elbe, am Falkensteiner Ufer, bei Blankenese, kurz vor Wedel.

Warum hast Du es so fotografiert?
Mein Bild wurde, ich mag es ja kaum zugeben, digital fotografiert. Als die Aufnahmen entstanden, schunkelte mein Umzugscontainer noch über den Atlantik, so daß meine Infrastruktur für analoges Fotografieren (Jobo Prozessor, Creo Scanner) nicht zur Verfügung stand. Da ich ausgesprochen ungerne andere Leute an meinem Arbeitsablauf beteilige, habe ich halt mit der Sony A7r und einem Shiftobjektiv fotografiert. Aus drei Aufnahmen wurde dann ein quadratisches Bild zusammengesetzt.

Wie lange hast Du den Müll für das Bild gesammelt?
Nach Plastikmüll an der Elbe muss man nicht lange suchen. Nach fünf Minuten entstand das erste Bild, nach zwei Stunden bin ich mit dem Bus zurück nach Hause gefahren.

Was ist Deine Erkenntnis aus dem Projekt?
Ich fand es faszinierend, wie sehr Plastikmüll sich in die Natur integriert hat und ein dadurch fester Bestandteil geworden ist. Ausgefranste Plastikplanen sind mit Erde bedeckt und Pflanzen wachsen aus ihnen hervor, Plastiktüten haben sich in Sträucher und Äste so feste verheddert, dass sie dort noch jahrelang hängen werden. Das ausgewählte Motiv zeigt eine Stück klare Plastikfolie, die unter einem bemoosten Felsen eingeklemmt ist. Sie muss ewig dort gelegen haben und integrierte sich, ganz natürlich und durchaus hübsch anzuschauen, in die Umgebung.

Wer bist Du?
Mein Name ist Christoph Morlinghaus und ich fotografiere alles, was sich nicht wegbewegen kann. Am liebsten mit der 8×10“ Grossbildkamera. Nach 17 Jahren im Ausland entdecke ich gerade mein Heimatland aufs Neue.

** Quelle: »Das Ozeanbuch – Über die Bedrohung der Meere« von Esther Gonstalla, erscheint im August 2017 im Oekom-Verlag unter der ISBN-Nummer: 978-3-96006-012-3

 

P.S.: Christoph Morlinghaus lebt, liebt und atmet die Fotografie. Dazu kommen ein außergewöhnliches Talent, eine Großbildkamera und genug Mut, sich intelligenten Themen und schwierigen Motiven zu stellen. Ob auf unendlichen Ölfeldern, in weit verzweigten unterirdischen Archiven, ob in gigantischen Werkshallen oder angesichts Meisterwerke zeitgenössischer Architektur – Christoph Morlinghaus zeigt nicht nur, was zu sehen ist. Er macht sichtbar, was hinter dem Motiv steht, er hat keine Angst vor schierer Größe und interpretiert auf subtile Weise, was sein könnte. Er lebt in Hamburg und arbeitet international.

P.P.S.: fotogloria vertritt Christoph Morlinghaus exklusiv im deutschsprachigem Raum. Über fotogloria jedenfalls können Sie ihn gerne für Ihre Ideen und Aufträge buchen – melden Sie sich jederzeit unter 040 609 42 906 -0 oder info@fotogloria.de.

Horizonte-Countdown 2017 | Kristian Gehradte

Durch die Sonneneinstrahlung, den Salzgehalt des Wassers und die ständige Bewegung zerfällt der Kunststoff in den Meeren unterschiedlich schnell: Es kann zwischen einem umd etwa 600 Jahre dauern, bis sich beispielweise Plastiktüten oder Angelschnüre in sandkorngroße Teile zersetzt haben.**

Dann allerdings sinken ebenjene zum Meeresboden zu dem anderen Müll oder dienen den Meeresbewohnern als Nahrung. Beides keine Option. In diesem Sinne: Hinsehen, hingehen, aufsammeln, Foto machen, entsorgen – jeder kann etwas gegen den Plastikmüll in den Meeren tun.

Und genau dazu will die Ausstellung »Pick It Up« aufrufen, die ab kommenden Samstag beim zehnten Umweltfotofestival horizonte zingst gezeigt wird.

Heute: Kristian Gehradte – Melbourne | Victoria | Australien | Bass-Straße

fotogloria: Where did you take your photo?
Kristian Gehradte: I came across the scene at Westgate Park in Melbourne just near the Westgate bridge which is quite an important part of Melbourne history.

Why did you shoot in that way?
I wanted to shoot some dusk/nighttime images of the area as I thought it could be quite interesting with the mixed lighting sources etc. possible movement of cars on the roads and bridge if visible

How long did you search for the motif?
I spent around 2 hours down at this site walking around trying to find photographic opportunities

Did you learn anything out of the project?
Fortunately for our city when I first heard about this project I thought it would be easy to find rubbish in and around our city or natural areas. This was not the case as I looked for two days along our coastlines and couldn’t find any rubbish so thats when I went to this more industrial type of site thinking there would be more rubbish.

Who are you?
I am a Melbourne based Commercial/Advertising photographer who is always aiming to push visual boundaries. I have been shooting professionally for over 15 years now and have shot for some of the worlds largest brands.

 

** Quelle: »Das Ozeanbuch – Über die Bedrohung der Meere« von Esther Gonstalla, erscheint im August 2017 im Oekom-Verlag unter der ISBN-Nummer: 978-3-96006-012-3

P.S.: Ihr Unternehmen, Ihre Agentur, Ihr Magazin hat internationale Themen und Sie suchen einen Fotografen vor Ort, der die Landessprache spricht, sich mit den kulturellen Gepflogenheiten auskennt und der Ihre Qualitäts-Standards erfüllt? Wir finden für Sie den passenden Fotografen für jeden Bereich der Unternehmenskommunikation und für jede Ihrer Ideen, auch für Ausstellungen – und das in jedem Land, jeder Region und jeder Stadt. Eben die Internationale Fotografie von fotogloria: international@fotogloria.de

Horizonte-Countdown 2017 | Peter Prast

3-10 % des entsorgten Plastiks wird weltweit recycelt.**

Und das heißt, das 90-97 % des Plastiks weltweit im besten Fall in der Müllverbrennung, aber vor allem auf Müllkippen und in der Natur landen. Und auch in den Meeren dieser Welt.

So auch in der Ostsee – die in der Ausstellung »Pick It Up« natürlich nicht fehlen darf, findet schließlich das zehnte Umweltfotofestival horizonte zingst an eben jener statt. Und genau dort ist die Schau auch ab dem 20. Mai 2017 zu sehen.

Fotografiert hat das Motiv übrigens Peter Prast, der allen Festival- und fotointeressierten Zingst-Besuchern ein Begriff sein sollte, war er schließlich über einige Jahre der Leiter der Zingster Fotoschule und leitet auch heute noch etliche Workshops.

Heute: Peter Prast – Zingst | Deutschland | Europa | Ostsee

fotogloria: Wo hast Du fotografiert?
Peter Prast: Kurz die Vorgeschichte zum Bild: Klaus Tiedge hatte mich kürzlich über das Projekt »Pick It Up« informiert und um ein Bild gebeten. Am Strand habe ich ein liegengebliebenes Stück Plastikmüll gefunden, das  für das Thema stehen kann. Es ist sozusagen symbolisch für »Pick It Up«.

Warum hast Du es so fotografiert?
Um dieses Stück Plastik in den Fundort einzubinden, hab ich eine Doppelbelichtung mit einer Olympus OM-D E-M10 erzeugt. Somit soll der Eindruck entstehen, Müll ist nicht nur am Strand zu finden, er ist einfach überall – liegengelassen, hingeworfen, vergessen, entsorgt, angespült.

Was ist Deine Erkenntnis aus dem Projekt?
»Pick It Up« ist, so verstehe ich es wenigstens, ein Aufschrei an jeden, ja «Pick It Up«! Tu selber etwas dazu, die immer größer werdende Mülllavine mit ihren gravierenden Auswirkungen zu bremsen. Sammel es auf, nimm es mit und gebe es in den Recycling-Kreislauf zurück und vermeide selbst Müll in der Natur zurückzulassen. Aber, und diese Frage ist viel wichtiger, was tut man an Orten dieser Welt, an denen es keine geordnete Wiederverwertung gibt? Diese Frage will heute beantwortet werden!

Wer bist Du?
Ja, wer bin ich? Jahrgang 1950, also nicht mehr ganz neu aber ich habe viel Freude an der Fotografie, die mich, unterschiedlich intensiv, durch das Leben begleitet hat. Auf ein bestimmtes fotografisches Thema bin ich nicht festgelegt, suche meine Motive überall und setze sie ins Bild, wie ich es für richtig halte. Oft und sehr gern halte ich mich für das Fotografieren im Norden Skadinaviens auf. So sind die Küsten an der Barentssee genau so interessant wie ein Winter in Lappland. Aber auch die heimische Ostseeküste und die Buchenwälder unserer Nationalparks bieten unendlich viele Möglichkeiten fotografisch aktiv zu sein. In der Fotoschule Zingst teile ich gern mein Interesse an der Fotografie mit Workshop-Teilnehmern in Grundlagenkursen.

 

** Quelle: »Das Ozeanbuch – Über die Bedrohung der Meere« von Esther Gonstalla, erscheint im August 2017 im Oekom-Verlag unter der ISBN-Nummer: 978-3-96006-012-3

Horizonte-Countdown 2017 | Obie Oberholzer

Mehr als 100.000 Meeressäugetiere und Millionen von Seevögeln und Fischen sterben jährlich an gefressenen oder um sie gewickelten Plastikteilen.**

Das Fazit daraus ist: Plastikmüll gehört nicht in die Meere! Und jeder kann seinen Teil zum Schutz der Ozeane beitragen – durch Einschränkung des eigenen Plastikkonsums. Und durch konsequentes Aufsammeln von angeschwemmtem Plastik.

Genau dazu ruft die Ausstellung »Pick It Up« auf, für die wir 13 internationale Fotografen  gebeten haben, aus dem Plastikmüll vor ihrer Haustür ein Bild zu machen – um zu dokumentieren, dass das Problem weltweit gravierende Folgen hat.

Die Schau ist übrigens ab dem 20. Mai bei zehnten Jubiläumsfestival horizonte zingst zu sehen.

Heute: Obie Oberholzer – Nature’s Valley | Südafrika | Afrika | Indischer Ozean

Where did you take your photo?
​This​ image was shots in a rock pool in the wild coastline of the Tsitsikamma National Park near the coastal village of Natures Valley along South Africa’s Indian Ocean coastline

Why did you shoot in that way?
​The dead seal was wedged along a steep cliff along the ocean. There was little space to work so the ​the only possible angle was a vertical view.

How long did search for the motif?
​I noted this dead seal on a afternoon walk. It must have died trying to eat something in the plastic or maybe got tangled in it. Luckily it was still there in the morning, after the high tide.​

Did you learn anything out of the project?
Plastic products and its polluton is one of the worlds biggest enviromental problems.​

Who are you?
A ​South African photographer. ​

 

** Quelle: »Das Ozeanbuch – Über die Bedrohung der Meere« von Esther Gonstalla, erscheint im August 2017 im Oekom-Verlag unter der ISBN-Nummer: 978-3-96006-012-3

P.S.: Ihr Unternehmen, Ihre Agentur, Ihr Magazin hat internationale Themen und Sie suchen einen Fotografen vor Ort, der die Landessprache spricht, sich mit den kulturellen Gepflogenheiten auskennt und der Ihre Qualitäts-Standards erfüllt? Wir finden für Sie den passenden Fotografen für jeden Bereich der Unternehmenskommunikation und für jede Ihrer Ideen, auch für Ausstellungen – und das in jedem Land, jeder Region und jeder Stadt. Eben die Internationale Fotografie von fotogloria: international@fotogloria.de